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Literatur und Musik im Brechthaus

In der Reihe “Junge Literatur aus aller Welt”  treten am Donnerstag, 1. Dezember um 19 Uhr Richard Mayr (Autor), Doris Buchrucker (Schauspielerin) und Franz Brenninger (Musiker) mit einem musikalisch-literarischen Abend vor das Augsburger Publikum im Brechthaus (auf dem Rain 7).

Literatur aus der Welt ist manchmal einfach Literatur aus Augsburg. Weil Richard Mayr (im Hauptberuf AZ-Kulturredakteur) aus seinem humorvollen neuen Roman vorliest, für den er im letzten Jahr den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg erhalten hat, zeigt sich Brecht ebenfalls von seiner komödiantischen Seite: Doris Buchrucker liest aphoristische Texte des jungen und alten Bertolt Brecht. Die Musik von Franz Brenninger alias „Das Ding ausm Sumpf“ gibt sich – passend zur Literatur –  ebenfalls komisch.

Um Anmeldung unter Telefon 0821/ 4540815 wird gebeten.



Kriegshaber: Führung durch die ehemalige Synagoge

Am Sonntag, den 4.12.2016 findet um 15.00 Uhr eine öffentliche Führung durch die ehemalige Synagoge in Kriegshaber statt.

Die öffentliche Führung mit Monika Müller, Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben,

am Sonntag, den 4. Dezember 2016 um 15.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber thematisiert die jahrhundertelange Geschichte der Juden im heutigen Augsburger Stadtteil Kriegshaber. Bis 1916 eine eigenständige Ortschaft, gab es dort eine bedeutende Gemeinde des Landjudentums mit einer eigenen Synagoge, die nach der Sanierung als Dependance des Jüdischen Kulturmuseums wieder zugänglich ist. Erst 1916 erfolgte die freiwillige Eingemeindung in die Stadt Augsburg, deren einhundertjähriges Jubiläum in diesem Jahr mit einem breiten Programm gefeiert wird, an dem sich auch das Jüdische Kulturmuseum mit seiner dortigen Dependance beteiligt. Museumsmitarbeiterin Monika Müller wird erläutern, wie und unter welchen Bedingungen sich jüdisches Leben in Kriegshaber entwickelte.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Ort: Ehemalige Synagoge Kriegshaber, Ulmer Straße 228, 86156 Augsburg. Der Eintritt in die ehemalige Synagoge ist frei. Für die Führung fällt eine Gebühr von 4,00 Euro, für Schüler und Studierende ermäßigt 3,00 Euro an.



UNESCO-Welterbe: Eine Geschichte der kultivierten Nutzung des Wassers in der Stadt

Als sich die DAZ vornahm, das aktuelle “Wasserbuch” von Martin Kluger zu besprechen, bestand kein Zweifel daran, dass das Werk „Augsburgs historische Wasserwirtschaft“ mit dem Untertitel „Der Weg zum UNESCO-Welterbe“ eine historisch-wissenschaftliche Fachbesprechung verdient hatte. “Da gibt es nichts zu kritisieren, sondern nur zu loben. Ich weiß nicht, ob Ihnen das taugt”, so Prof. Dr. Karl Ganser auf Anfrage, ob er Interesse habe, eine kritische Würdigung zu schreiben. Ganser schickte Papier mit zahlreichen Korrekturanmerkungen, ein klassisches Manuskript, das lange auf seine digitale Umwandlung warten musste, ohne dass der Gegenstand der Besprechung etwas von seiner Aktualität eingebüßt hätte. Außerdem soll mit dem heutigen Tag eine DAZ-Serie ihren Anfang nehmen, in der lesenswerte Bücher mit Augsburg-Bezug vorgestellt werden.

Ein Kompendium der Extraklasse

Von Prof. Dr. Karl Ganser

„Augsburgs historische Wasserwirtschaft“ Ein Buch von Martin Kluger

„Augsburgs historische Wasserwirtschaft“ 


2011 bekundete Augsburg die Absicht, die historische Wasserwirtschaft der Stadt in die Liste des UNESCO-Welterbes aufnehmen zu lassen. Martin Kluger hatte die Idee und verfasste auch den Text der Interessenbekundung.  Er legte dazu ein „Begleitbuch“ auf, das die ganze Faszination dieses Themas bewusst macht. Und er fasste nach. Er sichtete Quellen mit der Frage: Gibt es andernorts eine ähnlich kunstvolle Wasserwirtschaft?

In der Bewertung der Kommission, die mit der Bewertung einer großen Zahl an Interessenbekundungen aus Deutschland betraut war, ist bestätigt: „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg“ gehört zu den Interessenbekundungen, die für die Aufnahme in das Welterbe in 2019 weiter verfolgt werden sollen. (mehr …)



Vortrag in der Stabi: Die Wirkung von Geschichtsschreibung

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg und die Initiative Staats- und Stadtbibliothek Augsburg e.V. laden ein zu einem Vortrag von PD Dr. Gregor Rohmann (Göttingen). “Der Ghostwriter als Herold Hans Jakob Fugger, Clemens Jäger und die Augsburger Geschichts-schreibung”, so der Titel des Vortrags.

Staats- und Stadtbibliothek in der Schaezlerstraße

Staats- und Stadtbibliothek in der Schaezlerstraße


Der Schustermeister, Ratsdiener und Zolleinnehmer Clemens Jäger (1500–1561) schrieb seit den 1540er-Jahren für den Augsburger Rat und viele seiner Mitglieder chronikalische und genealogische Werke und ließ sie oft von Künstlern prächtig ausstatten. Einer der wichtigsten Auftraggeber Jägers war Hans Jakob Fugger, für den er mit dem Ehrenbuch der Fugger, der Fuggerchronik und dem Habsburgischen Ehrenwerk drei umfangreiche Projekte bearbeitete. Bis weit in die Neuzeit entfalteten diese Bücher eine große Wirkung im historischen Selbstverständnis der Stadt, aber auch in der Wahrnehmung des Kaiserhauses. Unser Bild über den Ausgang des Mittelalters in Augsburg ist insofern bis heute mitgeprägt von einer sehr modern anmutenden Gestalt: einem sozialen Aufsteiger, der schon im 16. Jahrhundert mit Public History sein Geld verdiente. – PD Dr. Gregor Rohmann Berufsbezeichnung lautet “Mittelalterhistoriker”. Im Jahre 2000 promovierte Rohmann über „Clemens Jäger und das Ehrenbuch der Fugger“. Nach Stationen in Hamburg, Bielefeld und Frankfurt folgte 2011 die Habilitation in Frankfurt über die spätmittelalterliche „Tanzwut“; seitdem Lehrstuhlvertretungen in Frankfurt, Köln, Berlin, Basel und Göttingen.

Wann: Dienstag, 6. Dezember 2016, Beginn: 18.30 Uhr. Wo: Staats- und Stadtbibliothek Augsburg,

Schaezlerstr. 25, 86152 Augsburg – Lesesaal. Der Eintritt ist frei.

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg geht auf die 1537 gegründete Augsburger Stadtbibliothek zurück und gehört zu den bedeutendsten spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Sammlungen Deutschlands. Als regional orientierte Forschungsbibliothek für die Reichsstadt Augsburg, Bayerisch-Schwaben und die Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit besitzt sie mehr als 550.000 Bände, von denen 120.000 vor 1800 gedruckt wurden, rund 3.700 Handschriften, 18.000 grafische Blätter und eine umfangreiche Sammlung zu Bertolt Brecht. Der Bestand wird laufend ergänzt mit Erwerbungen von Alten Drucken, Sammlungen und Nachlässen aus und zu Bayerisch-Schwaben. Als einzige Institution in Bayerisch-Schwaben archiviert die Bibliothek per Gesetz Amtsdruckschriften sowie sämtliche Publikationen der Region.



Schaezlerpalais mit Weihnachtsbazar des Kindernestes

Vom 2. bis 4. Dezember findet im Schaezlerpalais det Weihnachtsbazar des Kindernestes statt.



Nach dem großen Erfolg in den letzten Jahren findet der traditionelle Weihnachtsbazar der Elterninitiative Kindernest e. V. in diesem Jahr erneut im Augsburger Schaezlerpalais statt.

Im historischen Ambiente werden die Eltern der Initiative in Zusammenarbeit mit dem Schaezlerpalais einen Weihnachtsmarkt vom 2. bis 4. Dezember für Groß und Klein veranstalten. Der Weihnachtsbazar wird am kommenden Freitag um 16 Uhr, eröffnet. – Angeboten wird viel Kunsthandwerkliches: Puppen, Seifen, Filzarbeiten, Papierkunst, sowie Liköre, Marmeladen und Gebäck. Weitere Highlights sind die traditionelle Tombola mit vielen attraktiven Preisen und das stadtbekannte Schattenspiel für Kinder wie Eltern.





Welche Auswirkungen hat Trumps Wahl auf Deutschland?

Die Vorsitzende der Augsburger SPD, Ulrike Bahr (MdB), hat den amerikanischen Konsul Scott Woodard (Generalkonsulat München) sowie Prof. Dr. Peter A. Kraus, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Augsburg zu einem Vortrag mit Diskussion in die Neue Stadtbücherei Augsburg eingeladen.

Ulrike Bahr

Ulrike Bahr


Die Wahlen in den USA haben ganz Deutschland beschäftigt. Viele Bürger waren schockiert, dass Donald Trump, der im Wahlkampf mit populistischen Aussagen Minderheiten diffamiert und Frauen verunglimpft hatte, zum Präsidenten gewählt wurde. Die Verunsicherung ist groß in Europa, die Kontinuität amerikanischer Politik wird in Frage gestellt. Wenn der neue Präsident seine Versprechen wahr macht – welche Folgen hat dies für Europa? Muss die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik jetzt unabhängig werden von den USA? Werden nun auch in Europa die Populisten an die Macht kommen? Welche weltweite Verantwortung kann und muss die Bundesrepublik Deutschland in Zukunft übernehmen?

Das sind die Themen, die am Dienstag, 6. Dezember um 18.30 Uhr in der Neuen Stadtbücherei mit Prof. Dr. Peter A. Kraus und dem amerikanischen Konsul Scott Woodward diskutiert werden sollen. Die Moderation übernimmt der Augsburger Sozialwissenschaftler Dr. Saša Bosancic.



“Schabbat: Perspektiven auf den jüdischen Ruhetag”

Am kommenden Dienstag, 6.12.2016 um 19.00 Uhr findet im Jüdischen Kulturmuseum im Festsaal der Synagoge eine Podiumsdiskussion statt.

Auf dem Podium sitzen Rabbiner Dr. h.c. Henry G. Brandt, Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bezirk Bayern und Prof. Dr. Volker Kessler, Leiter der Akademie für christliche Führungskräfte in Gummersbach. Diskussiongegenstand: “Schabbat: Perspektiven auf den jüdischen Ruhetag”. Nach dem Vorbild der jüdischen Lehrhäuser in Frankfurt und Stuttgart in den 1920er Jahren beleuchten in der vom Jüdischen Kulturmuseum zusammen mit Rabbiner Dr. Henry Brandt veranstalteten Reihe “Strömungen” Vertreter verschiedener Richtungen des Judentums ein ausgewähltes Thema aus ihrer jeweiligen Sicht. In diesem Jahr geht es um den jüdischen Ruhetag, den Schabbat. Zum Abschuss des Jahresthemas diskutieren Vertreter der jüdischen, christlichen sowie unternehmerischen und gewerkschaftlichen Sicht über den Ruhetag. Eintritt: 5,00/3,00 Euro.

Foto: Blick in den ehemaligen Kultraum (Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben)