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Punkt 7 thematisiert die Situation der Kakaobauern

30 Minuten innehalten für die Nöte der Welt: “Bitter-süsse Schokolade”



Der Schokoladenkonsum ist in der Vor-Weihnachtszeit besonders hoch. Doch wie läuft das Geschäft mit der Schokolade? Wer sind die größten Profiteure? Um dieses Thema geht es beim nächsten punkt7 am Mittwoch, den 7. Dezember, um 19 Uhr in der St. Moritz-Kirche.



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eferentin ist Sylvia Hank, Bildungsreferentin bei der “Werkstatt solidarische Welt e.V.”, Trägerverein des Weltladens Augsburg. Sie berichtet über die schwierige Situation der Kakaobauern, die Missstände bei den Arbeitsbedingungen des Kakaoanbaus und die Ausbeutung durch Kinderarbeit. – Punkt7 ruft dazu auf, Menschen in Not solidarisch zur Seite zu stehen und lädt ein zu 30 Minuten Information, Reflexion, Stille und Hinwendung zu Gott. Getragen wird die Initiative punkt7 von den beiden Kirchengemeinden St. Anna und St. Moritz, sowie der evangelischen und katholischen Citykirchenarbeit und der Fokolar-Bewegung e.V.



Zum Tod von Kurt Viermetz

Kurt F. Viermetz, Ehrenbürger der Stadt Augsburg ist am Abend des 25. November nach schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben. Sein Name steht für eine engagierte Förderung von Projekten im Bereich der Kultur, der Kunst und der Wissenschaft in Augsburg und der Region.

Kurt Viermetz 1939 wurde Kurt Viermetz als Sohn eines Bankiers in Augsburg geboren. Er wuchs in Pfersee auf und war mehrere Jahrzehnte lang überaus erfolgreich im internationalen Bankwesen aktiv. Obwohl die meiste Zeit seines Lebens nicht in Augsburg wohnhaft, blieb er seiner Heimatstadt immer zutiefst verbunden. Seine Grundhaltung, so hatte es Kurt F. Viermetz einmal selbst ausgedrückt, habe ihm gesagt, dass es schön sei, von den Gaben, die einem das Leben beschert hat, auch etwas an die Gesellschaft zurückzugeben. Dieser Haltung kam Kurt F. Viermetz über Gebühr und äußerst großzügig nach.

1998 finanzierte er  die Überdachung des Innenhofes im Maximilianmuseum, damit die Originale der restaurierten Figuren der Augsburger Prachtbrunnen dort eine dauerhafte Bleibe finden sollten. Der wunderbare Innenhof wurde nach ihm „Viermetz-Hof“ genannt. Kurt Viermetz  sorgte auch mit weiteren Augsburger Mäzenen dafür, dass die Sanierung des Schaezlerpalais in Angriff genommen werden konnte. Mit seiner Stiftung  beteiligte  er sich ferner am Erwerb kostbarer Silberschätze für das Maximilianmuseum.

Im Jahr 2003 gegründete Viermetz gemeinsam mit seiner Frau die  „Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung“. Diese dient der Förderung von Wissenschaft, Kunst und Kultur in Augsburg und Bayerisch-Schwaben sowie der Förderung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Seit ihrer Gründung konnten 700 Projekte mit einem Volumen von über sechs Millionen Euro gefördert werden. Außer der Anschaffung von Kunstwerken unterstützte die Stiftung in besonderem Maße Musikveranstaltungen und die Renovierung von Kirchen und ihren Orgeln.  Alljährlich wird zudem ein mit 10.000 Euro dotierter Wissenschaftspreis an junge Nachwuchswissenschaftler verliehen. Viermetz steht da in der Tradition der Augsburger Stifter, die stets bestrebt waren, persönliches Wohlergehen als Chance oder gar Verpflichtung zu sehen für Wohltaten an die Gemeinschaft. Auch in die Diskussion um die Theatersanierung brachte er sich ein.

2004 wurde Kurt F. Viermetz zum Dank und als Wertschätzung für die von ihm geleisteten Dienste und für sein überaus großzügiges Engagement die Ehrenbürgerwürde der Stadt Augsburg verliehen. Angesichts seiner Erkrankung hat er seine Stiftung für die Zukunft fit gemacht, das Stiftungskuratorium übernahm  Alt-OB Dr. Peter Menacher.

Auf seinen eigenen Wunsch wird Kurt F. Viermetz am Hermanfriedhof beerdigt. Als Ausdruck ihrer Dankbarkeit wird die Stadt Augsburg ihn mit einem offiziellen Trauerakt ehren.

Foto: Kurt Viermetz (c) Ulrich Wagner