DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

Stadtwerke: Immer mehr Augsburger steigen auf Busse und Straßenbahnen um

Die Stadtwerke selbst haben mit diesem Erfolg nicht gerechnet. Die 60-Millionen-Marke wird wohl 2016 geknackt: 4,5 Prozent Fahrgast-Zuwachsrate in diesem Jahr.



In noch keinem anderen Jahr waren so viele Fahrgäste mit den Bussen und Straßenbahnen der Stadtwerke Augsburg (swa) unterwegs wie bisher im Jahr 2016. Bis Ende Oktober haben 50,1 Millionen Fahrgäste die Nahverkehrsangebote der swa genutzt, 2,2 Millionen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das ist eine Steigerung um rund 4,5 Prozent. Nachdem die Zahl der Fahrgäste 2015 mit insgesamt 59,3 Millionen knapp unter der 60-Millionen-Marke lag, gehen die swa davon aus, diese Marke heuer deutlich zu knacken. „Wir rechnen nach heutigem Stand mit über 61 Millionen Fahrgästen für dieses Jahr“, freut sich swa-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza.

„Wir hatten zwar auch 2016 wieder mit einem sichtbaren Fahrgastzuwachs gerechnet, das bisherige Jahr hat unsere Erwartungen allerdings deutlich übertroffen und die positive Aufwärtsentwicklung des Vorjahres nochmals beschleunigt“, so Casazza. So liegt auch die Steigerung der Fahrgastzahlen über dem Wert des Vorjahres: 2015 waren sie gegenüber 2014 um 3,7 Prozent gestiegen, in diesem Jahr bisher um 4,5 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass die Monate November und Dezember diesen Trend fortsetzen“, so Casazza.

Der swa-Verkehrschef sieht damit die Stadtwerke auf dem richtigen Weg, das Nahverkehrsangebot an die tatsächlichen Bedürfnisse und die Nachfrage der Fahrgäste anzupassen. Casazza nennt hier die Verlagerung eines dichteren Taktes von den schwach genutzten Vormittags- in die Abendstunden ebenso, wie die Bemühungen um mehr Pünktlichkeit, höhere Kapazität in den Morgenstunden und besser funktionierende Anschlüsse. „Es gehören aber auch zusätzliche Leistungen dazu wie etwa das kostenlose WLAN in unseren Fahrzeugen, komfortablere neue Busse oder ergänzende Angebote wie Carsharing“, so Casazza.

„Das Ergebnis zeigt, dass die Bürger den Nahverkehr verstärkt nutzen, wenn das Gesamtangebot stimmt“, so Casazza. „Und es ist für uns natürlich Ansporn, unser Angebot für die Fahrgäste noch attraktiver zu machen.“ Das soll etwa auch mit den Veränderungen im Busnetz ab 11. Dezember erreicht werden. „Auch hier gilt: Wir wollen dann und dort fahren, wann und wo unsere Fahrgäste das wollen“, so Casazza. „Ein Angebot mit geringer Nachfrage aufrechtzuerhalten macht keinen Sinn, wenn an anderer Stelle Linienwege oder dichtere Takte fehlen.“

Das Angebot müsse aber auch auf die wachsende Einwohnerzahl Augsburgs ausgelegt und für die Zukunft angepasst werden. So wächst Augsburg jährlich um rund 5.000 Einwohner oder etwa 1,7 Prozent. „Deshalb ist es wichtig, die Straßenbahn als leistungsfähiges Rückgrat des Nahverkehrs weiter auszubauen“, so Casazza.

Die Fahrgastzahlen werden anhand der verkauften Fahrscheine nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren festgestellt. Dabei wird jeder Zeitkarte eine durch Studien ermittelte, durchschnittliche Anzahl von Fahrten zugrunde gelegt.

Immer mehr Fahrgäste sind mit Bussen und Straßenbahnen unterwegs- wie hier am Königsplatz.

Foto: swa / Thomas Hosemann



Konzert: bayerische kammerphilharmonie in der Synagoge

Die bayerische kammerphilharmonie ist am morgigen Sonntag, den 20.11. um 18 Uhr in der Augsburger Synagoge zu Gast mit einem Programm, das dem Jugendstilbau in der Halderstraße “auf den Leib geschneidert ist”, wie es im Eindladungstext des Veranstalters heißt. “Alle drei Meisterwerke – das Gebäude sowie die Oktette von Max Bruch und George Enescu – entstanden in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Trotz der zeitlichen Nähe kontrastieren die Klangsprachen der beiden Komponisten auf faszinierende Weise: Das Oktett des 19-jährigen Enescu scheint wie das epische Monument eines reifen Komponisten und weist bereits den Weg zur expressionistischen Tonsprache der Moderne. – Im Gegensatz dazu setzte Max Bruch sich 1920, am Ende seiner Lebenszeit, ein meisterliches Denkmal, das völlig unbeeindruckt von zeitgenössischen Strömungen ganz in spätromantischem Glanz aufgeht.”

Tickets von 20 bis 40 Euro an der Abendkasse in der Synagoge ab 17.00 Uhr. Studenten erhalten an der Abendkasse gegen Vorlage eines gültigen Ausweises Karten für 5 Euro.



Foto: Gabriel Adorján, Konzertmeister & Leitung und Solisten der bayerischen kammerphilharmonie



Stadtwerke: zehn weitere Mercedes-Busse für Augsburg

Nicht nur wegen ihren Emissionswerten, sondern auch wegen ihres Komforts eine Bereicherung für den ÖPNV: Die Augsburger Mercedes-Flotte - Foto: swa / Thomas Hosemann

Nicht nur wegen ihrer Emissionswerte, sondern auch wegen ihres Komforts eine Bereicherung für den ÖPNV: Die Augsburger Mercedes-Flotte    (Foto: swa / Thomas Hosemann)


Die Verkehrssparte der Stadtwerke Augsburg nimmt zehn weitere neue Busse aus dem Hause Mercedes in Betrieb. Mit diesen “Neuverpflichtungen” sind nun 23 Busse der Baureihe Citaro NGT auf Augsburgs Straßen unterwegs.

Bereits im März sind die ersten 13 Erdgas-Gelenkbusse auf Linie gegangen. Die swa nehmen den Zuwachs an neuen Bussen zum Anlass für eine gemeinsame Aktion mit ihrem Partner Augsburger Panther: Die drei Panther-Spieler Brady Lamb, Scott Valentine und Adrian Grygiel kommen zusammen mit einem der neuen Busse zur Autogrammstunde ans Curt-Frenzel-Eisstadion. (Mittwoch, 24. November, von 16 bis 17.30 Uhr am Vorplatz Ost an der Blauen Kappe).

Die 23 neuen Busse werden ab sofort für die Fahrgäste der swa im Einsatz sein. Die Busse werden von einem völlig neu entwickelten Motor und wie alle swa-Busse umweltschonend und CO2-neutral mit Bio-Erdgas angetrieben. „Wir haben damit die umweltfreundlichste Busflotte einer deutschen Großstadt“, erklärt swa-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. Dass die neuen Busse besonders umweltschonend unterwegs sind, wurde bereits in einer Studie bestätigt. Im Praxistest hatte das Institut für Angewandte Nutzfahrzeugforschung und Abgasanalytik (Belicon) an der Hochschule Landshut deutlich geringere Abgaswerte mit Stickoxiden oder Kohlendioxid gemessen, als bei allen anderen Motortypen.