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„Rendezvous der Künstler“: Alfred Gulden zu Gast im Schaezlerpalais

„Wilde Zeiten!“ – Unter diesem Motto findet am kommenden Freitag, den 11. November eine Führung plus Lesung sowie Gespräche mit dem Schriftsteller Alfred Gulden zur Sonderausstellung „Rendezvous der Künstler“ im Schaezlerpalais statt.



Helmut Klewan im Schaezlerpalais Foto: Lina Mann

Helmut Klewan im Schaezlerpalais Foto: Lina Mann


„Schweinerei, „Ausgeburt kranker Hirne,“ „Blasphemie“ – so die Aufschreie von den späten 60er Jahren bis heute. Gemeint war und ist der Wiener Aktionismus. Der Filmemacher und Schriftsteller Alfred Gulden (*1944) berichtet als Zeitzeuge über die kulturhistorisch so bedeutende, „wilde Zeit“.

Im Schaezlerpalais erzählt Gulden am Freitag ab 19 Uhr im Rahmen der Ausstellung „Rendezvous der Künstler“ von seinen Freundschaften mit dem Sammler Helmut Klewan und heute so bekannten Künstlern wie Arnulf Rainer, Günter Brus oder Hermann Nitsch, dessen 24-Stunden-Spiel (1975) und sechs-Tage-Spiel (1998) von Gulden inszeniert wurde.

Bereits ab 18 Uhr finden Führungen mit Alfred Gulden durch die Ausstellung statt, der Vortrag beginnt um 19 Uhr. “Das Werk Alfred Guldens ist geprägt von dem Spannungsfeld zwischen einerseits heimatlicher Verbundenheit, die sich auch in der literarischen Verwendung seines moselfränkischen Dialektes ausdrückt, und andererseits seiner Weltläufigkeit, die ihn zu längeren Aufenthalten an zahlreichen Orten führte”, wie es bei Wikipedia heißt. Gulden ist bekannt dafür, ein unterhaltsamer und geistreicher Erzähler zu sein. Auf youtube kann man diesbezüglich fündig werden.