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Amerika vor der Wahl: Schwäbische Wirtschaft sorgt sich ums Exportgeschäft

Am 8. November wird entschieden, wer als Nachfolger von US-Präsident Barack Obama ins Weiße Haus einzieht. Die IHK Schwaben hat in einer telefonischen Blitzbefragung vor der US-Präsidentschaftswahl die Meinung der schwäbischen Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA eingeholt, was sie über die US-Wahl denken und mit welchen Auswirkungen sie auf die Wirtschaft rechnen.

Geht es der deutschen Exportindustrie nach der US-Wahl schlechter? Diese Sorge scheint viele schwäbischen Unternehmen umzutreiben

Geht es der deutschen Exportindustrie nach der Ära Obama schlechter? Diese Sorge scheint viele schwäbische Unternehmer umzutreiben


Im Jahr 2015 lösten die USA Frankreich als wichtigsten Handelspartner Deutschlands ab. Bayerische Unternehmen exportierten im letzten Jahr Waren im Wert von knapp 23 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten, eine Steigerung von 16 Prozent zum Vorjahr. Damit sind die USA weltweit wichtigstes Abnehmerland für deutsche wie auch bayerische Produkte.

Rund 600 schwäbische Unternehmen treiben regelmäßig Handel mit den USA. Es sei laut IHK deshalb  nicht überraschend, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen angegeben habe, dass sie die Amtszeit von Präsident Barack Obama positiv für ihr Handelsbeziehungen bewerten. Bereits bei der letzten Befragung zur US-Wahl im Jahr 2012 gab fast die Hälfte der schwäbischen Unternehmen an, dass sie ihre Präsenz auf dem amerikanischen Markt in der ersten Amtszeit von Präsident Obama ausgebaut hätten. Vier Jahre später erklärten nun mehr als ein Drittel, dass sie steigende Umsätze in den letzten acht Jahren verbuchen konnten – quer durch alle Branchen. Umsatzeinbußen mussten nur sechs Prozent der schwäbischen Unternehmen hinnehmen.

Alle befragten Unternehmensvertreter gaben an, dass sie den Wahlkampf in den USA mit großem Interesse verfolgen. Erwartet wird, wie in der IHK-Befragung deutlich wird, dass der Ausgang der Wahl Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen haben könnte. Trotz des großen Exportvolumens würden immer noch zahlreiche Hürden den Warenfluss über den Atlantik erschweren. Sowohl Donald Trump als auch Hillary Clinton haben angekündigt, Handelsabkommen zu kündigen und die US-Wirtschaft zu schützen.

“Demzufolge befürchtet die Hälfte der befragten Unternehmen Nachteile für die Exportnation Deutschland – ein Großteil auch für sich selbst”, wie es in einer Pressemitteilung der IHK heißt.



Hoffmannkeller: “Die Edgar Allan Poe Late Night Show”

Am 10. und 11. November findet jeweils ab 20.30 Uhr im Hoffmannkeller (Theater Augsburg – Kasernenstr.1) “Die Edgar Allan Poe Late Night Show” statt.

Dazu heißt es im Einladungstext des Veranstalters: “E. A. Poes schaurige Erzählungen faszinieren auch über 150 Jahre nach seinem Tod. In seinen Alptraumwelten tummeln sich wahnhafte Mörder, erwachen Menschen lebendig begraben oder entkommen in letzter Sekunde aus dem Folterkeller der spanischen Inquisition. Wahn und Wirklichkeit gehen bei Poe in fieberhafter Erregung Hand in Hand durch modernde Gemäuer. Verfall, wohin das Auge blickt. Novembernebel. Raben krächzen. Die Oberfläche der menschlichen Vernunft ist nichts als brüchiges Eis. Originalton Poe: „Alles, was wir scheinen und schaun ist nichts als ein Traum in einem Traum.” Neben den dramatischen Szenen werden auch Erzählungen und zwei Gedichte vorgetragen: „Die Grube und das Pendel“, „Das Fass Amontillado“ und „Das verräterische Herz“ sowie Auszüge aus „Der Rabe“ und „Ein Traum in einem Traum“. Matthias Kloesel wird die Ich-Erzähler der Geschichten spielen, dazu werden Soundcollagen von Tom Gratza eingespielt. Regie führt Jürg Schlachter. Reservierungen sind beim Besucherservice unter 0821-3244900 möglich.



Autorenlesung: „Neues vom Nachbarn – 26 Länder, 26 Menschen“

Am Dienstag, den 8. November, um 19.30 Uhr, liest der Journalist und Fotograf Oliver Lück in der Stadtbücherei (Ernst-Reuter-Platz 1, EG, S-Forum) aus seinem Buch „Neues vom Nachbarn – 26 Länder, 26 Menschen“.

20 Monate war Lück mit seinem VW-Bus auf einer 50.000 Kilometer langen Reise quer durch Europa unterwegs. Von Portugal bis Estland, von Norwegen bis Sizilien und von den Kanarischen Inseln bis zur russischen Grenze. Diese Reise ist geprägt von spannenden Erlebnissen und von Geschichten interessanter Menschen, wie z. B. besessene finnische Goldsucher, der beste Freund von Arnold Schwarzenegger und eine Sizilianerin, die seit Jahren gegen die Mafia kämpft. Zu dieser Veranstaltung laden die Stadtbücherei, das Europe Direct-Informationszentrum und das Büro für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Augsburg ein. Der Eintritt beträgt zwei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Bundesliga: Ingolstadt stellt Kauczinski frei

Die Ergebniskrise des FC Ingolstadt hat in der Fußballbundesliga zu einer weiteren Trainerfreistellung geführt: Markus Kauczinski ist nicht mehr Trainer der erfolglosen Schanzer, die nach zehn Spieltagen mit zwei Punkten das Tabellenende zieren.

“Wir haben die Arbeit der vergangenen vier Monate gemeinsam mit Markus analysiert. Heute sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es für den FC Ingolstadt 04 das Beste ist, einen Neuanfang zu machen”, so wird Harald Gärtner, Geschäftsführer Sport und Kommunikation des FC Ingolstadt 04 auf der Ingolstädter Homepage zitiert.

Ausschlaggebender Impuls dieses Entschlusses war wohl die hilflose Vorstellung der Ingolstädter im gestrigen Heimspiel gegen den FC Augsburg. – “Diese Entscheidung fiel uns sehr schwer, da wir Markus Kauczinski nicht nur für seine Qualitäten als Trainer, sondern auch menschlich sehr schätzen. Doch wir sahen uns gezwungen, im Sinne des Vereins zu handeln und kamen nach reiflicher Überlegung zu dem gemeinsamen Beschluss, für einen neuen Impuls auf der Position des Chef-Trainers zu sorgen”, so Harald Gärtner, Geschäftsführer Sport und Kommunikation des FC Ingolstadt 04.

Wer Kauczinskis Nachfolge antritt, steht noch nicht fest. “Wir werden nun mit möglichen Kandidaten für den Cheftrainerposten sprechen und wollen einen Fußballlehrer für uns gewinnen, der diese sportliche Herausforderung annehmen möchte und darauf brennt, das Team zurück in die Erfolgsspur zu führen”, so Ingolstadts Sportdirektor Thomas Linke.