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Brechtfestival: Koalitionsausschuss kann sich nicht einigen

Gestern Abend trat der Koalitionsausschuss zusammen, um über die Zukunft des Brechtfestivals zu beraten.

Zunächst stellte Joachim Lang sein Konzept zum Thema „Brecht und die Religion“ vor. Anschließend berieten die Vertreter des Regierungsbündnisses knapp zwei Stunden darüber, wer das nächste Brechtfestival gestalten soll: Lang oder Wengenroth. Zu einer Entscheidung sollte es nicht kommen. Die beiden Fraktionsvorsitzenden Bernd Kränzle (CSU) und Margarete Heinrich (SPD) würden weiterhin an Lang festhalten, wie es hieß, während die kulturpolitischen Sprecher beider Parteien Wengenroth favorisieren würden. Obwohl am heutigen Dienstag im Kulturausschuss darüber entschieden werden soll, vertagten die Koalitionäre die Besprechung auf heute Mittag. Es werde ein Kompromiss angestrebt, bei dem jeder sein Gesicht wahren könne, wie es hieß. In Frage käme demnach ein Festival, bei dem sowohl Wengenroth als auch Lang kuratieren könnten. Immerhin möglich wäre auch ein Festivaljahr ohne Festivalleiter, aber mit Konzeptideen aus der lokalen Künstlerszene. Dieser Vorschlag geht auf den Kulturbeirat zurück. Der Kulturausschuss tagt heute Nachmittag ab 14.30 Uhr.