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“Der Crash ist die Lösung”

Am kommenden Donnerstag findet im Zeughaus ein bemerkenswerter Vortrag aus der Reihe “Studium generale” statt: “Der Untergang des Finanzsystems. Vortrag mit Marc Friedrich und Matthias Weik”.

Die Vortragenden des Abends kommen zu einer düsteren Einschätzung: Es stelle sich längst nicht mehr die Frage, ob der Crash kommt – sondern wann. Alle Maßnahmen zur Banken-, Länder- und Eurorettung laufen auf volkswirtschaftliche Schadensmaximierung und den Staatsbankrott Deutschlands hinaus. Die Enteignung der Bürger für diesen Fall wird längst vorbereitet. Staatsanleihen, Renten- und Lebensversicherungen, Konten – das sind die großen Verlierer im Falle eines Crashs. – Wie man sein Geld rechtzeitig in Sachwerte umschichtet, um sein Erspartes nicht zu verlieren, erklären die Finanzstrategen für jeden verständlich.

Matthias Weik und Marc Friedrich halten seit mehreren Jahren Seminare und Fachvorträge bei Unternehmen, Verbänden, Stiftungen, auf Kongressen, Fachmessen, sowie an Universitäten und Hochschulen. Die von beiden verfassten Bücher “Der größte Raubzug der Geschichte” und “Der Crash ist die Lösung”  sind Bestseller.



Termin: Donnerstag, 25.02.2016, 17.00 Uhr. Ort: Zeughaus, Filmsaal Raum 300/III, Zeugplatz 4. Tickets: 5,00 € an der Abendkasse (Telefonische Anmeldung unter 0821/50265-55).



FCA gewinnt in Hannover

Nach der Galavorstellung gegen Liverpool in der Europa Liga endete das  Bundesliga Kellerderby gegen Schlusslicht Hannover 96 nach großem Kampf mit einem 1:0 Auswärtssieg für die Augsburger. In der stürmischen HDI-Arena kam der FCA vor 35400 Zuschauern zu seinem ersten Rückrundensieg und holte sich Rückenwind für das entscheidende Match gegen die Reds an der Anfield Road am Donnerstag  (Spielbeginn 19 Uhr) und die schweren Aufgaben der anstehenden englischen Wochen.



Von Udo Legner

Gegenüber dem Spiel gegen den FC Liverpool hatte FCA Trainer Markus Weinzierl sein Team auf fünf Positionen umgestellt. Für Janker, Stafylidis, Altintop, Werner (alle vier Bank) und Bobadilla (Oberschenkelverletzung) liefen Max, Gouweleeuw, Koo, Caiuby und Finnbogason auf,  der somit zu seinem Startelfdebüt kam.

Hektisches Hin – und Her prägte die Anfangsphase des Duells zwischen dem Tabellenvierzehnten und dem Schlusslicht der Liga, das in den sieben vorhergehenden Partien als Verlierer vom Platz gegangen war. Die erste Gelegenheit bot sich den Hausherren, die nach einem Foulspiel von Kohr an Karaman (4. Min.) zu einem Freistoß aus aussichtsreicher Position kamen. Der Flachschuss von Gülselam stellte für FCA Keeper Marwin Hitz jedoch kein Problem dar. Ein missglückter Flankenwechsel von Gouweleeuw gefolgt von einem Zusammenprall von Feulner und Klavan waren Beleg für die große Nervosität der Weinzierl-Truppe, die sich offensiv anfangs nur wenig zutrauten.

Wie eine Befreiung wirkte deshalb die unverhoffte Führung für den FCA durch den Ja-Cheol Koo in der 14. Spielminute. Nach mustergültigem Zuspiel von Caiuby auf der linken Seite ließ der Koreaner den unglücklich zusammenprallenden 96er Ceyhun Gülselam und Edgar Prib das Nachsehen und zirkelte unhaltbar für Hannovers Schlussmann Zieler den Ball aus 15 Metern ins lange Eck. Kaum eine Minute später hätte der isländische Neuzugang Alfred Finnbogason die Vorentscheidung herbeiführen können, doch sein Kopfball konnte von Zieler mühelos abgewehrt werden.

In der Folge versäumte es der FCA, die sich häufenden Konter konsequent zu Ende zu spielen. Die größte Chance zum vorentscheidenden 2:0 versemmelte Alexander Esswein, dessen Schlenzer (28. Min.) – fast eine Parallele zur FCA Führung – vom 96er Keeper pariert werden konnte. – Auf der Gegenseite kamen die seit dem Gegentreffer sichtbar verunsicherten Schaaf-Schützlinge lediglich durch Standards  gefährlich vor das Augsburger Tor. Große Aufregung in der 38. Minute – nach einer Ecke für die Roten aus Hannover kam es nach Kopfballablage durch Sane zu einem konfusen und gefährlichen Gestochere unmittelbar vor FCA Keeper Marwin Hitz. Zum Unmut der 96er Fans wurde dieses Szeanrio vom Unparteiischen Siebert beendet, der auf Offensivfoul der 96er Spieler entschied.

Nach dreiminütiger Nachspielzeit ging es mit der knappen, aber wohlverdienten 1:0 Führung für den FCA in die Pause.

Tabelle nach dem 22. Spieltag

Tabelle nach dem 22. Spieltag


Mit Almeida und Kiyotake brachte Thomas Schaaf zwei frische Kräfte für die Hannoveraner Offensive, während Markus Weinzierl Feulner durch Ji ersetzte. Wie zum Ende der ersten Hälfte beschränkten sich die Augsburger zunächst auf ihr Konterspiel, aber es dauerte fast bis zur 60. Minute bis sie durch Esswein (56. Min.) und Ji (58. Min.) zu nennenswerten Torchancen kamen. Angetrieben von Kiyotake, der mehr und mehr zur Schaltstation der 96er wurde, berannten und belagerten die Hannoveraner in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit das Augsburger Tor, ohne dabei freilich allzu große Gefahr heraufzubeschwören. Ein ungeahndeter Ellenbogencheck von Almeida gegen Dominik Kohr (73. Min.), ein zu Recht nicht gegebenes Abseitstor für Hannover (81. Min.) – wieder war es Almeida, der im Abseits stand – und die ein oder andere versiebte Großchance für den glücklosen Tobias Werner (76. Und 86. Min.) waren bis zum Ende der regulären Spielzeit die Highlights dieses Kellerderbys.

In der dreiminütigen Nachspielzeit parierte der einmal mehr souveräne Marwin Hitz unmittelbar vor dem Schlusspfiff nach der letzten Ecke der 96er spektakulär und hielt so den Sieg für die Augsburger fest. – Nach seinem vierten Auswärtserfolg klettert der FCA auf den 13. Tabellenplatz und fährt mit breiter Brust an die Anfield Road nach Liverpool!

FCA: Hitz – Max, Klavan, Gouweleeuw, Verhaegh – Feulner, Caiuby, Koo, Kohr, Esswein – Finnbogason.

46. Dong-won Ji (Feulner),

71. Tobias Werner (Esswein),

82. Janker (Finbogasan).