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Brechtfestival: Abschiedsstimmung!?

Zum Auftakt des Brechtfestivals begeisterte die Brecht-Revue des Berliner Ensembles das Augsburger Publikum. – Ganz im Geiste Brechts waren die Anspielungen und Zwischentöne bei der Eröffnungsveranstaltung im Großen Haus.

Von Halrun Reinholz

Bertolt Brecht Foto: Stadt-und Staatsbibliothek Augsburg

Bertolt Brecht in Augsburg Foto: Stadt-und Staatsbibliothek Augsburg


„Es wechseln die Zeiten …“, unter diesem Motto fand die Eröffnung des Brechtfestivals 2016 im Großen Haus statt. Und tatsächlich schwebt über diesem Festival der Hauch des Wechsels – oder vielmehr des Abschieds von Joachim Lang, der das Brechtfestival nun zum siebten Mal leitet und die Vierer-Reihe mit Bezügen zu Brechts Biographie nun sauber zum Abschluss bringt. So glaubte man es zumindest bisher zu wissen. Zu einem Wechsel würde allerdings auch der Hinweis auf die Nachfolge bei der Weiterführung des Festivals gehören, dieser kam jedoch bislang von den zuständigen Stellen nicht. Ganz im Gegenteil, kurz vor Beginn des Festivals entstanden Gerüchte, Joachim Langs Vertrag würde um ein weiteres Jahr verlängert werden. Die Süddeutsche Zeitung schrieb auch schon forsch vom „vorletzten“ Brechtfestival Langs. Wechseln die Zeiten also – oder doch nicht?

Ohne Theater findet Brecht nicht statt

Genau wie im letzten Jahr ohne einleuchtenden Grund moderierte Anja Marks-Schilffahrth den Reigen der zwei (!) Eröffnungsreden. Mit welcher Legitimation und in wessen Namen auch immer rügte sie ausdrücklich und namentlich die Kulturstadträtin der Grünen Verena von Mutius, die sich mit ihrer Fraktion dezidiert gegen eine in der Luft liegende weitere Verlängerung des Lang-Vertrags ausgesprochen hatte. Kulturreferent Thomas Weitzel ging in seiner Rede nicht auf die Zukunft des Festivals ein, wohl aber auf das Thema Theater. „Gerade noch rechtzeitig“ sei Brecht heimgekehrt ins Augsburger Theater, bevor es wegen Sanierung geschlossen wird. Auf der Suche nach Brecht-Zitaten zur Notwendigkeit eines Theaters sei er nicht fündig geworden, weil das Theater für Brecht eine Selbstverständlichkeit gewesen sei und eine zivilisierte Stadt ohne Theater nicht vorstellbar. Deutlich

Kulturreferent Thomas Weitzel

Kulturreferent Thomas Weitzel


machte er klar, dass es auch in Zukunft ohne ein gut ausgestattetes Theater keine Möglichkeit geben wird, sich mit den Themen der klassischen, modernen und zeitgenössischen Theaterliteratur auseinanderzusetzen – auch nicht mit der von Brecht. Dieser habe als Schöpfer des epischen Theaters für vollkommen neue Wege des Theaters gesorgt, die dieses dauerhaft geprägt haben. Aber auch er sei mittlerweile ein Klassiker, den man interpretieren muss. „Eine Brechtstadt ohne Theater ist nicht vorstellbar“, resümierte er. Deutlicher als bisher zeigte Weitzel damit sein Unverständnis über die Sanierungsdiskussion, vor allem über das Argument des altersbedingt wegbrechenden Theaterpublikums. „Das Theater gibt es schon seit 2500 Jahren und mehr als einmal wurde es für tot erklärt.“ Ausdrücklich plädierte er zudem für die Nutzung des Brechthauses als „kleines, aber feines Literaturhaus“ – eine weitere Baustelle im Augsburger Kulturbetrieb, die einer Lösung bedarf.

Aktueller Bezug und breite Basis

Latte hochgelegt, um bequem unten durch marschieren zu können: Brecht-Festivalleiter Joachim A. Lang

Joachim Lang


Joachim Lang hob hervor, dass es ihm als Festivalleiter immer darum gegangen sei, die aktuellen Bezüge zu Brecht herzustellen. Das diesjährige Festival hat die letzten Lebensjahre Brechts im Fokus, die Zeit nach der Rückkehr aus dem Exil. „Die Vaterstadt, wie empfängt sie mich wohl?“ schließt als Veranstaltungsmotto den Kreis zur Geburtsstadt Augsburg, aber gleichzeitig steht „Vaterstadt“ für ganz Deutschland, das Brecht erst aus der Distanz beobachtete, bevor er sich für Ostberlin als Wohn- und Wirkungsort entschied. Hier versuchte er, sich einzubringen in die neue Gesellschaft. Lang zitierte den Text, den Brecht für eine neue Staatshymne vorgeschlagen hatte: „Anmut sparet nicht, noch Mühe/ Leidenschaft nicht, noch Verstand/ Dass ein gutes Deutschland blühe/ Wie ein andres gutes Land.“ Er versicherte, dass er sich der Brechtstadt nach sieben Jahren Festival-Leitung sehr verbunden fühle und sich sicher sei, Brecht „heimgeholt“ zu haben.

Zwischendurch unterbrach Lang seine Rede, um den Schauspieler Thomas Thieme zu Wort kommen zu lassen. Dieser las zwei späte Gedichte Brechts vor und zeigte damit seine Verbundenheit mit Lang und dem Festival, zu dem er immer wieder beigetragen hatte (auch in diesem Jahr). Bevor Joachim Lang nun das Festival eröffnete, dankte er seinen Mitstreitern und Unterstützern betont salbungsvoll und bat alle am Programm Beteiligten auf die Bühne. Mit dieser eindrucksvollen Demonstration verwies er wohl auf die breite Basis, auf der das Festival in der Augsburger Gesellschaft steht. Insofern sah es tatsächlich aus, als wollte er Abschied nehmen, aber explizit wurde das auch bei ihm nicht.

Brecht-Revue des BE begeistert

Passend zum Thema des Festivals wurde die Darbietung zur Eröffnung von Brechts ehemaliger Wirkungsstätte Berliner Ensemble bestritten. Dass seine Werke dort nach wie vor intensiv gespielt werden, ist bekannt. Entsprechend Brecht-versiert zeigten sich die vier Schauspielerinnen und sechs Schauspieler, die unter der Regie und Moderation des Brecht-Experten Manfred Karge in chronologischer Reihenfolge Songs und Texte aus Brecht-Stücken zum besten gaben. Weder das Berliner Ensemble noch die Form der Brecht-Revue waren für das Augsburger Festivalpublikum neu. Dennoch war das Gastspiel des BE ein hochkarätiges Vergnügen. Die Zusammenstellung zeigte nicht nur, wie unterschiedlich die Brechtschen Texte (und entsprechend auch die dazugehörigen Melodien) sind, sondern auch, wie unterschiedlich man sie interpretieren kann. Stimmgewaltigen „Urgesteinen“ standen junge Bühnenneulinge zur Seite, sodass sich im Ensemble eine reizvolle Mischung ergab. Das Programm, ursprünglich für ein Gastspiel in Paris zusammengestellt, endete dementsprechend mit Ensemble-Texten aus „Die Tage der Kommune“ und einer Zugabe daraus für das begeisterte Publikum.



FCA: Starke Leistung gegen Gladbach

Der FC Augsburg und Borussia Mönchengladbach trennten sich am 23. Spieltag der Fußballbundesliga mit einem leistungsgerechten 2:2 Unentschieden. Raffael schoss die Gäste vom Niederrhein vor 29.665 Zuschauern in der WWK Arena in der ersten Halbzeit in Führung. Alfred Finnbogason (50.) und Caiuby (53.) schienen mit einem Doppelschlag kurz nach der Halbzeitpause die Partie zu drehen, doch Fabian Johnson sorgte mit seinem Treffer in der 55. Minute für den 2:2-Endstand.

Nach dem Europa League-Spiel unter der Woche setzte FCA-Trainer Markus Weinzierl im Bundesliga-Abstiegskampf im Vergleich zur Liverpool-Partie auf fünf neue Spieler in der Startelf: Konstantinos Stafylidis, Christoph Janker, Alexander Esswein, Tobias Werner und Ja-Cheol Koo blieben draußen, für sie begannen Philipp Max, Jeffrey Gouweleeuw, Raul Bobadilla, Alfred Finnbogason und Jan Moravek.

Augsburg setzte die Gladbacher zu Beginn der Partie früh unter Druck, und kam so zur ersten großen Torchance: Philipp Max flankte von der linken Seite in die Mitte, wo Halil Altintop im Strafraum unbedrängt zum Kopfball kam – drüber (7.). Marwin Hitz verhinderte mit gutem Stellungsspiel den FCA einen frühen Rückstand: Eine Direktabnahme aus fünf Metern Entfernung von Thorgan Hazard, der von links mustergültig freigespielt wurde, konnte Augsburgs Hexer parieren (14.).  Zwei Minuten später lief Alfred Finnbogason nach einem langen Ball alleine auf das Gladbacher Tor zu, umspielte Gladbach-Torwart Yann Sommer, doch dabei legte sich Finnbogason den Ball einen Tick zu weit vor, sodass der zurück geeilte Andreas Christensen den Ball noch klären konnte. Nur fünf Minuten später scheiterte Raul Bobadilla mit einem 18-Meter-Schuss von der rechten Seite am Pfosten (22.). In der 28. Minute ging Jan Moravek volles Risiko und jagte das Leder bei einem Angriff volley über den Querbalken. – Eine Reihe von katastrophalen Abwehrfehlern der FCA-Defensive sorgte schließlich für den Führungstreffer der Gladbacher. Die Augsburger ließen sich den Ball in der Vorwärtsbewegung (Kohr) abjagen und bekamen den Ball nicht mehr aus dem Strafraum, bis die Kugel bei Raffael landete, der den Ball unhaltbar in den rechten oberen Winkel jagte (33.). Die Antwort des FCA erfolgte promt: Dominik Kohr schoss den Ball aus 16 Metern knapp über das Gehäuse (35.). – Kurz vor der Halbzeitpause konterten die Gladbacher gekonnt und  Hazard hatte die 2:0-Führung für die Fohlen auf dem Schlappen, aber Hitz war wie gewohnt zur Stelle. (42.).

Mit der 1:0 Führung der Gladbacher endete die erste Halbzeit.

Nach der Pause startet der FCA furios: Finnbogason erzielte per Kopf in der 50. Minute sein erstes Tor für den FCA . Nur drei Minuten später gelang den Brechtstädtern sogar die Führung: Caiuby  sorgte für das 2:1 (53.). Das Spiel schien gedreht, doch die Gladbacher waren davon nicht beeindruckt: Christensen Fabian bediente nach einem mustergültigen Angriff Johnson, der am Fünfer den Ball unhaltbar im langen Ecke versenkte. (55.).

Tabelle nach dem 23. Spieltag

Tabelle nach dem 23. Spieltag


Nach den drei Toren in zehn Minuten nahm das Geschehen dramatisch an Fahrt auf und entwickelte sich zu einem überraschend guten Fußballspiel, in dem beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten, aber die Augsburger stärker auf die erneute Führung drängten. In der 67. Minute flanke Bobadilla scharf nach innen, wo Finnbogason gut Stand und nur knapp neben das Gehäuse köpfte. Oscar Wendt kam für Gladbach urplötzlich aus elf Metern unbedrängt zum Abschluss, traf aber ebenfalls das Tor nicht (68.). Das Spiel legte in der Schlussphase noch weiter anTempo zu, da sich beide Mannschaften nicht in das Remis fügen wollten. In der 86. Minute konnte Hitz einen strammen Schuss von Granit Xhaka aus der zweiten Reihe aufs rechte untere Eck gerade noch zur Ecke klären. In der Nachspielzeit hatte Finnbogason die Chance zum Sieg, doch sein Schuss traf nur den Außenpfosten (90+3).

Der FCA lieferte mit dem heutigen Spiel in der Rückrunde seine beste Vorstellung in Sachen Vorwärtsbewegung ab und kann nun am Mittwoch mit breiter Brust nach Sinsheim fahren (Spielbeginn 20 Uhr.). Ob Koo, der zur zweiten Halbzeit für Moravek eingewechselt wurde, und in der 78. Minute wegen Wadenproblemen wieder ausgewechselt wurde, dabei sein kann, wird sich zeigen. Das Gleiche gilt für Bobadilla, der in der 83. Minute für Esswein Platz machte und sich dabei an den linken hinteren Oberschenkel fasste.

FCA: M. Hitz; – J. Gouweleeuw; R. Klavan; P. Max; P. Verhaegh; – D. Kohr; J. Moravek; H. Altintop; F. Caiuby; R. Bobadilla; – A. Finnbogason.

Eingewechselt: C. Janker (78.); A. Esswein (84.); J. Koo (46.); –

Ausgewechselt: J. Moravek (46.); R. Bobadilla (84.); J. Koo (78.); –

Auswechselbank: A. Manninger (TW); K. Stafylidis; T. Werner; D. Ji;

Tore:

0:1 Raffael (33.)

1:1 Alfred Finnbogason (50.)

2:1 Francisco da Silva Caiuby (53.)

2:2 Fabian Johnson (55.)



Lyrikerin in Brechts Tradition

Brechtpreis der Stadt Augsburg an Silke Scheuermann vergeben

Von Frank Heindl

Für Sonntagnachmittag hatte das Brechtfestival ein „Preopening“ in der Brechtbühne angekündigt. Die Veranstaltung im Goldenen Saal am Freitagabend war dann wohl das Pre-Preopening: Silke Scheuermann erhielt zwei Tage vor dem offiziellen Festivalstart den mit 15.000 Euro dotieren Brechtpreis der Stadt Augsburg.

Angemessen ausgezeichnet: Die Lyrikerin Silke Scheuermann bei der Verleihung des Brechtpreises im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses (Foto: Frank Heindl).

Angemessen ausgezeichnet: Die Lyrikerin Silke Scheuermann bei der Verleihung des Brechtpreises im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses (Foto: Frank Heindl).


Nach dem Höltypreis im Jahr 2014 ist dies in kurzer Zeit die zweite renommierte Auszeichnung für die 42jährige Autorin. Der Brechtpreis wird alle drei Jahre an Autoren verliehen, die sich in der Tradition Bertolt Brechts mit der Gegenwart auseinandersetzen. Die Jury hatte sich einstimmig für Scheuermann entschieden und ehrt sie insbesondere für ihr lyrisches Werk. Scheuermann hat aber neben Gedichten auch Romane, Erzählungen und ein Kinderbuch veröffentlicht.

Der Literaturkritiker Michael Braun rühmte Scheuermann in seiner Laudation unter anderem für ihre „Ernüchterungsgedichte über die Liebe“ – die Autorin habe „einige der finstersten Liebespoeme seit Ingeborg Bachmann“ geschrieben und schildere Liebe als einen Zustand permanenter Entzweiung. Innerster Kern ihrer Poesie sei die Auseinandersetzung mit Bildender Kunst, in Orientierung an Ovids „Metamorphosen“ habe sie den „Modus der Verwandlung“ zum „grundlegenden Verfahren“ ihrer Poesie gemacht.

Der notgedrungen etwas abstrakten Würdigung folgte eine kurze Rede der sympathisch bescheiden auftretenden Lyrikerin, in der sie sich unter anderem mit Brechts Gedicht „Beim Lesen des Horaz“ beschäftigte. Das Stück aus den Buckower Elegien gebe ihr Rätsel auf – und genau das gefalle ihr daran. Der Einblick in ihr Werk, den sie anschließend mit dem Vortrag von acht Gedichten gab, setzt sie dann allerdings – oberflächlich betrachtet – in starken Gegensatz zu Brecht. Wo der Namensgeber des Preises (im Gedicht „An die Nachgeborenen“) noch davon gesprochen hatte, dass in finsteren Zeiten wie der seinen „ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen“ sei, da redet Scheuermann an diesem Abend fast ausschließlich über die Natur, über aussterbende und schon ausgestorbene Pflanzen und Tiere, über Dodos und Wandertauben, Veilchen und Dahlien. Doch in ihrem ruhigen, leider etwas zu gleichförmigen Vortrag zeigt Scheuermann sehr schnell, dass es ihr nicht um ein oberflächliches – und billig zu habendes – „Rettet die Natur“ geht, sondern um eine tiefe, schmerzhafte und eindringlich vermittelte Einsicht in die menschliche Hybris des Zerstörenden und Machbaren, die in der Natur einen „Bausatz“ sieht, mit dem „Gott uns beschenkt“ hat.

„Du wirst unter den ersten sein, die wir machen“, verspricht das Lyrische Ich dem ausgestorbenen Dodo – mit ihrer auf faszinierende Weise traurigen und trauernden Sprache vermittelt die Lyrikerin existenziellen Schrecken über die abstoßende technokratische Arroganz des Vernichtens und nonchalanten Wiedererschaffens. Kein Wunder, dass in einem anderen Gedicht die geretteten Tiere unerwartet reagieren, als die nächste Sintflut überstanden ist: „Keiner stieg aus“. Die Welt, die Scheuermanns Gedichte schildert, ist zunächst keine, in der man unbeschwert verweilen könnte – und dann auch keine mehr, in der man das möchte. In dieser Haltung darf man eine Tradition erkennen, die mit dem Brechtpreis angemessen ausgezeichnet wurde.



FCA: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Liverpool ist vorbei, ist Geschichte und eine Geschichte, die das Verhältnis der Augsburger Spieler und Fans, die in der Anfield Road dabei waren, zu ihrem Verein und ihrer Stadt emotional verstärkt und somit auf eine intensivere Ebene des Bewusstseins gehoben hat. Und dennoch gilt die alte Herberger-Weisheit, dass die Vorbereitung auf das nächste Spiel unmittelbar nach einem beendeten Spiel zu beginnen hat.

Von Siegfried Zagler

Auch wenn die Verantwortlichen des FCA sich mit Phrasen gegen die tief eingebrannten Liverpooler Ereignisse stemmen, um die notwendige Konzentration für die kommenden Aufgaben herzustellen, wie zum Beispiel Markus Weinzierl, der kurz nach dem Liverpool-Spiel anmahnte, dass es jetzt nur noch um den Klassenerhalt gehe, muss festgehalten werden, dass es in der zukünftigen Geschichtsverarbeitung des FC Augsburg zwei Betrachtungsweisen geben wird: Vor und nach Liverpool. „Am Sonntag gegen Gladbach zählt das nicht mehr, dann müssen wir wieder alles geben, um auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein“, so die Ansage von FCA-Trainer Weinzierl kurz nach dem Schlusspfiff in der Anfield Road. Manager Stefan Reuter brachte auf dem Rückflug via Bordmikrofon eine zusätzliche Motivation ins Spiel: „Jetzt geben wir weiter Gas, damit wir auch in den nächsten Jahren erstklassig und wieder bei den Großen mit dabei sind.“

Für den heutigen FCA-Gegner Borussia Mönchengladbach (Spielbeginn 15.30 Uhr) gilt natürlich das Gleiche, aber eben im Hier und Heute und nicht für die zweite Klasse der Europäischen Fußballwettbewerbe, sondern für die Champions League, für die sich die Borussia in dieser Saison wieder direkt qualifizieren könnte, würde sie im letzten Drittel der Saison weiter so marschieren, wie man es von den Fohlen kennt, seit  André Schubert Cheftrainer in Gladbach ist. Beim FCA-Hinspiel in Gladbach begann das Wunder namens André Schubert: Gladbach torkelte nach fünf Runden desolat und ohne Punkte Richtung Abstieg. Lucien Favre warf hin und nach zwei Trainingseinheiten mit Schubert und zwanzig Minuten Spiel gegen eine fahrige FCA-Abwehr war die Borussia wieder auf Kurs nach Europa: In 17 Spielen holten Schuberts Fohlen 35 Punkte. Kein Gladbach-Trainer hatte jemals einen besseren Schnitt.

Die Spieler des FCA müssen das Liverpool-Spiel aus zweierlei Hinsicht aus den Köpfen kriegen. Zunächst geht es darum, die nötige Spannung für die beiden wichtigen Spiele gegen Gladbach und Hoffenheim (Mittwoch) aufzubauen. Dabei stören Reminiszenzen jeglicher Art. Und schließlich geht es darum, zu vergessen, wie hilf- und konzeptlos man in der Anfield Road gegen eine eher schwache Liverpool-Mannschaft aufgetreten ist. Der FCA blieb nämlich nur von einer deutlich Niederlage verschont, weil die Liverpooler Spieler eine Großchance nach der anderen versiebten und mit Marwin Hitz wiederum ein überdurchschnittlicher Torwart die Augsburger vor einem Liverpooler Kantersieg bewahrte. Der FCA flipperte in Liverpool zwischen einem sensationellen Weiterkommen und einer Klatsche hin und her und hatte im Grunde nie richtig Zugriff auf das Spiel, das – wie gesagt – bis zum Schluss nur offen blieb, weil die Liverpooler im Sturm Abschlussschwächen zeigten und in der Abwehr öfters wackelten, ohne dass der FCA dafür etwas Großartiges machen musste. Frustrierend war auch, dass die Liverpooler mit einfachen Mitteln, also mit schnellem Anlaufen die Augsburger dergestalt beeindruckten, dass es kaum zu einer kontrollierten Spieleröffnung kam und der FCA nach vorne nur Stückwerk zeigte. Die Spieler Altintop, Werner, Janker und Esswein fielen in Sachen „Wettbewerbshärte“ durch den Rost und so bekam man in der Anfield Road auch den Eindruck, dass die Reds auch giftiger in die Zweikämpfe gingen. Dass der FCA gegen Spielende gegen eine wackelige Liverpooler Abwehr Gelegenheiten hatte, mit einem Lucky Punch in die nächste Runde zu kommen, sollte den Blick auf die bekannten Augsburger Probleme nicht verstellen.

Und dennoch deutete der FCA in Liverpool auch an, dass die Mannschaft Potential hat, nicht ausgeschöpftes Potential, um genau zu sein. Das mag daran gelegen haben, dass mit Baier und Bobadilla die wichtigsten Kreativ-Akteure fehlten. Das mag aber auch daran gelegen haben, dass Janker und Klavan nicht in der Lage waren auch nur einen kontrollierten Pass aus der Abwehrmitte heraus nach vorne zu spielen, was wiederum daran lag, dass sie schnell angelaufen wurden und weder die Augsburger Außenverteidiger noch die Sechser in adäquater Geschwindigkeiten Anspielmöglichkeiten generierten. Ein weitere Augsburger Schwäche: Es fehlte das schnelle Umschaltspiel nach Ballbesitz. Nur Kohr, Caiuby und Koo entwickelten nach Balleroberung den Ball schnell nach vorne, ohne dabei breite Unterstützung zu finden. Caiuby, der mit seiner Kampfkraft, seiner Laufbereitschaft und seinem herausragenden Kopfballspiel der beste Augsburger Spieler in Liverpool war, gab mit seiner Leistung vor, wie man nun in der Bundesliga nach oben kommen kann.

Sollten in den kommenden Spielen gegen Gladbach und Hoffenheim zwei Siege folgen, dann darf man in Augsburg wieder von der Europa League träumen und frei nach einer John Lennon-Zeile sagen, dass aus einem Traum, wenn er nur von vielen geträumt wird, die Wirklichkeit gegossen werden kann.



Brechtfestival: Jenseits von Gut und Böse

Warum Thomas Weitzel zurücktreten soll

Kommentar von Siegfried Zagler

Die Kommunikationsstrategien des Augsburger Kulturreferenten Thomas Weitzel sind weder kommunikativ noch strategisch, sondern ein Zeichen von Schwäche. Er wolle nach dem aktuellen Festival bekannt geben, wie es mit dem Brechtfestival inhaltlich und künstlerisch weitergehen werde, so Weitzel vor wenigen Wochen, in einem Tonfall, als wäre diese Vorgehensweise etwas Normales. Dabei ist dieses Vorgehen jenseits von Gut und Böse. Schließlich hatte Weitzel ein Jahr Zeit, das Festival mit einem neuen künstlerischen Leiter neu zu entwickeln und das neue Konzept samt dem neuen Leiter den Gremien und der Stadtgesellschaft vorzustellen. Das hätte längst geschehen müssen.

Hatte schon neue Pläne für das Brechtfestival: Kulturreferent Thomas Weitzel

Hat für das Brechtfestival neue Pläne: Kulturreferent Thomas Weitzel


Nun sieht es so aus, als würde Augsburgs Kulturreferent in Sachen Brechtfestival ein zweites Mal von dem bisherigen Festivalleiter Joachim Lang ausgetrickst werden. Falls es Lang gelingen sollte, seine Festivalpläne für das kommende Jahr gegen alle Vereinbarungen, die letztes Jahr getroffen wurden, durchzusetzen, muss die Frage gestellt werden, ob Weitzel nicht besser aufgeben und an seinen alten Schreibtisch im Kulturamt als Amtsleiter zurückkehren soll. Ein Kulturreferent ohne politische Durchsetzungskraft ist ohnehin nicht viel mehr als der oberste Verkünder und Nachrichtenüberbringer der politischen Entscheider, die sich nicht besonders dafür zu interessieren scheinen, welche Pläne Thomas Weitzel für die Stadt Augsburg gerne realisieren würde. (mehr …)



Streit um Brechtfestival neu entbrannt

Der Streit um die inhaltliche wie personelle Fortsetzung des Brechtfestivals ist neu entbrannt. Seit Montag steht fest, dass der bisherige künstlerische Leiter des Augsburger Brechtfestivals, Dr. Joachim Lang, das Brechtfestival ein weiteres Jahr gestalten soll.



So lautet zumindest der Plan der beiden großen Koalitionäre CSU und SPD. Aus diesem Grund tobte vor dem Pre-Opening am heutigen Freitagabend hinter den Kulissen ein Streit um die Ausrichtung des Brechtfestivals, den die Grünen heute Vormittag via Pressemitteilung öffentlich machten, indem sie sich gegen eine weitere Fortsetzung mit Lang aussprechen: “Nach 7 Jahren Lang langt´s”, so die Grünen, die sich noch nie mit Langs Brechtfestival-Konzepten anfreunden konnten. “Was nach der Brecht-Chronologie noch kommen soll, ist mehr als fraglich. Wir freuen uns daher schon nach dem diesjährigen Festival auf einen Vorschlag des Kulturreferenten, wie und unter welcher Leitung das Festival 2017 ablaufen soll.” (mehr …)



Liverpool: FCA-Fans die großen Sieger

Neben dem Ausscheiden des FCA aus der Europa League gibt es aus Liverpool die Kunde, dass die Fans des FC Augsburg nicht nur den FCA, sondern auch die Stadt Augsburg auf großartige Weise vertraten.



“Wenn man in über 180 Minuten kein Tor erzielt, darf man auch ohne großen Hader aus dem Wettbewerb ausscheiden”, so das Grußwort an dieser Stelle an die Augsburger Mannschaft, die dem FC Liverpool einen großen Kampf lieferte, es dabei aber nicht verstand, das Spiel nach vorne zu ordnen. Einen stärkeren Eindruck als die Mannschaft hinterließen in der Anfield Road die Augsburger Fans, die den FCA im wohl bekanntesten Tempel des Fußballsports so stimmgewaltig und frenetisch unterstützten wie noch nie. Viele Liverpudlians applaudierten dem FCA-Block und hoben ihre Daumen, als sie nach Spielende das Stadion verließen. Auch in der Premier-League bekäme kein Team eine bessere Unterstützung als der FCA in diesem Spiel, sagte ein Liverpool-Fan im Pub “Albert”, wo sich die Fans aus beiden Lagern die Klinke in die Hand gaben. Vermutlich waren es sogar über 4.000 FCA-Fans, die nicht nur im Stadion, sondern in der gesamten Stadt Liverpool als friedfertige aber lautstarke Botschafter der Stadt Augsburg unterwegs waren. “Ohne Augsburg wär hier gar nichts los”, skandierten sie hinter dem Tor gegenüber “The Kop”, dem berühmten Fan-Block des FC Liverpool. Das war zwar leicht übertrieben, aber auch nicht völlig an den Haaren herbeigezogen, da die Augsburger tatsächlich ihre Mannschaft leidenschaftlicher unterstützten als die Liverpooler ihre “Reds”. Nach dem Spiel feierten die FCA-Fans den kampfstarken Auftritt ihrer Mannschaft mit Gesängen und dem üblichen Schabernack (“Auf die Knie”). Am heutigen Freitag befinden sich immer noch zahlreiche “Augsburg-Botschafter” in Liverpool, bevor es dann auf verschiedensten Wegen zurückgeht. Schließlich beginnt am Sonntag eine bedeutende englische Woche mit dem Heimspiel gegen Gladbach (Sonntag) und dem Auswärtsspiel in Hoffenheim am Mittwoch.

Foto: “Ohne Augsburg wär hier gar nichts los” – FCA-Fans in der Anfield Road nach dem Spiel



FCA – Der Traum ist aus

Mit 0:1 unterlag der FC Augsburg in einem packendem Fight gegen den FC Liverpool. Der FCA geriet durch einen Handelfmeter früh in Rückstand und stemmte sich bis zur letzten Spielminute vergeblich, doch ohne Fortune gegen die Niederlage. Damit verabschiedete sich der FC Augsburg nach dem 0:0 im Hinspiel bis auf unbestimmte Zeit vom internationalen Parkett, während Jürgen Klopp und seine Reds weiter vom Europa-League-Titel träumen dürfen.

Von Udo Legner



Im Vergleich zum Hinspiel hatte Markus Weinzierl seine Mannschaft auf zwei Positionen geändert. Für die verletzten Bobadilla und Feulner rückten Caiuby und Ja-cheol Koo in die Startformation. Der Auftakt des Spiels an der Anfield Road war durchaus verheißungsvoll: nach schönem Pass von Koo kam Caiuby aus 16 Metern zum Abschluss, doch sein Ball rauschte über das Liverpool Tor. Mit aggressivem Pressing begegnete der FCA mit seiner 4-1-4-1 Formation dem Angriffsspiel des FC Liverpool. In der 4. Minute kamen die Reds zu ihrer ersten Ecke, die zum Entsetzen der FCA-Spieler zum Elfmeterpfiff des französischen Unparteiischen Turpin führte.

Nach der Hereingabe von links behinderten sich Caiuby und Dominik Kohr beim Bemühen um Lufthoheit gegenseitig, was dazu führte, dass Kohrs Hand an den Ball ging. Den fälligen Elfmeter verwandelte James Milner sicher und unhaltbar für Marwin Hitz zur viel umjubelten 1:0 Führung für den FC Liverpool.

Sichtlich angeschlagen und verunsichert versuchten die Augsburger in der Folge Zugriff auf das Spiel zu bekommen und kamen in der 8. Minute zumindest zu ihrem ersten Eckball. Vor allem Unglücksrabe Kohr unterliefen in dieser Phase des Spiels beim Umschaltspiel immer wieder Abspielfehler, die es dem FC Liverpool leicht machten, die Augsburger von ihrem Tor fernzuhalten und weiter unter Druck zu setzen. Auch nach der ersten Viertelstunde waren die etwa 3000 FCA-Anhänger mit ihren Anfeuerungsgesängen besser im Spiel waren als der FCA selbst.

In der 17. Minute hatte Roberto Firminho seinen ersten guten Auftritt, doch sein Schuss aus fast 20 Metern ging weit am Augsburger Tor vorbei. Gegen das frühe Pressing des FC Liverpools fand die Viererkette des FCA kein richtiges Rezept und wurde immer wieder zu langen Befreiungsschlägen gezwungen, die ein ums andere Mal beim Gegner oder Im Aus landeten.

Auf der Gegenseite kombinierten sich die Reds immer wieder in den Augsburger Strafraum, doch zum Glück für den FCA überboten sich Daniel Sturridge und Elfmeter Torschütze Milner beim Auslassen bester Torchancen (20. Min.). In der 22. Minute – nach einem haarsträubenden Abspielfehler von Koo – fast das 0:2 für Liverpool. Nach Vorlage von Sturridge scheiterte Coutinho aus acht Metern am hervorragend reagierenden Augsburger Schlussmann.

In diese Drangphase der Reds kam der FCA durch Linksverteidiger Kostas Stafylidis zu seiner ersten guten Chance. Sein platzierter Linksschuss aus gut 20 Metern Entfernung zwang den Liverpool-Keeper Simoon Mignolet zu einer starken Parade. In der 36. Minute fast der Ausgleich für die Augsburger. Nach einem Abspielfehler der Reds war die linke Außenbahn frei für Caiuby, der den Ball am herausstürzenden Keeper Mignolet vorbeilegen konnte – anschließend aus spitzem Winkel allerdings das Tor verfehlte. Die nächste Torchance gehörte dem Team von Jürgen Klopp (39. Min.), doch Sturridges Schuss aus kurzer Distanz wurde von Marwin Hitz spektakulär pariert.

Fazit zur Halbzeit: Verdiente Führung für die Reds, die nach 45 Minuten ein deutliches Chancenplus aufweisen und das Spielgeschehen nach dem glücklichen Führungstreffer bestimmten.

Verdiente Halbzeitführung für die Reds

Schrecksekunde für den FCA kurz nach Wiederanpfiff: nach einem Aussetzer von Christoph Janker im eigenen Sechzehner kam Sturridge aus wenigen Metern aus abseitsverdächtiger Position zum Abschluss, doch irgendwie schaffte er es, den Ball neben das Tor zu setzten.(49. Min.). In der 55. Minute standen sich Halil Altintop und Domink Kohr bei einem Augsburger Konter gegenseitig im Weg und so ging der Distanzschuss des türkischen Nationalspielers weit am Tor der Reds vorbei.

Mit der Einwechslung von Raul Bobadilla für Tobias Werner (72. Min.), der kurz zuvor eine gute Chance für den FCA nicht verwerten konnte (70. Min.), versuchte FCA-Coach Markus Weinzierl das Glück zu zwingen. Aber nach wie vor war Liverpool die tonangebende Mannschaft, die immer wieder zu gefährlichen Torraumszenen kam. In der 73. und 77. Minute bewahrte Marwin Hitz nach Firminhos und Hendersons Schüssen aus kurzer Distanz sein Team durch tolle Paraden vor einem höheren Rückstand.

Zehn Minuten vor Spielende Wechsel beim FC Augsburg: für den glücklosen Ja-cheol Koo kommt Jan Moravec, der gleich zu seiner ersten Torchance kam (81. Min.). Ein ums andere Mal kämpften sich die Augsburger mit dem Mut der Verzweiflung vor das Liverpooler Tor, doch auch ein Freistoß aus 20 Metern, den Stafylidis nur knapp neben den Liverpooler Kasten setzte, brachte in der fünfminütigen Nachspielzeit nicht mehr das ersehnte Ausgleichstor.

Nach dem Aus in der Europa-Liga ist für den FCA wieder Bundesligalltag angesagt. Schon am Sonntag (Spielbeginn 15.30 Uhr) geht es darum, an der schwäbischen Anfield Road gegen die Borussia aus Mönchengladbach weitere Punkte im Abstiegskampf zu sichern.

FC Augsburg: Marwin Hitz – Paul Verhaegh, Christoph Janker, Ragnar Klavan, Konstantinos Stafylidis – Dominik Kohr – Alexander Esswein, Ja-Cheol Koo, Halil Altintop, Tobias Werner – Caiuby

Wechsel:

72. Raul Bobadilla (Tobias Werner)

80. Jan Moravec (Ja-cheol Koo)

90. Shawn Parker (Christoph Janker)



“In Deutschland gerne, frei und sicher leben”

Die Augsburger SPD greift ein Thema auf, das in Zeiten der Flüchtlingskrise immer mehr Menschen umtreibt: die öffentliche Sicherheit. Am Mittwoch, den 9. März ab 18 Uhr findet dazu im S-Forum der Neuen Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz 1 eine hochkarätige Diskussions­veranstaltung statt.

Ordnungsreferent Dirk Wurm gibt Einblicke in die Sicher­heitslage in Augsburg

Ordnungsreferent Dirk Wurm gibt Einblicke in die Sicher­heitslage in Augsburg


Terroranschläge des IS in Paris und Istanbul, die Ereignisse der Kölner Silvesternacht, aber auch Gewalttaten mit fremdenfeindlichem Hintergrund oder das gewaltsame Aufeinander­treffen von Demonstranten­gruppen wie in Leipzig oder Potsdam besorgen inzwischen viele Bürgerinnen und Bürger. Um die Rechte und Sicherheit aller Menschen in Deutschland sicherzustellen, setzt sich die SPD dafür ein, den Staat stark genug auszurüsten und vor allem die Personaldecke der Polizei in Bund und Ländern bis zum Jahr 2019 massiv zu verstärken. Eine ebenso wichtige Rolle spielt für die SPD die Prävention gegen jede Form des Extremismus, sowohl in Form von Video­über­wachung an Kriminalitäts­schwer­punkten als auch durch gezielte pädagogische Arbeit.

Über mögliche Konzepte und deren konkrete Umsetzung will die SPD-Bundestags­abgeordnete Ulrike Bahr gemeinsam mit Uli Grötsch, MdB, Mitglied im Innenausschuss und Mitglied des Parlamen­tarischen Kontroll­gremiums, sowie mit allen Interessierten vor Ort ins Gespräch kommen. Einblick in die Situation in Augsburg gewähren zudem Dirk Wurm, berufsmäßiger Stadtrat und Ordnungsreferent der Stadt Augsburg, sowie Norbert Zink, Polizei-Vizepräsident und stv. Leiter des Polizeipräsidiums Schwaben Nord. Ebenfalls an der Diskussion beteiligen wollen sich Harald Güller, MdL und Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Augsburg-Land und die Augsburger Jungstadträtin Anna Rasehorn. Einlass zur Veranstaltung ist um 18 Uhr, die Redebeiträge beginnen um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zeitlicher Ablauf:

18.30 Uhr: Begrüßung und Einführung durch Ulrike Bahr, MdB

18.45 Uhr: “Öffentliche Sicherheit – ein sozialdemokratisches Thema”, Uli Grötsch, MdB

19.15 Uhr: “Aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen in Augsburg”, Dirk Wurm, Norbert Zink u.a.



Verwaltungs­gebäude II: Barrierefreier Zugang fertiggestellt

Der barrierefreie Zugang zum Rathausanbau (Verwaltungsgebäude II) ist vom Elias-Holl-Platz und jetzt auch vom Fischmarkt aus möglich.

Der Elias-Holl-Platz mit der langen, behindertengerechten Rampe vor der Fassade des Verwaltungsgebäudes II (rechts)

Im Zuge der Neugestaltung des Elias-Holl-Platzes war Anfang 2014 ein behindertengerechter Zugang zum Verwaltungsgebäude geschaffen worden, von dem aus ein Lift zum Fischmarkt führt. Jetzt ist auch der Eingang des Verwaltungsgebäudes am Fischmarkt mit automatischen Glastüren und Bewegungsmeldern versehen. “Es freut mich, dass durch die Fertigstellung dieses barrierefreien Zugangs eine wichtige Verbindung zwischen Unter- und Oberstadt geschlossen wurde”, so Bürgermeisterin Eva Weber. Der Zugang ist allerdings nicht rund um die Uhr möglich, sondern nur zu den Behördenöffnungszeiten. Hinweistafeln am Gebäude weisen auf die Nutzungszeiten der barrierefreien Verbindung hin:

Montag bis Mittwoch: 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Donnerstag: 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr

Freitag: 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr