DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

FCA ringt Schalke nieder

In einer umkämpften Partie rang der FC Augsburg in der WWK Arena den FC Schalke 04 mit 2:1 nieder. Die Treffer erzielten Jeong-Ho Hong (34.), der einen strammen Schuss von Kohr absichtlich und unhaltbar abfälschte. Sead Kolasinac (71.) markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Caiuby kurz vor Ende (90+2) vor 28.410 Zuschauern den Siegtreffer für den FCA erzielte.

Die Begegnung wurde von beiden Seiten mit hohem Tempo und intensiven

Tabelle nach dem 16. Spieltag

Tabelle nach dem 16. Spieltag


Zweikämpfen geführt, wobei die Augsburger offenbar eine giftigere Gangart als die Gelsenkirchner an den Tag legten: „Wir haben uns von Beginn an den Schneid abkaufen lassen“, so Schalke-Trainer Breitenreiter, der auch über das Zustandekommen des Augsburger Siegtreffers haderte. Feulner habe den Ball wie ein Volleyball-Spieler mit der Hand mitgenommen. „Es war ein glücklicher Sieg“, gab FCA-Trainer Markus Weinzierl postwendend zu, „aber das Glück braucht man gegen eine Top-Mannschaft wie Schalke. Wir haben wieder alles gegeben und Willen gezeigt. Wir waren gut organisiert und wurden am Ende für unseren Aufwand belohnt. Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen, das ist sensationell – so wollen wir weitermachen.“

Dem ist vorerst außer einer Kleinigkeit nichts hinzuzufügen: Das spielerische Niveau beider Mannschaften wurde von zahlreichen Ungenauigkeiten im Passspiel  und eben der kampfbetonten Spielweise beider Mannschaften ziemlich flach gehalten. Ein Spielbericht von Udo Legner folgt.



Zum dritten Advent ein frommer Wunsch



Im Grunde sind Abschiebungen barbarische Aktionen: „Du bist hier nicht mehr erwünscht, da sich die politische Grundlage deiner Anwesenheit verändert hat“, so die unmissverständliche Botschaft, deren Umsetzung nach dem neuen Asylrecht formalistischer und härter durchgeführt wird: Flüchtlinge, die ihre Ausreise haben verstreichen lassen, wird der Termin der Abschiebung nicht mehr vorher angekündigt, um ein Untertauchen zu verhindern.

Besonders schlimm trifft es dabei Familien, deren Integrationswilligkeit außer Frage steht – und deren Kinder seit vielen Jahren auf deutsche Schulen gehen, wie das kürzlich bei der abgeschobenen Familie Rama der Fall war. Vorgehensweisen dieser Art bringen den Rot-Grünen Teil der Stadtregierung in Schwierigkeiten, zumal Aktivisten aus dem Umfeld des vielfach ausgezeichneten Integrationsprojekts „Grandhotel“ zur Solidarität mit den betroffenen Familien aufrufen. Aus diesem Grund hingen am gestrigen Samstag zirka 15 Minuten zwei Banner aus den Fenstern des Goldenen Saals: „Abschiebestopp“ so die Botschaft für die Besucher des Christlesmarktes, die die Aktion kaum zur Kenntnis nahmen. „Der für Integration zuständige städtische Referent Reiner Erben (Grüne) sagt, er wünsche sich Gespräche, um auszuloten, welche Spielräume die Stadt bei menschlich schwierigen Abschiebefällen hat.” So wird Erben in der Augsburger Allgemeinen zitiert. Das ist nichts als politische Rhetorik, denn die Antwort ist einfach: Keine! Es sei denn, die Stadt bricht das neue Asylrecht, dem die Mehrzahl der Grünen Abgeordneten im Bundestag zugestimmt hat. (Foto: Sabine Steinacher).



FCA: Platzt auch zu Hause der Knoten?

Der FC Augsburg ist seit drei Spielen ungeschlagen und holte in diesen Partien mehr Punkte (sieben) als aus den vorherigen zwölf Partien dieser Saison. Zu Hause ist der FCA jedoch seit fünf Spielen sieglos. Gelingt heute gegen Schalke (15.30) den Helden von Belgrad endlich wieder in der heimischen Arena ein Sieg? Ein Dreier in der 16. Runde der Fußballbundesliga würde einen großen Schritt nach vorne bedeuten.

Man muss nur einen kurzen Blick auf die Tabelle werfen, um zu erkennen, wie nah ein Sieg den FCA an das Mittelfeld herantragen würde, doch ausgerechnet die instabilen Schalker waren bisher für den FCA eine harte Nuss. Schalke ist nämlich neben Leverkusen der einzige Verein in der Bundesliga, gegen den der FCA noch nicht gewinnen konnte. In neun Pflichtspielen (eines davon zu Hause im Pokal) gab es drei Unentschieden und sechs Niederlagen. Doch der FCA ist die Mannschaft der Stunde. In der Tabelle der vergangenen drei Spieltage ist Augsburg Erster: sieben Punkte, 5:0 Tore. Soll die Serie weiter anhalten, muss Schalke geschlagen werden! Die Knappen haben nach fünf sieglosen Spielen in der Liga zuletzt einen Aufwärtstrend erkennen lassen, haben dabei aber nicht wirklich überzeugt. Wenn nicht heute, wann dann?



F
ür den FCA gilt besonders, was für die anderen Klubs im Allgemeinen gilt: Man muss in der WWK Arena nur Klaas-Jan Huntelaar aus dem Spiel nehmen. Gegen den FCA traf er in sieben Bundesliga-Partien sechs Mal. Mit Caiuby, Bobadilla und dem offensiven Mittelfeldmann Koo, sollte der FCA nach vorne ausreichend offensiv bestückt sein, weshalb Weinzierl nach der Belgrader Kamikaze-Aufstellung wieder zu einer plausiblen Aufstellung zurückfinden sollte. Also ohne Matavz und Ji beginnen müsste, um im Mittelfeld mit hoher Intensität und Laufbereitschaft gegen den Ball spielen zu können. Ob Klavan seine Gehirnerschütterung, die er sich beim Köln-Spiel zugezogen hat, überwunden hat, ist noch offen. Die voraussichtliche Aufstellung: Hitz – Feulner, Janker, Hong, Max – Baier, Kohr – Esswein, Koo, Caiuby – Bobadilla.