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Wunderwelt in Miniatur

Für eine Ausstellung im Maximilianmuseum kehrt der „Pommersche Kunstschrank“, ein Kleinod aus Augsburger Herstellung, an seinen Entstehungsort zurück.

Von Halrun Reinholz

Der Pommersche Kunstschrank, 1945 zerstört, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum

Der Pommersche Kunstschrank, 1945 zerstört, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum


Augsburg war schon im 17. Jahr­hun­dert (und noch danach) eine Hoch­burg des Kunst­handwerks, an dem nicht nur die hervorragenden Silber­schmiede ihren Anteil hatten. Die zahlreichen Künstler aller Sparten wurden von Agenten koordiniert, die durch ihre Kontakte in herrschaft­liche und zahlungs­kräftige Kunden­kreise wichtige Aufträge in die Stadt holten. Der „Pommersche Kunstschrank“ war eine Bestellung des Herzogs Philipp II. in Stettin, Vermittler war der kultivierte und kunst­sinnige Augsburger Patrizier und Kaufmann Philipp Hainhofer. Von 1611-1616 dauerte die Ausführung des Kunst­schranks – ein Miniatur­möbel mit vielfältigem, vermeintlich praktischem Inhalt (Schreib­utensilien, Haus­apotheke, Spielkarten, …), das jedoch ausschließlich zu Repräsen­tations­zwecken angefertigt wurde. Beim „Pommerschen Kunstschrank“ handelte es sich allerdings um ein besonders prächtiges und kostbares Stück, das nach seiner Fertig­stellung von Hainhofer persönlich nach Stettin gebracht und dem Herzog feierlich übergeben wurde. Ein zeit­ge­nössisches Gemälde von Anton Mozart, das diese Übergabe dokumentiert, ist ein zentrales Element der Ausstellung im Maximilian­museum. (mehr …)



FCA: André Hahn nach Gladbach

Augsburgs Shooting-Star André Hahn verlässt den FCA zum Saisonende Richtung Mönchengladbach.

Andre Hahn

André Hahn


Die Meldung von Gladbachs Manager Max Eberl kam nicht überraschend: Borussia Mönchengladbach hat das Werben um André Hahn gewonnen. Der Aufsteiger dieser Saison war für den Höhenflug des FCA in hohem Maß mitverantwortlich. Hahn unterschrieb bei Gladbach einen Vertrag bis 2018. Das teilte die Borussia nach dem 3:1-Erfolg gegen den Hamburger SV mit.

„Hahn hat in dieser Saison eine unglaubliche Entwicklung gemacht, er gehört zu den torgefährlichsten Außenbahnspielern der Liga und wird uns in der Offensive ganz sicher verstärken“, so Borussias Sportdirektor Max Eberl, der betonte, dass er beim Tauziehen um Hahn starke Konkurrenz zu übertrumpfen hatte. – Hahn bestritt beim FCA 43 Bundesligaspiele. In der laufenden Saison erzielte er zehn Tore und bereitete sieben vor. Jogi Löw nominierte Hahn Ende Februar in den Kader der deutschen Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen Chile. Hahns Vertrag mit dem FCA ist zwar bis 2016 datiert, beinhaltete aber eine Ausstiegsklausel mit festgeschriebener Ablösesumme in Höhe von 2,25 Millionen Euro, wie der Kicker herausgefunden haben will. Die Augsburger Allgemeine berichtet heute, dass der FCA für Hahn 3 Millionen Euro Ablöse erhalten wird.

„Ich bin dem FC Augsburg, allen Verantwortlichen und der Mannschaft unheimlich dankbar, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, mich in der Bundesliga so zu entwickeln. Diese Entscheidung ist mir unheimlich schwer gefallen, weil ich mich beim FCA sehr wohl gefühlt und dem Verein sehr viel zu verdanken habe. Dennoch möchte ich nun in Mönchengladbach eine neue Herausforderung annehmen und den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen“, begründet André Hahn seinen Entschluss.



Gerüchte-Melder IX

Nach der Stadtratswahl ist vor der Referentenwahl. In der Zwischenzeit müssen sich die gewählten Stadträte mit „ihren“ Parteien und zusammen mit „ihrem“ Oberbürgermeister auf einen Kurs verständigen. Dabei geht es, sollte man meinen, um Themensetzungen für die kommende Ratsperiode. Am 2. Mai wird in Augsburg ein zweites Mal gewählt: Der Stadtrat wählt „seine“ Referenten. In der Zeit zwischen der Kommunalwahl und der Refentenwahl ist alles im Fluss. In dieser Zeit entstehen in den Parteistuben täglich neue Pläne, die sich als Gerüchte verbreiten und von Auguren bewertet werden. Bis zur Referentenwahl gibt es deshalb das DAZ-Format „Gerüchte-Melder“.

Wozu wählen, wenn dann doch alle Regierung sind?

Am gestrigen Samstagnachmittag trafen sich CSU und die SPD zu konkreten Koalitionsverhandlungen. Bei allen offenen Themen von Relevanz soll es große Übereinstimmung gegeben haben. Es ist davon auszugehen, dass die CSU der SPD kein anderes Szenario angeboten hat, als jenes, das bereits kurz nach der Wahl durch die Stadt geisterte: Die SPD kann allein mit der CSU in ein Regierungsbündnis gehen, also mit zwei Referaten und einem Bürgermeistertitel. Davon, dass die Grünen aufgrund einer Handvoll Vereinbarungen das Umweltreferat zugesprochen bekommen und dennoch jenseits dieser festen Vereinbarung Oppositionsarbeit leisten dürfen, hält die SPD nicht viel. „Entweder-oder“, so die Parole der SPD, vor den Verhandlungen mit der CSU. Die SPD sähe die Grünen gerne in einer Dreier-Koalition.

Vor wichtigen Verhandlungen der Parteien ist deren Informationspolitik jedoch noch stärker von Eigennutz geleitet als dies üblicherweise der Fall ist, womit gesagt sein soll, dass bestimmte Gerüchte Halbwertszeiten von wenigen Stunden haben. Eine Dreier-Koalition ist ohnehin, wie es aus CSU-Kreisen heißt, in der CSU nicht mehrheitsfähig. Und zwar deshalb, weil es einem Wahlgewinner nicht gut steht, wenn er das Wählervotum so auslegt, dass er  – ohne einen plausiblen Grund anzuführen – als grandioser Wahlsieger die ehemalige Opposition beinahe komplett mit ins Regierungsboot nimmt. „Das gibt das Wahlergebnis nicht her“, so der Kanon einiger CSU-Stadträte. Man könnte es noch härter formulieren: Wozu wählen, wenn dann doch alle Regierung sind?

Auch bei der Grünen „Sonder-Stadtversammlung“ wurde gerätselt, warum die CSU die Grünen in einem Bündnis dabei haben will. „Ich gehe davon aus, das hat damit zu tun, dass sie in den letzten sechs Jahren festgestellt haben, dass wir so gut sind, alles andere ist Spekulation“, so Reiner Erben am Freitag. Erben würde, das war freitags zu spüren, gerne als Umweltreferent mitgestalten. (Dass die CSU meint, dass die Augsburger Grünen so gut sind, dass man sie unbedingt in der Regierung dabei haben müsse, war auf der Grünen Sonderversammlung natürlich die gewagteste Spekulation.)

Die Option der Grünen Regierungsteilhabe, wie am heutigen Sonntag ein Gerücht sagt, sei auch nach dem CSU/SPD Samstagsgespräch, das 3,5 Stunden gedauert haben soll, noch gegeben. Die Grünen werden wohl am morgigen Montag in ihrem Gespräch mit der CSU einen klar umrissenen Rahmen ihres Mitwirkens bei einem von CSU und SPD geschmiedeten Regierungsbündnisses angebotenen bekommen. Weshalb die CSU die Grünen überhaupt mit im Boot haben will, war außerhalb der Gerüchte-Küche nicht zu fixieren. Das plausibelste Gerücht: Mit den Grünen könne sich der OB gerade in vielen Feinabstimmungsthematiken in der Verkehrspolitik gegen die Opposition im eigenen Lagern am besten absichern. 23 CSU-Sitze, 13 SPD-Sitze plus eine OB-Stimme (=37) müssten aber auch bei den Verhältnissen der Augsburger CSU für eine sichere Mehrheitsbildung in einem sechzigköpfigen Stadtrat ausreichen. Oder ist vielleicht der erst 2008 in die CSU eingetretene Kurt Gribl im Grunde seines Herzens ein Grüner? Würde man die Grünen in das Regierungsbündnis mit aufnehmen, hätte die Regierungskoalition eine Mehrheit von 44 Sitzen. Die Oppositionsarbeit bliebe einem bunt zusammen gewürfelten Haufen von 17 Stadträten überlassen.

Bei der Vermutung, dass Kurt Gribl ein Grünes Herz habe, handelt es sich jedenfalls um eine weniger spekulative Annahme, als bei der Erben-Spekulation „des so Gut-Seins der Grünen“.

Ein weiteres Gerücht, das sich von Stunde zu Stunde erhärtet: Im neuen Stadtrat soll es ein Referat weniger geben. Unter dem Regenbogen war das Wengert´sche „Wirtschaftsreferat“ beim OB-Referat verortet. Eine  diskutable Struktur, da aber Wirtschaftsreferentin Eva Weber auf ein herausragendes persönliches Wahlergebnis verweisen kann und darüber hinaus als „Darling“ des OB gilt, ist eher damit zu rechnen, dass das Ordnungsreferat als eigenständiges Referat die Segel streicht.



FCA: Hahn vor dem Sprung, Werner und Klavan verletzt

Die Nachrichten werden nach der 0:3 Niederlage in Mainz aus Augsburger Sicht nicht besser.

Andre Hahn steht wohl vor einem Wechsel nach Mönchengladbach. Am Montag ist Stichtag für Hahns Ausstiegsklausel. Hahn hat zwar einen Vertrag beim FCA bis 2016, darf aber wechseln, falls ein Verein eine Ablöse von 2,25 Millionen Euro bezahlt, wie der Kicker wissen will.  Sowohl Sportdirektor Stefan Reuter, als auch Trainer Markus Weinzierl gehen davon aus, dass Hahn vor dem Sprung steht. So äußerten sich beide vor und nach dem Spiel in Mainz. Die Verletzung von Tobias Werner ist offenbar schlimmer als es zunächst den Anschein hatte. Werners Auge sei total zugeschwollen, sein Einsatz am kommenden Samstag gegen den FC Bayern sei unwahrscheinlich, wie es aus dem FCA-Umfeld hieß. Wie es um den Oberschenkel von Ragnar Klavan bestellt ist, ist derzeit noch nicht geklärt. Klavan wurde in Mainz nach Oberschenkelproblemen bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt.



FCA: Fußball wie auf der Wiese

In einem von Kuriositäten und Fehlpässen geprägten Fußballspiel verlor der FC Augsburg in der 28. Runde der Fußballbundesliga in Mainz mit 3:0. Die Tore der Mainzer erzielten Bungert (23.), Hitz (38. Eigentor) und Geis (83.). Der FCA lieferte vor 30.014 Zuschauern in der Coface Arena sein schwächste Saisonleistung ab und darf somit den zart geträumten Traum „Europa League“ zu Grabe tragen.



Von Siegfried Zagler

FCA-Trainer Markus Weinzierl brachte im Gegensatz zur Partie gegen Leverkusen am vergangenen Mittwoch Paul Verhaegh für Ronny Philp auf der rechten Außenverteidiger-Position. Beide Mannschaften spielten zu Beginn sehr verhalten und im weiteren Verlauf der Partie nur noch schlecht. Der FCA fand nach vorne nicht statt und Mainz generierte nur nach Fehlern der Augsburger Defensivabteilung Torgefahr. Der erste Treffer der Mainzer resultierte aus einem Eckball, der nach einem kollektiven Tiefschlaf der Augsburger Abwehr  Nico Bungert direkt vor die Füße fiel. Bungert verwandelte gekonnt. Danach lief für den FCA beinahe alles schief, was schief laufen kann. Zunächst mussten Tobias Werner und Ragnar Klavan verletzt aus der Mannschaft genommen werden. Danach fiel das kuriose 2:0 der Mainzer, das nicht nur wegen des spektakulären Endpunktes (Ostrzolek ballerte Hitz das Leder aus kurzer Entfernung an den Kopf und somit ins eigene Tor) die FCA-Abwehr schlecht aussehen ließ (23.).



Von der Ergebniskrise in die Formkrise


Nach den Leistungen der vergangenen Wochen konnte man aus Augsburger Sicht nicht unbegründet darauf hoffen, dass der FCA in der zweiten Halbzeit sein Spiel nach vorn verbessert, doch das war nicht der Fall. Der FC Augsburg überbot sich von Minute zu Minute steigernd an Harmlosigkeit im Spiel Richtung Mainzer Tor. Raul Bobadilla spielte die letzten 20 Minuten Fußball wie bei einem Hobby-Kick auf der Wiese und der Rest der „Angreifer“ konnte kaum für ein Quäntchen Gefahr vor dem Mainzer Tor sorgen. In der letzten Viertelstunde standen mit Esswein, Hahn, Altintop, Bobadilla und Mölders fünf Stürmer auf dem Feld, doch die Augsburger waren von einem Treffer in Mainz so weit entfernt wie der Augsburger Trash-Autor Arno Löb von der Verleihung des Nobelpreises. Am Ende erzielte der starke Geis mit einem harten wie platzierten Fernschuss das 3:0 der Mainzer (83.). Der FCA hätte stundenlang weiterspielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Kein  FCA-Spieler konnte an die teilweise überragenden Leistungen der zurückliegenden Spiele anknüpfen. Nach der Englischen Woche, so der Eindruck, sind die Helden des FCA von der Ergebniskrise in eine Formkrise geglitten. Am kommenden Samstag (15.30)  haben die Spieler des FC Augsburg eine großartige Gelegenheit davon Abstand zu nehmen. Mit dem FC Bayern München gastiert in der SGL Arena der ideale Aufbaugegner.

FCA: Hitz – Verhaeg,  Callsen-Bracker , Klava,  Ostrzolek – Vogt , Baier – Hahn, Halil Altintop , To. Werner – Bobadilla.

Einwechslungen:

30. Hong für Klavan,

37. Esswein für To. Werner,

74. Mölders für Verhaeg.



Stadtregierung: Grüne im Boot

Die CSU hat den Augsburger Grünen zwei konkrete Angebote bezüglich der Bildung einer Stadtregierung gemacht, wie gestern auf der „Sonder-Stadtversammlung“ der Grünen bekannt wurde.



Zirka 45 Minuten berichtete die vierköpfige Verhandlungsdelegation (Stephanie Schuhknecht, Matthias Strobel, Reiner Erben und Martina Wild; Foto von links) der Grünen Basis von den Ergebnissen der beiden Sondierungsgespräche mit der CSU und dem dreistündigen Sondierungsgespräch mit der SPD, um anschließend die möglichen Beteiligungsoptionen der Grünen in der zukünftigen Stadtregierung darzustellen. Kurt Gribl, Bernd Kränzle und Johannes Hintersberger haben den Grünen zwei Varianten in Aussicht gestellt. (mehr …)



Solitäre des Jugendkinos

Am Montag beginnt das Augsburger Kinderfilmfest – die Tage des Unabhängigen Films folgen im Mai

Von Frank Heindl

Den Eröffnung-Film „Felix“ aus Südafrika empfindet Ellen Gratza als eines der großen Highlights des diesjährigen Kinderfilmfestes, das an kommenden Montag, 31. März beginnt. Mit dem Festival für die Kleinen und die nicht mehr ganz so kleinen startet das in diesem Jahr terminlich deutlich entzerrte Augsburger Filmfest – mit den Tagen des unabhängigen Films und dem Kurzfilm-Wochenende geht es im Mai weiter (6.5. bis 11.5.).

Felix will Musiker werden und sorgt damit für gute Musik im gleichnamigen Kinderfilm. Und Felix-Darsteller Hlayni Malotana kommt sogar persönlich nach Augsburg.

Felix will Musiker werden und sorgt damit für gute Musik im gleichnamigen Kinderfilm. Und Felix-Darsteller Hlayni Malotana kommt sogar persönlich nach Augsburg.


Das Kinderfilm-Festival sollte man allerdings nicht als Veranstaltung für Kinder abtun. Wer einmal dort war, weiß, dass alle Filme, die Festivalleiterin Gratza auswählt, auch für Erwachsene ein Gewinn sind. Zum Beispiel der genannte „Felix“: Der Junge hat sich in den Kopf gesetzt, Jazzmusiker zu werden wie sein Vater – Mama ist aber sehr dagegen. Dieser Plot sorgt gleich schon mal für einen wunderbaren Soundtrack zwischen Jazz und Blues. Weiteres Schmankerl: Der Darsteller des Felix, Hlayni Malotana, kommt mit Regisseurin Roberta Durrant nach Augsburg. „Im vorletzen Jahr hatten wir einen Stargast aus der Mongolei“, freut sich Gratza, „im vergangenen Jahr einen aus Indien – diesmal eben aus Südafrika.” Der junge Darsteller bleibt übrigens für eine ganze Woche als Gast des Festivals in Augsburg. Und „Felix“ wird bei der Eröffnungs-Gala am Donnerstag, 3.4. um 19 Uhr im Mephisto-Kino gezeigt. (mehr …)



Zeitzeugen­gespräch

Der Zeitzeuge und ehemalige KZ-Häftling Ernst Grube erzählt am Dienstag, 1. April im Zeughaus aus seiner Biografie und den Erlebnissen in der faschistischen Diktatur des Dritten Reiches.

Ernst Grube wurde 1932 in München geboren. Die Mutter war Jüdin, der Vater evangelischer Sozialist. Im „arisierten“ Wohnhaus in der Herzog-Max-Straße wird ihnen Wasser, Strom und Gas abgeschaltet. Dem Terror ausgesetzt und zum Verlassen der Wohnung gezwungen, bringen die Eltern die Kinder in das jüdische Kinderheim in der Antonienstraße in München-Schwabing. Die glückliche Zeit dort wird überschattet durch Maßnahmen der systematischen Ausgrenzung: Der Besuch von Schulen wird unmöglich gemacht; die Kinder müssen den gelben Stern tragen, die ersten Deportationen setzen ein. Die Nachbarskinder beschimpfen die Kleinen mit „Saujuden“ und bespucken sie. In April 1942 wird schließlich das Kinderheim aufgelöst. Die Kinder werden mit ihren Betreuerinnen in das Sammel- und Deportationslager Milbertshofen im Münchner Norden gebracht. Dann in die „Heimanlage für Juden“ in Berg am Laim. Diese wurde Frühjahr 1943 aufgelöst. 1945 wird er mit seinen beiden Geschwistern und seiner Mutter ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert.

Das Zeitzeugengespräch richtet sich vor allem an junge Menschen. In der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde besteht die einmalige Möglichkeit, sich mit einem der letzten noch lebenden Betroffenen über die Deportation und das menschenunwürdige NS-Regime auszutauschen.

Zeitzeugengespräch

1. April 2014, 18.30-21.00 Uhr

Zeughaus (Zeugplatz 4, Augsburg)

Raum 113 (Remshartzimmer)

Veranstalter: SOfA e.V. –

SchülerInnen Organisation für Augsburg



“auxtausch” – mehr als eine Kleider­Tausch­Party

Verbergen sich auch in den Tiefen Deines Kleiderschrankes oder Kellers wahre Schätze, die gern wieder das Tageslicht erblicken würden?

Film zum Projekt

Auf wen dieser Einladungs-Slogan zutrifft, der sollte am Sonntag, 30. März ab 17 Uhr zu Augsburgs auxtausch-Party in die Kradhalle (Am Exerzierplatz 49) kommen. Einfach gut erhaltene Kleidung oder Sonstiges mitbringen, stöbern und was gefällt einpacken – was am Ende der Party übrig ist, wird gespendet. Für den Eintritt von 5 Euro gibt es ein Freigetränk, außerdem wird vom Erlös ein soziales Projekt unterstützt.

» Kurzfilm zum Projekt

» Facebook zum Projekt



Preisverleihung für Friedensengagement

Der Mietek Pemper Preis der Universität Augsburg für Versöhnung und Völkerverständigung 2014 wird an Selline Korir verliehen.

Die Preisträgerin ist Direktorin des Rural Women Peace Link. Ziel der Organisation ist es unter anderem, Frauen durch die Vermittlung von Wissen dazu zu befähigen, ihre Rechte vom Staat einzuklagen und damit soziale wie ökonomische Verbesserungen sowie Sicherheit und Frieden zu ermöglichen. Als Leiterin des Projekts Kenya Tuna Uwezo (Kiswahili für „We have the power!“) setzt sich Selline Korir auch für die Minderung ethnischer und politischer Konflikte in Nairobi ein. “Ihr humanitäres Engagement macht sie zur idealen Preisträgerin, wie es in einer städtischen Pressemitteilung heißt. Die Verleihung des Preises findet am kommenden Donnerstag (ab 18 Uhr) im Goldenen Saal des Rathauses statt.