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FCA: André Hahn für Länderspiel gegen Chile nominiert

Für das Länderspiel zur Vorbereitung auf die WM in Brasilien am kommenden Mittwoch sorgte Nationaltrainer Joachim Löw mit vier Neulingen im Kader für eine kleine Sensation. Neben dem Augsburger Shooting-Star André Hahn nominierte Löw mit Matthias Ginter vom SC Freiburg, Shkodran Mustafi von Sampdoria Genua und mit Pierre-Michel Lasogga vom Hamburger SV drei weitere Debütanten.

“Viele, darunter auch Leistungsträger, sind noch angeschlagen und verletzt oder gerade erst zurückgekommen und noch nicht im Rhythmus. Wir haben jetzt die Möglichkeit, zu agieren und an Lösungen und Alternativen für den Ernstfall zu arbeiten”, so kommentierte Jogi Löw seine n Überraschungscoup. Mustafi und Ginter hätten sich über die U 21 empfohlen, Lasogga und Hahn hätten sich ihre Nominierungen über konstant gute Leistungen in ihren Vereinen “absolut verdient”.

Für André Hahn kam die Nominierung vollkommen überraschend. „Als der Anruf kam, war ich völlig perplex, damit hätte ich gar nicht gerechnet. Ich habe wirklich gezittert“, so Hahn im “FCA Fan-TV”. Hahn ist nach Helmut Haller der zweite FCA-Fußballspieler, der für die Nationalmannschaft nominiert wurde.

DFB-Kader für das Chile-Spiel am kommenden Mittwoch in Stuttgart:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund)

Abwehr: Jerome Boateng, Philipp Lahm (beide Bayern München), Matthias Ginter (SC Freiburg), Kevin Großkreutz, Marcel Schmelzer (beide Borussia Dortmund), Marcell Jansen (Hamburger SV), Per Mertesacker (FC Arsenal), Shkodran Mustafi (Sampdoria Genua)

Mittelfeld: Lars Bender, Sidney Sam (beide Bayer Leverkusen), Mario Götze, Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger (alle Bayern München), André Hahn (FC Augsburg), Mesut Özil, Lukas Podolski (beide FC Arsenal), André Schürrle (FC Chelsea)

Sturm: Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV), Miroslav Klose (Lazio Rom)



Heiliger Boden: Kirchasyl bleibt die Ausnahme

Eine Stunde lang befasste sich der Stadtrat am gestrigen Donnerstag mit dem Thema Kirchenasyl. Anlass war das Schicksal einer tschetschenischen Familie, die in einem Augsburger Pfarrhaus vergeblich Schutz vor der Rücküberführung von Augsburg nach Polen gesucht hatte.

Ort der vergeblichen Zuflucht: St. Peter und Paul in Oberhausen

Ort der vergeblichen Zuflucht: St. Peter und Paul in Oberhausen


Die Familie – eine alleinerziehende Mutter mit vier Kindern – war zunächst von Tschetschenien nach Polen geflüchtet, reiste dann im Juli 2013 nach Deutschland weiter und wurde nach einem Asylantrag im “Grandhotel”, einer Augsburger Einrichtung für Asylbewerber, untergebracht. Im September 2013 war allerdings nach einem Bescheid des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge klar, dass der Asylantrag in Deutschland unzulässig war, Polen für die Durchführung des Asylverfahrens der Familie zuständig ist und eine Rücküberführung innerhalb von sechs Monaten nach Einreise erfolgen muss. Gegen den Bescheid wurden keine Rechtsmittel eingelegt. Ein Antrag auf Duldung im Dezember 2013 und eine Petition, über die am 22. Januar negativ entschieden wurde, brachten der Familie einige Monate Aufschub. Am 31. Januar wurde die Familie über die bevorstehende Rücküberführung informiert, als Termin für die Ankunft an der polnischen Grenze der 18. Februar 2014 um 14 Uhr festgesetzt.

Das Kirchenasyl dauerte nur eine Nacht (mehr …)



Stadtrat: Keine Frist für Mieter des Kulturparks West

Der Stadtrat lehnte gestern ab, einen gemeinsamen Dringlichkeitsantrag der SPD, der Freien Wähler und der Stadtratsgruppe der Linken auf die Tagesordnung zu nehmen. Es ging um eine Verlängerung der Mietverhältnisse im Kulturpark West im Zusammenhang mit Ersatzquartieren im Gaswerk.

Der Antrag sah vor, dass den Mietern des Kulturparks West zugesichert wird, unbefristet in der Sommestraße so lange bleiben zu können, bis die Stadt ihnen auf dem Areal des Gaswerks in Oberhausen zu gleichen Konditionen adäquate Atelierräume in genau definierter Größe und Menge zur Verfügung stellt. Es würde sich um einen reinen Wahlkampfantrag handeln, so Wolfgang Kronthaler (CSM). OB Kurt Gribl sah durch die Vorfestlegungen im Antrag die Arbeit der avisierten Zukunftswerkstatt ad absurdum geführt, die in den kommenden Monaten die Umgestaltung des Gaswerks zum “Kulturwerk” erst erarbeiten soll. Damit hat sich in Sachen Kulturpark West für die Mieter nichts geändert. Aktuell sieht die Beschlusslage vor, dass die Mieter des Kulturparks spätestens zum 31. Juli 2017 ausziehen müssen, und zwar unabhängig davon, ob es im Gaswerk Ersatzquartiere gibt oder nicht. Die einzige Absicherung besteht in einem im Januar 2014 gegebenen Versprechen des Oberbürgermeisters, man werde dafür sorgen, “dass niemand auf der Straße steht”, sollte es beim Umzug des Kulturparks ins Gaswerk wider Erwarten zu Engpässen kommen (DAZ berichtete).