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Verwandtenaffäre: Güller verurteilt

Der Augsburger SPD-Landtagsabgeordnete Harald Güller ist in Sachen Verwandtenaffäre wegen Betrugs von einem Münchner Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 27.000 Euro verurteilt worden.

Amtsrichterin Ines Tauscher ging mit 180 Tagessätzen zu 150 Euro über die Forderung der Anklage hinaus. Güller habe vorsätzlich gehandelt, so Tauscher. Die Staatsanwaltschaft hatte 150 Tagessätze gefordert, die Verteidigung sah ein Strafmaß von 60 Tagessätzen für angemessen. Güller hatte den Sohn seiner Frau aus erster Ehe im Jahr 2009 für zwei Monate beschäftigt und 7500 Euro für Gehalt und Sozialversicherungsbeiträge aus der Landtagskasse gezahlt. Die Beschäftigung eigener Kinder oder Stiefkinder auf Kosten der Staatskasse ist Abgeordneten seit dem Jahr 2000 verboten. Güllers Anwalt hat  Berufung angekündigt.

Im Zusammenhang mit der Verwandtenaffäre sind in der vergangenen Landtagsperiode viel Abgeordnete genannt worden. Unter anderen der damalige Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Georg Winter (CSU), der seine beiden minderjährigen Söhne viele Jahre beschäftigt hatte. Das prominenteste Opfer der Verwandtenaffäre ist der ehemalige CSU-Fraktionschef Georg Schmid, der zurücktreten musste, weil er seine Frau beschäftigte und ihr aus der Staatskasse ein hohes Gehalt bezahlte.



Licht, Witz und Körpersprache

Das Augsburger Ballettensemble in Itzak Galilis „Schattenspiel“



Von Halrun Reinholz


Menschliche Abgründe rund um ein Sofa: Ana Dordevic und Patrick Howell in Itzik Galilis „The Sofa“ (Foto: Nik Schölzel)

Menschliche Abgründe rund um ein Sofa: Ana Dordevic und Patrick Howell in Itzik Galilis „The Sofa“ (Foto: Nik Schölzel)


Die Sparte Tanz fristet – von vielen unbeachtet – vermeintlich ein Schattendasein am Rande der Opern- und Schauspielproduktionen. Aber es gibt viele Fans, wie die alljährlich in Windeseile ausverkaufte Ballettgala eindrucksvoll beweist. Grund dafür ist nicht zuletzt der ruhige, freundliche und künstlerisch hochkarätige Ballettdirektor Robert Conn, ein ruhender Pol im Wechselkarussell der Namen und Köpfe beim Augsburger Theater. Er hat nicht nur ein Spitzenensemble aufgebaut, sondern bringt seine Erfahrungen und hervorragenden internationalen Kontakte geschickt in den Augsburger Bühnenalltag ein.

Nun hatte die zweite Produktion dieser Spielzeit Premiere: Nach dem „Bildnis des Dorian Gray“, nach literarischer Vorlage von Oscar Wilde in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel realisiert, kam nun ein „Choreografenabend“ des international renommierten Künstlers Itzik Galili. (mehr …)



Panther-Checker

Licht, Schatten, Schatten, Hoffnung

Die letzten drei Spiele der Augsburger Panther am Dienstag gegen Hamburg (4:3), am Freitag gegen Krefeld (3:4, n.P.) und am Sonntag in Iserlohn (4:1) waren Schicksalsspiele um den Einzug in die Playoffs. Nur eines gewannen die Herren um Trainer Larry Mitchell, das gegen Hamburg – vermutlich zwei zu wenig.

Das ist bitter, denn seit Jahren sahen noch nie so viele Fans die Panther-Spiele wie in dieser Saison. Aber auch seit Jahren gab es keine so krassen Ausfälle wie etwa J. D. Forrest, dem gegen Iserlohn immerhin ein Eigentor gelang. Gerüchten zufolge soll er längst in München unterschrieben haben, wobei das eher für Augsburg ein Gewinn ist.

Panther-Checkerin gegen Hamburg und Krefeld im Curt-Frenzel-Stadion war Petra Jakob, Stehplatz-Dauerkarten-Besitzerin und Inhaberin der Deckenmanufaktur Germany in Mühlhausen.

Kommentiert für die DAZ die Spiele gegen Hamburg und Krefeld: Petra Jakob

Kommentiert für die DAZ die Spiele gegen Hamburg und Krefeld: Petra Jakob


Beschreiben Sie die Spiele in jeweils 5 Sätzen!

Hamburg: Nach einem starken Beginn mit zwei glücklichen Panther­toren liefen die groß gewachsenen, technisch besseren Kühlschränke aus. Im 2. Drittel zeigten beide Mann­schaften spannendes und hoch­klassiges Hockey mit bissigen Panthern. Durch klare Schieds­richter­fehl­entschei­dungen wurden die Augsburger und ihre Fans dermaßen angestachelt, dass sie den Sieg unbedingt wollten. Leider funktioniert das nicht immer. Das letzte Drittel war ausgeglichen und wurde durch das überragende Tor von T.J. Trevelyan gekrönt.

Krefeld: Das war ein Eishockeyspiel, in dem die Panther eigentlich zwei Drittel lang besser waren. Und auch in der Verlängerung hätten sich einige Chance geboten, wenigstens zwei Punkte zu sichern. Im Penalty-Schießen war das Glück dann auf der Seite der Gäste. So gingen die Fans einigermaßen enttäuscht nach Hause und hofften auf das Auswärtsspiel in Iserlohn. Immerhin ein unmittelbarer Gegner um den Playoff-Einzug. Es sollte anders kommen, das Spiel im Sauerland ging 4:1 verloren. (mehr …)