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Panther-Checker

„Lass die jungen Wilden ran!“

Zwei Dinge waren schon vor dem Spiel gegen die Adler Mannheim am Sonntag klar: Dass es zwischen dem 10. und dem 11. Tabellenplatz eng werden kann und dass die Berliner Eisbären – unmittelbare Konkurrenten und amtierende Meister – im Schlussspurt wohl eher nicht die Luft ausgehen wird.

Diesmal kein Foto vom Panther-Checker: Curt-Frenzel-Stadion

Diesmal kein Foto vom Panther-Checker: Curt-Frenzel-Stadion


Nun stehen die Augsburger Panther nach zwei Niederlagen an diesem Wochenende gegen Straubing (4:3 nach Verlängerung) und 2:5 (2:2, 0:2, 0:1) gegen Mannheim auf genau jenem schicksalsbeladenen 11. Tabellenplatz, der eine Teilnahme an den Playoffs verhindert. Panther-Checker gegen Mannheim vor ausverkauftem Haus (6218 Zuschauer, davon rund 1000 aus Mannheim mit dem Sonderzug angereist) war Alexander Springer. Er ist selbständiger Antennentechniker und seit 30 Jahren AEV-Fan. Seine Stehplatz-Dauerkarte hat er seit 25 Jahren ununterbrochen.

Beschreiben Sie das Spiel in 5 Sätzen!

Ein druckvolles erstes Drittel mit Chancen auf beiden Seiten. Dann verflachte das Augsburger Spiel zunehmend und durch individuelle Fehler einzelner Spieler haben wir den Spielausgang begünstigt. Mannheim war klar die bessere Mannschaft und hat auch verdient gewonnen. Dass die Schiedsrichterleistung nicht gerade erstklassig war, haben alle selber gesehen, das hatte aber meiner Meinung nach nur indirekt mit dem Ausgang zu tun. Jetzt einfach das Spiel abhacken und weiter kämpfen.

Was war für Sie ausschlaggebend, dass das Spiel 2:5 ausgegangen ist?

Am Kampf hat es ja wie immer nicht gelegen, eher an der Chancenverwertung und krassen Fehlern einzelner Panther-Spieler.

Welcher war der beste Panther?

Louie Caporusso. Der Typ ist schon eine Nummer für sich. Wie er aus den irrsten Situationen noch den Puck vor das gegnerische Tor bringt ist echt eine Bereicherung für den AEV. Leider steht zu selten ein Mitspieler dann auch bereit oder bietet sich an.

Wären Sie der Trainer gewesen, was hätten Sie anders gemacht?

Einige Spieler, die nicht wirklich mit ihre Leistung glänzten, hätte ich zusehen lassen und dafür den jungen Wilden eine Chance gegeben, sich zu zeigen. Wie sie es übrigens schon öfter unter Beweis gestellt haben, als wir viele Verletzte hatten. Und dass es funktioniert, haben die vielen gewonnen Spiele zu dieser Zeit ja auch bewiesen.

Wie beschreiben Sie die Augsburger Panther einem, der noch nie beim Eishockey war?

Leidensfähig sollte ein AEV-Fan schon sein, weil bei uns keiner einem was schenkt und alles sehr hart erarbeitet werden muss. Wir haben das Glück, dass wir einen Trainer haben, der immer wieder tolle Spieler aus dem Hut zaubert – die wir dann leider nach einiger Zeit an andere Vereine mit mehr Sponsoren im Hintergrund abgeben müssen. Also: kämpfen und siegen …

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Am kommenden Wochenende ist Pause in der Deutschen Eishockeyliga. Weiter geht es am 14. Februar um 19.30 Uhr im Curt-Frenzel-Stadion gegen die Schwenninger Wild Wings. Und danach folgen gleich vier weitere Heimspiele hintereinander. Bis zum letzten Spieltag am 7. März sind gibt es noch in 7 Partien die Möglichkeit für die Augsburger Panther, sich die Teilnahme an den Playoffs zu sichern.



Eilmeldung: Kommunal­wahl­teilnehmer stehen fest

Wie das Wahlamt der Stadt Augsburg mitteilte, steht jetzt fest, welche Parteien und Gruppierungen die für die Teilnahme an der Kommunalwahl erforderlichen 470 Unterstützerunterschriften erhalten haben. Die Eintragungsfrist endete am heutigen Montag Mittag.



Erreicht haben das Ziel die CSM, die AfD, die ÖDP und die Polit-WG. Bis zuletzt hoffte die Bürgerinitiative Ausländerstopp BIA auf die Zulassung. Sie konnte am heutigen letzten Eintragungstag aber nur noch zehn Unter­zeichner überzeugen. Am Ende fehlten der von der NPD gesteuerten Liste 92 Unterschriften.



Ein mitreißendes Wochenende

Das Brechtfestival ist endlich im Theater angekommen

Von Frank Heindl

Am vergangenen Freitag hat das Augsburger Brechtfestival 2014 begonnen. Als Zwischenbilanz des ersten Wochenendes lässt sich festhalten: Es ist – endlich! – angekommen. Vor allem im Theater, aber auch in der Stadt – und auf einem künstlerischen Niveau, das dem Namen des Festivals und dem des Namensgebers gerecht wird.



Zu diesem Urteil veranlassen eine Eröffnungsveranstaltung auf hohem Niveau, ein berstend volles Großes Haus am Samstagabend mit aufregend bunt gemischtem Publikum und einige sehenswerte Theaterproduktionen – leider zu viele für die kleine DAZ-Redaktion. Wir haben uns viel angesehen von Freitag bis Sonntag, Berichte dazu werden in nächsten Tagen folgen.

Zufrieden sein durfte man schon mal am Freitagabend: Nach einer Reihe von Auftaktveranstaltungen in den vergangenen Jahren, die hier (und nicht nur hier) entschieden gerügt wurden ob der produzierten Langeweile von Staatsempfängen mit vielem Gerede und wenig Inhalt, hatten die Veranstalter diesmal Mut zu einem harten Schnitt: Keine Verlesung langer Listen von Ehrengästen, keine Aneinanderreihung wortgleicher Grußworte, keine oberflächlichen „Anmoderationen“ echter oder angeblicher „Highlights“ – stattdessen mitten hinein ins Thema mit einem gar nicht anbiedernden, sondern intellektuell anspruchsvollen Thema: Der Schauspieler Burghart Klaußner trug Gespräche des Komponisten Hanns Eisler vor, fesselte damit trotz des äußerst theoretischen Themas von der ersten bis zur letzten Minute, trug wissenswertes, erhellendes und interessantes zu Brechts Musikverständnis, zur Funktion der Musik in seinem Werk bei – und sang Lieder, die man nicht schon bei jedem Brechtfestival mehrmals gehört hatte. Dazu demnächst mehr.

Chicago, Okinawa und Augsburg in der Brechtbühne (mehr …)



Kulturpark West: Kiefer begrüßt Planungen fürs Gaswerk

Dr. Stefan Kiefer, OB-Kandidat der SPD, hat die Architektenplanungen für eine kreativkulturelle Nutzung des Gaswerkeareals begrüßt.

Blick vom Gaskessel auf das Gaswerk (Bild: Kleeblatt-Film)

Blick vom Gaskessel auf das Gaswerk (Bild: Kleeblatt-Film)


“Hier werden kreative, aber umsetzbare Vorschläge gemacht, welche die ‘historische’ Bausubstanz in ihrer äußeren Erscheinung nicht antasten, dem Kulturpark West aber trotzdem den notwendigen Raum zur Entfaltung bieten”, so Kiefer zu den Plänen des internationalen Architektenteams, die am vergangenen Donnerstag vorgestellt wurden (DAZ berichtete). Mit der Machbarkeitsstudie sei aber nur der erste Punkt eines zweiteiligen SPD-Antrags abgearbeitet. Eine Machbarkeitsstudie samt Kostenschätzung für den Verbleib des Kulturparks West, dessen “Geburtshelfer” die SPD im Jahr 2006 gewesen sei, auf dem Reese-Areal fehle. Erst wenn diese vorliege, könne man unter Abwägung der Fakten und der Interessen der Künstler und Kulturschaffenden, der Anwohner sowie unter Berücksichtigung von Aspekten der Stadtentwicklung und des Städtebaus eine fundierte Entscheidung treffen.

AfD: Zukunftswerkstatt erst nach Kommunalwahl personell besetzen (mehr …)



Architekturfilm und Jazz zeigt J. Mayer H.

In der Veranstaltungsreihe “Architekturfilm und Jazz” zeigt das Architekturforum am Montag, 3. Februar im Thalia den Film “Architektur als Abenteuer” über den Architekten J. Mayer H. von Claudius Gehr.

Juergen Mayer H. wurde nach seinem Studium der Architektur an der Universität Stuttgart 1996 als Architekt in Berlin tätig. Er lehrte bereits selbst an mehreren Hochschulen in Berlin, London und New York. Mayer erhielt mehrere renommierte Auszeichnungen und ist mit Projekten in verschiedenen Sammlungen vertreten, z.B. im MoMA New York und San Francisco.

Ab 20:30 Uhr nach dem Film gibt es Live-Jazz mit Heinz Dekorsi & Friends im Thalia Kaffeehaus bei gutem Essen, guten Gesprächen und freiem Eintritt.

“Architektur als Abenteuer”

3. Februar 2014, 19:00 Uhr

Thalia Kino

Am Obstmarkt

Eintritt 6 Euro


» YouTube-Film über “Metropol Parasol” von J. Mayer H.