Wendejahre
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Bewegungsmelder: Polit-WG schafft Sensation

Freitag, 31. Januar, 15 Uhr. Der heutige Freitag hat einen weiteren Zieleinlauf zu vermelden. Die Polit-WG hat die 470er Hürde überwunden und kann somit an der Augsburger Kommunalwahl teilnehmen. 105 Unterstützer haben heute auf der WG-Liste unterzeichnet. Die Piraten leben zwar noch, aber mit einem sehr schwachen Puls (+22). Die ÖDP (544), die CSM (535) und die AfD (596) haben das Ziel längst erreicht. Am heutigen Freitag hatten die Bürgerbüros bis 15 Uhr geöffnet.



Der Countdown läuft. Für die verbliebenen Gruppierungen, die noch um eine Teilnahme an der Kommunalwahl kämpfen, bleibt nur noch der Montagvormittag. Die Piraten konnten heute zwar mit 22 Unterschriften ein wenig nachlegen, müssten aber am Montag von 8 – 12 Uhr noch 217 Unterstützer finden, um bei der Kommunalwahl antreten zu dürfen. Es bleibt bei der niederschmetternden DAZ-Prognose: Die Piraten erreichen den Hafen nicht, während bei der Polit-WG eine Party ins Haus steht. Kein großer Sprung auch bei der BI Ausländerstopp. Die von der NPD gesteuerte Liste wurde bisher von 368 Personen unterzeichnet. (mehr …)



Sozialticket kommt

Augsburger Stadtrat einigte sich auf seiner gestrigen Sitzung auf einen von der CSM ausgearbeiteten Kompromiss.

Nach einer zweistündigen Debatte, die mit viel Leidenschaft und teilweise auf einem hohen Niveau geführt wurde, beschloss der Stadtrat einen Eilantrag der CSM, der in etwa der Variante II der Verwaltungsvorlage entspricht und nun Rentner, die auf Grundsicherung angewiesen sind, Menschen, die wegen Behinderung dauerhaft nicht arbeiten können, Asylberechtigte und Wohngeldempfänger als Leistungsempfänger für ein Sozialticket des ÖPNV berechtigt. Das sind in Augsburg zirka 7.500 Personen. Ein Personenkreis von zirka 20.000 Menschen wird von dieser Variante ausgeschlossen. Dabei handelt es sich um arbeitssuchende Hartz IV-Empfänger. Der CSM-Antrag wurde als Kompromiss-Lösung salonfähig, weil die Rot-Rot-Grün Variante (Sozialticket für alle 27.000 Bedürftigen) vom Stadtrat abgelehnt wurde (28:30). Die CSU wollte vermeiden, dass der Stadtrat wieder keine Variante auf den Weg bringt und zog ihren Antrag (Variante I der Verwaltungsvorlage für 4.000 Bedürftige) zurück. Der CSM-Antrag ging gegen sechs Stimmen durch. Pro Augsburg und Tobias Schley stimmten dagegen.



Gaswerk: Von der Industriebrache zum Kreativwerk

Vor einem halben Jahr wurde sie im Bauausschuss beschlossen, am gestrigen Donnerstag wurde sie den Medien und Stadträten vorgestellt: eine Machbarkeitsstudie für den Umzug des Kulturparks West ins Gaswerk in Oberhausen und dessen kreativwirtschaftliche Nutzung.

Haus-in-Haus-Lösung für das Ofenhaus des Gaswerks: Ausschnitt aus der Präsentationsmappe zur Machbarkeitsstudie

Als die Stadt mit der Anregung der kreativwirtschaftlichen und kulturellen Nutzung auf die Stadtwerke Augsburg (swa), denen das Gaswerk gehört, zukam, habe man diese „sehr gerne aufgenommen“, so swa-Geschäftsführer Dr. Claus Gebhardt. Die swa versuchen seit 2010, die acht Hektar große Industriebrache, die im Jahr 2001 als Gaswerk stillgelegt wurde, einer dauerhaften Nutzung zuzuführen, bisher vergebens.

Wie beim Innovationspark internationale Spezialisten im Boot

Ende August 2013 beauftragten die swa ein internationales Architektenteam mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie, bestehend aus dem Büro Dynamo Architekten/Utrecht, die für Bauten in dem weltweit bekannten Kreativquartier NDSM-Werft in Amsterdam verantwortlich zeichnen (DAZ berichtete), dem Architekturbüro Gundula Cordes/Amsterdam, das im Bereich des Denkmalschutzes/Städtebau renommiert ist und dem Architektur- und Ingenieurbüro Felmede+Mandel, das hier sein Know-How für die technische und bauliche Machbarkeit und die Kosten eingebracht hat.

Die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken, dem Landesamt für Denkmalpflege, der Regierung von Schwaben, der Stadtverwaltung und den Geschäftsführern der Kulturpark West gGmbH als Vertreter der Nutzer sei sehr erfreulich gewesen, so Architektin Gundula Cordes. Baureferent Gerd Merkle gab das Kompliment an die Architekten zurück: „Selten hat es so viel positive Resonanz und so großes Lob von den Denkmalpflegern gegeben“.

„Weit mehr als die Umsiedlung des Kulturparks West von A nach B“ (mehr …)



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