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Stadtrat: Losglück für die Linken

Die Stadtratsgruppe der Augsburger Linken zieht mit je einem Sitz in acht städtische Ausschüsse ein. Die CSU behält weiterhin vier Sitze in fünf Ausschüssen. Dies ist das Ergebnis eines Losverfahrens, das gestern im Stadtrat in einem aufwändigen Prozedere vollzogen wurde.

“Glücksfee” Margarete Heinrich (SPD) an der Losurne

Die CSU bleibt demnach mit vier Sitzen im Finanzausschuss, im Bildungsausschuss, im Wirtschaftsförderungs- und Beteiligungsausschuss, im Stiftungsausschuss sowie im Verwaltungsrat der Hessing-Stiftung vertreten. Die Linken ziehen mit je einem Sitz in acht Ausschüsse ein: Allgemeiner Ausschuss, Bauausschuss, Liegenschaftsausschuss, Kulturausschuss, Umweltausschuss, Sportausschuss, Jugend-, Sozial- und Wohnungsausschuss sowie Organisations- und Personalausschuss. Die CSU muss in diesen Ausschüssen den Linken einen Sitz abtreten und ist somit in diesen acht Ausschüssen mit nur noch drei Sitzen vertreten.

Die Neuverteilung der Auschusssitze war notwendig geworden, weil Tobias Schley aus der CSU ausgetreten ist (DAZ berichtete). In den von den Linken „gewonnenen“ Ausschüssen hat die bürgerliche Regierungskoalition jetzt keine Mehrheit mehr. „Schöner Mist“, so kommentierte der Fraktionsvorsitzende der Augsburger CSU, Bernd Kränzle, das Ergebnis, während sich die Linken „im Aufwind“ (Kreisverbandssprecher Otto Hutter) wähnen. Die neutrale „Glücksfee“ gab SPD-Stadträtin Margarete Heinrich.

» Die Ausschüsse im Stadtrat



Stadtrat stoppt Popkulturbeauftragten

Der Stadtrat stimmte gestern einem Antrag der Grünen zu, zuerst zu klären, ob und wozu man einen Popkulturbeauftragten für die Stadt Augsburg brauche. Nach der Evaluation solle man die Stelle besetzen – oder eben nicht.

Richard Goerlich und Peter Grab

Der ehemalige Popkulturbeauftragte Richard Goerlich und Kulturreferent Peter Grab (rechts)


Die Grünen brachten ihre Vorstellung bezüglich des Ablaufs der Wiederbesetzung der Stelle des Popkulturbeauftragten, die seit März dieses Jahres vakant ist, als Dringlichkeitsantrag ein. OB Kurt Gribl ließ über die Dringlichkeit abstimmen und zur Überraschung der Regierungskoalition sah der Stadtrat mit einer hauchdünnen Mehrheit die Dringlichkeit gegeben. In der Debatte zur Sache legte Kulturreferent Peter Grab Wert darauf, dass es bezüglich des zeitlichen Ablaufs einen Gremien-Beschluss gebe, der eine Evaluation nach der Stellenbesetzung beinhalte. Diesen Beschluss des Kulturausschusses vom 25. Juni habe er umgesetzt, so Grab, der darüber hinaus Auskunft gab, dass die Ausschreibung bereits abgeschlossen sei und aus 48 Bewerbern bereits ein Kandidat ausgewählt worden sei. Der Stadtrat ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit 30:27 stimmte er dem Antrag der Grünen zu: zuerst evaluieren, danach gegebenenfalls besetzen. Unter Insidern der politischen Szene besteht kaum Zweifel darüber, dass nach dieser Abstimmung eine Wiederbesetzung der Stelle sehr unwahrscheinlich geworden ist.



Ein Film über Gewalt in der Familie

Im Thalia: finnische Regisseurin zeigt prämiertes Werk

Ruhige, unprätentiöse Bilder: Kirsi Liimataiens "Festung" (Foto: Kinobüro Augsburg)


„Terres des Femmes“ ist ein in Deutschland gegründeter Verein, der sich weltweit für „gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben von Mädchen und Frauen“ einsetzt. In Zusammenarbeit mit dieser Organisation sowie Anita Conradi, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Augsburg, zeigt das Thalia-Kino am Dienstag, 4. Dezember den Film „Festung“ – ein Film über Gewalt in der Familie, weibliche Ohnmacht, erste Liebe und Mut, erzählt aus der Perspektive eines jungen Mädchens im Zwiespalt zwischen Pflichtgefühl und jugendlichem Drang. Die finnische Regisseurin Kirsi Liimataien ist anwesend und steht für Fragen und Diskussion zur Verfügung.

Berührend, behutsam und äußerst sensibel beschreibt „Festung“ häusliche Gewalt gegen Frauen und ihre seelischen Auswirkungen: Die Scham der Opfer, die Angst der Kinder und die Ignoranz des sozialen Umfeldes verurteilt die Leidtragenden zu passiver Hinnahme, versteckter Angst und Lügen. Auf brutale Gewaltszenen verzichtet die Regisseurin. Aus der Perspektive der 13jährigen Johanna dringt der Zuschauer immer tiefer in die familiären Zusammenhänge ein und erahnt die Dimensionen der psychischen und physischen Gewalt. In der beeindruckend intensiven Darstellung von Elisa Essig als Johanna wird er mitgeführt auf dem Weg der heranwachsenden Johanna hin zu einer jungen Frau, die sich der unvermeidlichen Konfrontation stellt.

In ruhigen, unprätentiösen Bildern, versteht es Liimatainen alle ihre Darsteller zu einer schauspielerischen Leistung zu führen, welche die Bedrohung für den Zuschauer erfahrbar macht: Die seelische Erschütterung, die Hilflosigkeit angesichts der über das physische Maß hinausgehenden psychischen Gewaltausübung. Der Film wurde bei der Berlinale mit dem Thomas Strittmatter Drehbuchpreis ausgezeichnet.



Weihnachtlicher Dauerbrenner im Sensemble

Frohe Weihnachten! Jörg Schur und Birgit Linner in der „Messias“-Inszenierung des Sensemble-Theater, die voraussichtlich auch 2012 die einzige in Augsburg sein wird (Foto: Sensemble-Theater).

Frohe Weihnachten! Jörg Schur und Birgit Linner in der „Messias“-Inszenierung des Sensemble-Theaters, die auch 2012 die einzige in Augsburg sein wird (Foto: Sensemble-Theater).


Eigentlich wollte auch das Stadttheater in diesem Winter den „Messias“ zeigen. Man hatte dort übersehen, das Sebastian Seidel und das Sensemble-Theater sozusagen ein Abonnement auf das Stück haben – es wird dort seit 10 Jahren als weihnachtlicher Dauerbrenner gezeigt. Nun hat das Stadttheater stattdessen den „Kaktus“ im Programm – und im Sensemble beginnt am Freitag, 7. Dezember die alljährliche Messias-Saison: Mit großem Elan spielen Theo und Bernhard (Birgit Linner und Jörg Schur) in dieser Komödie von Patrick Barlow die Weihnachtslegende und übernehmen alle Rollen selbst – sie spielen den Erzengel Gabriel, den naiven Zimmermann Josef, die frustrierte Hausfrau Maria, römische Tribunen und tumbe Hirten. Dabei kommt es zu diversen Pannen, die die Darsteller ungewollt zur Improvisation zwingen… Erste Aufführung ist am Freitag, 7. Dezember, die weiteren Termine sind der 13., 14., 21., 22. und 28. Dezember, jeweils um 20.30 Uhr. An weiteren Terminen im Dezember wird Sebastian Seidels Stück „Hamlet for You“ gezeigt.

» www.sensemble.de



Kein alternativer Standort für Asphaltwerk

Für den in Lechhausen geplanten umstrittenen Neubau der Bayerischen Asphaltmischwerke (BAM) gibt es derzeit keine Standort-Alternative.

Grundstück der geplanten Asphaltmischanlage in der Aulzhausener Straße

Karte: OpenStreetMap (zum Vergrößern anklicken)


Dies ist das Resumee aus dem mündlichen Bericht, den Wirtschaftsreferentin Eva Weber am gestrigen Donnerstag dem Stadtrat gab. Auf eine Befragung der Mitgliedergemeinden in den beiden Nachbarlandkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg sei kein einziger Grundstücksvorschlag eingegangen. Bereits bekannte Grundstücke in Hirblingen und Adelzhausen hätten die BAM aus betrieblichen Gründen abgelehnt. “Die BAM sind wie jeder andere Betrieb frei in ihren Standortentscheidungen”, so OB Kurt Gribl gestern dazu. Auch in Augsburg habe man keinen Alternativstandort gefunden, so Weber in ihrem Bericht. Zu dem vor einigen Wochen angedachten Grundstück in der Nähe der Müllverbrennung äußerte sich der OB gestern gegenüber der Presse abschlägig: Darüber habe es Mitte Oktober im Ältestenrat des Stadtrats keine Einvernehmlichkeit gegeben. “Wenn ein Vorschlag nicht breit getragen wird, werden damit nur Konfliktpunkte multipliziert”, so Kurt Gribl.

Ob und wann die BAM ihre für den Standort Aulzhausener Straße erteilte Genehmigung in Anspruch nehmen werden, war gestern im Stadtrat nicht klar. Die Augsburger SPD hat am 7. November gegen die Genehmigung Klage eingereicht.

» Asphaltmischwerk: SPD klagt gegen Baugenehmigung

» Asphaltmischanlage: keine Entscheidung über Dringlichkeitsantrag der SPD



Pfersee lädt zur Weihnachts-Tombola

Bereits zum 31. Mal findet am Samstag, 1. Dezember ab 15 Uhr auf dem Platz vor der Herz-Jesu Kirche in Augsburg-Pfersee die traditionelle Weihnachts-Tombola der Initiative “Pfersee aktiv!” statt.



Insgesamt 500 Preise wurden von den Pferseer Geschäften und Unterstützern von “Pfersee aktiv!” gespendet. Der Tombola-Erlös fließt den teilnehmenden Kindergärten und Schulen zu: Die Kinder der Kindertagesstätten Herz Jesu, St. Paul und Maria Stern, der städtischen Kita an der Hessenbachstraße, der AWO-Kita im Mühlbachviertel, der Westpark-Grundschule und der Hans-Adlhoch-Schule werden Weihnachtslieder singen. Für das leibliche Wohl der Besucher ist mit Glühwein, Kinderpunsch und Bratwürsten gesorgt. Traditionell verteilen die Pferseer Banken und Geschäfte außerdem kostenlose Hefeteig-“P” an ihre Kunden.

» Pfersee aktiv!



Waldorfschule in der Hammerschmiede lädt zum Adventsbazar



Am Samstag, den 1. Dezember findet in der Dr.-Schmelzing-Straße 52 wieder die größte Veranstaltung im Jahreskreis der Freien Waldorfschule Augsburg statt: der Adventsbazar. Ab 9.30 Uhr können die Waren besichtigt werden, von 10.30 bis 16.00 Uhr kann gekauft werden. Veranstalter ist die Elterninitiative Bazarkreis. Ausführliches Programm:

» www.waldorf-augsburg.de



Glühweinanstich mit der SPD

Am Samstag, den 1. Dezember von 9.30 bis 14 Uhr lädt der SPD-Ortsverein Rechts der Wertach zu einer Adventsaktion am Alten Straßenbahndepot in der Wertachstraße ein.



Zu der Veranstaltung, die die SPD zusammen mit dem Integrations­zentrum Augsburg und in Kooperation mit der AIDS-Hilfe Augsburg-Schwaben durchführt, sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Es gibt Informationen über das Integrations­zentrum und eine Fortsetzung der SPD-Befragung zur Bürger­zufriedenheit. Spender zugunsten der AIDS-Hilfe erhalten rote Schleifen und Teddybären. Dazu gibt es Weihnachts­waffeln, Glühwein, Punsch und Plätzchen. Rede und Antwort stehen die Bundestags­kandidatin Ulrike Bahr und die Landtags­abge­ordneten Harald Güller und Linus Förster.



FCA: Nichts ist in Stein gemeißelt

Der FC Augsburg verlor am 14. Spieltag der Fußballbundesliga beim VfB Stuttgart mit 1:2 und steht somit mit 7 Punkten weiterhin am Tabellenende. Das ist nicht mehr als eine Momentaufnahme. Der Abstieg der Augsburger ist noch lange nicht besiegelt.

Von Jochen Mack

Man kann die Sprüche nicht mehr hören vom „wackeren Abstiegskandidaten, der sich für seinen großen Aufwand nicht belohnt“, vom „verflixten zweiten Jahr“ oder von einem „dreckigen Arbeitssieg – Hauptsache die drei Punkte bleiben hier“. Und auch die Komplimente, dass so kein Absteiger spiele, hinterlassen einen schalen Beigeschmack. Doch genau in dieser Kategorie werden die Statements nach dem Spiel in den Katakomben der zugigen Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena gewesen sein. Leider scheint da auch etwas dran zu sein. Die positive Erkenntnis: Die Mannschaft scheint zusammenzuwachsen und schaffte es gegen einen Gegner wie den VfB kontinuierlich Dominanz und Torgefahr auszustrahlen und hatte die Niederlage nicht verdient. So spielt kein Absteiger! Die negative Erkenntnis: Der FCA konnte auch gegen unerwartet schwache Stuttgarter keine Punkte verbuchen und nach dem Sieg von Nürnberg ist der Abstand zum rettenden Ufer weiter gewachsen. Wer nach solchen Spielen mit leeren Händen heimfährt, kann den Abstieg nur schwer vermeiden.

Man musste ein Klatsche befürchten

Zu Beginn des Spiels präsentierte sich den 39.500 Zuschauern ein entschlossener VfB, der die Schmach der Niederlage im Baden-Württemberg-Derby vom letzten Sonntag wettmachen wollte. Angriff um Angriff rollte auf eine nicht gut sortierte Abwehr. Die Verteidiger der Fuggerstädter waren zu weit von ihren Gegenspielern entfernt, so dass auch unnötige Gefahr für das Tor von Mohamed Amsif provoziert wurde. Nach diesem Muster fiel auch das 1:0 für den VfB. Man muss es leider sagen: Gibril Sankhoh verhielt sich zu passiv gegen Vedad Ibisevic und griff nicht entschlossen an. Der bedankte sich mit einer scharfen Hereingabe, die ausgerechnet der frühere Augsburger Ibrahima Traoré zur Führung der Stuttgarter verwertete.

Das Publikum rechnete nun mit einem weiteren Sturmlauf der Württemberger und im tapferen Anhang der bayerischen Schwaben kamen erste Befürchtungen auf, dass man eine Klatsche kassieren könnte. Doch nichts davon geschah. Die Augsburger bekamen das Spiel zunehmend besser in den Griff und konnten Ball und Gegner vom eigenen Tor fernhalten, ohne allerdings selbst Druck auf das Tor von VfB-Keeper Sven Ulreich zu erzeugen.

Koos Visitenkarte für das Tor des Monats

Umso bitterer musste es für den guten Stuttgarter Schlussmann gewesen sein, dass er kurz vor der Halbzeit den Ball aus den eigenen Maschen holen musste: Andreas Ottl bediente Ja-Cheol Koo, der zwei Gegenspieler ins Leere laufen ließ und den Ball aus knapp 30 Metern ins linke obere Eck drosch. Eine Visitenkarte für das „Tor des Monats“ und neue Hoffnung auf Zählbares für den FCA. Nach dem aufgrund der unwirtlichen Bedingungen dringend nötigen Halbzeittee wiederholte sich die Geschichte: Der VfB legte los wie die Feuerwehr und wieder konnten sich die Augsburger nur schwer aus der eigenen Hälfte befreien. Und wieder im Mittelpunkt: Der wie aufgedreht spielende Traoré, der einen Kopfball knapp neben das Gehäuse setzte. In der Folge – auch das eine Kopie der ersten Halbzeit – verlagerte sich das Spiel zunehmend in die Hälfte der Gastgeber; der FCA war bis zum Ende die dominierende Mannschaft. Angetrieben von einem unermüdlichen und klug agierenden Daniel Baier, einem der besten Spieler auf dem Platz, rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Tor der Stuttgarter zu. Doch mitten in diese Drangphase fällt wie aus dem Nichts die Führung für den VfB. Traoré zieht einen Freistoß scharf vor das Augsburger Gehäuse. Dort steht wiederum Vedad Ibisevic sträflich frei. Dieser tut, wofür er bezahlt wird und verwandelt die zweite (und letzte) Chance der Stuttgarter in Halbzeit zwei zur Führung. Dass ein Stürmer wie er so unbedrängt zum Abschluss kommt, darf nicht passieren.

Die kämpferische Einstellung des FCA stimmte

Die Elf von Trainer Markus Weinzierl rannte weiter an und erspielte sich einige Chancen. Mölders, Koo und der inzwischen eingewechselte Bancé scheiterten aber an Sven Ulreich. Belebend hatte sich die Einwechslung von Milan Petrzela ausgewirkt, der auf dem linken Flügel für große Unruhe sorgte. Allein auch hier das alte Lied: Wegen mangelnder Präzision, Pech und fehlender Konzentration gelang es nicht, den Ball über die Linie zu bringen und den hochverdienten Ausgleich zu erreichen.Und so fuhren die Augsburger erneut mit leeren Händen zurück.

Vielleicht hat die geisterhafte Episode um Felix Magath und die Perspektive auf Berge von Medizinbällen den Mannen um Daniel Baier ja zusätzliche Motivation gegeben. Wie schon im Spiel gegen Mönchengladbach stimmte die kämpferische Einstellung der Brechtstädter: Die Angriffe wurden noch konsequenter vorgetragen und immer wieder der Abschluss gesucht. Allerdings fehlt noch zu oft die Präzision – vor allem bei Standardsituationen springt zu wenig raus.

Oehrl zu spät ausgewechselt

Tabelle nach dem 14. Spieltag

Tabelle nach dem 14. Spieltag


Der FCA hat in der zweiten Halbzeit auch spielerisch überzeugt. Die Einwechslungen brachten zusätzlichen Schwung in die Angriffsbemühungen der bayerischen Schwaben. Darauf kann aufgebaut werden. Unverständlich war lediglich, dass der schwache Thorsten Oehrl zu spät ausgewechselt wurde. Dagegen harmonierte das Duo Mölders/Bancé weit besser und erzeugte einige gefährliche Situationen vor dem Tor.

So bleibt festzuhalten: Der Abstieg des FCA ist mitnichten in Stein gemeißelt. Allen „Realisten“ sei gesagt, dass der SC Freiburg, der am nächsten Samstag an die Singold reisen wird, die Vorrunde der letzten Saison mit 13 Punkten abgeschlossen hat und noch vor dem FC Augsburg den Nicht-Abstieg perfekt gemacht hat. Die praktisch gleiche Mannschaft hat heute einen Rückstand von einem Punkt auf Rang sechs, der für europäische Wettbewerbe qualifiziert.

Aufstellung FCA: Sankoh, Klavan, Callsen-Bracker, de Jong – Ostrzolek, Koo, Baier, Ottl, Oehrl – S. Mölders

Auswechslungen: Petržela für de Jong (46.); Bancé für Oehrl (56.); Hain für Ottl (82.).

Der Autor: Jochen Mack ist Theologe und Pädagoge und arbeitet freiberuflich als PR-Berater unter anderem für die Grüne Stadtratsfraktion.



Stuttgart vs. FCA 2:1

Nach dem 14. Spieltag der Fußballbundesliga sind zwei außergewöhnliche Dinge festzuhalten: Der FC Bayern München führt die Bundesliga mit 37 Punkten an und steht somit als frühester Herbstmeister der Bundesligahistorie fest. Der FC Augsburg steht nach der Niederlage in Stuttgart mit 7 Punkten abgeschlagen am Tabellenende.

Von Siegfried Zagler

Tabelle nach dem 14. Spieltag

Tabelle nach dem 14. Spieltag


Nichts spricht dafür, dass sich am Tabellenstand der beiden Mannschaften bis zum 34. Spieltag etwas ändern könnte. Zwischen dem Tabellenführer und dem Schlusslicht liegen Welten, die mit 30 Punkten Differenz kaum deutlicher darstellbar sind. Einen schlechteren Punktestand nach 14 Runden kann in der jüngeren Bundesligageschichte nur Hertha BSC vorweisen. In der Saison 2009/10 hatte die alte Dame aus Berlin lediglich fünf Pünktchen in der Handtasche. Hertha stieg sang- und klanglos ab. Das gleiche Schicksal steht für den FCA in Stein gemeißelt. (mehr …)