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FCA: Verhaegh schwer verletzt

In der Bundesligapartie zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FCA sank Paul Verhaegh am gestrigen Sonntag kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit wie vom Blitz getroffen zu Boden und schlug vor Schmerzen mit der flachen Hand auf den Rasen des Nürnberger Stadions.

Heute erfuhr die Öffentlichkeit den Grund. Paul Verhaegh hat sich einen Knorpelschaden am Knöchel und einen Abriss aller drei Innenbänder sowie ein lädiertes Außenband an gleicher Stelle zugezogen. Mit einem Comeback ist frühestens in drei Monaten zu rechnen. Am Freitag wird der Rechtsverteidiger in der Hessingpark Clinic operiert. Für Augsburgs Kapitän eine niederschmetternde Diagnose: „Ich kann noch gar nicht fassen, dass ich so lange ausfalle, aber ich blicke nach vorne und hoffe, dass ich nach der Operation schnell wieder mit dem Rehatraining beginnen kann, um so schnell wie möglich wieder fit zu werden.“



CSU eröffnet politische Kirchweih

Als Gastredner eröffnete gestern der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber den politischen Teil der Lechhauser Kirchweih. Nächsten Sonntag zieht die SPD nach.

Markus Ferber, Vorsitzender der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament

Markus Ferber, Vorsitzender der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament


In einer straffen und kurzweiligen Rede im Schaller-Festzelt ließ Markus Ferber die rund 300 Besucher vor allem spüren, dass er gern Augsburger und Schwabe ist und auch stolz darauf verweist, nicht aus München zu kommen, wenn er in Brüssel auf seine Herkunft angesprochen wird. “Die Römer haben schon gewusst, warum sie sich nicht in den feuchten Wiesen an der Isar angesiedelt haben, sondern am Zusammenfluss von Lech und Wertach”, so Ferber. Heute habe Schwaben die höchste Wirtschafts­dynamik in Bayern, Bayern wiederum in Deutschland und Deutschland im europäischen Vergleich. “Schwaben treibt also Europa an”, so sein Resumee.

“München hat schon zwei Universitätskliniken, wir hätten gerne unsere erste”

Wiederholt stichelte Ferber auch in der Folge gegen München: “In Schwaben hatten wir schon Industrie, da hat man in München noch den Ochsen eingespannt”. Landesgelder sollten nicht nur nach München fließen, sondern auch in die schwäbische Region. Neben Beispielen Münchner Begehrlich­keiten aus den Bereichen Kultur und Verkehr, wie den zweiten S-Bahntunnel, verwies Ferber auch auf den medizinischen und Bildungs­bereich: “München hat schon zwei Universitätskliniken und will eine dritte, wir hätten gerne unsere erste”. Ferber warnte in diesem Zusammenhang vor einer drohenden Bevorzugung Münchens unter einem SPD-Minister­präsidenten Christian Ude, der nur seine Landes­hauptstadt kenne. Deshalb wolle er für die CSU um den Wahlsieg bei den Landtags­wahlen 2013 kämpfen.

Kurz streifte Ferber auch die Landespolitik und hob dabei besonders die Bereiche Bildung und Soziales hervor. Ein Drittel des Landes­haushaltes gehe ins Bildungs­system, was sich in einem europäischen Spitzenplatz Bayerns in Sachen Ausbildung niederschlage. Anders als in Griechenland mit einer Jugend­arbeits­losigkeit von 50 Prozent habe Bayern in der Konsequenz Vollbe­schäftigung. Vollbe­schäftigung wiederum sei “das beste Sozial­programm, das es gibt”.



Avantgarde für die Jüngsten

Das Stromorchester scheiterte beim Familienkonzert am Sound

Von Frank Heindl

Rune Bergmanns Blog

Rune Bergmanns Blog


„Kuckuck“, ertönt es aus dem Orchester, und zwar täuschend echt – „und das im Herbst“, wie Tillmann Böttcher ironisch kommentierte. Der Musikdramaturg von GMD Kaftan war am Sonntagvormittag als Vertretung eingesprungen – ebenso wie der 1. Kapellmeister Rune Bergmann. Erkrankt war die 2. Kapellmeisterin Carolin Nordmeyer. Und zwei Vertreter brauchte es, wie Böttcher erklärte, „weil ich nur sehr langsam dirigieren und Herr Bergmann nur sehr langsam deutsch sprechen kann.“ Die beiden ergänzten sich in der Tat prächtig am und neben dem Pult – Bergmanns zupackend fröhliches Dirigat und Böttchers wortgewandt sympathische Moderation feierten das sonntägliche Familienkonzert als den Event, der er für viele kleinen und großen Augsburger längst ist.

Das musikalische Material war passend gewählt: Im ersten Teil erklang zunächst jene „Kindersinfonie“, die mal Leopold Mozart, mal seinem Zeitgenossen Edmund Angerer zugeschrieben wird – eine Diskussion, die glücklicherweise vor Kinderpublikum nicht geführt zu werden braucht. Stattdessen quäkten zwischen Kuckuck, Nachtigall und Wachtel auch noch ein paar Kindertröten unerschrocken schräg und trotzdem wunderbar passend ins sinfonische Geschehen und sorgten für Spaß und Heiterkeit.

Spielzeug von heute klingt anders (mehr …)