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Die Stadt Augsburg ist ein Teil der olympischen Idee

Warum der „Stein des Anstoßes“ etwas Großes ins Rollen bringen sollte

Von Siegfried Zagler

Gedenkstein am Fuß des Mastes, auf dem einst das olymische Feuer brannte

Als am 28. August 1972 Karl Heinz Englet in Augsburg das olympische Feuer entzündete, hielten 30.000 Menschen am Eiskanal, der an diesem Tag zur „Olympischen Kanustrecke“ wurde, den Atem an. Bundeskanzler Willy Brandt und Franz Josef Strauß saßen zusammen mit dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Avery Brundage und Wille Daume, dem Vorsitzenden des Nationalen Olympischen Komitees auf einer speziell für dieses Ereignis gebauten Ehrentribüne; mittendrin: Augsburgs Oberbürgermeister Hans Breuer und sein Vorgänger Wolfgang Pepper. Augsburg wurde an diesem Tag ein Teil der Olympischen Spiele.

Die Olympischen Spiele in München haben sich stärker als jedes andere Sportereignis in das kollektive Gedächtnis der Moderne gebrannt. Der Anschlag auf die olympische Familie und das Blutbad auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck zerstörten den Traum von heiteren und friedlichen Spielen. Heute werden diese Ereignisse als Wendepunkt der deutschen Nachkriegsgeschichte dargestellt. Die Olympischen Spiele 1972 sind zur Chiffre für den Beginn des internationalen Terrorismus geworden. (mehr …)



CFS: Grüne stellen Antrag zum öffentlichen Grün

Die Grüne Stadtratsfraktion will wissen, ob es bei der Außenanlagenplanung am Curt-Frenzel-Stadion und bei dem vorgesehenen ökologischen Ausgleich bleibt und wann diese Maßnahmen kommen.



Dies ist einem vierteiligen Antrag zu entnehmen, den die Fraktion vor einer Woche an den Oberbürgermeister gestellt hat. Unter Bezugnahme auf die versprochene “leuchtende Eisscholle” und ein “überdurchschnittliches Stadion” fordert Stadträtin Eva Leipprand, dass auch das grüne Umfeld entsprechend hergerichtet wird. Das CFS liege im geschützten Altstadtgrüngürtel und müsse aus diesem Grund von hochwertigem Grün umgeben sein. Weiter soll die Stadtregierung Klarheit über die anfallenden Kosten und die Art der Finanzierung schaffen. Bisher stünden für die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen keinerlei Mittel zur Verfügung. Veranschlagt waren 492.000 Euro ohne Baunebenkosten.

Foto: CFS-Außenbereich nach dem Kahlschlag im Februar 2010



Attac-Augsburg für Energie-Sozialtarif

Der Attac-Arbeitskreis Klima, Energie und Ernährung fordert eine „Garantie einer Stromgrundversorgung“.



Die soziale Stellung von Menschen dürfe kein Grund zum Ausschluss von der Energieversorgung sein, so Attac in einer Pressemitteilung vom Montag. Deshalb sollten in Augsburg sozial Bedürftige vom Grundpreis freigestellt werden, damit Energiezugang für jeden Bürger möglich sei. Außerdem sollten die Tarife so gestaltet werden, dass sie den Geringverbraucher belohnen. Infolge hoher Strompreise, die viele Menschen nicht mehr bezahlen könnten, komme es zu Abklemmungen durch die Stadtwerke. Doch Energiebezug gehöre zur menschlichen Daseinsvorsorge, so Attac-Augsburg. Zudem würden durch die Abklemmungen zusätzliche Kosten erzeugt, die wiederum auf die Allgemeinheit abgewälzt würden.

Foto: Preisgekröntes Bauzaun-Graffiti “Energie”