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Der “Kunsttunnel” ist fertig

Dank des Einsatzes von 65 Künstlerinnen und Künstlern im Alter zwischen 10 und 70 Jahren wurde die Pferseer Unterführung in den vergangenen Wochen zum Augsburger Kunsttunnel umgestaltet. Am Samstag war Vernissage.

Der neu gestaltete Kunsttunnel (Foto: Norbert Liesz)

Bereits 2003 war ein Teil des Tunnels bemalt worden. Der Umbau der Pferseer Unterführung – Betonsockel und die Trennwand wurden zurückgebaut – ermöglichte jetzt eine vollflächige Neugestaltung. Die bereits vorhandenen Gemälde wurden so weit als möglich gesäubert und restauriert. Beschädigte Gemälde wurden übermalt, die Malflächen konnten neu benutzt werden.

Aufwändige und kreative Arbeiten

Die öffentliche Galerie zeigt Kunstwerke von hauptberuflichen Künstlern wie von Laien, von Einzelpersonen wie von Gruppen, mit verschiedenartigen Techniken und Motiven – alle entstanden im Rahmen freiwilligen bürgerschaftlichen Engagements. “Der Augsburger Kunsttunnel ist Ausdruck der Vielfalt unserer Stadtgesellschaft und Beweis dafür, was Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Stadtverwaltung gemeinsam konstruktives und attraktives schaffen können”, so eine Pressemitteilung des Bündnisses für Augsburg, das neben dem Tiefbauamt maßgeblich an der Organisation der Malaktion beteiligt war.

Eine ausführliche Dokumentation der Malaktion findet sich auf der Seite des Bündnis für Augsburg.



Friedensstadt mit 40 Prozent Migrations­hintergrund

Am Dienstag und Mittwoch: Symposium mit Vortrag und vielen Statements

Am 25. September 1555 wurde der Augsburger Religionsfrieden erklärt – eines der wichtigsten und folgenreichsten Verfassungsdokumente des Heiligen Reiches Deutscher Nation trat in Kraft. Nach dem Friedensfest am 8. August, mit dem die Stadt den Jahrestag des Westfälischen Friedens feiert, begeht die Stadt dieses weitere historische Datum auf wissenschaftliche Weise: Ein Symposium zum Augsburger Religionsfrieden am 25. und 26. September soll das Thema einmal mehr in der Gegenwart platzieren: „Friedensstadt heute – Augsburg vor neuen Aufgaben“ nennt sich die Veranstaltung, die an beiden Tagen im Augustanasaal im Annahof stattfindet.



Einer der renommiertesten Migrationsforscher Deutschland hält dem Eröffnungsvortrag zum Symposium: Klaus J.  Bade (Foto: Bade).

Einer der renommiertesten Migrationsforscher Deutschland hält dem Eröffnungsvortrag zum Symposium: Klaus J. Bade (Foto: Bade).


Stadt und Uni Augsburg sind dabei, die Interkulturelle Akademie, das Evangelische Forum Annahof, die Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung und die Volkshochschule. Die Schirmherrschaft haben OB Gribl und Uni-Präsidentin Doering-Manteuffel, es wird eröffnet mit einem Vortrag des renommierten Migrationsforscher Prof. em. Dr. Klaus Bade unter dem Titel „Integration in der Einwanderungsgesellschaft: Idee und Wirklichkeit“ am morgigen Dienstag, 25. September, um 19.30 Uhr.

Am folgenden Tag sind Schlüsselpersönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft, Kultur, Gesundheit, Schule, Sicherheit, Sport, Religion, Arbeit und Soziales, Gewerkschaft und Jugend eingeladen, ihre Sicht auf die Friedensstadt im Kontext ihrer Arbeit und Funktion im Rahmen von Kurzstatements zu reflektieren. Und zwar in der folgenden Reihenfolge von 17 bis 19.15 Uhr: (mehr …)



Neubau: Lechhauser Seniorenzentrum wächst

Im März war Spatenstich, jetzt steht bereits der Dachstuhl auf dem fünfstöckigen Bau: Am vergangenen Montag erhielten die Stadträte im Altenhilfe-Ausschuss einen ausführlichen Sachstandsbericht zum Seniorenzentrum in der Robert-Bosch-Straße in Lechhausen.

Im Terminplan: Seniorenzentrum in der Robert-Bosch-Straße

Im Terminplan: Seniorenzentrum in der Robert-Bosch-Straße


183 Bewohner soll das Seniorenzentrum einmal aufnehmen, zwei Drittel davon werden von Demenz Betroffene sein. Das Haus wird speziell auf diese Gruppe ausgerichtet: Eine Demenzsicherung, bestehend aus mikrochipgesteuerter selektiver Türverriegelung, Abteilungs­sicherung und so genannter Außenhaut­siche­rung soll es ermöglichen, dass sich die Bewohner trotz ihrer Erkrankung so frei wie möglich im Gebäude bewegen können. Auch die Möblierung, die von der Altenhilfe der Stadt Augsburg gestellt wird, gehört zum Konzept. Geplant ist die Einrichtung mit sicheren, seniorengerechten, pflegeleichten und “milieuunterstützenden” Möbeln. Wer in das Seniorenzentrum einzieht, wird einmal nicht viel eigenes Mobiliar mitbringen können: “Zulässig ist nur ein vertretbarer Anteil, der den Sicherheitskriterien entspricht”, so Susanne Greger von der Altenhilfe in ihrem Bericht.

Dafür wird über dem Bett, einem speziellen Niederflurbett, das die Unfall­gefahr mindern soll, eine so genannte “Biografieecke” aus Erinnerungs­stücken und Bildern eingerichtet. Auch ein Farbkonzept gibt es bereits: Orange- und Gelbtöne sollen eine gemütliche, entspannte Atmosphäre in den Raum und “Sonne ins Leben” bringen. Von Granatapfelrot verspricht man sich eine “wärmende und anregende” Wirkung, Grün soll die Natur symbolisieren und ein Gefühl der Gesundheit vermitteln. Gesucht wird noch ein Name für die Einrichtung. Am 2. Oktober ist Richtfest, eröffnet wird das Seniorenzentrum am 1. Juli 2013.

» Startschuss für moderne Pflegeeinrichtung in Lechhausen

» Seniorenzentrum: Altenhilfe und Baufirma laden zur Baustelle



Fanzug nach Mainz: Veranstalter ziehen positive Bilanz

Von zirka 1.000 FCA Fans, die am vergangenen Samstag den FC Augsburg unterstützten, fuhren 500 mit einem Fanzug nach Mainz.



„Der erste von Fans in Eigenregie organisierte Zug der FCA Geschichte kann als voller Erfolg gewertet werden. 500 Mitfahrer, gute Stimmung und keinerlei Probleme oder Schäden im Zug, lassen uns als Organisatoren ein durchweg positives Fazit ziehen“, so der Vorstand des Supporters Club 1907. Der Dachverbandes der FCA-Fanclubs zieht wegen der großen Resonanz und dem tadellosen Verhalten der Fans ein positives Fazit der Aktion und plant weitere Fanzüge zu organisieren. Vor dem Spiel in Mainz habe seitens der dortigen Einsatzleitung ein Lob für die Sonderzugfahrer und ihr tadelloses Benehmen bei der Ankunft in Mainz gegeben. Einziger negativer Punkt sei der „Empfang“ von einem großen Polizeiaufgebot vor der Abfahrt in Augsburg gewesen. „Mehr als ein 100-köpfiges Polizeigroßaufgebot begrüßte die Zugfahrer. Aufgrund der zeitlich sehr intensiven Kontrollen bei jedem Mitfahrer, hätte dieses Verhalten auch beinahe die geplante Abfahrt des Zuges verhindert und somit zu Störungen im gesamten Schienenverkehr gesorgt“, so der Supporters Club, der sich darüber verwundert zeigte, dass diese Aktion im Vorfeld nicht kommuniziert wurde.

Foto: Lob für die FCA Fans in Mainz (Bild: sport-in-augsburg.de)