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Engagement macht stark

Am Montag startet die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements

Als größte Freiwilligen-Offensive Deutschlands findet vom 24. September bis 3. Oktober 2012 unter dem Motto “Engagement macht stark” die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements statt.



Veranstalter ist das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck. Die Stadt Augsburg nimmt als Träger des Deutschen Engagement­preises 2011 (DAZ berichtete) bundes­weit eine Führungsrolle ein und ist über das Bündnis für Augsburg aktiv an der Aktionswoche beteiligt. Dazu hat das Bündnis für Augsburg eine 32-seitige Broschüre erarbeitet, in der das Augsburger Aktionsprogramm zusammengestellt ist. Zum Programm gehören unter anderem eine Zivilcourageschulung, eine Informationsveranstaltung des Projekts Ämterlotsen (DAZ berichtete) und die Jobpaten stellen ihre Arbeit vor. Ideen werden gesammelt, wie man sich bei der Unesco-Bewerbung zum Thema Wasser freiwillig engagieren kann, eine “Nacht der Demokratie” in der Stadtbücherei soll bei breitem kulturellem und kulinarischem Angebot Lust auf Demokratie machen.

Darüber hinaus sind in der Broschüre Veranstaltungen zu finden, die in der vorangehenden bzw. in den beiden nachfolgenden Wochen zum Engagement in Augsburg einladen. Die Broschüre mit dem Programm gibt es auf der Homepage des Bündnisses für Augsburg im pdf-Format zum Download oder in der Bürgerinfo und der Neuen Stadtbücherei in gedruckter Fassung.

» Programm (pdf, 3,9 MB)

» www.buendnis.augsburg.de

» www.engagement-macht-stark.de



Ruhmesblatt vergangener Tage: Griechische Handschriften

Der Weltruhm der Augsburger Stadtbibliothek gründete sich auf den Ankauf griechischer Handschriften im Jahr 1544. Dazu spricht am heutigen Dienstag ab 19.30 Uhr im Lesesaal der Augsburger Staats- und Stadt­bibliothek (Schaezlerstraße 25) Brigitte Mondrain. Der Eintritt ist frei.

Staats- und Stadtbibliothek

Staats- und Stadtbibliothek


Dieser Vortrag ist gleich in doppelter Hinsicht etwas Besonderes. Zum einen wegen des Themas: Der kostbarste Schatz der alten Stadtbibliothek war bis 1806 ihr Bestand von zuletzt 223 griechischen Handschriften, die nach dem Übergang Augsburgs an das Königreich Bayern sofort komplett nach München überführt wurden. Deshalb ist in Augsburg heute fast völlig in Vergessenheit geraten, dass die Stadtbibliothek wegen ihrer griechischen Handschriften – die ältesten stammen aus dem 9. Jahr­hundert – einst weltberühmt war. Zum anderen wegen der Referentin: Brigitte Mondrain, Professorin für Klassische Philologie an der Sorbonne in Paris, forscht seit über 25 Jahren über griechische Handschriften und ihre Geschichte. Der Vortrag bietet somit die Gelegenheit, aus erster Hand Genaueres über den spektakulären Ankauf des Jahres 1544 zu erfahren. Damals erwarb die Stadt Augsburg von einem aus Korfu nach Venedig geflohenen Griechen 100 hochrangige Handschriften und begründete damit den Ruhm ihrer Stadtbibliothek.