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Diakonisches Werk startet Ämterlotsenprojekt

Das Diakonische Werk Augsburg sucht Bürgerinnen und Bürger, die sich als Ämterlotsen ausbilden lassen und sich freiwillig engagieren wollen.

Freiwillige Ämterlotsen bieten Orientierung im Behördenwesen (Foto: DWA/Hagins)

Freiwillige Ämterlotsen bieten Orientierung im Behördenwesen

(Foto: DWA/Hagins)


Passangelegenheiten, Kindergeld, Rente, Arbeitslosengeld oder Bafög – der Zugang zu staatlichen Leistungen ist für viele nicht einfach. Vor allem Menschen, die den amtlichen Sprach­gebrauch schwer verstehen, können sich schnell überfordert fühlen. Hier setzt das Projekt “Ämterlotsen” an: Freiwillige Ämterlotsen sollen – vermittelt durch eine soziale Fachstelle – Bürgerinnen und Bürger bei Behörden­angelegen­heiten und der Suche nach dem richtigen Amt helfen auf Wunsch zum Amt begleiten.

Informationsabend am 25. September

In Kooperation mit dem Bündnis für Augsburg bereitet das Diakonische Werk Augsburg (DWA) zurzeit den Start des Projektes, das im Rahmen des Bundesprogrammes „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ gefördert wird, vor. Für alle, die sich als Ämterlotsen engagieren wollen, findet am 25. September ein Informationsabend in der Neuen Stadtbücherei Augsburg statt.

Die Ausbildung zum Ämterlotsen findet voraussichtlich Mitte Oktober im Rahmen einer dreiteiligen Schulung statt. Vermittelt werden Kommunikation, Konfliktmanagement und Informationen über Verwaltungsstrukturen in der Stadt Augsburg.

Informationsabend für Interessierte:



Dienstag, 25. September, von 18 bis 20 Uhr

in der Neuen Stadtbücherei Augsburg (3. Stock),

Ernst-Reuter-Platz 1.



Um Anmeldung wird gebeten:

Kathrin Pöhlmann (Diakonisches Werk Augsburg),

Telefon (0151) 20 50 29 65 oder per Mail an

aemterlotsen@diakonie-augsburg.de


Lärmschutz an der Bahn: CSU-Fraktion beantragt Gutachten

Die Augsburger CSU-Stadtrats­fraktion hat beantragt, die Stadt­ver­waltung mit der Erstellung eines Lärmschutz­gutachtens für die Bahnstrecke zwischen dem Bahnhof Oberhausen und dem Holzweg zu beauftragen.



Untersucht werden soll besonders die Geräusch­entwicklung auf der Westseite der Bahntrasse. „Bei dem geplanten Lärm­schutz­ausbau sind für die östliche Schienen­weg­seite wesentlich stärkere Lärm­schutz­maß­nahmen vorgesehen als für die westliche Strecken­seite“, so der CSU-Fraktions­vorsitzende Bernd Kränzle. „Wenn wir schon den Lärmschutz verbessern, dann sollten wir sicher sein, dass er für die Anwohner auf beiden Seiten der Strecke ideal ist“, so Stadtrat Theo Gandenheimer (CSU). Die Erkennt­nisse des Gutachtens sollen bei den anstehenden Arbeiten der Bahn am Lärmschutz berück­sichtigt werden.

Bild: Kleeblatt-Film



Ein Fotobuch, das man lesen kann

Begleitbuch zur Interessenbekundung der Stadt Augsburg als UNESCO-Welterbe

Von Siegfried Zagler

Historische Wasserwirtschaft und Wasserkunst in Augsburg - Cover

Historische Wasserwirtschaft und Wasserkunst in Augsburg - Cover


Es ist eines von diesen unlesbaren Büchern mit einem unhandlichen Format und insgesamt zu schwer – gewichtsmäßig. Ein Fotobuch mit schönen Hochglanzfotos zum Blättern und den üblichen Designtexten um einen Hauch von Überbau vorzugeben. Es handelt sich also um ein Geschenkbuch. Ein Geschenkbuch für Technikfreaks und Heimatfreunde. Es ist gut, dass es diese Bücher gibt. Sie sind die besseren Pralinenschachteln, die besseren Blumensträuße. Schon allein der Titel und die Gestaltung des Covers verweisen darauf, dass man mit einem Geschenk dieses Kalibers eine hervorragende Chance nutzen kann, seine ganze Verachtung für den Beschenkten zum Ausdruck zu bringen. Der Titel: „Historische Wasserwirtschaft und Wasserkunst in Augsburg, Kanallandschaft, Wassertürme, Brunnenkunst und Wasserkraft“.

Die Ingenieurskunst ist der Beginn der Kunst

Fächer

"Eine Hängematte, die am Anfang, dem Hochablass und die am Ende, der Wolfzahnau gebündelt ist": Karte der Augsburger Kanäle


Herausgeber ist die Stadt Augsburg. Allerdings ist das so genau nicht herauszufinden. Auch der Verleger scheint irgendwie als Herausgeber dabei zu sein. Martin Kluger (context verlag Augsburg) ist offensichtlich der Mann mit der Idee, dass man sich mit einer Struktur bei der UNESCO um den Titel Weltkulturerbe bewerben könne; eine nette Idee. Eine Schnapsidee womöglich, könnte man meinen.

Wenn man das Vorwort Karls Gansers gelesen hat, sieht es anders aus. Dieses Fotobuch birgt nämlich eine kleine Sensation: Es ist interessant, es überrascht und plausibilisiert in der Tat die Idee, die in dem gesamten Projekt steckt: Die Ingenieurskunst ist der Beginn der Kunst. „Eine Hängematte, die am Anfang, dem Hochablass und die am Ende, der Wolfzahnau gebündelt ist. Die Fäden fächern aus – und in der Mitte liegt die stolze Reichsstadt mit ihren Brunnenwerken und Prachtbrunnen.“ Im Wasser liegt der Beginn von allem; die Kraft und die Geschichte seiner Wertschöpfung kann man in diesem Buch exemplarisch am Aufstieg und Niedergang der Stadt Augsburg erfahren. Verschenken Sie es und zeigen Sie dem Beschenkten somit ihre Wertschätzung. Es ist ein Fotobuch, das sich zu lesen lohnt.