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Hoffenheims Boris Vukcevic schwer verunglückt

Der Hoffenheimer Bundesligaprofi Boris Vukcevic ringt nach einem schweren Verkehrsunfall um sein Leben. Das Bundesligaspiel der TSG 1899 Hoffenheim gegen den FC Augsburg findet am Samstag (15.30 Uhr) statt.

Der 22-jährige Mittelfeldspieler wurde in einem Heidelberger Klinikum operiert, erklärte ein Klubsprecher am Abend. Vukcevic wurde ins künstliche Koma versetzt. Dies ist der vorläufige Informationsstand zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 45 zwischen Hoffenheim und Heidelberg bei Bammental. Vukcevics Wagen sei wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen entgegen kommenden LKW geprallt. Der LKW-Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Das Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FCA geriet für die Hoffenheimer zur Nebensache. Im Mannschaftshotel dachten die Vereinsverantwortlichen zusammen mit den geschockten Spielern über eine eine Absage des Spiels nach. – Am späten Freitag Abend erklärte Pressesprecher Holger Tromp, dass es keinen Antrag auf eine Spielabsetzung gebe. „Die Mannschaft hat sich dafür ausgesprochen, zu spielen.“ Tromp fügte hinzu, dass dies vorbehaltlich einer neuen Entwicklung gelte.



SPD gegen IHK-Schulungs­zentrum am Heuss-Platz

Nach den Freien Wählern, den Grünen, Pro Augsburg und der NCSM hat sich gestern auch die Augsburger SPD gegen die Bebauung des Theodor-Heuss-Platzes mit einem IHK-Schulungs­zentrum ausgesprochen. Die Fraktion der Augsburger SPD schlug einen alternativen Standort vor: das Gelände der ehemaligen „Bahn-Ladehöfe“ an der Stettenstraße.



IHK-Pläne gescheitert: Der Park am Theodor-Heuss-Platz bleibt

IHK-Pläne gescheitert: Der Park am Theodor-Heuss-Platz bleibt


„Nach intensiver Diskussion in der Fraktionssitzung sowie nach Gesprächen sowohl mit den Bürgerinnen und Bürgern im Bismarckviertel als auch der Industrie- und Handelskammer (IHK) sieht die Fraktion den Park am Theodor-Heuss-Platz für den Neubau der IHK als ungeeignet an“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Kiefer, der den Bewohnern der angrenzenden Innenstadtviertel in der Argumentation folgt, dass der bestehende Park im Zuge der Umsetzung des Bebauungsplans 500 zu einem „echten“ Park aufgewertet werden solle. Der Abschluss der Achse Fuggerstraße/Konrad-Adenauer-Allee solle eine attraktive Grünfläche sein und keine bebaute Fläche. Auch der Ausgleichsvorschlag der IHK an die Anwohner zieht bei der SPD nicht: „Eine angedachte Öffnung des privaten Parks der IHK kann dafür kein Ersatz sein.“

OB Gribl: „Das Verfahren soll ergebnisoffen diskutiert werden“

Inhaltlich stehe man voll hinter dem Vorhaben der IHK, ein neues Schulungs- und Prüfungszentrum in der näheren Umgebung zu ihrem Verwaltungssitz zu bauen. Deshalb schlägt die SPD sehr konkret die ehemaligen „Bahn-Ladehöfe“ als neue Standort-Alternative vor und kritisiert dabei Oberbürgermeister Kurt Gribl, der es nach Auffassung der SPD zu keiner Zeit als notwendig empfunden habe, „sich in dieser Debatte zu positionieren, wo ihm die getreue Umsetzung des B-Plan 500 doch sonst immer so ein großes Anliegen ist.“ Das trifft nicht zu. Beim Augsburger Fernsehsender a.tv äußerte sich Kurt Gribl bereits am 6. September zu den IHK-Plänen: „Ich glaube, dass es legitim ist, darüber zu diskutieren, was aus dem Bereich städtebaulich wird. Es gibt sehr, sehr gute Gründe dafür, die in Richtung Erhalt und Ausbau der Grünanlage gehen. Diese ergeben sich aus dem Bebauungsplan 500. (…) Ich glaube, da ist zunächst einfach einmal eine Diskussion notwendig. Ich kann im Augenblick noch nicht erkennen, wohin die Reise hingeht, aber es ist ja auch richtig so, dass so ein Verfahren ergebnisoffen angegangen wird“, so Kurt Gribl. Dieses ergebnisoffene „Angehen“ hat gestern die SPD offiziell abgeschlossen. Das Ergebnis steht fest: Die IHK-Pläne, am Theodor-Heuss-Platz ein Schulungszentrum zu errichten, haben sich auf der Ebene der Politik erledigt, da es im Stadtrat seit gestern eine große Mehrheit gegen das Projekt gibt.



“Architekturfilm und Jazz” präsentiert Oskar Niemeyer

Im Rahmen der Veranstaltungs­reihe “Architekturfilm und Jazz” zeigt das Architektur­forum am Montag, 1. Oktober 2012 um 19 Uhr im Thalia Kino am Obstmarkt den Film “Das Leben ist ein Hauch” mit und über den brasili­anischen Architekten Oskar Niemeyer.

Oscar Niemeyer wurde am 15. Dezember 1907 in Rio de Janeiro geboren. Er gilt als Wegbereiter der modernen brasili­anischen Architektur. Niemeyer entwarf die Gebäude für die brasili­anische Haupt­stadt Brasilia. Die Stadt wurde 1987 zum Weltkulturerbe erklärt. Niemeyer arbeitet mit 104 Jahren noch als Architekt und ist der letzte lebende Vertreter der klassischen Architektur­moderne des 20. Jahrhunderts. Nach dem Film (Eintritt 5 Euro) gibt es Live-Jazz mit “Del Paramor Jazz Quintett” im Kaffeehaus im Thalia bei gutem Essen, guten Gesprächen und freiem Eintritt.



Grüne sehen Sportprojekt in Lechhausen in Gefahr

Die Grüne Stadtratsfraktion sieht das “Sport-Sozial-Projekt Lechhausen” nach dem Ausfall von Mitteln gefährdet und hat die Stadt aufgefordert, alles zur Fortführung des Projekts zu unternehmen.

Initiiert wurde das Projekt 1996 von Prof. Dr. Helmut Altenberger als sportartübergreifendes und außerunterrichtliches Sportangebot, durchgeführt wird es von der Universität Augsburg. Schülern der drei Lechhauser Schulen Goethe VS, Schiller VS und Birkenau VS wird dabei jeden Freitag Nachmittag ermöglicht, kostenlos und ohne Anwesenheitspflicht an betreuten Sportangeboten teilnehmen. “Dieses Projekt ist vorbildlich, weil es Jugendlichen einen niederschwelligen Zugang zu Sportangeboten ermöglicht”, so die Grüne Stadträtin Martina Wild. Außerdem vernetze es sich mit weiteren sozialen Angeboten im Stadtteil Lechhausen wie dem Jugendhaus und dem Nachtsport. Deshalb sei es wichtig, dass die Stadt einen Ersatz für den jetzt ausgefallenen Zuschuss der Max Gutmann-Stiftung organisiert.



Wirtschaftsausschuss verlängert Vertrag mit Messechef Reiter

Im gestrigen Wirtschaftsausschuss wurde der Vertrag von Messe­geschäfts­führer Gerhard Reiter um 5 Jahre verlängert. Reiter bleibt somit der Augsburger Messe bis zum 31. Dezember 2017 erhalten. Die Bezüge Reiters wurden vom Wirtschafts­ausschuss unter’m Strich um 50 Prozent erhöht.

Gerhard Reiter - Internetauftritt der Messe Augsburg

Internetseite der Messe Augsburg


Im Gegensatz zur ersten Entscheidung in Sachen Messechef gab es bezüglich der Vertragsdauer keine zwei Meinungen im Wirtschaftsausschuss. Das war nicht immer so. Am 23. Juli 2009 wurde im Wirtschafts­ausschuss mit 6:7 gegen einen Vertrag mit Gerhard Reiter gestimmt. Rainer Schönberg (FW) und Karl Heinz Englet (damals Pro Augsburg) stimmten wegen der Vertragsdauer von 5 Jahren gegen die Verpflichtung Reiters. Mit Unterstützung der Landräte Christian Knauer (Landkreis Aichach-Friedberg) und Martin Sailer (Landkreis Augsburg) verhandelte der OB mit dem Wunschkandidaten nach. Gerhard Reiter war daraufhin bereit, trotz des Abstimmungsdebakels die Tätigkeit als künftiger Geschäftsführer der Messe Augsburg zu übernehmen, setzte jedoch eine kurze Frist zur Annahme seines Angebots. Dies kam OB Gribl nicht ungelegen. Denn damit fiel der Vertrags­schluss mit Reiter nach Artikel 37 Gemeindeordnung als “unaufschiebbares Geschäft” in seinen Zuständigkeitsbereich. Eine erneute Abstimmung im Wirtschaftsausschuss war nicht mehr nötig. Reiters Vertrag wurde 2009 auf drei Jahre befristet.

Differenzen gab es in Sachen Gehaltserhöhung

Wäre gestern nur über die Vertragsdauer abgestimmt worden, wäre diese einstimmig ausgefallen. Die Fähigkeiten und die Reputation von Reiter sind unumstritten. Differenzen gab es dennoch in Sachen Gehaltserhöhung. SPD und Grüne wären mit einer Erhöhung des Jahresgehaltes von 120.000 auf 150.000 Euro einverstanden gewesen, nicht aber mit einer noch nicht näher definierten Bonusvereinbarung von 30.000 Euro. Unter’m Strich sei das Gehalt von Messechef Gerhard Reiter mit einem Schlag um 50 Prozent erhöht worden, wie es aus informierten Kreisen hieß. Gegen die Stimmen der Opposition wurde mit 7:5 Reiters Vertragsverlängerung mit diesen Eckdaten beschlossen. Das letzte Wort hat nun der Stadtrat.



Stabi soll ihren Namen behalten

Für den Erhalt des Namens “Staats- und Stadtbibliothek Augsburg” auch nach dem Übergang der Einrichtung an den Freistaat spricht sich die Augsburger CSU-Fraktion aus.



Zur Überlegung, “Stadtbibliothek” aus dem Namen zu streichen und die Einrichtung nur noch “Staatsbibliothek Augsburg” zu nennen, steht der kulturpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Andreas Jäckel, skeptisch: “So sehr wir die Übergabe der Bibliothek an den Freistaat begrüßen, so notwendig finden wir es, dass der historische Name bestehen bleibt.” Dies gebiete nicht nur die Tradition des Hauses, so Jäckels Fraktionskollege Ralf Schönauer, sondern auch die Tatsache, dass die Bestände entsprechend aufgeteilt sind, sodass der bisherige Name mit Staats- und Stadtbezug seinen Sinn behalte. Den “wichtigen freistaatlichen Aspekt der Bibliothek” sieht die CSU-Fraktion durch die Voranstellung des “Staats-“Wortes gesichert.

Bild: Staats- und Stadtbibliothek in der Schaezlerstraße



FCA: Nach Niederlage gegen Leverkusen vor dem tiefen Fall?

In einem insgesamt schwachen Bundesligaspiel verlor der FC Augsburg in der fünften Runde der Fußballbundesliga gegen Bayer Leverkusen in der heimischen SGL Arena vor 25.211 Zuschauern mit 1:3 und steht nun mit 2:10 Toren und einem Punkt am Tabellenende.

Von Siegfried Zagler

FCA-Trainer Markus Weinzierl änderte für die Partie gegen Leverkusen seine Mainzer Startformation auf drei Positionen: Für Sebastian Langkamp, Kevin Vogt und Jan Moravek spielten Ragnar Klavan, Tobi Werner und Aristide Bancé von Beginn an. Klavan gab damit sein Startelfdebüt im Trikot des FCA als Innenverteidiger. Das Spiel ist schnell erzählt, schließlich handelt es sich hinsichtlich der Dramaturgie der Entscheidungsabläufe sowie hinsichtlich der Spielanlage des FCA um eine Dublette der Begegnung in Mainz: Der FCA spielte zu Beginn munter mit, bekommt einen schnellen Gegentreffer, hält dagegen und versinkt schließlich nach dem 2:0 der Leverkusener in die Schablone des Bemühtseins. Womit gesagt sein soll, dass der FC Augsburg in der Startphase seiner zweiten Bundesligasaison stets versucht, jede Situation spielerisch zu lösen. In der Abwehr entstehen dadurch tödliche Fehler, im Mittelfeld und Angriff wirkt der FCA gefällig und harmlos. Der Reihe nach: Leverkusen ging durch einen Treffer von Stefan Kießling früh in Führung (7.), Philipp Wollscheid (39.) und André Schürrle (44.) bauten diese in der ersten Halbzeit weiter aus. Tobias  Werner gelang zu Beginn der zweiten Halbzeit der Anschlusstreffer, der für den weiteren Verlauf der Partie keine Rolle spielen sollte, und somit als Ehrentreffer zu verbuchen ist (51.).

Ottl spielt immer schlecht

Ginge es darum, die Niederlage des FCA an individuellen Fehlern festzumachen, wäre Gibril Sankoh der Sündenbock. Das 0:1 verschuldete er mit einem „typischen Sankoh“, also mit einem haarsträubenden Fehlpass aus einer unbedrängten Spielsituation heraus. Beim 0:2 fälschte er den Ball unglücklich ab und beim 0:3 hätte er auf dem unbehindert zum Schuss kommenden Schürrle entgegen gehen müssen. An dieser Stelle ist festzuhalten, dass Andreas Ottl Schnürrle nach einem „Behinderungsversuch“ einfach laufen ließ. Schürrles Treffer geht somit zu 80 Prozent auf Ottls Konto. Ottls Handlungsgeschwindigkeit in der Defensive wie in der Offensive ist haarsträubend.  Für seine Leistung erntete er während des Spieles Pfiffe vom Augsburger Publikum, das als sehr geduldig bescheiden gilt. Ottls Performance ist jedoch nicht unter der Kategorie „einmalige schlechte Leistung“ abzuheften. Ottl spielt immer so.

FCA wie ein Abstiegskandidat

„Wir spielen schlecht und führen 3:0“, so wetterte Rudi Völler zur Halbzeit auf der Tribüne. In der zweiten Halbzeit spielte Bayer noch schlechter und konnte dennoch in keiner Phase vom FCA unter Druck gesetzt werden. So war der Ehrentreffer des FCA einer verunglückten Flanke von Tobias Werner geschuldet. Ein Tor, das die Spielanlage der Augsburger pars pro toto widerspiegelt, da Werner von Daniel Baier (wieder der beste Augsburger) wunderbar freigespielt wurde: Der FCA hatte mehr Ballbesitz als Bayer, war damit aber am Strafraum mit seinem Latein am Ende. Hätte sich daran etwas geändert, wenn sich Aristide Bancé nach schönem Zuspiel und schönem Trick nicht den Ball  zu weit vorgelegt hätte und den Anschlusstreffer zum 3:2 erzielt hätte? Die Frage ist leicht zu beantworten: Nein. Bayer war in beinahe jeder Phase der Partie einem Treffer näher als der FCA. Dabei spielten Leverkusen für seine Verhältnisse grottenschlecht. Karim Bellarabi schlug in der 75. Minute eine flache Flanke in den Fünfmeterraum von FCA-Keeper Amsif und Kießling stolperte den Ball aus 2,5 Metern (!) an die Latte. Der „Höhepunkt“ einer insgesamt sehr schwachen Bundesligapartie, nach der man den FC Augsburg ohne jede Polemik und Defätismus zu einem Abstiegskandidaten küren muss.

Augsburg fehlt das Wichtigste: der Teamspirit

FCA vor einem tiefen Fall? Tabelle nach Runde 5

FCA vor einem tiefen Fall? Tabelle nach Runde 5


Es war bisher in keinem Spiel so, dass sich der FCA nach unglücklichen Gegentoren in die Niederlage fügte. Es war nie so, dass der FCA ohne jede Siegchance war und es war nicht so, dass der FCA jedweden Kampfeswillen vermissen ließ. Es ist auch nicht so (wie in der Hinrunde der Vorsaison), dass es dem FCA an spielerischer Qualität fehlt. Dem FCA fehlt in seiner zweiten Saison im Oberhaus bisher etwas, das man „Teamspirit“ nennt. Es fehlt also das Wichtigste: Leidenschaft, Entschlossenheit und Wille, also in der Summe etwas, das man gerne als „mannschaftliche Geschlossenheit“ paraphrasiert. Es sei in der zweiten Halbzeit darum gegangen, sein Gesicht zu wahren, so Markus Weinzierl. „Dies ist gelungen.“ Das ist ein trauriges Statement eines Trainers, mit dem der FCA gefällig und bemüht dem Abstieg entgegen taumelt. Sollte sich der FCA in Hoffenheim am kommenden Samstag (15.30 Uhr) wieder um „Gesichtswahrung“  bemühen, stünde er vor einem tiefen Fall.

Startaufstellung: M. Amsif; – P. Verhaegh; G. Sankoh; R. Klavan; M. de Jong; – T. Werner; M. Petržela; D. Baier; A. Ottl; T. Oehrl; – A. Bancé.

Eingewechselt: K. Vogt (69.); G. Sio (62.); S. Hain (81.).

Ausgewechselt: M. de Jong (81.); M. Petržela (62.); A. Ottl (69.).

Auswechselbank: I. Gelios (TW); D. Reinhardt; M. Ostrzolek; J. Moravek.

Tore:

0:1 Stefan Kießling (7.).

0:2 Philipp Wollscheid (39.).

0:3 André Schürrle (44.).

1:3 Tobias Werner (51.).



Bauland an der Wertachleite

Bergheim ist ein sehr schöner Stadtteil. Hier lebt man im Einklang mit den natürlichen Ressourcen, im Respekt vor dem Landschaftsraum.

Politisch versucht sich Pro Augsburg bürgernah zu geben, drückt aber mit aller Macht zum Wohle einzelner ihren Willen durch.

Bei jedem besonderen Einzelhaus, Siedlungsgebiet oder Stadtteil werden lange Diskussionen über Geschosse, Dachausbildungen geführt oder Studien, Entwicklungskonzepte bzw. Wettbewerbe berechtigterweise gefordert. Im politischen Bergheim gehen die Uhren anders.

Luftbild von Bergheim (zum Vergrößern anklicken)

Luftbild von Bergheim (zum Vergrößern anklicken)


Schnell eine Baufläche mit einem fertigen Konzept zum Wohle einzelner, die für sich genommen, berechtigterweise Bauland für Ihre Kinder wünschen. Ab in den Bauausschuss und hopp mit 1-2 Stimmen Mehrheit stellt man den Städtebau auf den Kopf.

Da interessiert nicht der Flächennutzungsplan oder fachliche Entwicklungspotentiale, Entwicklungsschwerpunkte, Wettbewerbe oder einfach eine Abwägung für einen so schönen sensiblen Stadtteil. Alternativen werden abgetan, dass dies alles schon untersucht worden sei und viele Fakten gegen andere Flächenausweisungen stünden. Widerstände aus der Bürgerschaft werden als subjektive Neid- oder Angstreaktionen abgetan.

Man stellt sich nicht den Fragen wie:

  • Warum muss unbedingt an der Wertachleite, im Nahbereich des Waldes (Westliche Wälder) Bauland ausgewiesen werden, zumal es sich hier um keine Abrundung, sondern um eine Siedlungserweiterung handelt?
  • Was bedeutet dies für den Hang, die Hydrologie oder Geologie der Wertach-Leite?
  • Wo wird durch Fachleute der Beweis angetreten, dass gerade nur dort und nicht woanders Neubauland ausgewiesen werden kann?
  • Macht es Sinn, am Ortsrand Flächen auszuweisen, wo in der Nähe von öffentlichen Einrichtungen zentrennah Siedlungsraum evtl. bestünde?
  • Haben die Bürger allgemein einen Nutzen aus dem Baugebiet?
  • Was bedingt die Bebauung für angrenzende Flächen? Sind hierdurch weitere Entwicklungen vorgezeichnet, entstehen Präzedenzfälle?
  • Oder ganz einfach … hält man sich in Bergheim an die Regeln, die wir Stadträte für Augsburg ansonsten einhalten?

Für Stadtteile wie Pfersee, Hochzoll, Lechhausen, Kriegshaber, Oberhausen, Textilviertel geht man schon Wege der Vernunft und der Machbarkeit. Die Jakobervorstadt und Haunstetten werden folgen müssen. Schon bezuschusste Sanierungsbereiche in den erwähnten Stadtteilen können momentan kein Geld erhalten – aber in Bergheim ist es eben anders!

Es ist verständlich, dass sich Bürger in Bergheim aufregen ob dieser Selbstgefälligkeit. Nicht nur weil manche einen Nachteil für sich sehen, sondern, weil wieder ein Beispiel dehnbarer Ansichten die Runde macht! Natürlich ist es selbstverständlich, wenn für Mehrwert die Eigner die Kosten der Entwicklung selbst tragen.

Wenn dies weiter Schule macht wird es schwer sein, Bürgern zu erklären, warum sie etwas dürfen oder nicht dürfen!



Stefan Quarg, Stadtplaner



Rolf Settelmeier als Vorstandsvorsitzender bestätigt

Der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Augsburg hat beschlossen, den bis zum 30. Juni 2013 laufenden Vertrag von Rolf Settelmeier, Vorstands­vorsitzender der Stadtsparkasse Augsburg, um weitere fünf Jahre zu verlängern.

Rolf Settelmeier

Rolf Settelmeier


Dies meldete die Stadtsparkasse am Abend des 25. September. In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Spekulationen über eine Nichtverlängerung und Stellen-Neuausschreibung gegeben, geschürt durch angebliche Indiskretionen von Verwaltungsrats­mitgliedern gegenüber einigen Medien.

Auf Ausschreibung verzichtet

Rolf Settelmeier ist seit Juli 2008 Vorstands­vorsitzender der größten schwäbischen Sparkasse. Der 53jährige ist verantwortlich für Steuerungs- und Abwicklungsbereiche, Öffentlichkeits­arbeit und die strategische Ent­wicklung. Aufgrund seiner erfolg­reichen Tätigkeit hat der Ver­waltungs­rat auf eine Aus­schreibung der Vorstands­position verzichtet.

OB Dr. Kurt Gribl, Verwaltungsrats­vorsitzender der Stadtsparkasse, kommentierte die Verlängerung am gestrigen Dienstag nach der Sitzung: “Mit Rolf Settelmeier haben wir einen in der Fachwelt anerkannten Sparkassenmann an der Spitze des Instituts. Er ist stark in der Sparkassen­organisation und vor Ort vernetzt. Ich freue mich auf die weitere gute und von uneingeschränktem Vertrauen geprägte Zusammen­arbeit mit Rolf Settelmeier sowie Dr. Walter Eschle und Cornelia Kollmer, die beide die Verlängerung des Vorstands­vertrags empfohlen haben.” Rolf Settelmeier, der sich für das in ihn gesetzte Vertrauen bedankte, will die erfolgreiche Arbeit “im bewährten Trio” fortsetzen.



Merhaba Bert Brecht

Im Kulturcafe Neruda in der Alten Gasse 7 findet am morgigen Donnerstag um 20 Uhr eine Lesung statt. Es geht um Brecht-Texte.



Dazu gibt es Livemusik. Viel mehr ist aus der Einladung des Kültürvereins Augsburg e.V. nicht zu erfahren: „Das Schicksal des Menschen ist der Mensch – insanın kaderi insandır! Der Augsburger Bert Brecht ist einer der meistgelesenen deutschen Dichter in der Türkei. Fikret Yakaboylu und Dr. Michael Friedrichs, Redakteur des Dreigroschenheftes, lesen Texte von Brecht auf deutsch und türkisch.“

Der Eintritt ist frei.