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“Ich habe keinen Reduzierungsauftrag, sondern einen Gestaltungsauftrag”

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl über das Theater



Das städtische Theater ist in Augsburg ein wohlbehüteter Schatz. Quer durch alle Schichten und Parteien scheint es eine unausgesprochene Übereinkunft darüber zu geben, dass wir in dieser Stadt ein Theater mit dieser Struktur und in dieser Dimension brauchen. Was aber wäre, wenn diese Grundannahme falsch wäre? Steht die Stadtgesellschaft tatsächlich noch zu seinem Theater? Was leistet das Theater für die Stadt, was bildet das Theater noch ab? Was kann es und was ist es? Die DAZ hat sich nicht nur vorgenommen, diesen Fragen nachzugehen, sondern auch zu untersuchen, welches Theater sich die Stadtgesellschaft noch leisten will und kann. Für Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass es zum Drei-Sparten-Haus keine Alternative gibt. Kurt Gribl sieht das Theater in einem Bedeutungsaufschwung. „Je virtueller wir werden, desto größer wird die Sehnsucht nach Theater und die Bedeutsamkeit des Theaters wächst mit dieser Sehnsucht mit“, so OB Gribl vor fast genau einem Jahr zur DAZ. (mehr …)



Vermögensteuer: falscher Ansatz

Die schwäbische Wirtschaft wendet sich gegen eine zusätzliche Besteuerung der Substanz und weiteren Bürokratieaufbau.

Für Dr. Sebastian Priller, Vizepräsident der IHK Schwaben, sind die Träume der Berliner Oppositionsparteien von der Wiedereinführung der Vermögenssteuer nur ein Sommerloch-Thema. Vier oppositionsgeführte Bundesländer haben angekündigt, nach der Sommerpause hierzu eine entsprechende Gesetzesinitiative in den Bundesrat einbringen zu wollen.

“Diese geplanten Mehrbelastungen der Unternehmen durch neue, höhere Steuern und mehr Bürokratie sind der falsche Weg,” so Priller gestern in einer Pressemitteilung der IHK Schwaben. “Der Staat hat mit seinen derzeitigen steuerlichen Rekordeinnahmen kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Ein solide wirtschaftender Familienunternehmer würde schließlich auch immer als erstes versuchen, seine Ausgaben kritisch zu überprüfen.” Außerdem würden die Befürworter der Vermögenssteuer die administrativen Kosten der Steuererhebung völlig außer Acht lassen. Durch die nötige Bewertung von Immobilien- und Unternehmensvermögen würden “enorme zusätzliche bürokratische Mehrbelastungen für die Unternehmen, genauso wie auch für die Finanzverwaltung” entstehen.



Sozialkaufhaus eröffnet Abteilung für B-Kleidung

Gebrauchtes zu unschlagbaren Preisen



Am Samstag, 1. September öffnet eine neue Abteilung im Sozialkaufhaus contact in Augsburg e.V. im Tal 8. “Hier kann man Bekleidung, die nicht ganz unseren A-Kriterien für den Verkauf im Sozialkaufhaus entspricht, zu einem unschlagbar günstigen Preis kaufen”, heißt es in der gestrigen Pressemitteilung. Der Stückpreis liegt bei 50 Cent, drei Stücke sind für einen Euro zu haben. Bei der B-Kleidung handelt es sich um Ware, die nicht ganz den A-Kriterien für den Verkauf im Sozialkaufhaus entspricht. Die B-Kleidung wurde bisher im Laden in der Hochstiftstraße in Haunstetten verkauft, der nicht mehr zur Verfügung steht.