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Zeit für den Hauptbahnhof

Ganz unter dem Eindruck des Begriffes “Zeit” stand am vergangenen Mittwoch die Pressekonferenz zum lang ersehnten Start des Bahnhofsumbaues.

Nahmen sich Zeit für die Vorstellung des Bahnhofsprojekts (v.l.): StaWA-Gesamtprojektleiter Martin Müller, OB Kurt Gribl, Stadtwerkechef Norbert Walter und Tobias Harms, Leiter des Fahrbetriebs der Stadtwerke

Der Termin fand im Nebenzimmer der Bahnhofsgaststätte Brauhaus 1516 statt, dessen Wände mit zahlreichen Sinnsprüchen rund um die Zeit geschmückt sind. “Warte nie, bis Du Zeit hast” lautet einer davon, passend zu den einleitenden Worten von OB Kurt Gribl: “Wir nützen die Zeit, die uns der Umbau des Königsplatzes beschert”. Gemeint war das Zeitfenster, in dem wegen des Kö-Umbaues sowieso keine Straßenbahn Richtung Pfersee fahren kann. Dieses nutzen die Stadtwerke jetzt, um den Bauabschnitt Ost des gut 100 Millionen teuren Bahnhofsprojekts vorzuziehen: In der Halderstraße wird in den nächsten Tagen mit dem Tunnelmund und der Rampe für die unterirdische Tramtrasse begonnen, die im Endausbau den gesamten Hauptbahnhof unterquert.

Alles braucht seine Zeit: Fertigstellung Mai 2019 (mehr …)



Theater: „Wirtschaftsplan ein Märchenbuch“

Die Fraktionsvorsitzende der Neuen Christlich Sozialen Mitte (NCSM) Claudia Eberle bezog gestern zum Wirtschaftsplan 2012/2013 des Augsburger Stadttheaters Stellung.

Claudia Eberle

Claudia Eberle


Eberle legte in einer Pressemitteilung Wert auf den Sachverhalt, dass sie als einzige Stadträtin dem „Märchenbuch“ die Zustimmung verweigert hat, da die vom Freistaat eingebuchte Zusage für einen um 500.000 Euro erhöhten Betriebskostenzuschuss dem Freistaat nicht bekannt sei. „Dem in der Sitzung nachgebesserten Wirtschaftsplan stimmte die neue CSM Fraktion im gesamten (mit Änderungsantrag der SPD, dass der Bauunterhalt nicht gekürzt wird und stattdessen der städtische Zuschuss erhöht werden soll) nicht zu, weil er unrealistisch in den Einnahmeansätzen ist und somit erneut das Defizit des Theaters Augsburg erhöht, das die Stadt nach fünf Jahren ausgleichen muss“, so Eberle, die ein Prinzip formulierte, das in einer skandalösen Werkausschusssitzung am vergangenen Dienstag missachtet wurde: „Schattenhaushalte werden von der CSM-Fraktion nicht mit getragen“.

„Das Geld ist nicht da“

Inzwischen war aus dem Kunstministerium zu erfahren, dass das Ansinnen des Stadttheaters eine Luftbuchung war, die der Werkausschuss sehenden Auges goutierte: „Das Geld ist nicht da“, so die unmissverständliche Botschaft aus dem Staatsministerium, das den Betriebskostenzuschuss für das Augsburger Stadttheater bereits für die vergangene Spielzeit um 1,6 Millionen Euro von 5,8 Millionen auf 7,4 Millionen erhöht hatte. Dabei soll es auch bleiben.

Nichts Neues gibt es auch in Sachen „Führungskrise“ beim Stadttheater. Weder vom OB-Referat noch vom Ältestenrat, der sich der Thematik angenommen hat, ist derzeit Näheres zu erfahren. Intendantin Juliane Votteler sei bis 12. September nicht erreichbar. „Es handelt sich um eine Personalangelegenheit, die nicht in der Öffentlichkeit diskutiert wird“, so wird Oberbürgermeister Kurt Gribl in der Augsburger Allgemeinen zitiert.