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Sonderfahrt auf den Gleisen der Augsburger Localbahn

Am Samstag, den 7. Juli findet eine Sonderfahrt im Sonderzug der Bayerisch-Schwäbischen Museumsbahn auf den Gleisen der Augsburger Localbahn statt.



Die zweistündige Sonderfahrt macht das Industriezeitalter in Augsburg aus außergewöhnlichen Blickwinkeln sichtbar. Nach Aussage von Prof. Karl Ganser, der den Kulturreiseführer “Industriekultur in Augsburg. Pioniere und Fabrik” geschrieben hat, gibt es in Europa keine weitere Stadt, in der das Thema Industriekultur in dieser Kompaktheit erlebbar ist. Das Textilviertel, die MAN, Pfersee, das Rosenaustadion und der Rand des Siebentischwaldes bis nach Haunstetten sind nur einige wenige Punkte auf der Fahrtstrecke. Während der Fahrt wird über Lautsprecheransagen die Fahrtstrecke erläutert und auf Sehenswürdigkeiten hingewiesen. Gefahren wird auf reservierten Sitzplätzen in den bequemen Wagen der Staudenbahn, die über große Fenster verfügen.

Fahrkarten können ab sofort unter 0821 58864425 oder per Mail bsm@bbgstauden.de bestellt werden. Ein kostenloser Flyer, der mit 14 Stationen zum Thema Industriekultur – Architektur und Museen informiert und der o.g. Kulturreiseführer von Prof. Karl Ganser sind in der Tourist-Information am Rathausplatz erhältlich. Ein weiterer Termin für eine Sonderfahrt auf den Gleisen der Augsburger Localbahn ist am Samstag, den 8. September.

Zweistündige Sonderfahrt

Samstag, 7. Juli

Abfahrt: 13 Uhr am Seitzsteg,

nahe dem Plärrergelände

Fahrpreise:

Erwachsene 16 Euro,

Kinder (4-12 Jahre) 10 Euro

Familien 45 Euro

(2 Erw. und 2 Kinder bis 14 J.)


Bild: Regio Augsburg Tourismus GmbH



Wichtiges Teilstück der Kleinen Ostumgehung eingeweiht

Mit einem Festakt vor 50 Gästen, darunter Staatssekretär Franz Josef Pschierer, wurde am gestrigen Montag der 2. Bauabschnitt der “Kleinen Ostumgehung” in Lechhausen offiziell dem Verkehr übergeben.



Der Verkehr fließe zwar schon seit Monaten, aber erst letzte Woche seien die Arbeiten abgeschlossen worden, so Baureferent Gerd Merkle. Das gestern freigegebene Teilstück umfasst den Streckenabschnitt der Meraner Straße zwischen der Kreuzung Brixener Straße (Saturn /EGM) und Derchinger Straße (Spedition Nuber). Notwendig wurde der vierspurige Ausbau der Tangente im Augsburger Osten, weil die Strecke nach der Freigabe der Schleifenstraße und der AIC 25 an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt war.

Die Kleine Ostumgehung entlaste die Innenstadt und sei auch im Kontext der Ansiedlung von Gewerbe in den angrenzenden Industriegebieten zu sehen, so OB Kurt Gribl, der sich bei Staatssekretär Franz Josef Pschierer für die großzügige Förderung in Höhe von 65% der zuwendungsfähigen Kosten bedankte. Insgesamt kostete der Ausbau des 980 Meter langen Teilstücks mit zwei zusätzlichen Fahrspuren, Abbiegespuren, Geh- und Radwegen und Straßenbegleitgrün rund 3 Millionen Euro.

OB Kurt Gribl mit Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer

OB Kurt Gribl mit Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer


Der vierspurige Ausbau des dritten und letzten Bauabschnitts zur Komplettierung der Kleinen Ostumgehung (Aindlinger Straße zwischen Derchinger Straße und Steinerne Furt) ist für 2013 geplant. Der erste Abschnitt, die Bgm.-Wegele-Straße, wurde bereits im Jahr 2006 fertiggestellt.



Ein Wochenende im Bürgerhof

Dreitägiges Programm mit kostenlosen Konzerten

Freiwilligen-Zentrum Augsburg und Bündnis für Augsburg haben in Kooperation und unter Mithilfe vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter fürs kommende Wochenende ab Donnerstag ein dreitägiges Programm zusammengestellt, das für alle Bürger kostenlos ist. Wo? Natürlich im Bürgerhof – das ist der Innenhof des Verwaltungsgebäudes am Rathausplatz.

Der Bürgerhof ist von Donnerstag bis Samstag jeweils von 18 Uhr bis Mitternacht geöffnet und bewirtet. Das Programm findet bei jedem Wetter statt:

Do 21. Juni:
20:00 – 21:15 Bossanogo aus Nürnberg spielen eine Mischung aus Bossa Nova und Funk bis zu Gypsy Jazz und osteuropäischer Folklore.
21:30 – 24:00 Maxx Brothers unplugged: Country-Folk-Blues
Fr 22. Juni:
19:00 – 20:15 John In Chamber stellen ihr Debütalbum „moon and mars“ vor – Indie-Pop-Rock.
20:45 – 22:15 Dschungelbigband mit Musik aus Südafrika, Jamaika und Ghana.
22:30 – 24:00 Hörstreich: überzeugt seit 15 Jahren mit einzigartigen Liveauftritten.
Sa 23. Juni:
19:00 – 19:30 Marap: Deutsch-Polnischer Rap
19:45 – 20:30 2Shotguns: Peter „Fips“ Fischer und Wolfgang Hefele, Augsburger-Rock-Legenden
20:45 – 21:45 Dieter Bornschlegel: „psychedelic freakstyle sologuitar performance“ nennt der Marburger Gitarren-Virtuose, Sänger und Songschreiber seine elektroakustische Soloperformance. Der ehemalige Gitarrist von Guru Guru und Inga Rumpf, der bereits in den 70ern in den Pop Polls zu den besten Rockgitarristen avancierte, nimmt uns mit seiner einzigartigen Spieltechnik auf die Reise durch seinen Kosmos aus eigenwilligen tanzbaren Pop Songs.
22:00 – 24:00 The Eagle Trail aus München: Eagles Tribute Band.


FCA: Seinsch diskutiert mit Augsburger Studenten

FCA-Präsident Walther Seinsch wird am morgigen Mittwoch ab 14.00 Uhr in der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg zu Gast sein und an einem Gedankenaustausch mit Studentinnen und Studenten zum Thema „Zivilrecht und Sport – Rechtliche Aspekte des Mannschaftssports“ unter der Leitung des Akademischen Rates a.Z. Dr. Peter Kreutz und des Wissenschaftlichen Mitarbeiters Paul Fischer teilnehmen. Seinsch wird den Studenten einen Einblick in die Strukturen des FC Augsburg als Bundesligaverein geben. Er informiert darüber, nach welchen Grundsätzen der FCA geführt wird und darüber, welche Problemstellungen im Geschäftsbetrieb regelmäßig zu bewältigen sind.



„Unterbrochenes Gedicht“

Lesung: Jiddische Literatur im Jüdischen Kulturmuseum

Tamar Lewinsky (Foto: Universität Basel)

Tamar Lewinsky (Foto: Universität Basel)


In dem von ihr herausgegebenen Buch „Unterbrochenes Gedicht“ stellt die Literaturwissenschaftlerin Tamar Lewinsky ein vergessenes Kapitel der Holocaustliteratur vor: die jiddisch-sprachige Literatur osteuropäisch-jüdischer Displaced Persons, die diese in den unmittelbaren Nachkriegsjahren verfassten, während sie im besetzten Deutschland auf eine Ausreise nach Palästina oder die USA hofften. Die in diesem Buch erstmals ins Deutsche übertragenen Gedichte und Prosastücke zählen zu den frühesten Versuchen jüdischer Überlebender, sich der erlittenen Katastrophe literarisch zu nähern.

Der Churbn, wie der Holocaust auf Jiddisch genannt wird, umfasste für die Verfasser nicht nur den nationalsozialistischen Genozid, sondern auch unterschiedliche Kriegserfahrungen, die traumatische Begegnung mit der Zerstörung und den Verlust von Familie und Heimat. Darüber hinaus zeugen die Texte von der unmittelbaren und schmerzlichen Begegnung zwischen Tätern und Opfern in der Nachkriegszeit auf deutschem Gebiet. Sie dokumentieren damit auch die Neu-Anfänge der deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte.

Am Mittwoch, 20. Juni um 19 Uhr liest Tamar Lewinsky im Festsaal der Synagoge (Halderstraße 6-8) aus ihrem Buch. Die Lesung ergänzt die aktuelle Wechselausstellung des Jüdischen Kulturmuseums „GEHEN? oder BLEIBEN!“, die sich mit dem Neuanfang jüdischen Lebens im Augsburg der Nachkriegszeit beschäftigt. Lewinsky wurde 2007 an der LMU München zum Thema „Displaced Poets. Jiddische Schriftsteller im Nachkriegsdeutschland, 1945-1951“ promoviert und war in der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU von 2002-2009 Dozentin für Jiddisch sowie von 2007-2009 Koordinatorin des Forschungsprojektes „Geschichte der Juden in Deutschland seit 1945“. Seit 2010 ist sie als Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Jüdische Studien der Universität Basel tätig.