DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

Maxstraße: Sperrstunde schadet dem Wirtschaftsstandort

Die Einführung einer Sperrstunde ist nicht die passende Lösung des Konflikts zwischen Anwohnern und Nachtleben in der Maximilianstraße. Diese Position vertreten die Wirtschaftsjunioren Augsburg.

Maximilianstraße

Standortfaktor Nachtleben: Maximilianstraße


Augsburg wolle eine Großstadt sein, ein attraktiver Standort für Unternehmen und Wohnort für hochqualifizierte Arbeitskräfte. Mit dem Innovationspark sei die Region dabei, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu setzen. Das “Silicon-Valley der Ressourceneffizienz” werde Augsburg gewaltig voranbringen, die Einführung einer provinziellen Sperrstunde hingegen zurückwerfen, so die Wirtschaftsjunioren gestern in einer Pressemitteilung.

“Ein städtisches Nachtleben ist für junge hochqualifizierte Arbeitskräfte ein nicht zu unterschätzendes Auswahlkriterium”, so Fabian Kappe, Präsident der Wirtschaftsjunioren Augsburg. Der beobachtete Trend, dass Studenten der Universität und der Hochschule die Stadt mit dem Abschluss des Studiums verlassen und zu Arbeitgebern in vermeintlich attraktiveren Regionen gehen, würde sich nach Auffassung der Wirtschaftsjunioren Augsburg durch die Sperrstunde verschärfen und könne zu einem Standort-Nachteil im zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte werden. Die Wirtschaftsjunioren Augsburg unterstützen deshalb ausdrücklich das Vorgehen der Stadt, sämtliche Alternativen zu einer Sperrzeitenregelung zu prüfen.



ÖDP informiert zum AKW-Bürgerantrag

Am vergangenen Mittwoch informierte die ÖDP Augsburg über ihren AKW-Bürgerantrag zu den Risiken, die für Augsburg vom Atomkraftwerk Gundremmingen ausgehen. Zahlreiche Interessenten nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand zu unterrichten.

Die drei VertreterInnen des Bürgerantrags, Christian Pettinger, Julia Winkler und Benedikt Bogdahn, stellten sich den Fragen der Anwesenden.

Gestartet wurde der Bürgerantrag im April. Die Ökodemokraten wollen auf diesem Weg den Augsburger Stadtrat zwingen, das Thema Atomrisiko Gundremmingen und damit die möglichen Folgen eines atomaren Unfalls für Augsburg im nur 39 km entfernten AKW auf die Tagesordnung zu setzen. Der Stadtrat soll zudem in einer Resolution auf die Landes- und Bundesregierung einwirken, den Atomausstieg sofort zu vollziehen und nicht wie geplant erst in zehn Jahren.

Für den Antrag benötigt die Partei allerdings die Unterstützung der Augsburgerinnen und Augsburger: Ein Prozent der Wahlberechtigten muss den Antrag unterschreiben, damit der Stadtrat ihn behandeln muss. Derzeit liegen der ÖDP allerdings erst 700 Unterschriften vor, also ein gutes Drittel der erforderlichen 1900 Unterschriften.

Gewitter zerstörte 1977 den Reaktor A (mehr …)



Dritte Demo gegen ACTA

Kundgebung am Samstag, 9. Juni um 14 Uhr auf dem Augsburger Rathausplatz



Die Augsburger Piraten und Bündnis 90/Die Grünen rufen zur dritten heuer in Augsburg stattfindenden Demo gegen das internationale Handelsabkommen ACTA auf, mit dem Produktpiraterie bekämpft werden soll. Die Kundgebung ist Teil des europaweiten Aktionstags gegen das Vertragswerk. Nach Ansicht der Piraten gefährdet ACTA die Freiheit aller Bürger und kriminalisiert sie. Für die Grünen hemmt das Abkommen die Fortentwicklung des Urheberrechts, nutzt Mittel, die nicht rechtsstaatlich sind und verhindert die Versorgung von Entwicklungsländern mit günstigen Medikamenten. Die endgültige Entscheidung über ACTA wird im Europäischen Parlament zwischen dem 3. und 5. Juli fallen.

Bild: Anti-ACTA-Demo 11.02.2012



Fußball-EM im Liliom



Fußballfans kommen auch im Liliom am Unteren Graben auf ihre Kosten: Bei trockenem Wetter zeigt das Cafe des Filmkunsttheaters alle Spiele der deutschen Mannschaft bei der laufenden Europameisterschaft auf einer Leinwand im Biergarten.