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FCA: Matthias Strohmaier kommt

Der Aufstieg der Augsburger U23 in die Regionalliga trägt erste Früchte. U18-Nationalspieler Matthias Strohmaier wechselt vom Nachwuchsbereich des TSV 1860 München nach Augsburg.

Der Innenverteidiger, der im März sein Debüt in der Junioren-Nationalmannschaft feierte, kommt in der aktuellen Saison der A-Jugend-Bundesliga Süd/Südwest auf 23 Einsätze. In Augsburg wird er zunächst den Kader der U23, also des FCA II verstärken, der am vergangenen Mittwoch den Aufstieg in die Regionalliga Bayern feiern konnte. „Wir sind froh, dass sich Matthias Strohmaier dazu entschieden hat, nach Augsburg zu kommen. Unser Ziel ist es, ihn hier langsam an die Profimannschaft heranzuführen. Seine Entscheidung, nach Augsburg zu wechseln, zeigt uns natürlich auch, dass das Nachwuchsleistungszentrum des FCA nun auch für junge Talente an Attraktivität gewonnen hat“, so FCA Manager Manfred Paula.



Stadträte sollen wegen Beleidigungs-Affäre zum Hörtest

Verteidigung von Tobias Schley mit raffinierter Strategie

Grafik: Audiogramm als Ergebnis eines Hörtests

„Karl Heinz, Karl Heinz, er meint dich, dieses Arschloch“, so der Wortlaut der Anschuldigung gegen Stadtrat Tobias Schley (CSU), der diesen Satz während einer Platzrede von Rudolf Holzapfel (Pro Augsburg) im Stadtrat in Richtung Karl Heinz Englet gesagt haben soll. Holzapfel hat deshalb Strafanzeige erstattet. Das ist der Hintergrund eines Streits, der demnächst vor einem Augsburger Schöffengericht verhandelt wird. Schleys Verteidiger hat nun eine Strategie entwickelt, die angesichts ihrer Raffinesse irgendwo zwischen der amerikanischen Justizserie „Boston Legal“ und der ZDF Komödien-Serie „Königlich Bayerisches Amtsgericht“ anzusiedeln ist.

Zwölf Stadträte sollen ihre Hörfähigkeit testen (mehr …)



Grüne wünschen sich ein anderes Stadttheater

Die Augsburger Grünen stellten gestern auf einer Pressekonferenz ihr „Positionspapier zum Theater der Zukunft“ vor.



Fraktionschef Reiner Erben und die kulturpolitische Sprecherin der Grünen Verena von Mutius vertraten dabei die Ansicht, dass sich die Politik zusammen mit der Stadtgesellschaft darauf verständigen müsse, welches Theater sich die Stadt Augsburg in Zukunft leisten wolle. Erst nach dieser Debatte sollte man die kostenintensive Generalsanierung des Theaters vorantreiben. Die Nutzungsintention solle das Wie und das Wieviel der Sanierung des Stadttheaters bestimmen. Mehr „Tom Dumm“ als „La Traviata“ und mehr „Die Weber von Augsburg“ als „Der zerbrochne Krug“, so in etwa könnte man die Vorstellungen der Grünen auf eine einfache Formel herunterbrechen.

Kernthemen: Interkulturelle Öffnung und kulturelle Bildung

Das Theater müsse identitätsstiftend und integrativ wirken, kulturell bildend und mit den „übrigen Akteuren der Kulturlandlandschaft“ vernetzt sein. Auch Einsparungen beim Stadttheater dürfen nach Auffassung der Grünen kein Tabu darstellen. Es sei nun Aufgabe der Stadtregierung, mit dieser Diskussion zu beginnen. Die Parameter dieser Debatte müsste die Aufgabenkritik der interkulturellen Öffnung und der kulturellen Bildung darstellen.

Damit das Theater diese Arbeit leiste könne, habe sich das Personaltableau zu verändern: „Eine einzige offizielle Theaterpädagogin und ein eigentlich als Assistent des Generalmusikdirektors angestellter Konzertpädagoge können diese Arbeit nicht im geforderten nötigen Umfang leisten.“ Das Theater sei in diesen Angelegenheiten insgesamt zu zögerlich: „Hier muss sich in den nächsten Jahren noch viel entwickeln, damit das Theater auch weiterhin in der Stadt und ihrer Bevölkerung verankert bleibt.“ Die aus Sicht der Grünen unzureichende Ausrichtung des Stadttheaters in die Stadtgesellschaft hinein sei „durch eine unverantwortliche, nicht an Inhalten ausgerichtete Kulturpolitik“ in den letzten Jahren verschärft worden.

Ein Ort der Selbstvergewisserung

Die schlecht vorbereitete Diskussion um die zweite Spielstätte sowie die bisher noch nicht angefangene Sanierung („In den letzten Jahren wurden am Großen Haus und auch in den Werkstätten nur Feuerschutzmaßnahmen durchgeführt. Somit stehen bisher nichts als Absichtserklärungen von Stadt- und Staatsregierung im Raum“) hätten das Theaterensemble sowie die Zuschauer völlig verunsichert. Ein seriöser Plan für eine Sanierung, auch unter Finanzierungsgesichtspunkten, müsse deshalb ausgearbeitet und mit der Umsetzung begonnen werden. Dies sei auch deshalb wichtig, damit das Theater endlich Planungssicherheit habe. Das „Prinzip Stadttheater“ stellten die Grünen bei aller Kritik nicht in Frage. „Im Theater werden ethische Fragen, gesellschaftliche Diskussionen oder auch Aspekte der Identität einer Stadt aufgegriffen.“ Die Theaterproduktionen würden Auseinandersetzungen über das Selbstverständnis der Stadtkultur an anstoßen, womit ein Theater auch ein Ort der Selbstvergewisserung einer Gesellschaft sei.



FCA: Regensburger Trainerstab geht komplett nach Augsburg

Markus Weinzierl folgt der komplette Jahn-Trainerstab an den Lech. Tobias Zellner, Wolfgang Beller sowie Thomas Barth werden Weinzierl vom SSV Jahn Regensburg nach Augsburg folgen. Mit Zdenko Miletic bleibt einzig der alte Torwarttrainer auch der neue.

Im neuen Trainerteam wird Tobias Zellner die Rolle des Assistenz-Trainers übernehmen. Wolfgang Beller arbeitete seit der Saison 2009/2010 mit Markus Weinzierl. In Augsburg wird der Beller zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Co-Trainer für die Sichtung der Gegner zuständig sein. Reha- und Athletiktrainers wird Thomas Barth, der ebenfalls von Jahn Regensburg nach Augsburg wechselt. „Ich bin sehr froh, dass ich auch in Augsburg weiterhin mit diesem Team zusammenarbeiten kann. Wir haben gemeinsam in Regensburg sehr erfolgreich gearbeitet und wollen dies natürlich auch hier so fortsetzen“, so der neue Cheftrainer des FC Augsburg Markus Weinzierl zur kompletten Übernahme seines alten Teams.