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Ohne ku.spo kein Augsburg-Calling

Das aus Mitteln des ku.spo-Etats geförderte Fankultur-Projekt »Augsburg Calling« beweist, wie wegweisend und erfolgreich die Verbindung von Kultur und Sport sein kann.



So erhält der FCA – gerade wegen des Fankultur-Projekts »Augsburg Calling« – den zum dritten Mal vergebenen »JWD-Pokal« des Union-Fanvereins »Eiserner V.I.R.U.S« für den besten Gastgeber der vorangegangenen Saison. Der Vorstand des »Eisernen V.I.R.U.S« begründet die Auszeichnung wie folgt:

  • „Die Reise nach Augsburg ist bei unserer Fanszene in allerbester Erinnerung – ganz besonders ist dem überaus positiven Eindruck der Faninitiative »Augsburg Calling« zu danken, deren Aktivität wir uns schon zum zweiten Mal erfreuen durften.“

Die Fanvertreter werden den begehrten Preis am Samstag, den 10. März in der SGL Arena vor dem Spiel des FCA gegen Dortmund überreichen. Da passt es gut, dass natürlich auch »Augsburg Calling« an diesem Wochenende wieder zu seinen Veranstaltungen einlädt.

Mehr zu den Veranstaltungen finden Sie hier:

» Facebook-Seite von Augsburg Calling

Mit diesem Preis soll ein Zeichen gesetzt werden, dass Fußballfans es sehr wohl zu schätzen und zu danken wissen, wenn sie als willkommene Gaste begrüßt und behandelt werden.

Gerade das Fankultur- und Präventionsprojekt »Augsburg Calling« steht für ein friedliches und freundschaftliches Miteinander über Vereinszugehörigkeiten hinweg.

Dass dieses erfolgreiche Engagement ausgezeichnet wird, freut den Projektleiter Gerhard »General« Seckler:

  • „Der Pokal hat Signalwirkung dafür, dass das Fan- und Regionen verbindende Spektakulum Augsburg Calling mit seiner Mixtur aus Fußball und Rockmusik ins Schwarze trifft. Durch die Umsetzung dieses gemeinschaftsfördernden Projekts wird eine beachtliche Außenwirkung erzielt, wie man sieht.“

Wir hoffen, noch viele »Augsburg Callings« erleben zu dürfen und sind überzeugt, dass »Augsburg Calling« zum Vorreiter für eine friedliche und freundschaftliche Fankultur wird.

Es bleibt auch zu hoffen, dass die Fördermittel von ku.spo für solche zukunftsweisenden und einer Friedensstadt würdigen Projekte erhalten bleiben und sich auch der FCA bewusst wird, welch hoher Stellenwert »Augsburg Calling« bei der Gewaltprävention zukommt.

 

Ihr

Johannes Althammer



Ein Jahr danach

Berichte aus Fukushima von Keiko Sasaki und Rikiya Adachi







Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde,

am 11. März 2011 begann im Zusammenhang mit Erdbeben und Tsunami in Japan ein Atomunfall unbekannten Ausmaßes. Und auch nach einem Jahr ist die Katastrophe noch nicht beendet: radioaktives Wasser läuft aus, in einem Reaktor steigt die Temperatur wieder an. Lebensmittel sind verseucht, Tausende Menschen haben ihre Heimat verloren.

Wir haben mit Keiko Sasaki und Rikiya Adachi zwei Zeitzeugen aus Japan zu Gast, die uns aus erster Hand über die Entwicklung in Japan in den vergangenen zwölf Monaten berichten können.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns und unseren Gästen zu beraten, wie wir gemeinsam den Atomausstieg weltweit beschleunigen können.

Gespräch und Vortrag am Donnerstag, 8. März 2012, um 19 Uhr,

Evangelisches Forum Annahof, Im Annahof 4, 86150 Augsburg


Programm:

  • Begrüßung und Einführung: Christine Kamm, MdL
  • Bildvortrag: Eine Reise nach Fukushima, Antje Wagner
  • Fukushima – Ein Jahr danach, Zeitzeugenberichte von Keiko Sasaki und Rikiya Adachi (mit Dolmetscher)



Mit freundlichen Grüßen

Ihre Christine Kamm, MdL



Informationen unter www.gruene-fraktion-bayern.de oder 0821 516779



Im Gedenken an Fukushima

“Zukunftsmusik” am Sonntag im H2

Am kommenden Sonntag jährt sich zum ersten Mal die Tsunami- und Atomkatastrophe im japanischen Fukushima. „Toward the sea“ ist der Titel eines Konzerts aus der Reihe „Zukunftsmusik“, das im Gedenken an dieses Ereignis am Sonntag, 11. März im H2 Zentrum für Gegenwartskunst aufgeführt wird.



Vier Musiker tauchen an diesem Abend in fernöstliche Klangwelten ein und präsentieren einen Querschnitt zeitgenössischer japanischer und koreanischer Musik. Judith Müller und Anna Karwath (Querflöten), Iris Lichtinger (Blockflöten, Stimme und Percussion) sowie Takeo Sato (Gitarre) spielen Werke von Isang Yun, Joji Yuasa, Toru Takemitsu, Toshio Hosokawa und Maki Ishii. Gemeinsam ist diesen asiatischen Komponisten das Bestreben, Elemente der traditionellen asiatischen Musik und Philosophie mit der europäischen Neuen Musik zu verbinden und so zu einer neuen Tonsprache zu finden.

Das titelgebende Stück „Toward the sea“ von Toru Takemitsu ist eine Reflexion über die Gefährdung der Meere durch den Menschen, welches 1981 von der Umweltschutzorganisation Greenpeace zu einer Walrettungs-Kampagne in Auftrag gegeben wurde. Toshio Hosokawas Renka-Gesänge sind Liebesgesänge auf der Grundlage altjapanischer Koto-Lyrik, in denen europäische Kompositionstechnik, fernöstlicher Klang, Kalligraphie, Atem und Meditation zu einer Einheit verschmelzen. Black Intention von Maki Ishii ist eine suggestive Solo-Performance, in der die Ausdrucksmöglichkeiten eines einzelnen Spielers auf die Spitze getrieben werden. Die Musik für zwei Flöten, Stimme und Percussion werden von der Solistin improvisationsartig-virtuos inszeniert. Der in der japanisch besetzen südkoreanischen Hafenstadt Tongyông geborene Komponist Isan Yun wendet sich mit seinem Werk gegen menschliches Leid, Unterdrückung und Unrecht.



Architekturfilm & Jazz 3

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Architekturfilm und Jazz” im Thalia Kino am Obstmarkt in Augsburg bringt das Architekturforum am heutigen Montag den Spielfilm „Playtime” von Jaques Tati.



Der Filmklassiker von und mit Jacques Tati als Monsieur Hulot spielt in einem für die 1960er Jahre futuristisch wirkenden Paris, das nur aus einheitlichen Glas- und Stahlkonstruktionen besteht. Zusammen mit einer Busreisegruppe wird man dabei in einer Hochhauswelt herumgeführt, die überall sonst stehen könnte, und auch schon wirklich steht. Die Modernismuskritik Tatis feiert in Playtime einen Höhepunkt. Vor allem die Unpersönlichkeit, Konformität und Sterilität der Moderne wird kritisiert.

Nach dem Film gibt es im Kaffeehaus im Thalia bei gutem Essen, guten Gesprächen und bei freiem Eintritt Live-Jazz mit dem Jazztrio Jan Kiesewetter, Alex Jung und Johannes Ochsenbauer. Das Trio interpretiert in der Besetzung mit Saxophon – Gitarre – Kontrabass Jazzstandards von Bebop bis Bossa Nova.

Architekturfilm & Jazz

„Playtime” von Jaques Tati

Thalia Kino am Obstmarkt

5. März 2012, 19:00

Eintritt 5 Euro


Grafik: Einladungsflyer Architekturforum e.V.



Neue Stadtbücherei: Philosophieren mit Kindern

Am heutigen Montag beginnt in der Neuen Stadtbücherei ein ganz besonderes “Semester”.

„Wozu sind wir hier? Wie viel ist unendlich? Wo sind wir, wenn wir träumen? Kann ein Baum fühlen? Nur durch Fragen kommen wir den großen Geheimnissen der Welt ein Stückchen näher. Manche Fragen sind so verzwickt, dass es sich lohnt, gemeinsam über sie nachzudenken. Durch Gespräche, Spiele und Übungen wird gemeinsam versucht, der Welt auf den Grund zu gehen.“

Dieser Text verweist auf den Beginn eines neuen Semesters: Seit 2010 hat sich in Augsburg ein Netzwerk für philosophische Gesprächsrunden mit Kindern etabliert, das von der Akademie Kinder philosophieren e.V. initiiert wurde. Die Neue Stadtbücherei war von Anfang an dabei, um dieses besondere Bildungsprinzip – zusammen mit den ausgebildeten Referenten – umzusetzen.

Das neue Frühjahrs- und Kindersemester beginnt heute am Montag, 5. März 2012 von 16 bis 17.30 Uhr in der Lesewerkstatt der Neuen Stadtbücherei, Ernst-Reuter-Platz 1, S-Forum, EG. Kursleiter ist Andreas Knopp. Für Fagen steht Christiane Hempel (0821 324  2708) zur Verfügung. Die nächsten Termine: 19.März / 26.März / 16.April / 30.April / 14. Mai – jeweils von 16 bis17.30 Uhr.



Presseclub: Lobbyisten regieren mit

Die Vorgänge um den zurückgetretenen Bundespräsidenten Wulff haben wieder ins Rampenlicht gerückt, was eine wachsende Zahl Bundestagsabgeordneter beklagt: den zunehmenden Einfluss von Lobbyisten auf die Politik einerseits, die schleichende Entmachtung des Parlaments andererseits.

Allein in der Bundeshauptstadt tummeln sich schätzungsweise 5000 Lobbyisten. 2006 wurde öffentlich, dass in Landes- und Bundesministerien Mitarbeiter von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden an Gesetzestexten mitarbeiten. Als Übernahme der Atomaufsicht durch die Atomlobby werteten Kritiker, als 2009 der neue Umweltminister Röttgen den früheren E.ON-Manager Gerald Hennenhöfer zum Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit machte.

Der Schriftsteller Günter Grass fordert, Lobbyisten und ihrem „unlegitimierten Machtgebrauch“ gesetzlich Grenzen zu setzen. Einen Anfang will in diesem Jahr das Bundesland Brandenburg machen, indem es ein Lobbyregister einführt. Bisher ist nach deutschem Recht nur Stimmenkauf bei Wahlen strafbar.

Das „Lobbyisten-Kartell“ wird von dem Bundestagsabgeordneten Marco Bülow (SPD), dem Verfasser des Buchs „Wir Abnicker“, und dem Politikwissenschaftler Timo Lange von „LobbyControl“ erörtert. Die Veranstaltung moderiert Michael Stifter, Leiter der Politik-Redaktion der Augsburger Allgemeinen am heutigen Montag, 5. März um 19.30 Uhr im Georgenkeller (Georgenstraße 24), Veranstalter ist der Augsburger Presseclub. Der Eintritt ist frei.