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„War Brecht Kommunist?“

DAZ-Umfrage in der Augsburger Kulturszene

Die Frage, ob Bertolt Brecht Kommunist war, muss eine gewisse Rolle spielen im Rahmen eines Brechtfestivals, das unter dem Titel „Brecht und die Politik“ steht. DAZ-Autor Manfred Seiler hat sich in einigen Artikeln zum Festival mit dem Thema auseinandergesetzt. Doch das Thema ist auch virulent geworden bei Gesprächen und Diskussionen, die sich ums Brechtfestival drehen. War Brecht nur „engagierter Gesellschaftskritiker“, wie Festivalleiter Joachim Lang meint, oder war er eben doch Kommunist? Die DAZ hat Vertreter des Augsburger Kulturlebens nach ihrer Meinung gefragt. Unsere Bedingungen: Es musste schnell gehen und wir wollten auf unsere kurze Frage eine kurze Antwort per Mail oder direkt am Telefon. Hier die Antworten, sortiert in der Reihenfolge des Eingangs:

Andreas Jäckel, kulturpolitischer Sprecher der CSU:

Zu seiner Zeit war Brecht sicher sehr sozial- und gesellschaftskritisch – deshalb trifft die Bezeichnung Kommunist wohl zu. Aber seither haben sich die Verhältnisse und die Begriffe stark gewandelt. Ob er, wenn er heute leben würde, für die Linke im Bundestag sitzen würde – das kann ich nicht beurteilen. Aber für seine Zeit würde ich die Frage schon mit Ja beantworten.

Karl-Heinz Schneider, Wortführer der SPD im Kulturausschuss des Augsburger Stadtrats:

Brecht war nie Mitglied einer kommunistischen Partei – oder überhaupt irgendeiner Partei. Er hatte ja sogar in seiner Zeit in der DDR immer einen österreichischen Pass. Das ist ein klares Zeichen, dass er zwar gedanklich mit dieser Ideologie geliebäugelt hat, aber nicht den Schritt einer Parteimitgliedschaft machen wollte. Und die Kommunisten haben immer gesagt, wer Kommunist ist, der muss auch Mitglied sein. Der Brecht hat immer Kritik an den Zuständen geübt, aber er hat nie ein eigenes Urteil abgegeben, wie es denn sein sollte. Er war der Arbeiterdichter, hat für die Arbeiterbewegung geschrieben und seinen Finger immer in die Wunden gelegt.

PD Dr. Jürgen Hillesheim, Brecht-Forscher der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg:

Er war kein Kommunist! Brecht hat immer die Strategie verfolgt, sein dichterisches Potential unter die Leute zu bringen – und dabei hat der den Kommunismus genauso für seine Zwecke instrumentalisiert wie beispielsweise die Augsburger Presse 1914: Da hat er nationalistische Texte publiziert, der Krieg war ihm damals egal. Er hat ja auch sofort den Baal umgeschrieben, als er gemerkt hat, dass das Stück in der ersten Fassung nicht publiziert wird – obwohl er gewusst hat, dass die literarische Qualität leidet. Er war sofort bereit, zu ändern – und so war er sein ganzes Leben über.

Dr. Michael Friedrichs, Redakteur Dreigroschenheft:

Ja: Er hoffte sehr, dass in absehbarer Zeit die Spaltung zwischen Arm und Reich aufhebbar wäre. Nein: Er war nie Mitglied, und die Partei beobachtete ihn lebenslang mit Argwohn. Ja: Er vertraute darauf, dass Stalin Hitler schlagen würde. Nein: Er gab nicht Antworten, sondern forderte zum Selberdenken auf.

Dr. Frank Mardaus, kulturpolitischer Sprecher der SPD Augsburg:

Versteht man unter einem Kommunisten nicht das Mitglied oder den Anhänger einer regierenden Partei, sondern einen Kämpfer gegen strukturelle Gewalt, so ist Brecht selbstverständlich ein Kommunist gewesen: Wem gesellschaftliche Gewalt von den ungleichmäßig zwischen den sozialen Klassen verteilten Produktionsmitteln ausgeht, wer diese unmissverständlich als wirksame und änderbare Realität benennt, wer – das unterscheidet von den Sozialdemokraten – eine Lösung dieser sozialen Spannungen in einer plötzlichen Umgestaltung der Gesellschaft, eben einer Revolution, ernsthaft bedenkt, der ist als Kommunist zu bezeichnen. Als Dichter war Brecht allerdings zu experimentierfreudig, zu spielerisch und zu sinnlich, als dass er jemals in Gefahr geraten wäre, einem Automatismus historischer und dialektischer Geschichtsabläufe, wie sie dem uns bekannten kommunistischen Denken unabdingbar ist, zu folgen.

Alexander Süßmair, Bundestagsabgeordneter und Stadtrat „Die Linke“:

Ich gehe eigentlich schon davon aus, dass er Kommunist war – das Problem ist ja nur, was man unter einem Kommunisten versteht. Wenn man darunter den Teufel in Menschengestalt sieht, dann war er keiner. Auf jeden Fall war er überzeugter Marxist, Antifaschist, Pazifist. Was mich stört ist, dass man auf der einen Seite sagt, er wurde als Ideologe von der DDR instrumentalisiert – und dass man ihn gleichzeitig jetzt im Nachhinein instrumentalisiert. Man versucht, ihn politisch zu entkernen, man will einen allgemeinverträglichen Brecht haben – er kann sich ja nicht mehr wehren.

Kurt Idrizovic, Buchhändler, langjähriger Organisator des Brechtfestes bei der Kahnfahrt:

Erstens: Brecht war kein Kommunist, weil er nie in der Partei war – und das gehört für mich zur Definition eines Kommunisten. Zweitens: Brecht war für keine Ideologie zu vereinnahmen, weder für den Kommunismus noch für eine andere Partei, noch fürs Christentum.

Dr. Volker Ullrich, Ordnungsreferent der Stadt Augsburg (CSU):

Ich habe natürlich nicht alles von Brecht gelesen, habe mich aber durchaus mit ihm beschäftigt. Wer sich in sein Werk einliest und es in den zeitgenössischen Kontext einordnet, der kann zu gar keinem anderen Ergebnis kommen, als dass Brecht Kommunist war. Kommunist im Sinne einer ideologischen Speerspitze, um die Gesellschaft und die Gesellschaftsordnung zu verändern. So, wie ich seine Stücke verstanden habe, war ja sein Kommunismus ein bewusster Gegenentwurf zu Militarismus, Kapitalismus und Nationalsozialismus. Ich find’s schade, dass er nicht den Weg gewählt hat, auch eine freiheitliche Gesellschaft in seinen Gegenentwurf mit aufzunehmen. Die Tatsache, dass Brecht Kommunist war, entbindet nicht davon, sich seinen Stücken zu stellen und den Problemen, die sie ansprechen.

Eva Leipprand, ehemalige Kulturreferentin der Stadt Augsburg, heute Stadträtin der Grünen:

Mich interessiert das eigentlich gar nicht so wahnsinnig. Wichtig ist, dass Brecht mit sprachlicher Kraft Bilder geschaffen hat, die die Leute verwirrt und aufgeweckt haben. Mich interessiert diese Kommunismus-Diskussion nicht mehr, sondern was man heute mit Brecht machen kann und wie man heute die Leute so verstören und aufwecken kann.

Klaus Müller, Schauspieler am Theater Augsburg, 2010 Darsteller des Puntila in Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“:

Es ist schwer, eine Frage zu beantworten, über die sich Brecht anscheinend selbst im Unklaren gewesen ist. Fragt man da den Brecht vor dem Mc-Carthy-Ausschuss oder den Brecht, der versucht, den SED-Funktionären ein eigenes Theater abzuhandeln? Fragt man den jungen Brecht, der aufsteigen wollte, oder den alten, desillusionierten? Ich selber würde diese Frage nicht beantworten wollen.

Dr. Karl Borromäus Murr, Leiter des Textilmuseums:

Der Philosoph fragt natürlich zunächst, was es denn heißt, Kommunist zu sein. Brecht war zunächst Künstler, dann erst kam alles andere. Brecht war vieles – wir wissen nicht nur von Lion Feuchtwanger, dass er sich auch ziemlich angebiedert hat. Aber er war sehr wenig doktrinär, er ist sicher kein Kaderkommunist gewesen. Andererseits, wenn man die „Maßnahme“ sieht, kann einem auch heute noch das Grausen kommen – das war ihm ja später selbst nicht mehr geheuer. Die alte Problematik ist ja: Wie kriegt man Kunst und Politik zusammen. So politisch sich manche Kunst gibt: Wenn’s zu real wird, ist es durch nichts mehr zu rechtfertigen. Er war ein Suchender, das ist sicher. Und der Kommunismus hat seine Wurzeln unter anderem ja auch im Urchristentum.

Karla Andrä, Schauspielerin und Brecht-Interpretin (FAX-Theater):

Ich weiß nicht, ob das so sinnvoll ist, Brecht auf einen Nenner bringen zu wollen – das ist ja genau das, was man immer gemacht hat: ihn in eine Schublade stecken. Brecht war ein großer Künstler und sein Werk hat immer noch viel zu sagen – auch über die heutige Zeit. Aber er war kein Ideologe, sondern ein Visionär und Weltveränderer. Man muss ihn im Kontext seiner Zeit sehen – damals stand die kommunistische Idee einfach auf der Tagesordnung. Es ging ihm natürlich um die Änderung der Eigentumsverhältnisse: „Nimm Platz am Tisch, du hast ihn doch gedeckt. Von heute ab wird auch die das Kleid tragen, die es genäht hat.“ Wenn diese Forderung kommunistisch ist, dann war Brecht Kommunist!

Peter Grab, Kulturreferent und Dritter Bürgermeister der Stadt Augsburg:

Zu Ihrer Frage, ob Brecht Kommunist war, teile ich Ihnen mit, dass dieser universelle Künstler nicht in eine Schublade oder Kategorie gezwängt werden kann, weder im positiven noch im negativen Sinne. Beste Grüße!

Reiner Erben, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen im Augsburger Stadtrat:

Ob Brecht Kommunist war? Ist mir nicht wichtig, Was ist er heute (in Augsburg)? Ein Kritiker der gesellschaftlichen Verhältnisse, der uns zum Nachdenken und zum Ändern dieser Verhältnisse auffordert.



Mother Courage aus vielerlei Perspektiven

Brechtfestival: „Theater of War“ im Thalia-Kino

Von Dr. Michael Friedrichs

Beim Brecht Festival Augsburg gab es einen sehenswerten Film über eine Mutter-Courage-Inszenierung in New York zu sehen: „Theater of War“ (der übliche Ausdruck für „Kriegsschauplatz“, zugleich Signal für einen politischen Theaterfilm).

„Theater of War“ lief im Rahmen des Brechtfestivals am Montag im Thalia.


2006 hatte bei dem jährlichen kostenlosen Sommertheater im New Yorker Central Park Brechts Mother Courage auf dem Programm gestanden. Das war eine Sensation in mehrfacher Hinsicht. Brecht in den USA ist immer etwas Besonderes; hier kam dazu, dass der gefeierte Theaterautor Tony Kushner eine neue Übersetzung vorgelegt hatte. Die Hauptattraktion war aber sicher: Meryl Streep in der Titelrolle.

Das Delacorte Theater spielte fast vier Wochen täglich dieses Stück vor 2000 Zuschauern. Initiator Tony Kushner hatte vor Jahren zu Meryl Streep gesagt, eines Tages müsse sie die Mutter Courage spielen. Der Krieg gegen den Irak war beherrschendes Diskussionsthema, und das Ensemble setzte sich sowohl mit dem Drama und seinen historischen Bezügen zu Europa wie auch mit der Aufführungsgeschichte auseinander, der berühmten Modellinszenierung des Berliner Ensembles von 1949. Theateraufführungen leben für gewöhnlich nur weiter im Gedächtnis ihrer Besucher. Hier wurde eine Ausnahme gemacht. Aber es wurde nicht die Inszenierung verfilmt, sondern der Entstehungsprozess.

Regisseur des Films ist John Walter, als Dokumentarfilmer Spezialist für Kulturgeschichte. Er zeigt hier nicht nur den Probenprozess, er lässt Schauspieler, Regie, Komponistin und Experten zu Wort kommen, die gleichzeitig stattfindenden Demonstrationen gegen den Irak-Krieg kommen ins Bild, und Walter hat sich Unterstützung vom Brecht Archiv in Berlin und von Barbara Brecht-Schall geholt, die selbst zu Wort kommt. Walter war über Godard-Filme in den Achtzigerjahren zu Brecht gekommen; ihn faszinierte u.a., wie viel von Brechts Theatertheorie sich im Film umsetzen lässt. Sein Ziel im Film ist “a dialogue between the 21st century production and the 1949 production, between what’s going on inside the theater and outside the theater, between the ideas that influenced Brecht and Brecht influencing other artists, the balance between learning and entertaining” (Auf deutsch: “Ein Dialog zwischen der Produktion des 21. Jahrhunderts und der von 1949, zwischen den Vorgängen im Theater und außerhalb des  Theaters, zwischen den Einflüssen auf Brecht und Brechts Einfluss auf andere Künstler, die Balance zwischen Lernen und Unterhaltung.“ Das Interview stammt aus dem Jahr 2008 und ist nachzulesen auf www.filmmakermagazine.com. Übersetzung: DAZ).

Der Versuch ist gelungen, das Ergebnis ist der einzige für ein englischsprachiges Publikum produzierte Brechtfilm. Nicht einzusehen, warum es noch keine deutsche Version gibt.

Unser Gastautor Michael Friedrichs ist Redakteur beim im Wißner-Verlag erscheinenden „Dreigroschenheft“. Der Text ist ein Vorabdruck seines Beitrags im „Dreigroschenheft“ 2/2012.



Gelungener Kulturtransfer



Die Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot Berlin brauchte keine Minute, um das Publikum bei der Eröffnung des Brecht-Festivals im Goldenen Saal in Begeisterung zu versetzen. Mit ihrem Gaststar, dem Schauspieler und Sänger Nino Sandow, intonierten sie ein Lied, das man von Ernst Busch im Ohr hat, Brechts wildes Sehnsuchtslied „Ballade von den Seeräubern“: Oh Himmel, strahlender Azur! Bei der Langen Brecht-Nacht gab‘s mehr zu hören, es wurde ein umjubeltes Konzert, das zwischen Brecht/Eislers „Solidaritätslied“ und Nina Hagens „Du hast den Farbfilm vergessen“ viel DDR-Gefühl vermittelte, inklusive ironischer Distanz. Der Kulturtransfer ist gelungen. (Text und Foto: Michael Friedrichs).



Demo gegen ACTA

Augsburgs Grüne rufen gemeinsam mit anderen Parteien und Gruppierungen am Samstag zu einer Demonstation gegen ACTA auf.

ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) ist ein multilaterales Handelsabkommen, das geistiges Eigentum im Internet schützen und Produktpiraterie bekämpfen soll. Nach Auffassung der Grünen schützt es aber hauptsächlich Interessen der Unterhaltungsindustrie und liefert die Grundlage für weitreichende Zensur im Internet. “ACTA bedroht die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger, verstärkt die Überwachung, schränkt den Zugang zu Kultur ein und ist ein Hindernis für Innovationen”, heißt es im Aufruf zur Demo. Das Abkommen sei “unter Ausschluss der Öffentlichkeit undemokratisch” erarbeitet worden.

Die Grünen befürchten, dass das Abkommen Rechte des geistigen Eigentums mit dem Schutz von Markennamen vermischt. Bei der Herstellung von Nahrungsmitteln und Medikamenten sorge das Abkommen dafür, dass Rechteinhaber die Gerichte dazu autorisieren könnten, urheberrechtsverletztende Waren ohne Schadensersatz vernichten zu lassen. Gerade in Entwicklungsländern sei das eine Katastrophe.

Demo am 11.2.2012, 14 Uhr

Willy-Brandt-Platz (Citygalerie)


» Mehr Informationen über ACTA

» Facebook: Augsburg gegen ACTA



FCA: Heimspiele gegen Club und Dortmund ausverkauft

Nach dem ausverkauften Heimspiel des FC Augsburg gegen den 1. FC Nürnberg am kommenden Sonntag, 12. Februar, 15.30 Uhr empfängt die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay Hertha BSC (25. Februar, 15.30 Uhr), den Deutschen Meister Borussia Dortmund (10. März, 18.30 Uhr) und den FSV Mainz 05 (17. März, 15.30 Uhr) in der SGL-Arena auf dem Lechfeld.

Gestern meldete die FCA-Geschäftsstelle, dass auch die Partie gegen Dortmund restlos ausverkauft sei. Für die Partien gegen Berlin und Mainz gibt es noch Plätze in allen Kategorien.

Am Sonntag wird gegen den 1. FC Nürnberg von Beginn an – wäre es anders, müsste man langsam ernsthaft über den Trainer sprechen – Neuzugang Ja-Cheol Koo beim FCA im Mittelfeld für mehr Ballsicherheit sowie für einfallsreicheres Spiel Richtung Club-Kasten sorgen. Nach drei Spieltagen in der Rückrunde haben die Augsburger eine Niederlage und zwei Unentschieden vorzuweisen. Unterm Strich die gleiche Bilanz wie bei der Hinrunde vor dem Spiel gegen die Clubberer. Damals wollte FCA-Manager Andreas Rettig nach der 0:1 Niederlage der Augsburger ein typisches Nullnull-Spiel gesehen haben. Ein Heimsieg gegen den Club und man könnte nicht nur am hinteren Mittelfeld anflanschen, sondern anschließend mit breiter Brust nach Leverkusen reisen. Am kommenden Sonntag wird Augsburgs Finanzreferent und 2. Bürgermeister Hermann Weber (NCSM) für die DAZ das Spiel kommentieren, in Leverkusen wird Journalist Florian Pittroff seine Feder spitzen.



Mahnwache für Tibet

Werkstatt Solidarische Welt e.V. fordert Ende der Gewalt in Tibet



Die Situation in Tibet ist angespannt, die Gewalt eskaliert. Ende Januar gab es in verschiedenen tibetischen Gebieten im Nord-Westen der heutigen chinesischen Provinz Sichuan schwere Unruhen, bei denen mehrere Tibeter erschossen wurden. Seit Jahresbeginn zündeten sich zudem sieben Menschen selbst an, um gegen die Unterdrückungspolitik Chinas in Tibet zu demonstrieren.

Um der aktuellen Situation zu gedenken, hat Lobsang Sangay, der “Kalon Tripa” (Kabinett-Chef) der tibetischen Exilregierung in Indien, dazu aufgerufen, am 8. Februar weltweit Mahnwachen abzuhalten. In Augsburg will die Werkstatt Solidarische Welt e.V. ein Zeichen der Solidarität setzen. Am Mittwoch, 8. Februar wird deshalb von 14 bis 15 Uhr eine Mahnwache vor dem Weltladen, Weiße Gasse 3, stattfinden. „Es steht zu befürchten, dass die Gewalt im Zusammenhang mit dem Jahrestag des Tibetischen Volksaufstandes am 10. März weiter zunimmt”, so Barbara Holl von der Werkstatt Solidarische Welt.