DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
DAZ-Archiv - www.daz-augsburg.de

Frohe Weihnachten



Vor einer Woche ist mit der letzten Stadtratssitzung das politische Jahr 2011 in Augsburg zu Ende gegangen. In den nächsten Tagen wird es auf der DAZ etwas ruhiger, denn Lokalpolitik ist unser Hauptthema. Es war ein turbulentes Jahr, aber auch ein Jahr der Rückblicke. Die Stadtregierung zog nach drei Jahren im Amt Halbzeitbilanz. Auch wir können auf drei Jahre Redaktionstätigkeit zurückblicken, in denen wir die Politik und Kultur in unserer Stadt informierend und kommentierend begleitet haben.

Mit einem Bild des Weihnachtsbaumes in unseren Redaktionsräumen wünscht das Team der DAZ allen Leserinnen und Lesern, die 2011 unserer Internetzeitung die Treue gehalten haben, ein Frohes Weihnachtsfest.

Augsburg, 24. Dezember 2011

Bruno Stubenrauch, Siegfried Zagler und Frank Heindl



Integrationsbeirat: Pro Augsburg fordert von Kiefer Entschuldigung

In einer von Fraktionschefin Beate Schabert-Zeidler und von Nico Kummer, dem 1. Vorsitzenden des Vereins Pro Augsburg unterzeichneten Stellungnahme erhielt Peter Grab gestern uneingeschränkte politische Unterstützung.

Peter Grab „in Zusammenhang mit der Leugnung oder Verharmlosung des Genozids an den Armeniern zu bringen und ihm enge Verbindungen zu ultranationalistischen Gruppierungen wie den Grauen Wölfen anzudichten, ist selbst im politischen Meinungskampf inakzeptabel und unvertretbar. Mitglieder der Familie von Peter Grab sind während des Dritten Reichs durch das Nazi-Regime in KZs ermordet worden. Seine Familie wurde daher Opfer eines Genozids“, wie es in der Stellungnahme heißt.

Diese Behauptungen stünden in einem Zusammenhang mit einer Veranstaltung vom 31. Oktober bezüglich der Vorträge, die im Rahmen dieser Veranstaltung von drei Politikern der türkischen Regierungspartei AKP im Augsburger Rathaus geäußert wurden. „Die Meinungen, die anlässlich dieser Veranstaltung geäußert wurden, werden von der SPD-Stadtratsfraktion so ausgelegt, dass diese Personen den Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich verharmlosen würden. Herrn Grab wurde in dem Offenen Brief sowie in der öffentlichen Sitzung vorgeworfen, die Äußerungen der drei Politiker der türkischen Regierungspartei AKP sowie der diesbezüglichen Beurteilungen eines Mitglieds des städtischen Integrationsbeirats, Herrn Ahmet Akcay, zu unterstützen und zu verteidigen“, so Schabert-Zeidler und Kummer, die diesen “Behauptungen” jede Grundlage absprechen. „Wir halten sie für einen nicht akzeptablen Teil einer politischen Kampagne gegen Herrn Grab.“ Die beiden Unterzeichner fordern in ihrem Schreiben „die Urheber dieser Kampagne, insbesondere Herrn Dr. Stefan Kiefer auf, sämtliche unzutreffenden Vorwürfe zurückzunehmen und zum gebotenen politischen Umgang zurückzukehren. Eine Entschuldigung gegenüber Herrn Grab wäre das mindeste.“

Stefan Kiefer, Vorsitzender der SPD Fraktion hat sich bereits am 20. Dezember auf Anfrage gegenüber der DAZ bedauernd zu seiner Anfrage im Stadtrat geäußert: „Es ist mir leider nicht gelungen, unsere Kernkritik am 3. Bürgermeister in der schwierigen letzten Stadtratssitzung unter dem Tagesordnungspunkt „Anfragen“ klar zum Ausdruck zu bringen. Es ging uns um eine klare und deutliche Distanzierung des Herrn Grab von nationalistischen Kräften und deren Gedankengut, die hier vor Ort ein Osmanisches Reich verherrlichen. Das Verhalten des Herrn Grab zum missglückten Festakt am 31. Oktober und insbesondere seine Verteidigungsreden für Ahmet Akcay gegen dessen Kritiker sind inakzeptabel und für einen Bürgermeister dieser Stadt völlig fehl am Platz. Es ging uns nie darum, Herrn Grab als Privatperson anzugreifen oder ihn und seine Familie zu beleidigen, sondern allein um seine Verantwortung für diese Stadt und ihre unterschiedlichen Bewohner“, so Stefan Kiefer zur DAZ.



Nach 5 Jahren Pause: Flop-Shop auf dem Martin-Luther-Platz



Die Duftlampe von Tante Berta, der Kristall-Delphin oder das Lambada spielende Feuerzeug aus der letzten Plärrer-Tombola: Am Dienstag, den 27. Dezember können alle ungeschickt Beschenkten, die an Weihnachten oder auch zu anderen Anlässen Opfer von Verzweiflungsgeschenken wurden, von 14 bis 18 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz ihr überflüssiges Präsent gegen eine flüssige Tasse Glühwein eintauschen. Dies teilte die City Initiative Augsburg CIA gestern mit. Die Geschenkretouren kommen restlos den sozialen Diensten des Bayerischen Roten Kreuzes zugute.

Der Ursprung der Aktion geht auf die Zeit von 1995 bis 2006 zurück. Damals fand immer am ersten verkaufsoffenen Tag nach Weihnachten auf dem Moritzplatz die Aktion “Erst schenken – dann denken” des Spaßbürger e.V. statt und erfreute sich großer Beliebtheit. Der Verein ist jetzt als Förderverein Kulturpark West aktiv und will die Tradition in Zusammenarbeit mit der CIA und dem Bayerischen Roten Kreuz wieder neu beleben.