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Büchereikonzept für die Neue Stadtbücherei

Wie aus dem OB-Referat zu erfahren war, ist das städtische Organisationsamt damit beauftragt, eine Stellenplanprüfung für die Neue Stadtbücherei vorzunehmen.



Büchereileiter Manfred Lutzenberger vertrete die Auffassung, dass die Neue Stadtbücherei hauptsächlich wegen des erhöhten Besucheraufkommens mehr Personal benötige. Eine Evaluation der Abläufe und ein den neuen Verhältnissen entsprechendes Büchereikonzept sei darüber hinaus in Planung. Impuls- und Geldgeber dieser Konzepterstellung sei der der Verein „Freunde der Neuen Stadtbücherei“. Am kommenden Donnerstag beabsichtigt der Stadtrat – ungeachtet dieser neuen Sachlage – eine drastische Gebührenerhöhung für die Neue Stadtbücherei zu verabschieden.



Abschied von „Mehr Musik!“

Perkussionsmusik mit Stefan Blum im abraxas

Im Rahmen der Reihe Zukunft(s)musik präsentiert der Schlagzeuger und Perkussionist Stefan Blum am kommenden Donnerstag, 15. Dezember auf Einladung von MEHR MUSIK! einen Querschnitt von Werken, die für ihn komponiert wurden oder ihm gewidmet sind. Außerdem spielt Blum, der auch selbst komponiert, sein Werk „Moving Skin Pattern“. Ort der Veranstaltung: das abraxas-Theater in der Sommerstraße.



Ihre Uraufführung erlebt an diesem besonderen Konzertabend eine neue Komposition von Klaus Schedl. Blum hat an der Musikhochschule München studiert und sich anschließend hauptsächlich mit Neuer Musik beschäftigt. 1996 gründete er das ensemble trioLog münchen. Er musizierte als Solist mit dem Klangforum Wien, dem Agon Orchester for New Music Prag, der Bayerischen Kammerphilharmonie, dem WDR Sinfonieorchester Köln, den Münchner Sinfonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und anderen. Im Rahmen seiner solistischen und kammermusikalischen Beschäftigung mit Neuer Musik arbeitete er mit den Komponisten George Crumb, Isabel Mundry, Helmut Oehring, Beat Furrer, Olga Neuwirth, J.A. Riedl, Georg Friedrich Haas, Carola Bauckholt, Tobias PM Schneid u.a., deren Werke er uraufführte. Erfolgreiche Engagements führten zu wiederholten Einladungen bei den Salzburger Festspielen, dem Steirischen Herbst Graz, Pro Musica Nova Bremen, Wien Modern, Klangzeit Wuppertal, Begegnungen Prag, der Münchener Biennale, den Donaueschinger Musiktagen etc.

Blum ist auch regelmäßiger Gast im Ensemble der MusikFabrik NRW. Seit 1991 unterrichtet er an der Berufsfachschule für Musik in Krumbach, seit 2000 arbeitet er auch in Augsburg, zunächst als Leiter der Perkussionsklasse an der Musikhochschule, heute am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität. Mit diesem musikalisch und kompositorisch vielfältigen Konzert verabschiedet sich MEHR MUSIK! von seinem Förderer, dem Netzwerk Neue Musik, und damit von seiner jetzigen Projektform. Das Kulturhaus abraxas, von wo aus das Projekt im April 2008 startete, schien den Veranstaltern als „perfekter Ort für dieses kleine, aber feine Abschiedskonzert.“

Programm:



Martin Smolka – Ringing (1989)

Helmut Oehring – Blu(e)musik (2001)

Jörg Widmann – Skelett (2003/4)

Klaus Schedl – Neues Stück (UA)

Stefan Blum – Moving Skin Pattern (2009)

Josef Anton Riedl – “Anspielung 2” (2006 / 2008)

Benedikt W. Schiefer – “Die Anrufung” (2000).



Karten zu 15 € (10 € ermäßigt) gibt es beim Besucherservice des Theaters Augsburg, bei der Theatergemeinde und an der Abendkasse. Aktuelle Informationen unter www.zukunftmusik.de.


Augsburger Strukturatlas 2011 erschienen

Auf 120 Seiten gibt der “Strukturatlas der Stadt Augsburg 2011” in vierter Auflage einen Einblick in die strukturellen Gegebenheiten der Stadt.



Wussten Sie, dass die Wohnfläche je Wohnung im Stadtzentrum mit 59,1 m² nur gut halb so groß ist wie in Bergheim (111,7 m²) und dass in Siebenbrunn nur 99 Personen gemeldet sind, während der bevölkerungsstärkste, aber flächenmäßig viermal kleinere Stadtteil Kriegshaber 16.558 Einwohner hat? Diese und viele andere Daten sind im neu erschienenen Strukturatlas zum Stand 31.12.2010 kleinräumig auf Ebene der 42 Stadtbezirke in Form detaillierter Tabellen und thematischer Karten aufbereitet. Zusätzlich zu den vorhandenen Auswertungen der letzten Jahre aus den Bereichen Einwohner und Haushalte, Gebäude und Wohnungen, Beschäftigte und Arbeitslose, Leistungsempfänger, Kraftfahrzeugbestand, sowie Wahlergebnisse wurden für diese Auflage erstmals Daten über die Flächennutzung der Stadtbezirke, die Religionszugehörigkeit sowie den Familienstand der Augsburger Bevölkerung ab 18 Jahren dargestellt.

Der Atlas kann für 15 Euro im Amt für Statistik und Stadtforschung in Papierform erworben oder kostenlos als 19,5 MB großes PDF unter www.statistik.augsburg.de heruntergeladen werden.



Spezialist für historische Tasten

Christoph Hammer (Foto: Stefan Schweiger)

Christoph Hammer

(Foto: Stefan Schweiger)


Solist, Liedbegleiter, Kammermusiker – Prof. Christoph Hammer hat sich internationales Renommee Ruf erworben mit seiner Kompetenz als Mozart-Experte und als Spezialist für historische Tasteninstrumente. Beim Interdisziplinären Forum für künstlerische Interpretation des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg (LMZ) gestaltet er nun das Mozartprojekt III dieses Wintersemesters gestalten: Am 14. und 15. Dezember 2011 behandelt er das Thema „Mozart und die Süddeutsche Klavierschule“ in einem Workshop. Dem abschließenden Konzert geht eine musikgeschichtliche Einführung voraus.

Christoph Hammer hat sich seit 1989 auf das Spiel historischer Tasteninstrumente konzentriert. Mit verschiedenen Ensembles hat er Programme erarbeitet, die in puncto historische Aufführungspraxis Maßstäbe setzten. 1996 gründete er die Neue Hofkapelle München, mit der er unbekannte Musik aus bayerischen Residenzen und Kirchen des 17. und 18. Jahrhunderts zum Leben erweckt. Seit 2003 präsentiert er die „Residenzwoche München“, ein Festival für Alte Musik, auch als Dirigent. Nach Gastprofessuren und Lehrtätigkeiten an der University of Seattle und an der Münchner Hochschule bekleidet Hammer seit 2009 eine Professur für Hammerflügel und Cembalo an der University of Northern Texas.

Und auch am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg (LMZ) ist Hammer derzeit im Gespräch für eine (halbe) Professur. Prof. Julius Berger, musikalischer Leiter des LMZ, befürwortet die Installierung des Mozart-Experten stark. Christoph Hammer kann auf seinem Gebiet auch aus einem anderen Grund wie kaum ein anderer aus dem Vollen schöpfen: Er verfügt über eine kostbare Sammlung historischer Instrumente; sie gälte es dann hier angemessen unterzubringen. Berger: „Für Augsburg wäre Christoph Hammers Berufung ein Glücksfall, besonders auch, um unser Mozart-Profil weiter zu schärfen.“

Das Abschlusskonzert „Mozart und die Süddeutsche Klavierschule“ findet statt am Donnerstag, 15. Dezember 2011 um 19.30 Uhr im Konzertsaal des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg (LMZ), Maximilianstraße 59. Der Eintritt ist frei.

Programm:

  • Einführung
  • Klavier- und Kammermusikwerke der Mozart-Zeitgenossen Ignaz von Beecke (1733 – 1803), Franz Xaver Kleinheinz (1765 – 1832) u. a.

Mitwirkende:

  • Prof. Christoph Hammer und Studierende des LMZ.
  • Leitung und Moderation: Prof. Christoph Hammer, Prof. Julius Berger