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41 Jahre nach dem Kniefall

“… tat ich, was Menschen tun, wenn die Sprache versagt”

Denkmal für die Opfer des Warschauer Ghettoaufstandes

Denkmal für die Opfer des Warschauer Ghettoaufstandes


So beschreibt Willy Brandt seine Geste des Kniefalls vor dem Denkmal für die Kämpfer des Warschauer Ghettos am 7. Dezember 1970. Diese Geste der Demut war ein Schlüsselereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Der am gleichen Tag unterzeichnete Warschauer Vertrag anerkannte die Westgrenze Polens als unverletzlich und verzichtete auf gegenseitige Gebietsansprüche. Bei der Ratifizierung durch den deutschen Bundestag am 17.05.1972 gab es einige Gegenstimmen, darunter der bayerische CSU-Abgeordnete von Guttenberg.

Willy Brandt ist der einzige deutsche Friedensnobelpreisträger nach dem 2. Weltkrieg. Die Stadt Augsburg hat den Platz vor der City-Galerie nach ihm benannt. Von einer städtebaulichen Gestaltung des Platzes kann nicht die Rede sein. Er wird als Werbefläche für verschiedenste meist niveaulose kommerzielle Veranstaltungen genutzt. Zur Zeit stehen dort die dezemberlichen Bratwurstbuden mit Glühweinausschank.

Die peace-factory-augsburg ist bestrebt den Platz städtebaulich aufzuwerten und sucht dafür Mitstreiter (in der städtischen Verwaltung).

» peace-factory-augsburg.de



Stadt Augsburg erhält Deutschen Engagementpreis

Zum Abschluss des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit hat das Bündnis für Gemeinnützigkeit am Freitag in Berlin den Deutschen Engagementpreis 2011 in sechs Kategorien verliehen. In der Kategorie “Politik & Verwaltung” ging der Preis an die Stadt Augsburg mit dem Bündnis für Augsburg.

Preisverleihung, v.l.: Dr. Kurt Gribl, Familienministerin Dr. Kristina Schröder, “Bündnis”-Geschäftsstellenleiterin Sabine Nölke-Schaufler, Barbara Kraus, Hamdiye Cakmak, Hans Blöchl, Renate Dick, Herta Hiemer, Wolfgang Krell und der frühere Sozialreferent Dr. Konrad Hummel (Foto: Marc Darchinger)

“Die Gewinner zeigen eindrucksvoll die Tatkraft und den Ideenreichtum der freiwillig Engagierten in Deutschland. Dieses Engagement verdient unsere höchste Anerkennung”, sagte Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder bei der Festveranstaltung im Berliner Allianz Forum mit 400 Gästen. Zu ihnen zählte auch die von OB Dr. Kurt Gribl angeführte Delegation aus Augsburg, zu der die Aktiven aus der Steuerungsgruppe des Bündnisses für Augsburg gehörten.

Im Bündnis für Augsburg arbeiten Bürgerschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft gemeinsam an der Gestaltung ihres Gemeinwesens und entwickeln zahlreiche innovative Projekte zur Engagementförderung, z. B. die “Sozialpaten”, “MehrGenerationenTreffpunkte” oder die “Stadtteilmütter”. Insgesamt engagieren sich im Bündnis für Augsburg derzeit rund 1.800 Menschen in Einsatzfeldern, die vor allem aktuelle kommunale Themen und Probleme aufgreifen.

“Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Bürgerschaftliches Engagement ist eine der zentralen Säulen für den sozialen Frieden in unserer Stadtgesellschaft. Dazu brauchen wir jeden einzelnen”, so Gribl, der mit der Verleihung des Preises die innovativen Augsburger Strukturen für die Engagementförderung anerkannt und gewürdigt sah.

Deutscher Engagementpreis



Träger des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss der großen gemeinnützigen Dachverbände und Netzwerke im Engagementbereich, sowie Experten und Wissenschaftler. Die deutschlandweit größte Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement wurde zum dritten Mal vergeben. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Generali Zukunftsfonds, der mit dem Schwerpunkt “Förderung des Engagements von und für die Generation 55 plus” bundesweit Projekte unterstützt.



» www.deutscher-engagementpreis.de


Bekommt „Augsburgs Wasserwirtschaft“ das Prädikat „Weltkulturerbe“?

„Wie das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur mitteilt, hat eine unabhängige Expertenkommission die dreizehn eingereichten Vorschläge anhand der UNESCO Kriterien bewertet“, wie Pro Augsburg gestern via Pressemitteilung mitteilte.

Wassertürme am Roten Tor

Wassertürme am Roten Tor


Die Experten haben einvernehmlich folgende Empfehlungen ausgesprochen:

  • Schlösser König Ludwigs II. von Bayern
  • Alpine und voralpine Wiesen- und Moorlandschaften im Werdenfelser Land
  • Der Nürnberger Prozess im Saal 600
  • Historisches Technik- und Kulturensemble „Augsburger Wasserwirtschaft“

Augsburg verfüge über einmalige technische Errungenschaften auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft. In den jeweiligen Epochen sei Augsburg seiner Zeit immer weit voraus gewesen, so Pro Augsburg. Die derzeitige deutsche Vorschlagsliste wird 2017/2018 abgearbeitet sein. Der Beschluss durch die Kultusministerkonferenz wird voraussichtlich im Jahr 2014 gefasst. „Eine weitere Initiative unseres Kulturreferenten und Bürgermeisters Peter Grab trägt Früchte“, so Pro Augsburgs Kommentar zur ersten Wasserstandsmeldung in Sachen Weltkulturerbe.



Literarischer Salon – zum letzten Mal in diesem Jahr

Am kommenden Mittwoch findet der letzte Literarische Salon des Jahres 2011 statt. Im Foyer des Stadttheaters besprechen wieder drei Gäste des Literaturteams Neuerscheinungen.

Klaus Müller, Schauspieler am Theater Augsburg, stellt vor: Siegfried Lenz: „Die Maske“. Prof. Maiwald von der Uni Augsburg hat von Roberto Bolano „Das Dritte Reich“ gelesen. Und DAZ-Redakteur Frank Heindl lässt sich über Josef Bierbichlers „Mittelreich“ aus. Moderiert wird der Abend von Jürgen Marks aus der Chefredaktion der Augsburger Allgemeinen. Besondere vorweihnachtliche Zutat des Dezember-Literatursalon: Die drei Gäste und der Moderator stellen im Anschluss an die Diskussion jeweils Ihre drei persönlichen Buch-Geschenk-Tipps vor.

Die Veranstaltung am morgigen Mittwoch, 7. Dezember 2011 beginnt um 20.00 Uhr im Theaterfoyer. Vorverkauf im Theater Augsburg und in der Buchhandlung am Obstmarkt.



SPD gegen Feldversuch mit „Gigaliner“

Die SPD-Fraktion des Augsburger Stadtrats fordert die Stadtregierung auf, gegen den Feldversuch mit „Gigaliner“ auf Bundesstraßen im Augsburger Stadtgebiet Einspruch beim Bayerischen Innenministerium zu erheben.

Die zweispurige B 17, welche vom Feldversuch mit „Gigaliner“ betroffen wäre, ist für die knapp 26 Meter langen und bis zu 44 Tonnen schweren LKWs nicht ausgebaut. Zudem ist die Bundesstraße nicht zuletzt aufgrund des herrschenden Verkehrsaufkommens für einen derartigen Versuch vollkommen ungeeignet. Die Folgen wären ein erhöhtes Unfallrisiko und eine größere Belastung der Anwohner und der Umwelt durch Lärm und Abgase.