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City-Galerie-Zugang: SPD will schnelle Lösung

Im Liegenschaftsausschuss will die SPD am kommenden Montag die Stadt mit einem konkreten Vorschlag auffordern, den Streit bezüglich des Zugangs zur City-Galerie zu lösen.



Unstimmigkeiten zwischen der Stadt und dem Eigentümer des Forsterparks Anton Lotter über die Nutzung verschiedener Flächen des Willy-Brandt-Platzes hatten Anfang Juli 2011 dazu geführt, dass der Zugang zum Forsterpark und zur VHS bis heute teilweise vom übrigen Platz abgesperrt ist. Als Reaktion darauf hatte die Stadt durch Teeren eines kurzen Wegs durch eine städtische Grünfläche zur Umgehung der Schranke des Forsterparks einen provisorischen Zugang geschaffen. Seitdem herrsche Funkstille, so die SPD, die vermisst, dass sich die Stadt mit dem Immobilieneigentümer an einen Tisch setzt, um den Streit zu lösen.

“Die ad-hoc-Maßnahme des Baureferenten kann auf Dauer so unter keinen Umständen bleiben”, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Stefan Kiefer gestern. Das Problem müsse dieses Jahr noch vom Tisch. Die SPD fordert daher, neben dem Zugang zur VHS einen beschilderten Zugang zur City-Galerie über den Willy-Brandt-Platz zu schaffen und dafür die Grünfläche nach Norden in Richtung Vogeltor zu verschieben.

» Willy-Brandt-Platz: städtischer Grund eingezäunt



FCA auf Schalke: Glückauf!

Am morgigen Sonntag (17.30 Uhr) gastiert der FC Augsburg in der 15. Runde der Fußballbundesliga in Gelsenkirchen. Schalke 04 hat zuletzt in Dortmund wenig Überzeugendes zustande gebracht und ist darüber hinaus von Aufstellungssorgen geplagt.

Von Siegfried Zagler



Kyriakos Papadopulus und Jermaine Jones sind aufgrund ihrer 5. Gelben Karte nicht mit dabei. Jefferson Farfan laboriert noch an einem Innenbandanriss und Benedikt Höwedes stieg erst vor einer Woche wieder mit ins Mannschaftstraining ein. Die Aktien stehen somit nicht ganz so schlecht für einen FCA-Sieg, wie das die aberwitzigen Quoten der Wettbüros vermuten lassen. Ein Anbieter lockt seine Kundschaft gar mit 1:9, was bedeuten würde, dass man im Falle des zweiten Auswärtssieges des Tabellenletzten auf Schalke 90 Euro für 10 bekommen würde.

Für einen Auswärtssieg sprechen zwei Dinge

Der „Kicker“ geht davon aus, dass gegen den FCA Timo Hildebrandt das Knappen-Tor hütet. “Wir müssen abwarten. Ein Risiko gehen wir nicht ein”, so Schalkes Trainer Huub Stevens, der genau weiß, dass er durch die Gelbsperren von Papadopoulos und Jones zwei Abwehrlöcher zu stopfen hat. Höwedes, so die Hoffnung, könnte neben Papadopoulos-Vertreter Christoph Metzelder in die Innenverteidigung rücken, während Joel Matip für Jones die “Sechs” geben könnte. “Wir werden die richtige Lösung finden”, so Stevens selbstsicher. Ob Jos Luhukay, der als Co-Trainer mit Stevens 2004/05 und dem 1. FC Köln in die Bundesliga aufstieg, angesichts der Schalker Abwehrprobleme im Ruhrpott die „richtige Lösung“ finden wird, darf bezweifelt werden. Ob der FCA-Trainer offensiver aufstellt als zuletzt in Stuttgart, lässt Luhukay wie stets offen. Für die Anhänger einer offensiveren Augsburger Auswärtsstrategie sprechen allerdings zwei Dinge: Der 1. FC Kaiserslautern gewann am 9. Spieltag auf Schalke, weil die Lauterer sehr mutig und schnell nach vorne spielten und mit großem Offensivgeist die Schalker von einer Verlegenheit in die andere stürzten. Und zweitens könnte sich Luhukay die Stuttgart-Kritik von Manfred Seiler in der DAZ zu Herzen nehmen.

Gastautor ist WBG-Chef Edgar Mathe

Zwar muss Augsburgs Trainer auf Angreifer Nando Rafael verzichten, der sich eine Adduktorenverletzung zugezogen hat, doch dafür sind zwei andere Offensivspieler wieder dabei: Torsten Oehrl hat seine Rot-Sperre aus dem Spiel beim 1. FC Köln abgesessen und steht ebenso wieder zur Verfügung wie Stephan Hain, der nach seiner Knieverletzung Anschluss an die Mannschaft gefunden hat. “Ich bin froh, dass ich diese beiden Alternative habe, denn beide sind Kandidaten für die Startelf, können aber auch als Einwechselspieler dem Spiel noch Impulse geben.” Das hört sich zumindest im Ansatz so an, als zöge Luhukay zwei Stürmer in Betracht. „Wir fahren nach Schalke um dort zu punkten“, so Sascha Mölders unmittelbar nach dem Heimsieg gegen Wolfsburg.

„Glückauf“ kann man da nur wünschen. “Ich wünsche Dir Glück, tu einen neuen Gang auf”, so lautete der komplette Gruß einer in Deutschland verschwundenen Arbeiterkultur. „Schalke“ war der Name einer Kohlengrube, deren Bergleute den Verein 1904 gründeten. DAZ-Gastautor ist WBG-Chef Edgar Mathe.



Neue Stadtbücherei: „Erhöhung der Gebühren bedeutet Kürzungen bei der Kulturellen Bildung“

Die Stadtratsfraktion der Grünen hat sich gestern gegen die Erhöhung der Gebühren für die Stadtbücherei positioniert, während Klaus Lutzenberger in seiner Eigenschaft als Leiter der Neuen Stadtbücherei darauf hingewiesen hat, dass der Beschluss zur Gebührenerhöhung im Vorfeld mit den Vorständen des Vereins „Freunde der Stadtbücherei“ abgestimmt worden sei.

Leseecke für Zeitungen zwischen Eingang und Cafeteria

Leseecke für Zeitungen zwischen Eingang und Cafeteria


„Die Stadtbücherei soll als Angebot möglichst allen in der Stadt offenstehen. Durch eine Steigerung der Jahresgebühr um über 50%, wie sie Kulturreferent Grab vorgeschlagen hat, ist dies nicht mehr gegeben“, so die Grünen. Die Ausstattung der Stadtbücherei sei noch immer nicht befriedigend, da die Stadtbücherei aufgrund des zu niedrigen Anschaffungsetats kein optimales Angebot biete. Die drastische Erhöhung der Gebühren würde den städtischen Aufgabenbereich der Kulturellen Bildung deutlich schwächen. Das sei nicht nachvollziehbar, zumal die Mehreinnamen nicht der Stadtbücherei zugute kommen sollen, sondern als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung verwendet werden. „Hier wird leichtfertig eine wichtige Kultur- und Bildungseinrichtung deutlich geschwächt“, so der Grüne Fraktionschef Reiner Erben. Das dürfe der Stadtrat nicht zulassen, vielmehr müsse Kulturelle Bildung zum Schwerpunkt in Augsburg werden.

“Nicht weniger Zeitschriften als in der alten Bücherei vorhanden”

Inzwischen gibt es vom Leiter der Neuen Stadtbücherei, Manfred Lutzenberger, eine erste Reaktion auf die DAZ-Berichterstattung. In einem Schreiben an die DAZ legt Lutzenberger darauf Wert, dass es nicht zutreffe, dass die Vorstände des Vereins „Freunde der Stadtbücherei“ Klaus Döderlein und Kurt Idrizovic im Vorfeld der Gebührenerhöhung nicht informiert worden seien. „Herr Döderlein erklärte am 17.11. 2011 sogar schriftlich, dass er die Erhöhung der Jahresgebühr auf 20 Euro für angemessen hält“, so Lutzenberger, der darüber hinaus erklärte, dass „nicht weniger Zeitschriften als in der alten Stadtbücherei vorhanden sind.“ Letzteres hat allerdings niemand behauptet.

» Kommentar: Neue Stadtbücherei: „Hülle ohne Inhalt“