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City of Peace wieder 2013

Richard Goerlich soll ein Gesamtkonzept erarbeiten

Das Festival City of Peace soll Kultur und Sport zukünftig unter dem Dach der Friedensstadt Augsburg verbinden – das ist die Grundlage, auf der das Kultur- und Sportreferat für das Jahr 2013 ein Gesamtkonzept erarbeiten will, das neben inhaltlichen Aspekten auch ein solides Sponsoringkonzept sowie alle wichtigen Netzwerkpartner der Stadt einschließt.

Wieder für City of Peace federführend: Richard Goerlich

Weiter für City of Peace federführend: Richard Goerlich


Unter der Federführung von Bürgermeister Peter Grab hatte das städtische WM-Büro unter der Leitung des Popkulturbeauftragten Richard Goerlich im zurückliegenden Sommer City of Peace als Rahmenprogramm zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 mit großem Erfolg zusammengestellt und organisiert. Diesen Impuls wolle die Stadt Augsburg auch für eine künftige kulturelle und sportliche „Bespielung“ der Innenstadt aufnehmen, meldet die Stadt in einer Pressemitteilung. Dazu soll – wieder unter der Federführung von Goerlich und in Abstimmung mit dem Stadtjugendring, dem Projektbüro für Frieden und Interkultur und der City Initiative Augsburg (CIA) – ein Gesamtkonzept erarbeitet werden.

Warum es nicht bereits 2012 eine Wiederholung von „City of Peace“ geben soll, erklärt die Mitteilung mit dem stark kryptischen Nebensatz, eine aktuelle inhaltliche, finanzielle und organisatorische Abwägung habe gezeigt, dass dies „nicht den vorgegebenen Parametern“ entspreche – was immer das bedeuten mag. „Wenn City of Peace, dann richtig“, lässt sich Kulturreferent Peter Grab in der Mitteilung zitieren. Er wolle „das Alleinstellungsmerkmal Friedensstadt mit einem Konzept unterfüttern, das ebenso viel Qualität und Erfolg hat wie bei der Frauen-WM.“ Im nächsten Jahr mit City of Peace zu pausieren trage außerdem zur Haushaltskonsolidierung bei.



IHK begrüßt Reform der Insolvenzordnung

Ende Oktober hat der Bundestag das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) beschlossen. Mit dieser Reform der Insolvenzordnung haben vor allem Familienunternehmen bei Schieflagen bessere Sanierungschancen.



Darauf wies die IHK Schwaben am Dienstag hin. Das Gesetz, das im ersten Quartal 2012 in Kraft treten soll, ermöglicht Unternehmern künftig selbst, das heißt in Eigenverwaltung ihr Unternehmen zu sanieren. „Dies ist von erheblicher Bedeutung, da viele Unternehmer, die Gesellschafter und Geschäftsführer sind, den Kontroll- und Eigentumsverlust bei einer Insolvenz fürchten“, erklärt Oliver Heckemann, Leiter des IHK-Geschäftsfeldes Recht / Fair Play. Das neue Gesetz bietet für den Fall einer drohenden Zahlungsunfähigkeit einen Schutzschirm an: Der Unternehmer kann drei Monate lang mit Gläubigergruppen ein Sanierungskonzept ausarbeiten, ohne Vollstreckungsmaßnahmen fürchten zu müssen und anschließend beim Insolvenzgericht einen Antrag auf Eigenverwaltung stellen.

“Das Gericht wird diesem Antrag dann – anders als in der Vergangenheit – in der Regel zustimmen”, schätzt Heckemann. Das werde auch für die Gläubiger von Vorteil sein, die im Fall einer Insolvenz meist nicht mehr als fünf von hundert Euro ihrer Forderungen zurückerhalten. Bei Insolvenzplänen erhalten die Gläubiger dagegen in der Regel zwanzig Euro und mehr zurück. “Das Gesetz ist sehr zu begrüßen”, so IHK-Vizepräsident Dr. Sebastian Priller, geschäftsführender Gesellschafter der Brauerei Riegele. “Es stärkt vor allem die Familienunternehmen – 95 Prozent aller schwäbischen Unternehmen, weil die Chance zu einem Neuanfang trotz einer Insolvenz nun realistisch ist.”



“Integration statt Innenpolitik”

Der Grüne Arbeitskreis Migration fordert, dass der Integrationsbeirat und vor allem sein Vorsitzender Ahmet Akcay endlich seine Aufgaben wahrnimmt und sich für die Integration einsetzt und nicht für die Ausgrenzung.



Dies teilte der Stadtverband Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit. Ahmet Akcay müsse begreifen, dass jede völkisch-nationale Entgleisung der türkischen Seite Wasser in die Mühlen von deutschen Nationalisten trage. Das jahrelange mühsam erarbeitete friedliche Zusammenleben zwischen Migranten und Deutschen, sowie auch das der türkischstämmigen verschiedenen ethnischen und religiösen Gemeinschaften, sei durch die jüngsten Vorfälle beim 50. Jahrestag des Gastarbeiterabkommens zwischen der Türkei und Deutschland im Rathaus empfindlich gestört und vergiftet worden.

Durch den Eklat, den drei AKP-Abgeordnete beim 50. Jahrestag im Rathaus verursacht hätten, seien die Stadt Augsburg als Gastgeberin und die Organisatoren der Veranstaltung in eine peinliche Lage gebracht worden.

“Parolen, die die Janitscharen auf dem Kriegsfeld gerufen haben”

Der Integrationsbeirat habe die Aufgabe, die Stadt Augsburg bezüglich der Zuwanderer und Zuwanderinnen zu beraten und sich für Integration und das friedliche Zusammenleben der Kulturen und Ethnien einzusetzen. Durch das Unterstützen von Demonstrationen mit Parolen, “die die Janitscharen auf dem Kriegsfeld gerufen haben” und das “Hereinholen der Innenpolitik der Türkei in den Rathausempfang” sei der satzungsgemäß festgelegte Rahmen des Integrationsbeirates völlig überzogen und missbraucht worden.

“Damit hat man die Ängste und Vorurteile in der Gesellschaft verstärkt anstatt sie zu beseitigen. Durch diese Aktivitäten fühlen sich die Kreise bestätigt, die sich für die Ausgrenzung der Migranten und Migrantinnen einsetzen”, so die Grünen in ihrer gestrigen Pressemitteilung.



Schon 33 Tage ohne Regen

In weiten Teilen Bayerns hält die Trockenheit bereits seit mindestens 33 Tagen an. Dies meldete gestern das in Augsburg angesiedelte Bayerische Landesamt für Umwelt LfU.



Nach dem zu nassen Sommer und den durchschnittlich nassen Herbstmonaten verursache der deutlich zu trockene November Niedrigwasser in Bayern, so das LfU. Kritische Zustände beim Grundwasser und bei Gewässern seien aber noch nicht erreicht und die staatlichen Wasserspeicher würden über genügend Reserven zur winterlichen Niedrigwasseraufhöhung verfügen, so Dr. Michael Altmayer, Leiter der Abteilung Gewässerkundlicher Dienst am Dienstag.

Wasserkraftwerk Hochzoll – Bild: Kleeblatt-Film



Stadtratssitzung: großer Zuschauerandrang erwartet

Stadtjugendring will 300 Besucher aktivieren

Breite Unterstützung erfährt die Aktion “Lass dich nicht streichen!” des Stadtjugendrings (SJR) derzeit durch die Fans des FCA. Die Aktion richtet sich gegen die geplanten Kürzungen beim Etat für den SJR in sechsstelliger Höhe, wovon auch das FCA-Fanprojekt betroffen ist. Der Stadtjugendring erwartet in der Stadtratssitzung am heutigen Donnerstag über 300 Jugendliche und FCA-Fans als Zuschauer, die damit ihren Unmut über die Kürzungen zum Ausdruck bringen wollen. Die geplanten Zuschusskürzungen stehen nicht auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung.

» Tagesordnung Stadtrat 46. Sitzung