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An den Stadtteilen vorbei

Alleine die über 70.000 € für die Fraktionskosten einer neuen “Splitter-CSU” würden reichen, um den Stadtteilen Lechhausen und Hochzoll durch Bezuschussungen aus dem Fördertopf “Aktive Stadt und Ortsteilzentren” 60% (105.000,00 €) zusätzlich zu ermöglichen. Stattdessen setzt die verantwortliche Regierung die Stadtteile, übrigens auch Oberhausen, auf 0,00 € im Jahre 2012.

Man generiert Geld für den KÖ mit Granitbelägen bis in alle Seitenwege, benötigt dringend neues Geld für – mindestens einen Verwaltungsschritt mit Anhörungen für den Königsplatz – (was muss die Öffentlichkeit hier berappen?) und Pro Augsburg hält z. B. im Kulturbereich an Ideen und Kosten fest, die sich alleine vom Begriff her als “verbrannt” demaskiert haben. Die Liste ist beliebig weiter zu ergänzen.

Es bleiben die Stadtteile Lechhausen und Hochzoll auf der Strecke (übrigens auch die weiteren Planungen und Entwicklungen in Kriegshaber, Oberhausen und zum Teil mit Textilviertel/Herrenbach), für die mit Aufwand und Geld schon in der letzten Legislaturperiode Entwicklungen angestoßen wurden, um deren Zentren zu stärken und Missstände zu mildern. Die Programme “Aktive Stadt und Ortsteilzentren” sind auf 4 Jahre ausgelegt. Erfolge müssen nachgewiesen werden, um nochmals für 4 Jahre in den Genuss zu kommen, öffentliche Gelder zu erhalten. Ein Jahr ist schon vergangen. Warten wir doch lieber wieder einmal auf den Wahltermin im Jahre 2013/14, um dann mit dem “Füllhorn bürgerlicher Gelder” die Wahlen freundlich zu stimmen. Egal, mit dem Einsatz aller verfügbaren Kräfte werden wir im Schnellverfahren den Zwölf-Apostel-Platz, den Umgriff des Schlössle oder weiteres durchpeitschen. Kollateralschäden inbegriffen. Welch perfides System.

Der eine (Kämmerer) greift sich in die nicht vorhandenen Taschen, mit der lakonischen Bemerkung “Wenn kein Geld da ist kann man nichts finanzieren” und die Riege der Referenten schreckt aufgescheucht durch den Stall und jammert über den bösen Umgang mit ihren Ressorts.

Allesamt haben die ungleichen Partner CSU und Pro Augsburg mit Ihren Appendizes in den Jahren 2008 und 2009 mit beiden Händen in die “Streusalzkisten” der geordnet übergebenen Finanzen der Vorregierung gegriffen, um “eigene Akzente” zu setzen und “systemnahes Personal” zu finden. Welch teurer Spaß, den jetzt einerseits wieder die Bürger ausgleichen sollen oder Defizite zu akzeptieren haben.

Warum ist es nicht möglich, einerseits Visionen zu entwickeln, Strukturüberlegungen aufzubauen und peu à peu ruhig und besonnen angemessene Planungen zu veranlassen. Man muss auch nicht alles “der anderen” verteufeln, aus was für Motiven heraus auch immer, um Innovation zu zeigen. Es ist dringend auf einen Ausgleich in der gesamten Stadt zu achten, auch mal dort “reiner Wein” einzuschenken, wo Dinge nicht mehr zu halten sind. Eben nicht populär, ad hoc und immer auf den Machterhalt schielend.

 

Stefan Quarg

Baupolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion



Klinikum Augsburg hat acht der Top-Mediziner Deutschlands

Patienten und Ärzte haben im FOCUS-Ärzteranking die besten 1.500 Mediziner bundesweit gewählt. Acht von ihnen sind Chefärzte am Klinikum Augsburg.

Das Ranking im FOCUS-SPEZIAL “Ärzteliste 2011” basiert auf einer groß angelegten Arzt- und Patienten-Umfrage zur Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland. Außerdem wurden Veröffentlichungen und Studien der Experten berücksichtigt.

Bei den Gefäßchirurgen wurde Prof. Dr. Klaus Wölfle, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, nicht nur häufig von Patienten, sondern auch von Kollegen empfohlen. Auch Prof. Dr. Michael Beyer, Chefarzt der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Klinikum Augsburg, zählt zu den Top-Medizinern des FOCUS-Rankings. Zu seinen Spezialisierungen zählen rekonstruktive Herzklappen- und Aortenchirurgie.

Auch die Kardiologie am Klinikum Augsburg wurde mit ihrem Chefarzt Prof. Dr. Wolfgang von Scheidt, I. Medizinische Klinik, ausgezeichnet. Zu den bundesweiten Experten für Leukämien, Lymphome und Metastasen zählt aufgrund der Empfehlung von Patienten und Kollegen Prof. Dr. Günter Schlimok, Chefarzt der II. Medizinischen Klinik. Schlimok ist darüber hinaus spezialisiert in der Stammzellentransplantation und im Nachweis von Mikrometastasen.

“Universitätsgleiche Leistungsfähigkeit unseres Hauses”

Häufig im FOCUS-Ranking empfohlen als Experten für Tumoren des Verdauungstraktes werden Prof. Dr. Matthias Anthuber, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantations­Chirurgie und Prof. Dr. Helmut Messmann, Chefarzt der III. Medizinischen Klinik. Zu den bundesweiten Experten für urologische Tumoren zählt Prof. Dr. Dorothea Weckermann, Chefärztin Urologischen Klinik am Klinikum Augsburg. Bei den Netzhaut-Experten führt das FOCUS-Ranking Prof. Dr. Arthur Mueller, Chefarzt der Augenklinik.

Der medizinische Direktor, Priv.-Doz. Dr. Dirk Richter, gratulierte den Medizinern zu der hervorragenden Bewertung im bundesweiten Vergleich: “Dies ist für mich ein eindrucksvoller Beweis für die hohe medizinische Kompetenz und die universitätsgleiche Leistungsfähigkeit unseres Hauses, zumal zahlreiche Universitätskliniken und Großkrankenhäuser nicht erwähnt werden.”



„Kültürtage“: Zwei Filme im Liliom

Zum Abschluss der Kültürtage präsentieren die Veranstalter den Dokumentarfilm „Azubi Ömer“ und den Kurzspielfilm „Seppi und Hias“ am morgigen Dienstag, 22. November um 19.00 Uhr im Kino Liliom.

Als Gäste zum Doublefeature sind Emre Koca (Regisseuer von „Seppi und Hias“) und Ömer Peker, einer der Darsteller von „Azubi Ömer“ angekündigt. „Seppi & Hias ist eine bayerisch-türkische Lausbubengeschichte, inspiriert von Ludwig Thomas Lausbuben-Geschichten und der eigenen Kindheit auf dem oberbayerischen Lande. Der Ex-Lausbub Hansi Kraus spielt neben Philipp Lahm und Hamit Altintop eine Gastrolle in der bayerischen Komödie mit türkischem Flavour“, wie es in der Pressemitteilung des Veranstalters heißt.

Seppi & Hias“: Regie: Emre Koca, Drehbuch: Emre Koca, Florian Wammetsberger.

Der Dokumentarfilm „Azubi Ömer“ des Bayerischen Fernsehens aus dem Jahr 1989, Regie Martin Oswald, schildert die Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Der ist Eintritt frei.