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“Das Maxfest ist ein schwarzer Fleck für unsere Stadt”

DAZ-Leser melden sich zu Wort

Partymeile Maximilianstraße

Die DAZ erhält regelmäßig Post von ihren Lesern. Bisher hat sich die Redaktion beinahe bei jedem “Leserbriefverfasser” für die lobende Zustimmung beziehungsweise für die Kritik mit ein paar Zeilen bedankt. Bei dem durchschnittlich guten Dutzend Zuschriften pro Monat kein großer Arbeitsaufwand. Zu den beiden Kommentaren zur Maxstraße erreichte die DAZ im Verhältnis dazu eine wahre Flut von Zuschriften. Die meisten Mails bestanden nur aus wenigen Worten beziehungsweise einem Wort (“Super!”). Viele Mails waren anonymisiert und einige Verfasser reagierten auf die DAZ-Anfrage, ob man die Zuschrift veröffentlichen dürfe, abschlägig, einige gar nicht. Viele Mails trudelten noch während der Feiertage ein, zwei noch am gestrigen Mittwoch. Grund genug, um zum ersten Mal Leserreaktionen auf der DAZ zu veröffentlichen. Die meisten Zuschriften waren nicht für die Öffentlichkeit gedacht, aber alle Zuschriften, die wir unseren Lesern nun mangels Autorisation vorenthalten müssen, hatten in etwa den ähnlichen Ton wie diese: “Sehr gut Ihr Kommentar zur Max-Sause. Ich fürchte bloß, es wird nichts nützen”. Eine konsequente Positionierung für das Maxfest in seiner derzeitigen Form gab es keine.

“Ort der Beliebigkeit von Konsum, Rausch und Pseudobegegnung”

Es könnte sein, dass sich die pessimistischen Prognosen der DAZ-Leser bezüglich der Maxfeste an den Rändern aufzulösen beginnen und sich ein wenig Hoffnung auf ein anderes Maxfest breit machen könnte, wenn sie nun die politischen Stellungnahmen zu den Massenaufmärschen auf der Maximilianstraße lesen sollten.

“Mit der Umgestaltung der Maxstraße muss auch eine Neukonzeption für das Maxfest kommen”, so Beate Schabert-Zeidler für die Regierungspartei Pro Augsburg. Schabert-Zeidler will zwar das Fest noch in dieser Form für 2011, aber mit allen geforderten Sicherheitsauflagen und ohne Alimentierung von städtischer Seite.

Das Maxfest sei dem Finanztrieb der Gastro-Kapitalisten und einer “einfachen Wahlarithmetik von uns Politikern” geschuldet, konstatiert sarkastisch der kulturpolitische Sprecher der SPD Frank Mardaus, dem zu wünschen ist, dass er in seiner SPD mit seiner rigorosen Haltung zu den Maxfesten eine Mehrheit findet.

In die gleiche Richtung argumentieren Reiner Erben und Verena von Mutius für die Augsburger Grünen: “Es kann nicht sein, dass die kommerziellen Interessen einzelner Wirte das Bild dieses für die Ausstrahlung der gesamten Stadt so wichtigen Straßenzugs bestimmen. Von Jahr zu Jahr hat sich die Wahrnehmung der Maxstraße als Partymeile verstärkt. Die Folgen davon bekämpft die Stadtregierung nach wie vor erfolglos”, so die Grünen in ihrer Stellungnahme zur DAZ.

Toni Resch (FDP) hätte gerne eine gut organisierte Bürgerversammlung beauftragt, das Thema adäquat abzuarbeiten. Am leidenschaftlichsten äußert sich die Chefin der neuen Rathausfraktion der Freien Wähler, Rose-Marie Kranzfelder-Poth: “Ein gigantischer Schrott mit gigantischen Scheinwerfern und gigantischen Lautsprechern vermüllt die Straße, um dann drei Tage lang einer wogenden Menschenmasse mit dröhnender Beschallung bis in die frühen Morgenstunden als Ort der Beliebigkeit von Konsum, Rausch und Pseudobegegnung zu dienen”.

» Alle politischen Stellungnahmen und Leserzuschriften (pdf 80 kB)

» Kommentar: Maxfest: Nichts als Barbarei

» Kommentar: Maxfeste: Ein schlechteres Zeugnis kann man der politischen Kaste kaum ausstellen



AEV: Panther besetzen die elfte Ausländerstelle

Die Sichtverhältnisse im Curt-Frenzel-Stadion haben sich durch die Zusatztribünen und die Aufdoppelungen im Sitzpatzbereich deutlich verbessert und nun hat die Pantherführung im sportlichen Bereich nachgebessert, um im kommenden Jahr die Play-Offs zu erreichen.



Vom kasachischen Spitzenclub Barys Astana wechselt der 26 Jahre junge Angreifer Riley Armstrong zum Deutschen Vizemeister. Armstrong war in seiner Karriere hauptsächlich in der American Hockey League aktiv, in 415 AHL-Spielen verbuchte der Außenstürmer 178 Punkte. Im Jahr 2008 absolvierte der Rechtsschütze, obwohl er nie gedraftet wurde, sogar zwei Partien in der NHL für die San Jose Sharks. – Im November dieses Jahres wagte Armstrong erstmals den Sprung ins Ausland und erzielte für den KHL-Club Barys Astana in neun Einsätzen ein Tor.

Panther-Trainer Larry Mitchell, der Mitchell fünf Mal beobachtete, vertritt die Auffassung, dass Armstrong für den AEV eine Verstärkung darstellt. „ Riley ist ein exzellenter Schlittschuhläufer, der über einen guten Schuss verfügt. Er ist der Typ Spieler, der aus allen Lagen auf das Tor schießen kann und mehr Torjäger als Passgeber ist. Sein schnelles, körperbetontes Spiel passt zu unserer Spielweise. Auch in seiner Rolle als Verteidiger im Überzahlspiel hat er mich beeindruckt“, so Mitchell. Der in Kanada geborene Armstrong wird für den AEV am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Mannheim sein Debüt geben.

Riley Armstrong (Foto: Panther Medieninformation)