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Der FCA kann es!

Am 15. Spieltag setzte sich im Spitzenspiel der Zweiten Bundesliga der FC Augsburg gegen Energie Cottbus mit 4: 0 durch und gehört somit weiterhin zu den heißesten Kandidaten im Kampf um den  Aufstieg in die Bundesliga.

Von Siegfried Zagler

Trotz des Wintereinbruchs mit starkem Schneefall war der Rasen in der impuls arena vor nur 13.246 Zuschauern gut bespielbar. Die Partie kam im klirrend kalten Stadion auf dem Lechfeld schnell in die Gänge – mit Torgelegenheit auf  beiden Seiten. Die Gäste agierten bis zur 23. Minute – als das Match mit dem zweiten Elfmeter und einem Platzverweis für Energies Bittrof, der Rafael rüde im Sechzehner von den Beinen holte, entschieden wurde – auf Augenhöhe mit den Augsburgern. Nando Rafael kümmerte sich nicht um die altbackene Regel, dass der gefoulte Spieler nicht zum Strafstoß antreten solle und verwandelte zum zweiten Mal sicher. Danach war das Spiel entschieden. Der erste Strafstoß wurde von Stephan Hain in klassischer „Hölzenbein-Manier“ herausgeholt (15.). Der FCA verwaltete im ersten Durchgang die Führung mit Ballbesitz ohne Tordrang, während die dezimierten Lausitzer ein wenig ambitionierter Richtung Jentzsch-Kasten kombinierten, allerdings ohne zählbaren Erfolg.



„Wir haben mit diesem Sieg ein Zeichen gesetzt“


In der zweiten Halbzeit kontrollierten die Augsburger die Partie sehr sicher und zeigten phasenweise sehr guten Fußball. Das verletzungsbedingte Fehlen der Schlüsselspieler Thurk, Traore, Ndjeng und Sinkala wurde beinahe nicht bemerkt, so flüssig und torgefährlich kombinierte der FCA im weiteren Lauf der Partie, in der sich die chancenlosen Cottbusser zunehmend in die Niederlage fügten. In der 58. Minute erzielte Werner mit einem Draufhalter ein Abseitstor und in der 82. Minute krönte Rafael nach einer feinen Einzelleistung mit seinem dritten Tor seine beste Vorstellung im Dress der Augsburger, die nach fünfzehn Spieltagen zum ersten Mal mit der fast gleichen Aufstellung des vorhergehenden Spieltags antraten. Lediglich der verletzte Thurk wurde in der Spitze von Hain ersetzt. “Ich mache der Mannschaft ein großes Kompliment, denn sie hat von Beginn an gezeigt, dass sie dieses Spiel gewinnen wollte. Wir haben mit diesem Sieg ein Zeichen gesetzt, dass mit uns nach unserer Schwächephase weiter zu rechnen ist”, gab FCA-Trainer Jos Luhukay in bester Laune zu Protokoll. Der FCA tritt  am kommenden Samstag um 13 Uhr beim FSV Frankfurt an, die Woche darauf – am letzten Spieltag der Vorrunde – kommt Hertha BSC in die Brechtstadt.

Startaufstellung: S. Jentzsch, – P. Verhaegh, G. Sankoh, U. Möhrle, A. Bellinghausen, – T. Werner, D. Brinkmann, K. Kwakman, M. De Jong, – N. Rafael, S. Hain.

Eingewechselt: S. Bertram (65.); T. Oehrl (83.); D. Baier (83.).

Ausgewechselt: M. De Jong (65.); N. Rafael (83.); T. Werner (83.).

Auswechselbank: J. De Roeck; M. Thurk; M. Nebel; M. Amsif.

Tore:

1:0 Nando Rafael (15.).

2:0 Nando Rafael (23.).

3:0 Tobias Werner (58.).

4:0 Nando Rafael (82.).



Grab: „Das Ziel für die Interimsspielstätte bleibt 2011“

Rechtliche Probleme verhindern derzeit die Vergabe des Auftrags für die Ersatzspielstätte am Theater zu Konditionen, die für die Stadt annehmbar sind. Trotzdem soll am zeitlichen Fahrplan festgehalten werden.

260 Zuschauerplätze: geplanter Container beim Theater

260 Zuschauerplätze: geplanter Container beim Theater


Während die Stadt nur 4,2 Mio. Euro für den Theater-Container ausgeben will, liegt das günstigste Angebot, das die Fa. Züblin abgegeben hat, bei 5,1 Millionen. Anders als ein privater Bauherr kann die Stadt nicht einfach in Verhandlungen mit dem Bieter eintreten. Sie muss sich an die Regularien der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) halten. Zwar kennt auch die VOB ein Verhandlungsverfahren, aber nach Auffassung der Regierung von Schwaben liegen die Voraussetzungen hierfür derzeit nicht vor. Der Stadt bliebe damit nur eine erneute Ausschreibung mit modifizierten Unterlagen, um zu einem günstigeren Preis für den Container zu kommen. Zeitverzögerung laut Theatersprecher Philipp Peters: sechs Monate, zu lang sowohl für das Theater als auch für die Stadtspitze.

Elefantentreffen am Dienstag vor der CFS-Sondersitzung

Am Rande des gestrigen AEV-Spiels war von Kulturreferent Peter Grab zu erfahren, dass sich deshalb vor der Stadtratssondersitzung am Dienstag, 7. Dezember ein Runder Tisch mit den „üblichen Verdächtigen“ treffen werde. OB Kurt Gribl, Finanzreferent Hermann Weber, Baureferent Gerd Merkle sowie Theaterintendantin Juliane Votteler wollen in einem Abstimmungsprozess die möglichen Optionen für das weitere Verfahren verfeinern, die dann dem Stadtrat vorgeschlagen werden sollen. Grab blieb gestern Abend trotz pessimistischer Medienberichte dabei, dass der Theater-Container wie geplant bis zum Sommer 2011 noch die Kurve kriegen könnte. Die Zielsetzung des „Elefantentreffens“ am Dienstag sei die Antwort auf die Frage, „wie man dem Theater schnellstmöglich eine Interimsspielstätte ermöglichen könne, ohne gegen geltende Gesetze zu verstoßen“, so Grab, der gestern gegenüber der DAZ keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass die Stadt an der Container-Lösung für das Schauspiel festhalten werde.



Hauptbahnhof und Bahnsteig F: Unterstützung aus Berlin

Das klare Votum des Bürgerentscheids für den raschen Umbau des Königsplatzes schlägt bis nach Berlin positive Wellen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat zugesagt, die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Stadtwerken und Deutscher Bahn beim Verfahren zum Umbau des Hauptbahnhofs und die Baumaßnahme selbst zu unterstützen.

Fuggerexpress im Augsburger Hauptbahnhof

Fuggerexpress im Augsburger Hauptbahnhof


Zusammen mit den Landräten Martin Sailer (Augsburg Land) und Christian Knauer (Aichach-Friedberg) reiste OB Dr. Kurt Gribl auf Vermittlung des CSU-Bundestagsabgeordneten Christian Ruck am Mittwoch nach Berlin, um dort für operative Unterstützung bei der Realisierung der Mobilitätsdrehscheibe zu werben. “Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer wertet den positiven Bürgerentscheid in Augsburg gerade auch mit Blick auf “Stuttgart 21″ als bemerkenswertes und beeindruckendes Votum der Bürger für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs”, so OB Kurt Gribl gestern in einer Pressemitteilung der Stadt. Der Minister werde konsequent darauf drängen, dass der Bahnsteig F als Voraussetzung für einen voll funktionsfähigen Regio-Schienen-Takt realisiert wird. “Bei der Mobilitätsdrehscheibe wollen wir mit der Bahn neue Wege der Kooperation gehen. Es ist für Augsburg von großem Nutzen, dass uns der Bundesverkehrsminister dabei unterstützen wird”, so der OB.

Fahrplan für drittes Gleis nach Ulm

Positiv äußerte sich Ramsauer auch zum dreigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Augsburg-Ulm. Dieser müsse bei der Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplanes im Jahr 2015 zwingend nochmals auf den Tisch kommen. Aufzuzeigen sei, inwieweit die bestehenden Gleise künftig durch zunehmende Güterverkehre und überörtliche Verkehre – etwa auf der Achse Paris-Budapest nach der Realisierung von Stuttgart 21 – belastet wird, was eine reibungslose Abwicklung des Nahverkehrs beeinträchtigen könnte. “Mit diesen Aussagen haben wir einen klaren Fahrplan. Wir werden daran arbeiten, dass die Vordringlichkeit des dritten Gleises im Bundesverkehrswegeplan anerkannt wird”, so Landrat Martin Sailer.



Erörterten Fragen zu wichtigen Augsburger Verkehrsprojekten in Berlin:

v.r.n.l.: OB Dr. Kurt Gribl, Landrat Christian Knauer (Aichach-Friedberg), Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, CSU-MdB Christian Ruck und Landrat Martin Sailer (Augsburg-Land)



Doku zur Jugendbeteiligung an der Politik erhältlich

Die Grüne Stadtratsfraktion veröffentlicht eine Dokumentation über ihre Veranstaltung für mehr Jugendbeteiligung in Augsburg.



Mit der Broschüre über die Veranstaltung am 8. Juni 2010 will die Fraktion die Diskussion um die politische Beteiligung von jungen Menschen weiter vorantreiben. Verena von Mutius und Christian Moravcik, die Initiator/-innen der Veranstaltung: “Jugendbeteiligung ist kein Luxus und keine Großzügigkeit, sondern eine Verpflichtung. Angesichts des demographischen Wandels ist sie zudem unerlässlich, denn junge Menschen müssen schließlich am längsten mit den Folgen heutiger Politik leben.” Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen praktische Beispiele von Beteiligungsprojekten in München und Überlegungen des Stadtjugendrings Augsburg.

Die 20-seitige Broschüre kann ab sofort in der Fraktionsgeschäftsstelle bestellt (Tel.: 0821 324-4369) oder auf der Homepage der Grünen heruntergeladen werden.

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Bild: Veranstaltung im Juni 2010