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Einladung zum Fachgespräch “Inklusion”



Die GRÜNE Stadtratsfraktion lädt alle Interessierten am 18. November um 19.30 Uhr im Hollbau (Annahof) zu einem Fachgespräch “Inklusion” ein. Dabei soll die derzeitige schulische Situation von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf dargestellt werden und welche Auswirkungen die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention auf die schulischen Einrichtungen haben. Des Weiteren soll der Frage nachgegangen werden, wie Inklusion in der Praxis gelingen kann und was die fachlichen und politischen Voraussetzungen dafür auf den verschiedenen Ebenen (Kommune, Bezirk, Land) sind.

Mit der Annahme der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf besser in die Regelschulen zu integrieren. Diese Verpflichtung hat weit reichende Folgen für das Bildungssystem und die Bildungspolitik in Bayern, denn die UN-Behindertenrechtskonvention verlangt einen schrittweisen Rückbau der spezifischen Förderschulen zugunsten einer gemeinsamen Schule für möglichst alle Kinder.

Diskussionspartner/-innen:

  • Jürgen Reichert, Bezirkstagspräsident Schwaben
  • Thomas Gehring, MdL, Bildungspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion
  • Dr. Cornelia Rehle, Universität Augsburg, Fachbereich Grundschulpädagogik
  • Jochen Mayr, Schulleiter der VS Hochzoll-Süd (angefragt)
  • Volkmar Thumser, Elterninitiative einsmehr
  • Claudia Nickel, Behindertenbeirat der Stadt Augsburg, Fachbereich Schule und Bildung
  • Moderation: Martina Wild, Stadträtin Bündnis 90/Die Grünen

Im Überblick:

Termin: Donnerstag, 18. November, 19.30 Uhr

Ort: Hollbau im Annahof, 2. OG


Eintritt frei



Kulturkoordinatorin Iris Steiner tritt endgültig ab

Zum 31. Dezember beendet Iris Steiner ihre Tätigkeit als Kulturkoordinatorin der Stadt Augsburg.



Dies teilte die Stadt heute Mittag mit. Iris Steiner begann ihre Tätigkeit im Februar 2009. Wenige Monate später wurde sie zur städtischen “Frontfrau” für das von der Rathausopposition stark kritisierte Projekt ku.spo. Im Oktober 2009 wurde ihre Stelle als Kulturkoordinatorin in “Kulturmanagerin für WM und ku.spo” umgewidmet. Die Kulturkoordinatorin gebe es nicht mehr, so Kulturreferent Peter Grab damals. Steiner war ab sofort federführend für das kulturelle Rahmenprogramm zur Fußball-Frauen-WM 2011 zuständig. Als ihr im August 2010 der Popkulturbeauftragte Richard Goerlich als Verantwortlicher für das Rahmenprogramm “vorgesetzt” wurde, bestand Steiner auf ihren alten Vertrag, der nie aufgelöst worden war, und setzte – wie es heißt mit juristischer Hilfe – ihre Rückkehr als Kulturkoordinatorin durch.

In der heutigen Pressemitteilung wünscht Bürgermeister und Kulturreferent Grab Iris Steiner “für ihre Zukunft alles Gute” und dankt ihr, “dass sie trotz schwieriger Rahmenbedingungen und Projekte die Aufgabe als Kulturkoordinatorin ausgeübt hat”. Die von Iris Steiner begonnenen Projekte wie das Ticketing in Augsburg, ein Kulturportal und ein Kulturrat “können aufgrund der allgemein bekannten Wiederbesetzungssperre nur bedingt fortgesetzt werden”, heißt es in der städtischen Mitteilung.

» Grab: “Die Kulturkoordinatorin gibt es nicht mehr”

» Kulturkoordinatorin ist wieder da



Schwäbischer Literaturpreis für die Augsburger Richard Mayr und Hannes Ulbrich

Das Thema „In den Bergen“ inspirierte 139 Literaturschaffende aus ganz Deutschland, Liechtenstein, Österreich, der Schweiz und Serbien, Beiträge zum Schwäbischen Literaturpreis 2010 des Bezirks Schwaben einzureichen. Die beiden ersten Preise blieben heuer in Augsburg.

Preisverleihung am Dienstag im Rokokosaal der Regierung von Schwaben: Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert (links) und Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl (rechts) gratulieren Silvia Overath (2.v.l.), Hannes Ulbrich (3.v.l.), Richard Mayr (4.v.l.) und Christine Thiemt (2.v.r.) zum Schwäbischen Literaturpreis 2010. Bild: Andreas Lode



Den mit 2.000 Euro dotierten ersten Preis errang der 35jährige Richard Mayr, Kulturredakteur der Augsburger Allgemeinen. Mit seiner Erzählung “Feltys Berg” begeisterte er die Jury aus Dr. Sebastian Seidel, Dr. Friedmann Harzer, Dr. Berndt Herrmann, Oswald Burger, Dr. Ulrike Längle, Dr. Michael Friedrichs und Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl.

Der 23jährige Literaturstudent Hannes Ulbrich aus Augsburg hatte sich als Nachwuchsautor eigentlich für den Wettbewerb der “Jungen Autoren” beworben. Die Jury war sich jedoch schnell einig, dass er gleich in der “ersten Mannschaft” spielen sollte. So erschrieb sich Ulbrich mit seinem Text “Die Bergwanderung. Eine selbsterfüllende Prophezeihung” den zweiten Preis und 1.500 Euro. Den dritten Preis und 1.000 Euro erhielt Christine Thiemt für ihren Beitrag “Bärenfell”.

Arbeiten in die Anthologie “In den Bergen” aufgenommen

Den Sonderpreis für junge Autoren bis 25 Jahren, der in Form einer Einladung zum Literaturkurs beim Schwäbischen Kunstsommer 2011 in der Schwabenakademie Irsee überreicht wird, konnte die 24jährige Studentin Silvia Overath aus Hannover erringen. Die Tochter der Schriftstellerin Angelika Overath und des Germanisten Manfred Koch arbeitet nicht nur für Verlage und in Jurys, sondern hat auch bereits selbst publiziert. Mit ihrer flott geschriebenen Geschichte “Anmut und Pappe” überzeugte sie die Jury des Schwäbischen Literaturpreises.

Die ausgezeichneten Arbeiten sowie die Texte weiterer 16 Wettbewerbsteilnehmer wurden in die Anthologie “In den Bergen” aufgenommen. “Darin wird ein facettenreicher kultureller und literarischer Raum beschrieben, der uns allen nahe liegt – weil er letztlich eine grundlegende Option unseres Lebens bildet”, so Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert.

Die Anthologie “In den Bergen. Literaturpreis des Bezirks Schwaben 2010”, herausgegeben von Peter Fassl, ist beim Wißner-Verlag erschienen und kostet 12,80 Euro.



Statisten in Hauptrollen



Bei den Proben immer dabei sein zu müssen, aber im Stück nur eine Minirolle zu haben – das ist das Schicksal des Statisten. Normalerweise jedenfalls. In Augsburg nämlich haben die Theaterstatisten einen Ausweg aus der Misere gefunden und selbst ein Ensemble gegründet: das Statistentheater. Demnächst steht mal wieder eine Premiere des – nach Auskunft des Statistentheater – einzigen Statistentheaters in Deutschland an: „Cadeau Claque“ heißt das Stück von Daniel Call, das am 20. November im Hoffmann-Keller aufgeführt wird – eine Screwball-Comedy mit einem, wie es in der Ankündigung heißt, „geradezu beängstigend energetischen Mutter-Tochtergespann“ und einer „umwerfenden Schlusspointe.“ Ganz alleine arbeiten die Statisten übrigens nicht: Von Intendantin Juliane Votteler wird das Ensemble ebenso mit Rat und Tat unterstützt wie von allen übrigen Abteilungen des Hauses. Auf dass die Statisten endlich einmal in Hauptrollen zu sehen sein sollen…

Statistentheater Augsburg: „Cadeau Claque“ von Daniel Call. Premiere am Samstag, 20. November um 20.30 Uhr. Weitere Vorstellungen am Samstag, 27. November und Samstag, 4. Dezember um 20.30 Uhr sowie am Sonntag, 5. Dezember um 16.00 Uhr. Tickets und Infos beim Besucherservice des Theaters unter 0821/324-4900 (Di – Fr von 9 – 18.30 Uhr, Sa 10 – 13 Uhr).



Stadtarchäologie erhält Unterstützung aus Stiftungsmitteln

Unterstützt von der Stiftung Augsburger Wissenschaftsförderung konnte die Stadtarchäologie Augsburg im Herbst 2010 die Archivierung der in ihrer Obhut befindlichen Grabungsdokumentationen deutlich verbessern.



Fotos, Planunterlagen und schriftliche Aufzeichnungen von Ausgrabungen der vergangenen 150 Jahre bilden ein reichhaltiges und unersetzliches Archiv der Augsburger Vergangenheit, da die dabei freigelegten Baustrukturen aus römischer Zeit, aus dem Mittelalter oder auch aus der Renaissance meist Baumaßnahmen weichen mussten. Säurefreie Behälter und spezielle Archivschränke sichern nun den langfristigen Erhalt der Unterlagen, ausgewählte Fotos und Dias wurden zudem digitalisiert und teilweise reproduziert. Damit wurde ein weiterer Schritt zur wissenschaftlichen Erschließung der Bestände unternommen.

» Stadtarchäologie im Römischen Museum