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AEV feiert Kantersieg gegen Mannheim

Die Augsburger Panther können doch noch zu Hause gewinnen. Nach vier erfolglosen Anläufen auf der Baustelle Curt-Frenzel-Stadion gelang dem AEV gegen die Mannheimer Adler vor 2902 Zuschauer ein 7:2-Erfolg.






Danach sah es zu Beginn nicht aus, denn die Gäste übernahmen sofort das Kommando und schossen Dennis Endras im Sekundentakt richtig warm. Wie aus dem Nichts fiel plötzlich aber das Tor für die Panther. Nach einem “sehenswerten” Stockfehler eines Mannheimers liefen Kyle Wanvig und Nathan Smith alleine auf Fred Brathwaite zu – und der AEV-Kapitän markierte die Führung (3.). Eine Chance, ein Tor, eine bessere Quote gibt es es nur in der Metaphysik und beim FCA: kein Torschuss, keine Torchance, zwei Tore (zweite Halbzeit gegen Union Berlin). Mannheim, spielerisch dem AEV im ersten Drittel überlegen, schien das nicht zu kratzen. Weiterhin schoben die Adler eine Angriffswelle nach der anderen Richtung AEV-Kasten. Francois Methot spielte Frank Mauer frei, der aus dem Slot trocken abzog und Endras keine Chance ließ: Ausgleich (5.). Angriff auf Angriff rollte nun auf das Panthergehäuse, aber Markus Kink (6.), Methot (10.) und Nathan Robinson (10.) konnten die Scheibe nicht über die Linie bringen.

Paiement trifft zur erneuten Führung

Besser machte es beim AEV Jonathan Paiement, der nach starker Vorarbeit von Barry Tallackson aus kurzer Distanz zur erneuten Führung einnetzte (12.). Eishockey verkehrt. Die Adler in allen Bereichen überlegen, die Panther obenauf. Doch wieder schlugen die Mannheimer zurück: Nach einem Scheibengewinn in der eigenen Zone, konterten die Adler und Robinson konnte erneut ausgleichen (16.). In der Folgezeit hatten die Augsburger das Glück auf ihrer Seite. Periard (17., Pfosten) und Kink (18.) scheiterten. Herausragend beim AEV: Dennis Endras, der die Panther im Spiel hielt.

Panther im 2. Drittel besser als Mannheim

Im zweiten Drittel schienen die Teams die Trikots getauscht zu haben. Aber es waren in der Tat die Augsburger, die das Heft in die Hand nahmen und das Match kämpferisch wie spielerisch dominierten. Mit aggressiver Zweikampfführung, großem Einsatz und viel Leidenschaft nahm das Team von Larry Mitchell die Mannheimer von Minute zu Minute stärker aus dem Spiel. Die Chancenauswertung war weiterhin vorbildlich: Flachschuss von Tölzer und prompt ging der AEV zum dritten Mal in Führung. (22.). Der Gäste-Goalie Brathwaite hatte nicht seinen besten Tag, während Supermann Endras auf der Gegenseite eine Handvoll „Unhaltbare“ entschärfte. Die Panther verstanden es nun offensichtlich, auf Endras’ Leistung aufzubauen. Vom Publikum frenetisch unterstützt suchten sie auf hohem Niveau die Entscheidung. In der besten Phase der Panther drängten sie die Mannheimer mit schnellem und kombinationssicherem Spiel in deren Drittel und generierten somit berechtigte Strafzeiten für die Mannheimer. In zwei aufeinanderfolgenden Powerplays erhöhten Benedikt Kohl (33.) und Jonathan D’Aversa (35.) auf 5:2.

Matchwinner Dennis Endras

Im Schlussabschnitt wurde das Spiel 18 Sekunden nach dem Anpfiff entschieden. Tallackson fälschte einen Paiement-Schuss zum sechsten Augsburger Treffer ab (41.). Die Panther drosselten anschließend das Tempo ein wenig und Mannheim fügte sich in die Niederlage. Den Schlusspunkt setzte Darin Olver, der das dritte Überzahltor schoss, und zwar im Stile eines Topscorers, indem er die Scheibe trocken in den Winkel der Fanghandseite drückte (56.). Am Ende feierten die Fans ausgelassen mit der Mannschaft den am Ende verdienten Sieg, dessen Höhe ein wenig darüber hinweg täuscht, wie eng das Match in den beiden ersten Dritteln war. Die Weltklasse-Leistung von AEV-Goalie Endras ist sicherlich die zutreffenste Erklärung für die hohe Tordifferenz, in einem von beiden Seiten sehr intensiv geführten Spiel.