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Tunnel am Kö: Augsburger Architekten üben harsche Kritik

Der Bürgerentscheid am 21. November ruft jetzt die Berufsgruppe, „die sich für den Lebensraum Stadt verantwortlich fühlt“, auf den Plan: Zahlreiche Augsburger Architekten haben sich zu einer Initiative formiert und greifen in die Tunneldiskussion am Kö ein.

NEIN zum Tunnel: Die Architekten Dietmar Egger (links) und Eberhard Wunderle (Mitte) im Interview vor der Stele mit Architektenportraits am Kö

Pressekonferenz am gestrigen Freitag: Architekt Dietmar Egger beginnt mit einem Rückblick auf die Entwicklung am Kö von 2006 bis heute. „Wer ist eigentlich für die Schönheit der Stadt zuständig?“, zitiert er Professor Karl Ganser und verweist auf die zu hohe Wertigkeit, die das Thema Verkehr in der städtebaulichen Diskussion bekommen hat. Egger blickt auf den Enthusiasmus in der Bürgerschaft zurück, der bei der Präsentation des Ideenwettbewerbs in der Toskanischen Säulenhalle im Frühjahr 2009 noch geherrscht habe. „Wir haben es nicht geschafft, diese Aufbruchstimmung zu konservieren“, bedauert er. Zu sicher sei man gewesen, dass es zur Umsetzung komme, zu intransparent sei das Verfahren geworden. Über das Tunnelbegehren als Konsequenz brauche man sich deshalb nicht zu wundern.

„Manipulation durch Weglassen von Informationen“

An diesem Begehren, das einen Autotunnel unter dem Kö fordert, lässt Egger allerdings kein gutes Haar und kommt damit zum Hauptthema der Pressekonferenz. Scharf kritisiert er die Infografik des Bürgerbegehrens, mit der die Unterschriften eingeworben wurden: „Man kann auch durch Weglassen von Informationen manipulieren“. Die Architekteninitiative geht sogar so weit, von der „Tunnellüge“ zu sprechen. Was natürlich „eines Beweises bedarf“, so Egger, und tritt diesen zusammen mit Architekt Eberhard Wunderle, dem Preisträger des Innenstadt-Ideenwettbewerbs, an.

Wunderle präsentiert einen zwei Meter langen Plan, der den aktuellen Planungsstand am Kö mit dem gegenüber heute vergrößerten und nach Südosten versetzten neuen Umsteigedreieck wiedergibt. Sein Zeichenwerkzeug habe sich gesträubt, so Wunderle, als er den Tunnel mit realistischen Maßen in diesen Plan eingearbeitet hat.

Kein Platz für die südliche Tunnelrampe

Wie diese realistischen Maße wären, erklärt Dietmar Egger unter Verweis auf die „Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln“. Ein vorschriftsmäßiger einspuriger Tunnel hätte eine lichte Höhe von 4,50 Meter und müsste einschließlich Standstreifen und Notgehwegen rund neun Meter breit sein. Die Rampen wären ebenso breit und 125 bis 140 Meter lang. „85 Meter, wie in der am 21. Oktober veröffentlichten AZ-Infografik dargestellt, können nicht annähernd eingehalten werden“, so Egger.

Die Rampe aus dem Tunnelplan von 2006 hätte im B-Plan 500 nicht Platz (zum Anzeigen der Animation anklicken)

Die Rampe aus dem Tunnelplan von 2006 hätte im B-Plan 500 nicht Platz (Grafik: DAZ - Zum Anzeigen der Animation anklicken)


Die Fläche zwischen Stadtzeitung und den neuen Bahnsteigen wäre aber nicht nur zu kurz, sondern vor allem zu schmal, um die südliche Abfahrtsrampe aufzunehmen. Die Rampe müsste folglich – und ganz anders als in der Infografik des Begehrens dargestellt – über einhundert Meter weiter südlich angeordnet werden, wo sie wiederum die Zufahrt zur Hallstraße verbaut (siehe unten verlinktes pdf). Auch dort würde es unzulässig eng zugehen: Zeichnet man in die amtliche Stadtkarte die neun Meter breite Rampe neben den bestehenden Gleiskörper in der Konrad-Adenauer-Allee ein, verbleiben für eine PKW-Zufahrt in die Hallstraße und Katharinengasse, einen Radweg und einen Gehweg zusammen gerade einmal fünf Meter bis zu den Häuserfassaden, viel zu wenig.

„Den Tunnel kann man gar nicht bauen“

Wunderle ist deshalb überzeugt, dass man den Tunnel „gar nicht bauen kann“, jedenfalls nicht in Kombination mit dem neuen Umsteigedreieck des Bebauungsplans 500. Dies seien „harte Fakten“, so Dietmar Egger: „Wir sind Fachleute und Ingenieure und wir werden den Leuten sagen, wo sie schlichtweg angelogen werden“.

Die Architekteninitiative will bis zum Bürgerentscheid regelmäßig am Kö präsent sein und die Öffentlichkeit mit einem Flugblatt informieren. Auch eine Internetpräsenz ist seit gestern geschaltet. Am heutigen Samstag, 23. Oktober ist die erste Aktion geplant: Mit einer „Abwehrkette gegen den Tunnel“ wird um 11 Uhr am Königsplatz die tatsächliche Länge der Tunnelrampen entlang der Konrad-Adenauer-Allee, des Königsplatzes und der Fuggerstraße für alle sichtbar gemacht.

» Lüge und Wahrheit: 4 Behauptungen und ihre Widerlegung (pdf 567 kB)

» www.neinzumtunnel.de – Die Architekteninitiative im Internet



Kulturpark West: Stadtjugendring contra Eva Leipprand

Die Debatte um die Vorgänge, die zum jetzigen Betreibermodell des Kulturparks West geführt haben, wird schärfer. In einem Schreiben an seine Mitgliedsverbände hat der Augsburger Stadtjugendring auf einen Offenen Brief Leipprands reagiert. In dem Schreiben stellt die komplette Vorstandschaft des Augsburger Stadtjugendrings die damaligen Vorgänge aus ihrer Sicht dar. Der ehemaligen Kulturreferentin Eva Leipprand wird dabei konkret eine Falschaussage vorgeworfen.

In ihrem Schreiben hatte Leipprand dem Vorsitzenden des Stadtjugendrings, Raphael Brandmiller, implizit Geschichtsfälschung vorgeworfen, da er die „Tatsachen verdrehe“. Bei den Überlegungen zur Trägerschaft sei der Stadtjugendring (SJR) immer mit dabei gewesen. Die damalige Kulturreferentin wurde allerdings im März 2006, „als es endlich losgehen sollte“, von einem Scheiben der Geschäftsführung des Stadtjugendrings überrascht, da in dem Brief ein Beschluss des Landesvorstands des Bayerischen Jugendrings beilag, der eine Reihe von Auflagen enthielt, die für den Stadtjugendring im Fall einer Trägerschaft für den Kulturpark West zu erfüllen waren. „Offenbar hatte der SJR in all den Jahren seit 2002 versäumt, diese grundsätzlichen Fragen abzuklären. Die Probleme zwischen SJR und BJR konnten bis zum Jahreswechsel 2006/2007 nicht befriedigend gelöst werden“, so Leipprand in ihrem Schreiben vom 29. Oktober. „Hätten Thomas Lindner und Peter Bommas damals nicht ein fertiges Konzept vorlegen können und hätten sie sich nicht zur Geschäftsführung bereit erklärt“, wäre das Projekt nach Leipprands Einschätzung „nicht zustande gekommen“.

„Uns war bei diesem Projekt Offenheit und Transparenz wichtig“

Raphael Brandmiller

Raphael Brandmiller


„Natürlich hatte der BJR im März 2006 einige Fragen aufgeworfen, die noch zu beantworten waren – ein völlig normaler Vorgang bei einem so großen Vorhaben. Diese sind von uns aber alle abgearbeitet worden“. Die Vollversammlung des Bayerischen Jugendrings habe sich am 15.5.2006 in einem Grundsatzbeschluss für eine Trägerschaft des Kulturparks West durch den SJR ausgesprochen, so der Stadtjugendring in seiner Replik auf Leipprands Schreiben. „Dass die Probleme zwischen SJR und BJR bis zum Jahreswechsel 2006/2007 nicht befriedigend gelöst werden konnten“, bezeichnet der Stadtjugendring unter der Federführung von Raphael Brandmiller lapidar als „falsche Aussage“. Dies belege ein Schreiben des BJR aus dem Oktober 2006, in dem dieser mitteilt, dass der Landesvorstand in seiner Sitzung am 17.10.2006 „dem vorgelegten Satzungsentwurf für eine Kulturpark West gGmbH des Stadtjugendrings Augsburg seine satzungsgemäße Zustimmung erteilt.“ Dieser Sachverhalt wird vom Augsburger Stadtjugendring in einem Schreiben an den damaligen OB Wengert belegt. Weiterhin erneuert Brandmiller als Initiator des Schreibens seine Kritik an der mangelnden Möglichkeit der städtischen Beteiligung durch das Modell des Kuratoriums. Dies sei keine praktikable Form der Beteiligung. „Diese Bedenken haben wir bereits im Vorfeld der Gründung einer gGmbH der Stadt mehrmals mitgeteilt und vorgeschlagen, die Gestaltungsmöglichkeiten der Kommune durch eine maßgebliche Gesellschafterrolle der Stadt Augsburg innerhalb des Kulturparks aufrecht zu erhalten“. Dies sei damals von der Stadt abgelehnt worden. „Wir halten diese Entscheidung auch heute noch für falsch“, so der Vorstand des Stadtjugendrings in seinem gestrigen Schreiben an die Mitgliedsverbände des Bayerischen Jugendrings und deren Delegierte. Erst als der Stadtjugendring angedeutet habe, dass die Geschäftsführerposten des Kulturparks ausgeschrieben werden sollten, sei man nach Brandmillers Lesart der damaligen Vorgänge als Träger nicht mehr in Frage gekommen.

» Der Kommentar: Leipprand vs. Brandmiller: Schattenboxen um olle Kamellen?



Leipprand vs. Brandmiller: Schattenboxen um olle Kamellen?

Kommentar von Siegfried Zagler

Kupa West: Gestalteter Flur der "Künstlerkolonie"

Kupa West: Gestalteter Flur der "Künstlerkolonie"


Die Auseinandersetzung zwischen Eva Leipprand und Raphael Brandmiller bezüglich der politischen Vorgänge um die Entstehungsgeschichte des Kulturparks West könnte man auf den ersten Blick als Schattenboxen um olle Kamellen abtun. Wenn man aber genauer hinsieht, zeigt der Konflikt um den Kulturpark West die Schnittstellen langjähriger Versäumnisse in der städtischen Jugendkulturpolitik. Der Stadtjugendring (SJR) hatte – nicht ganz zu Unrecht – bis 1995 das solide Image, „in seinen Jugendhäusern sozialpädagogisch betreute Laubsägearbeiten“ zu veranstalten. Das mag eine überspitzte Formulierung sein, aber als Impulsgeber und Entwickler für die Fortführung der Jugendkultur der Stadt galt der SJR lange Zeit als die denkbar schlechteste Adresse. Der Stadtjugendring verstand sich als soziale Einrichtung für Jugendliche aus schwierigem Milieu. Er hat viel sich zu lange und zu hartnäckig an dem altbackenen sozialpädagogischen Theorem der professionellen Betreuung des milieubedingten Mangels orientiert und dabei nicht verstanden, dass sich Vielfalt und Tiefe der Jugendkulturen aus deren Reflexion und dem entschiedenen Festhalten an sozialen Differenzen speist. Das erste X-Large-Festival im Jahre 1995 wurde nicht vom Stadtjugendring entwickelt, sondern in ihn hineingetragen, dies nur nebenbei. Im Jahre 1995 hatte der Stadtjugendring zopfige gesellschaftliche Anschauungsweisen und bestenfalls das charmante – aber bereits damals viel zu tief hängende – kulturelle Wertschöpfungsverständnis der 68er Generation.

Der Stadtjugendring stand sich als Träger selbst im Weg …

Nach X-Large entwickelte sich der Stadtjugendring unter der Federführung von Sebastian Kochs langsam zu einer Einrichtung, die im jugendkulturpolitischen Diskurs der Stadt angemessen mitmischen konnte und die sich in der vielschichtigen Szene der jüngeren Kulturschaffenden ein besseres Standing erarbeitete. Als es dann in der Regenbogen-Ära um die Entscheidung ging, wer die Trägerschaft im Kulturpark West übernehmen sollte, wurde der Stadtjugendring von seinem altbackenen Image eingeholt. Der Widerstand gegen eine Trägerschaft des Stadtjugendrings kam nämlich zuvorderst nicht von Leipprand oder Wengert, sondern von den Kulturschaffenden auf dem ehemaligen Reese-Gelände, die sich gegen eine Trägerschaft des Stadtjugendrings bei Eva Leipprand stark machten und sich für das Trägermodell mit Bommas und Lindner als Geschäftsführer einsetzten. Der Stadtjugendring stand sich als Träger sozusagen selbst im Weg, aber nicht wegen seiner vereinsartigen Struktur und den damit verbundenen langsamen Entscheidungsverläufen um Satzung und Auftrag, wie Leipprand anführt, sondern weil man ihn aus der Mitte der beteiligten Szene heraus nicht wollte.

… aber er hat sich nicht selbst eliminiert

Der Vorsitzende des Augsburger Stadtjugendrings, Raphael Brandmiller, hat das seinerzeit wohl geahnt, aber nicht gewusst. Gesichert ist jetzt jedenfalls, dass der Bayerische Jugendring (BJR) am 17. Oktober 2006 Grünes Licht für eine Trägerschaft des SJR im Kulturpark West gegeben hat, spät zwar, aber nicht zu spät, wie Brandmiller belegen kann. Am Ende des Tages war der Stadtjugendring zwar, wie Brandmiller in seinem Schreiben einräumt, nicht mehr so ganz von sich als bestmöglicher Träger überzeugt, dennoch hat sich der SJR bis zum Schluss immer dafür stark gemacht, dass der Kulturpark West in städtischer Hand bleibt. Der Stadtjugendring hat bei der Entscheidung um die Trägerschaft des Kulturparks wohl nicht die Zugriffsenergie entwickelt, die vom Träger eines Projekts dieser Größenordnung erwartet wird, aber er hat sich nicht selbst eliminiert und von sich aus den Stab abgegeben. Die Entscheidung, dass der Kulturpark West mit einer gGmbH in dieser Form geführt wird, ist gegen den Willen des Stadtjugendrings getroffen worden. Dahinter steht eine konkrete politische Entscheidung, die irgendwann im Januar 2007 getroffen wurde. Dass sich daraus irreparable Befindlichkeiten entwickelt haben, hat nicht nur damit zu tun, dass Brandmiller kein gutes Haar am Management des Kulturparks lässt, sondern auch damit, dass er Eva Leipprands Schaffen als Kulturreferentin im Sinne der Jugendkultur als „nicht vorhanden“ abqualifiziert. Der ehemaligen Kulturreferentin Eva Leipprand hängt – ebenfalls nicht ganz zu Unrecht – das Image nach, mit Jugendkultur nicht viel im Sinn gehabt zu haben. Brandmiller sagt das unverblümt bei jeder sich bietenden Gelegenheit und steht mit seiner Bewertung, dass sich die ehemalige Grüne Kulturbürgermeisterin sehr konservativ in erster Linie der so genannten Hochkultur verschrieben habe, nicht allein auf weiter Flur. Das krachige abc-Festival und eben der „innovative“ Kulturpark West („kreativer Nukleus“) werden aus diesem Grund gerne von Frau Leipprand und den Augsburger Grünen als Gegenargument hoch gehalten. Dummerweise stehen ausgerechnet diese beiden „Leipprand-Projekte“ heute im Fokus der Kritik.

Es gehört zu den vornehmsten Aufgaben, den Kulturpark West zu entwickeln

Leipprand vertrat als Kulturreferentin viel zu lange die Auffassung, dass der Stadtjugendring für die städtische Jugendkultur zuständig sei. Der Stadtjugendring ist aber in dem schwer überschaubaren Gemenge der Jugendkulturen und deren Organisationsplattformen nur einer von zahlreichen Playern, kein kleiner, aber eben nur einer von vielen und dazu noch einer mit Imageproblemen, weshalb es nicht einer gewissen Ironie entbehrt, dass sich ausgerechnet der Stadtjugendring anschickt, der ehemaligen Kulturreferentin Leipprand in Sachen Jugendkultur am Zeug zu flicken. Die Entwicklung des Kulturparks West steht zu Recht im Fokus der Kritik, und es gehört zu den vornehmsten kulturpolitischen Aufgaben, den Kulturpark West weiter zu entwickeln. Dem aktuellen Kulturreferenten Peter Grab scheint daran nicht viel gelegen zu sein. Doch gerade in der ehemaligen Reese-Kaserne könnte der gebeutelte Referent zeigen, dass er hat, was ihm alle naselang abgesprochen wird: Konzept und Durchsetzungsvermögen.

» Kulturpark West: Stadtjugendring contra Eva Leipprand



FCA vs. Union Berlin 2:1

Der FCA hat gestern Abend in der impuls arena vor 14.600 Zuschauern gegen Union mit 2:1 gewonnen.

Von Siegfried Zagler



Aber am liebsten würde man kein Wort mehr über die Begegnung verlieren und den Mantel des Schweigens über diesen Fußballabend hüllen. Der FCA hat zwar gewonnen, aber seine sportliche Talfahrt fortgesetzt. Union Berlin war in allen Belangen die bessere Mannschaft und nur allein Simon Jentzsch sowie der mangelhaften Chancenauswertung der Gäste war es zu verdanken, dass der FCA im eigenen Stadion nicht abgeschossen wurde. In allen Mannschaftsteilen zeigten die Augsburger biederste Fußballkunst und gerade nach einer Champions-League-Woche ist es – für jemand, der das Spiel liebt – eine grausame Folter, dem FCA derzeit beim Kicken zusehen zu müssen. Keine Torgefährlichkeit, kein Spielfluss und in der Defensive unsortierter als jede Schülermannschaft. Und dies nicht phasenweise, sondern durchgängig in beiden Halbzeiten. Der FCA spielte verkrampften Angstfußball und schenkte den engagierten Berlinern über weite Strecken des Spiels Zeit und Raum für Spielaufbau und Konterspiel. Nach vorne fehlte der Augsburger Truppe jedwede Kreativität und Union kontrollierte das Geschehen als spielten sie zwei Klassen höher. Beide Tore des FCA waren außerordentliche Zufallsereignisse. Der Sieg der Augsburger hatte nichts mit Leistung zu tun, sondern vielmehr mit dem Unvermögen der Berliner, ihre sportliche Überlegenheit in Tore umzumünzen. Weder das Leben noch der Fußball interessiert sich für Gerechtigkeit, und so kam es, dass sich der FCA zwar gestern wieder unterirdischen Fußball zeigte, aber als Sieger jubelnd vom Platz ging. Zu Jos Luhukay muss man sagen, dass es dem Holländer offenbar nicht gelingt, aus dem starken Kader eine Mannschaft zu formen. Langsam sollte man sich im Management darüber Gedanken machen, ob Jos Luhukay der richtige Mann für die großen Blütenträume der Augsburger ist. Der FC Augsburg gurkt am 10. Spieltag sonntags um 13:30 Uhr bei Rot-Weiß Oberhausen weiter. Über die gestrige Mannschaftsaufstellung hüllt die DAZ nun tatsächlich den Mantel des Schweigens.