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Umweltbewusstsein auf Türkisch

Veranstaltung am Freitag, 8. Oktober 2010, 19.30 Uhr im S-Forum in der Neuen Stadtbücherei



Die Grüne Stadtratsfraktion lädt im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Augsburg zu einer Diskussionsrunde über das Umweltbewusstsein bei Migrant/-innen und über Umweltbewegungen in der Türkei ein. Der Referent Dr. Turgut Altug (Grüner Bezirksstadtrat in Berlin) berichtet über seine Erfahrungen als Leiter des Deutsch-Türkischen Umweltzentrums in Berlin, in dem er viele Projekte mit Migrant/-innen durchführte.

Der Fraktionsvorsitzende Reiner Erben wird in die Veranstaltung einführen und den hohen Stellenwert des Themas verdeutlichen: „Klimaschutz kann nur funktionieren, wenn sich alle in der Gesellschaft beteiligen wollen und beteiligen können. Mit der Veranstaltung wollen wir darüber informieren wie sich Zugewanderte für eine bessere Umwelt engagieren.“

Moderiert wird die Veranstaltung vom früheren Stadtrat Cemal Bozoglu, der sich nicht nur in der Klimaschutzfrage in einer Vermittlerrolle sieht: „Die Veranstaltung ist sehr wichtig, weil sie auch darüber aufklärt, welche positiven Beispiele es schon gibt.“

Info: Türkisch-Deutsches Umweltzentrum in Berlin



Kulturpark West: Eva Leipprand contra Raphael Brandmiller

Die Diskussion um den Kulturpark West reißt nicht ab. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Augsburger Grünen hat sich vergangene Woche in einem Schreiben an die Mitgliedsverbände des Stadtjugendrings gegen Aussagen des Vorsitzenden des Augsburger Stadtjugendrings Raphael Brandmiller zu Wehr gesetzt.

"Es fehlt an der Gesamtkonzeption und an einer praxisorientierten Systematik": Kulturpark West

"Es fehlt an der Gesamtkonzeption und an einer praxisorientierten Systematik": Kulturpark West


Brandmiller behauptete, dass Leipprand die Trägerschaft des Stadtjugendrings aus persönlichen wie politischen Gründen nicht gewollt – und somit das Projekt in der ehemaligen Reese-Kaserne aus dem Einflussbereich der Kommune genommen habe. Das sei der falsche Schritt gewesen, so Brandmiller. Außerdem äußerte sich Brandmiller in der DAZ vom 12. August 2010 dahingehend, dass es Legende sei, dass die ursprünglich geplante Kulturpark-Trägerschaft des Stadtjugendrings beziehungsweise eine kommunale Lösung aus finanziellen und rechtlichen Gründen nicht zustande gekommen sei. „Der Stadtjugendring hätte das gerne gemacht. Das war aber damals politisch nicht gewollt“, so Brandmiller im August dieses Jahres. Im aktuellen Kulturparkmanagement fehle es an einer Gesamtkonzeption und an einer praxisorientierten Systematik, doch nun könne man als Stadt nur schwerlich etwas ändern. Die ehemalige Kulturreferentin Eva Leipprand widerspricht Brandmiller in ihrem Schreiben an die Mitgliedsverbände des Stadtjugendrings in allen Punkten.

„Die Dinge haben sich dann positiv entwickelt“

"Genau die Anforderungen erfüllt, die der SJR damals auf seiner Webseite als besonders dringlich auflistete": Eva Leipprand

"Genau die Anforderungen erfüllt, die der SJR damals als besonders dringlich auflistete": Eva Leipprand


„Die oben genannten Aussagen sind eine grundsätzliche Verdrehung der Tatsachen und können so nicht stehen bleiben“. – Von städtischer Seite habe man alles getan, um das Projekt voranzubringen. Bei Überlegungen zur Trägerschaft sei der Stadtjugendring (SJR) immer mit dabei gewesen. „Die Dinge haben sich dann ja auch positiv entwickelt“, so Leipprand. Die damalige Kulturreferentin wurde dann allerdings, „als es endlich losgehen sollte“, von einem Scheiben der Geschäftsführung des Stadtjugendrings überrascht, da in dem Brief ein Beschluss des Landesvorstands des Bayerischen Jugendrings beilag, der eine Reihe von Auflagen enthielt, die für den Stadtjugendring im Fall einer Trägerschaft für den Kulturpark West zu erfüllen waren. „Offenbar hatte der SJR in all den Jahren seit 2002 versäumt, diese grundsätzlichen Fragen abzuklären. Die Probleme zwischen SJR und BJR konnten bis zum Jahreswechsel 2006/2007 nicht befriedigend gelöst werden“, so Leipprand. Dies habe nicht nur zur Verzögerung des Projekts, sondern auch zu großer Verunsicherung bei vielen Beteiligten geführt.

„Die Stadt und der SJR können sehr wohl Einfluss auf die Entwicklung nehmen“

„Hätten Thomas Lindner und Peter Bommas damals nicht ein fertiges Konzept vorlegen können und hätten sie sich nicht zur Geschäftsführung bereit erklärt“, wäre das Projekt KPW nach Leipprands Einschätzung nicht zustande gekommen. Leipprand weist in ihrem Schreiben außerdem darauf hin, dass „der Kulturpark West heute ziemlich genau die Anforderungen erfüllt, die der SJR damals auf seiner Webseite als besonders dringlich auflistete“. Weshalb die Kritik, so Leipprand, an der Arbeit des Kulturparkmanagements zwei Jahre nach der Eröffnung seltsam anmute, zumal im Kuratorium neben den Vertretern der Nutzergruppen die Stadt und der SJR jeweils zwei Sitze haben, und somit sehr wohl Einfluss auf die Entwicklung des Kulturpark West nehmen könnten. Das Kuratorium soll die GmbH „bei der inhaltlichen und konzeptionellen Entwicklung des Programms, insbesondere bei strategischen und perspektivischen Entscheidungen zum zukünftigen Profil des Kulturparks beraten und unterstützen“, wie es im Beschluss des Stadtrates im April 2007 heißt.

» Der Brief von Eva Leipprand an die Mitgliedsverbände des SJR (pdf 75 kB)



Augsburg ist bunt – nicht braun!

Werkstattgespräche gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus



Antidemokratisches Gedankengut ist schon lange nicht mehr auf die alljährlichen Aufzüge ewig Gestriger rund um den Februar beschränkt. Besonders junge Menschen geraten ins Visier der Werbung rechtsextremer Organisationen – tägliche Realität, auch in Augsburg. Mit der Beteiligung Augsburgs am bundesweiten Aktionsprogramm „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ sollen die bisherigen Aktivitäten gegen Extremismus gebündelt und neue Ansätze der Prävention gefunden werden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert das Konzept eines Lokalen Aktionsplans für Augsburg in diesem Jahr mit 30.000 Euro; weitere 270.000 Euro stehen für konkrete Projekte vor Ort in den Folgejahren in Aussicht.

Im Oktober finden dazu sieben Werkstattgespräche statt, deren Ergebnisse bei einer Gemeinschaftsveranstaltung am 9. November zusammengefasst werden. Der Lokale Aktionsplan wird am 10. Dezember im Rahmen eines Abends zum „Tag der Menschenrechte“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Das erste Werkstattgespräch hat gestern begonnen. Zu den Werkstätten wird zwar grundsätzlich eingeladen, Interessierte können sich aber gern zur Teilnahme an den weiteren Werkstätten anmelden, so der Integrationsbeauftragte der Stadt Robert Vogl gestern in einer Pressemitteilung. Um rechtzeitige Kontaktierung der jeweiligen Themenpaten wird gebeten.

» Übersicht zu den Themen, Terminen und Kontakten (pdf 53 kB)

» Webseite „Vielfalt tut gut“



Tag der offenen Tür bei „Tür an Tür“

Die Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH ist seit Jahren in der Integrations- und Flüchtlingsarbeit aktiv. Am Donnerstag sind die Türen für alle offen.



Tür an Tür informiert dann über seine Projekte und Maßnahmen zur Verbesserung der Chancen von Migranten und Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt: Was ist eigentlich Kompetenzfeststellung? Was sind Interkulturelle Öffnung und Interkulturelle Trainings? Welche Möglichkeiten gibt es für die Anerkennung ausländischer Qualifikationen? Welche Qualifizierungsmöglichkeiten werden wo angeboten? Wie kann ich mich ehrenamtlich engagieren? Welche spezifischen Maßnahmen gibt es, zum Beispiel für bleibeberechtigte Flüchtlinge? Wie arbeitet das Flüchtlings- und Integrationszentrum in Augsburg? Antworten auf diese Fragen gibt es beim Tag der offenen Tür bei Tür an Tür am Donnerstag, 07.10.2010 von 14.00 – 18.00 Uhr.

Tür an Tür gGmbH

Schießgrabenstrasse 14

86150 Augsburg


» www.tuerantuer.de