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14 Jahre längere Laufzeit für Atomkraftwerke? Nicht mit uns!

Anti-Atomkraft-Demo: Claudia Roth ruft zur Fahrt nach Berlin auf



Aktuell steht die Themen Atomkraft und Atomausstieg wieder auf der Tagesordnung – die Bundesregierung beschloss am Sonntag eine Laufzeitverlängerung für Atommeiler von bis zu 14 Jahren! BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN fordern die Einhaltung des bereits demokratisch beschlossenen Atomausstiegs, doch die Bundesregierung hält gegen die Mehrheit der Bevölkerung an ihren Plänen fest. Wir kritisieren die Macht und die Alleinherrschaft der Energiekonzerne. Im Kanzleramt regiert nicht die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, sondern die Vollzugsgehilfin der Atomkonzerne! Deshalb wollen wir Grünen auf allen Ebenen Widerspruch und Widerstand leisten.

Zudem gibt es für den radioaktiven Atommüll bis heute kein umfassendes Entsorgungskonzept. Eine unbedenkliche und sichere Lagermöglichkeit gibt es weltweit nicht. Das vom Einsturz bedrohte Atomlager Asse zeigt dies deutlich, doch die Bundesregierung hält am ungeeigneten Endlagerstandort Gorleben fest, anstatt bundesweit nach einem geeigneteren Ort zu suchen. Das neue Energiekonzept ist ignorant gegenüber der Entsorgung des Atommülls und ein Anschlag auf die Sicherheit der Menschen in diesem Land.

Der 2000 beschlossene Atomausstieg stellte die Befriedung eines lange schwelenden Konfliktes in der Gesellschaft dar. Mit der Aufhebung des Ausstiegs bricht der Konflikt wieder auf.

Deshalb unterstützen wir GRÜNE die Großdemo „Schluss jetzt mit Atomkraft“ des Bündnisses “.ausgestrahlt”, die am Samstag, den 18. September 2010 in Berlin stattfinden wird. Zusammen mit weiteren Verbänden wie dem Bund Naturschutz in Bayern e.V. rufen wir dazu auf an der Demo in Berlin teilzunehmen.

Viele Grüße

Claudia Roth





Informationen zur Busfahrt und zur Demo in Berlin:

» gruene-augsburg.de/index.php?id=53791&type=0

Und für alle die zu Hause bleiben: Atomausstieg selber machen und jetzt Stromanbieter wechseln!

» www.atomausstieg-selber-machen.de



Bahnhofsumbau: SPD greift Gribl an

Die Augsburger Stadtratsfraktion der SPD kritisierte vergangene Woche Oberbügermeister Kurt Gribl bezüglich seiner „Ausführungen“ zu den Fördermitteln für den Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs.

Fraktionschef Stefan Kiefer bezeichnte Gribls Aussagen im Jahr 2007, dass für den Umbau des Hauptbahnhofs als Teilprojekt der Mobilitätsdrehscheibe Fördermittel auch dann fließen, wenn größere Verzögerungen wie etwa durch einen Bürgerentscheid eintreten, als „falsch, unwahr und vollkommen aus der Luft gegriffen“.

Bahnhofsumbau damals wie heute in Gefahr

Im 2. Halbjahr 2007 hätten sich in Augsburg die Verantwortlichen von Stadt und Stadtwerken mit den Vertretern von Bahn, Bund und Land getroffen, um über den Fortgang des Projekts „Mobilitätsdrehscheibe Augsburg“ zu sprechen. Dabei sei auch die Frage der Finanzierungssicherheit thematisiert worden, wobei der Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium deutlich zum Ausdruck brachte, dass die Uhr ticke, so Kiefer.

Von Seiten der Bahn und der Fördergeber sei damals, wie in den vergangenen beiden Jahren, immer wieder ein zeitnaher Baubeginn angemahnt worden. „Der Umbau des Bahnhofs war damals in Gefahr und ist auch heute“, so Kiefer in der SPD-Pressemitteilung.



Die Fugger in Augsburg

Mit diesem abgeschliffenen Titel hat der „context verlag“ einen neuen Augsburg-Reiseführer verlegt.



Die Fugger’schen Sehenswürdigkeiten werden, will man dem Verlagstext glauben, in Augsburg erstmals vollständig aufgeführt. Sämtliche öffentlich zugänglichen Sehenswürdigkeiten der Fugger in Augsburg werden nach dem neuesten Stand der Forschung vorgestellt. Neben den bekannten Fakten wisse nämlich kaum ein Augsburger, dass die Basilika St. Ulrich und Afra wegen ihrer fünf Fuggerkapellen schon mal als Fugger’sche Grablege bezeichnet wurden – und dass die fünf Grabkapellen de facto eine hochrangige „Kunstausstellung“ darstellen würden. Wenig bekannt seit auch die Rolle der Fugger bei der Entstehung der Augsburger Prachtbrunnen. „Und kaum jemand weiß, was zum Beispiel auch das Kathanhaus, die kleine Kirche St. Margareth oder ein Epitaph im Stadtteil Bergheim mit den Fuggern zu tun habe“, wie es in einer Pressemitteilung des Verlages heißt.



Martin Kluger: „Die Fugger in Augsburg. Stifter, Kaufherren und Mäzene“. ISBN: 978-3-939645-31-3