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Ulrike Bahr: „Sarrazins Thesen sind rassistisch und menschenverachtend“

Die Unterbezirksvorsitzende der Augsburger SPD Ulrike Bahr verteidigte am gestrigen Montag das Parteiordnungsverfahren gegen Thilo Sarrazin.

Ulrike Bahr mit Frank-Walter Steinmeier: "Weltbild, das keineswegs innerhalb der SPD vertreten wird"

Ulrike Bahr mit Frank-Walter Steinmeier: "Weltbild, das keineswegs innerhalb der SPD vertreten wird"


Ziel des Verfahrens ist der Parteiausschluss von Thilo Sarrazin, der in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ ein „biologistisches Panoptikum“ (FAZ) ausbreitet und damit bundesweit in die Kritik geraten ist. Man könne nicht einfach über die Statistiken schauen und behaupten, Türken und Araber seien genetisch minderwertig und die falsche Sorte Einwanderer gewesen, weil sie durch ihre Gene faul und dumm seien. „Sarrazin hat der Partei schon früher mit seinen unerträglichen Äußerungen geschadet. Mit dem neuen Buch bedient er sich eines Weltbilds, das keineswegs innerhalb der SPD vertreten wird. Die Menschen sind keine Zahlen oder Kostenfaktoren. Die SPD ist tolerant und weltoffen, für menschenfeindliche und rassistische Haltungen aber ist in ihr kein Platz“, so Bahr in ihrer gestrigen Pressemitteilung.



Bald LKW-Mauteinnahmen für Augsburg?

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hält die Forderung des Augsburger CSU-Bezirksvorsitzenden Dr. Christian Ruck, die Kommunen an den Einnahmen aus der LKW-Maut für Bundesstraßen zu beteiligen, für interessant.



Ruck hatte anlässlich der Pläne Ramsauers, die LKW-Mautpflicht auf vierstreifige Bundesstraßen auszuweiten, auf die Baulast Augsburgs mit seinen Bundesstraßen B17, B10, B300 und B2 hingewiesen und eine angemessene Beteiligung von Kommunen an den zusätzlichen Mauteinnahmen vorgeschlagen. Eine Beteiligung am Mauterlös würde Augsburg helfen, Aufgaben wie die Straßensanierung, die Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen und den kreuzungsfreien Ausbau zu bewältigen, so der Augsburger Bundestagsabgeordnete in einem Schreiben an den Minister.

Ramsauer bezeichnete den Vorschlag in seinem Antwortschreiben vom 28. August als eine “interessante Idee”. Im Anschluss an die Prüfungen der Rahmenbedingungen zur Bemautung von Bundesstraßen solle geklärt werden, wie die auf die innerörtlichen Abschnitte der Bundesstraßen entfallenden Mauteinnahmen zwischen den Baulastträgern aufgeteilt werden. Ruck kommentierte das Schreiben erfreut: „Wenn Kommunen wie die Stadt Augsburg sich mit viel Geld am Bau der innerstädtischen Teile von Bundesstraßen beteiligen, müssen sie auch an den auf diese Streckenabschnitte entfallenden Mauteinnahmen beteiligt werden: Das ist für mich ein Gebot der Gerechtigkeit“.



Recherche leicht gemacht: vhb-Kurs “Informationskompetenz”

Online-Kurs vermittelt Studenten Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und Recherchierens

Im Wintersemester 2010/2011 können Studierende aller bayerischen Universitäten und Hochschulen an der virtuellen Hochschule Bayern (vhb) erstmals den Kurs “Informationskompetenz” belegen. Der fächerübergreifende Online-Kurs, der von Augsburger Mediendidaktikern und Regensburger Medieninformatikern entwickelt wurde, vermittelt den Studierenden wesentliche Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und des Recherchierens. Als Studien- und Überbrückungsangebot richtet er sich insbesondere auch an Absolventinnen und Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs 2010. Aufbauend auf dem Projekt i-literacy bietet der Kurs eine Einführung in den kompetenten Umgang mit Information. Informationskompetenz gilt als eine Schlüsselkompetenz, die für Studierende in den ersten Semestern besonders wichtig ist, aber auch im weiteren Studienverlauf und im späteren Berufsleben eine immer größere Bedeutung einnimmt.