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Stadttheater: Gefeierte Puntila-Premiere

Hinreißend und mitreißend – die Stadttheater-Premiere von Brechts “Herr Puntila und sein Knecht Matti” wurde am Freitagabend im Großen Haus stürmisch gefeiert.






Als “Volksstück” hat Brecht sein Werk um den finnischen Gutsherrn bezeichnet, der “sternhagelnüchtern” als kalter Ausbeuter handelt, besoffen aber eine Seele von Mensch zu sein versucht. Jay Scheibs Inszenierung macht eine deftige Komödie am Rande des Boulevards daraus, erkämpft einer glänzend agierenden Schauspielerriege tosenden Applaus. Sinn und Nutzen seines erheblichen technischen Aufwands mit vielerlei Videovergrößerungen erschloss sich nicht auf Anhieb. Und die politische Botschaft, der doch Brechts ganzer Aufwand galt, geriet ein bisschen in den Hintergrund. Am Montag mehr – und auch zur nächsten Premiere: In der Komödie steht heute Ewald Palmetshofers “faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete” auf dem Programm.



Stadtjugendring: QA-Kurse gestartet

Der Stadtjugendring bietet ab sofort Vorbereitungskurse für den qualifizierten Abschluss (QA) an den Hauptschulen an. Die Kurse haben in Augsburg aufgrund der hohen Erfolgsquoten einen hervorragenden Ruf.

„90 bis 100 Prozent der Kursteilnehmer konnten in den letzten Jahren bestehen den qualifizierten Hauptschulabschluss mit Erfolg abschließen“, wie es in der gestrigen Pressemitteilung des Stadtjugendring heißt. Das Bildungsangebot der Einrichtungen des Stadtjugendrings Augsburg (SJR) ist auf freiwilliger Basis und wird von Fachkräften durchgeführt. „In festen Übungszeiten werden die Schüler auf die Prüfungen vorbereitet, inhaltlich wird der Lehrplan dieser Kurse eng mit den Klassenlehrern abgestimmt“, so der Stadtjugendring. Aufgrund der Nachfrage wurde im Mehrgenerationentreff Firnhaberau eine zusätzliche Lerngruppe eingerichtet. In der Volksschule Herrenbach soll eine weitere folgen.

Die aktuellen Angebote für den kommenden QA:



Jugendhaus r33 (Kriegshaber):

Eine Gruppe mit einem Betreuer und fünf Jugendlichen.

Übungseinheiten am Dienstag und Donnerstag von 16:00 bis 18:00 Uhr und am Samstag von 12:00 bis 14:00 Uhr in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch (bei Bedarf auch AWT und PCB).



Jugendhaus linie3 (Pfersee):

Zwei Gruppen mit je sechs bis acht Jugendlichen und je einem Betreuer.

Übungseinheiten am Montag von 17:00 bis 19:00 Uhr und am Freitag von 14:30 bis 16:30 Uhr in den Fächern Mathe, Deutsch und Englisch.



Jugendhaus fabrik (Lechhausen):

36 Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit 7 Betreuern.

Gelernt wird 6 (volle) Stunden pro Woche, aufgeteilt auf Montag & Freitag jeweils mit der halben Gruppe. Alle Teilnehmer treffen sich außerdem jeden zweiten Samstag für 6 Stunden.



Kontakt: Stadtjugendring, Schwibbogenplatz 1, Telefon 0821 4502620


Einen Bambi für Augsburg

Am Freitag fing die Feuerwehr, unterstützt von einem Tierarzt, einen Rehbock ein, der sich im Univiertel verlaufen hatte.

Zunächst sei es nicht gelungen, das schnelle Tier einzufangen, das nicht mehr aus einem Hinterhof in der Bleriotstraße herausfand, so die Berufsfeuerwehr Augsburg gestern in einer Pressemitteilung. Unterstützung kam von einem Tierarzt von der Tierklinik Gessertshausen. Das mitgebrachte Betäubungsgewehr kam jedoch nicht zum Einsatz. Der Feuerwehr gelang es, das Tier genau in Richtung des Tierarztes zu treiben, der sich in einem Busch versteckt hielt.

Das Gewehr kam nicht zum Einsatz: eingefangener Rehbock

Das Gewehr kam nicht zum Einsatz: eingefangener Rehbock


Dann ging alles ganz schnell: “Kurz vor dem Busch fühlte sich das Reh in Sicherheit, extrem schnell legte der Tierarzt das Gewehr aus der Hand und fing den Rehbock von Hand ein”, so Pressesprecher Friedhelm Bechtel von der Berufsfeuerwehr Augsburg.

Das Tier wurde anschließend untersucht und kurz behandelt, bevor es einen kostenlosen Transfer mit dem Feuerwehrauto in Richtung Siebentischwald bekam. Dort wurde der Rehbock wieder in die Freiheit entlassen.



Generalvikar Knebel: Hilfe für Haiti ist Christenpflicht

Spendenaufruf für die Erdbebenopfer

Der Generalvikar des Bistums Augsburg, Karlheinz Knebel, hat die Gläubigen zum Gebet und zu großherzigen Spenden für das von einem schweren Erdbeben heimgesuchte Haiti aufgerufen. Das Bistum Augsburg wird über das Referat Weltkirche für die Kirche in Haiti eine Soforthilfe von 10.000 Euro aus Haushaltsmitteln bereitstellen.



Von der Idee zum Werk

Brahms an der Musikhochschule

Der Komponist Johannes Brahms hat seine Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 1 e-Moll op. 38 offenbar aus Elementen der “Kunst der Fuge” von Johann Sebastian Bach abgeleitet und diese zu einer authentischen eigenen Sprache entwickelt. Unter dem Titel “Von der Idee zum Werk” entschlüsselt Julius Berger, Künstlerischer Leiter des Internationalen Violinwettbewerbs Leopold Mozart und Leiter des Interdisziplinären Forums für künstlerische Interpretation am Leopold-Mozart-Zentrum, zusammen mit seinen Studierenden den Entstehungsprozess dieses Standardwerkes der Violoncelloliteratur. Das Werk wird präsentiert von dem mehrfachen internationale Preisträger Jacob Shaw am Cello, am Flügel sitzt José Gallardo, Dozent am Leopold-Mozart-Zentrum. Beide nehmen derzeit die Brahms-Sonaten für Shaws erste CD auf.

Das Konzert findet statt am im Montag, 18. Januar um 19.30 Uhr im Konzertsaal des Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg, Konzertsaal, Maximilianstraße 59. Der Eintritt ist frei.

» Julius Berger



(B)Lechmusik am Sonntagfrüh

“Vives les Cuivres” lautet der Titel der 3. Kammermusikmatinée, die am Sonntag, 17. Januar um 11 Uhr im Foyer des Stadttheaters stattfindet. Das “(B)Lechquintett” mit Konrad Müller (Trompete), Thomas Fink (Trompete 2), Barbara Vogler (Horn), Bernd Maucher (Posaune) und Fabian Heichele (Tuba) präsentiert Werke von Claude Debussy, Gabriel Fauré, Paul Dukas, Éduardo Lalo u.a.

Der Eintritt beträgt 9,50 Euro.