Die Antworten
Hier finden Sie alle beantworteten Fragen. Die Fragen sind nach Datum absteigend sortiert. Die jüngsten stehen oben.
Stadt-Historie
MfG - 02.03.2009, 13:01
Haben Sie Stadtverantwortung! Ja?? Wie wär's mit einem Rückbau in die stadtgeschichtliche Historie anstatt Modernisierung! (Zeitgemäßheit muss nicht unmodern sein)
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Sicher sehen wir das Gesamtbild "Stadt" - das war auch Ziel des Wettbewerbs. - Wir wollen weder Rückbau noch Modernisierung - wir wollen die Stadt retten vor dem Erdrücken durch Mobilität und Verkehr. - Wir arbeiten "alte Werte" einer historischen Stadt wieder heraus (so gut es geht) und trennen Unverträglichkeiten.
Brunnen
N.N. - 02.03.2009, 12:59
Der alte Pilz am Kö war gut! Kommt der doofe Brunnen dort weg?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Der alte Pilz war damals gut - das stimmt! Was die Funktion für ÖPNV angeht ist er jetzt leider 2x überholt. Ein Combino passt da nicht mehr hin, die Platz- und Grüngestaltung ist eine andere.
Führung durch die Ausstellung
N.N. - 02.03.2009, 12:58
Wieso gibt /gab es keine Führung durch die Ausstellung von einem Mitarbeiter des Bauamtes?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Herr Baureferent Merkle hat selbst öfters durch die Ausstellung geführt (IHK, CSU etc.). Fast täglich waren Architektenkollegen zwecks Führung vor Ort (gegen 17 Uhr).
Radwege
N.N. - 02.03.2009, 12:57
Wieso gibt es in der Stadtmitte keine Radwege, z.B. in der Karlstraße? Aber die sinnlose Straßenbahn nach Friedberg muss sein!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Radwegverbindung wird schrittweise verbessert, auch durch Tempo-30-Zonen erleichtert und gesichert. Die Karlstraße soll langfristig zur gehobenen Einkaufsmeile werden.
Hauptbahnhof, Fassade
E.W. - 02.03.2009, 12:55
Wird die Fassade des Hauptbahnhofs verändert? Hoffentlich nicht!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Nein - steht unter Denkmalschutz. Der DB-Service jedoch baut den ganzen EG-Bereich auf voller Länge verkaufstechnisch und gastronomisch aus. Wir wollen nur ein zusätzliches leichtes, eigenständiges und angepasstes Vordach auf voller Länge (in Abstimmung mit dem Denkmalamt).
Ampeln
N.N. - 28.02.2009, 19:57
Warum sind alle Ampeln unsynchronisiert?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Wir sind zurzeit nur Ideengeber und Planer. Details über Ampeln werden wir noch nachfragen.
Haltestelle Hauptbahnhof
N.N. - 28.02.2009, 19:56
Zum 1. Preis, Haltestelle Hauptbahnhof, Türen für Tram links: Augsburg hat 2010 91 Trams, davon sind 68 jünger als 10 Jahre (41 Baujahr 2000-2003, 27 Baujahr 2009-2010). Mindestens 50 Trams werden mit Türen links benötigt. Wie soll das gehen? Wer bezahlt das?
Und eine ähnliche Frage:
N.N. - 28.02.2009, 19:52
Zum Siegerentwurf, Haltestelle Hauptbahnhof, Türen für Tram links: Dies bedeutet: Künftig in jedem Combino 16 Sitzplätze weniger! Wegen einer Haltestelle stehen in jeder Tram 16 Fahrgäste! Vollkommen indiskutabel.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Es müssen nicht alles Trams über den Bahnhof wo dies nötig wäre. Es gibt sogar in Augsburg Trams mit Linksausstieg. Teurer wird dies schon - aber wert ist es das allemal! Siehe Beispiel Karlsruhe, ähnliche Größe wie Augsburg: dort wurden erst nach Bürgerinitiative Mittelbahnsteige erkämpft, weil einfach die bessere Lösung (weltweit).
Straßenbahn Linie 7
D.N. - 28.02.2009, 19:54
Ich halte die Straßenbahn Linie 7 (Oberhausen-Mitte) bis Haunstetten / später Königsbrunn für sehr wichtig. Wie sieht das H. Walter / Dr. Gribl?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Das Gesamtkonzept 20xx sieht diese Erweiterung vor.
Getunnelte Nordtangente
Konrad R. - 28.02.2009, 19:50
Funktioniert der Gesamtverkehrsplan ohne getunnelte Nordtangente?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Wettbewerbsjury aus einer Vielzahl von Fachleuten hat das dokumentiert. Wir sind da nicht sicher und haben nicht ohne Grund diese Lösung vorgeschlagen.
Altstadt
N.N. - 25.02.2009, 23:03
Warum kann die Altstadt nicht so bleiben wie sie ist? Ich bitte um drei realistische Gründe.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Wir wollen die Altstadt nicht verändern sondern vor unnötigem Verkehr schützen. Die Platzierung des ECE-Centers und die neuen Entwicklungen des Textilviertels binden die Altstadt ganz anders in das Stadtkonzept als vorher. Die Erschließung muss dies berücksichtigen und die Stadtstruktur ändert sich eben im Lauf der Jahrhunderte. Die Funktionen von Arbeit, Wohnen und Einkaufen haben sich verändert.
Tunnel Konrad-Adenauer-Allee
Wilhelm Leimer - 19.02.2009 - 16:00
Wäre diese Tunnelidee im Sinne der Gesamtplanung nützlich? Die Einfahrt wäre am Eserwall. Der Tunnel wäre ginge unterhalb der Konrad-Adenauer-Allee oder parallel zu ihr zwischen Konrad-Adenauer-Allee und Schießgrabenstraße, Endausfahrt wäre am Gesundbrunnen. Zwischenausfahrten wären am Parkhaus Annahof, am Parkhaus Ernst-Reuter-Platz sowie zur Grottenau.

Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Das hat schon etwas! Doch im Zusammenhang zieht dieser Tunnel mehr Durchgangsverkehr an und legt die gesamte unterirdische Infrastruktur (Gas, Wasser, Abwasser etc.) lahm. Tunnel ok, aber eher außen - Bahnhoftunnel, Nordtunnel. Die Zeiten der Innenstadttunnel sind vorbei oder wurden verpasst. Dies spaltet die Stadtgesellschaft und führt in jahrelange Streitigkeiten.
Straßenbahnsteige
W.N. Meier - 22.02.2009, 18:57
Werden die Straßenbahnsteige verbreitert? Wenn ja, auf welche Breite?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Dieses Detail wird erst in der Ausführungsplanung berücksichtigt. Zurzeit stehen wir noch bei der Ideensammlung ("Ideenwettbewerb").
Fußgängerüberweg Hermanstraße
W.N. Meier - 22.02.2009, 18:55
Ist ein problemloser Fußgängerüberweg von der Hermanstr. (beidseitig) über den Straßenbahnhaltepunkt zur Annastraße oder Bgm.-Fischer-Straße in der Planung berücksichtigt? Heute stößt der Fußgänger beim Übergang genau auf das Straßenbahnbetriebsgebäude.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Planung des Ideenwettbewerbs zeichnet sich gerade durch fußgänger- und radfahrerfreundliche Lösungen aus. Diese Übergänge haben in Zukunft besondere Bedeutung - genauere Angaben gibt es zurzeit nicht.
Hauptbahnhof
Günther K. - 22.02.2009, 18:51
Am Bahnhof sind in der Planung eine Kreuzung notwendig, um die Straßenbahntüren am Mittelbahnsteig öffnen zu können. Geht es nicht ohne Kreuzung? Dafür wären Straßenbahnen mit Türen auf beiden Seiten erforderlich! Mein Vorschlag: Realisierung in mehreren Stufen. Stufe 1: nur Straßenbahnen mit beiderseitigen Türen dürfen eingesetzt werden. Stufe 2: alle Straßenbahnen sollen mit Türen auf beiden Seiten umgerüstet werden. Vorteil: Die Kreuzung entfällt. (590.000.- Euro) Denkbare Lösung??
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Danke, ein guter, sehr guter Vorschlag. Zurzeit sind neue Straßenbahnen in Bestellung (d.h. noch nicht gefertigt). Wir hoffen, in Richtung Ihres Vorschlages weiterzukommen. Ein Mittelbahnsteig ist in allen Fällen die bessere Lösung!
Mobilitätsdrehscheibe
Early Grey - 20.02.2009, 16:01
Stimmt die politische Theorie der Grünen, dass der Siegerentwurf als Ergänzung zur "Mobilitätsdrehscheibe" gesehen werden kann? Oder haben Sie die "MDS" so verändert, dass man eigentlich ... nicht mehr von MDS sprechen dürfte?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die MDS ist eine reine Verkehrsplanung. Der Siegerentwurf ist ein Zielkonzept für Städtebau, Grünplanung, Verkehr, Fußgänger + Radfahrer, Bahnhofsumbau und Umweltstadt. Das ist eine weiter gefasste Vision als "nur" MDS.
Senioren auf dem Rad
anonym - 19.02.2009, 21:40
Haben Sie an Rollstuhlfahrer und Senioren auf dem Rad gedacht?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Ja, sogar im Besonderen: - Autofreie Übergänge - Augsburg Boulevard - Grünkonzept - und besonders verbesserte Bahnhofsplanung!
Schaezlerstraße
Michael B. - 19.02.2009, 17:08
Ist die Verkehrsabwicklung über die Schaezlerstraße wirklich sinnvoll? Schon zum jetzigen Zeitpunkt staut sich der Verkehr auf der Schaezlerstraße v.a. zur Hauptverkehrszeit erheblich. Durch den Wegfall der Konrad-Adenauer-Allee für den MIV würde sich die Verkehrsbelastung auf der Schaezlerstraße ja noch verstärken. Eine Verbreiterung der Schaezlerstraße scheint mir aufgrund der Bebauung fast unmöglich. Wie sieht Ihr Plan für dieses Problem aus?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Grundsätzlich und langfristig brauchen wir eine Verkehrsreduzierung im "Umweltzonenbereich" - durch Umgehung und Entlastungsringe / -straßen (2. Schritt) - durch Verlangsamung des Verkehrs (= flüssiger) - durch besseren und komfortablen ÖPNV (1. Schritt) - durch intelligente Verkehrslenkung
Gefährdung Radler/Fußgänger
Wolfgang Wunderer - 18.02.2009, 16:57
Ist, wenn Radwege aufgelöst werden, daran gedacht, dass Radler und Fußgänger Gefährdungen ausgesetzt sind, wenn sie auf der gleichen Fläche verkehren?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Für die Hauptverbindungen der Fahrradfahrer gibt es ausgewiesene "Magistralen" (ohne Autoverkehr), z.B. Augsburg Boulevard, an Grünachsen etc. In der allgemeinen 30-km-Zone schwimmt der Radfahrer mit dem Autoverkehr mit, das ist sicher und nach Straßenverkehrsordnung ganz normal.
Tram 15-Minuten-Takt
Wolfgang Wunderer - 18.02.2009, 16:56
Ist, wenn die Trams am Kö zeitversetzt kommen, an den 15-Minuten-Takt am Abend und sonntags gedacht?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Ja, daran wird gedacht. Details ergibt die Feinplanung noch!
Schulen berücksichtigt?
N.N. - 18.02.2009, 16:55
Der gesamte Verkehr geht durch die Schaezlerstraße! Hier gibt es als direkten Anlieger eine Grundschule und als rückversetzten Anlieger ein Gymnasium. Arme Schulkinder, oder?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
- Ausbau ÖPNV - schnell und komfortabel - Bau von Entlastungsstraßen - kein Durchgangsverkehr über Kö (kein Transit) - Verlangsamung des Verkehrs allgemein (30-km-Zone) - mittige Straßeninselübergänge etc. Es wird allemal besser und sicherer!
Achtung Radfahrer
N.N. - 18.02.2009, 16:54
Vom Königsplatz bis Stadttheater sollen sich Radfahrer auf dem "Corso" ohne eigene Radwege zügig fortbewegen? Das wird mit dem 1.-Platz-Konzept nicht gelingen!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Auf dem Augsburg Boulevard - Theater bis Th.-Heuss-Platz gibt es eine sog. Fahrrad-Magistrale. Ohne Durchgangsverkehr mit Autos wird dies sicher und komfortabel gelingen.
CSU und Verkehrsberuhigung
Franz-Xaver Loos - 18.02.2009, 16:53
Wie kann die CSU mit der Verkehrsberuhigung? Führt sie alles über die Stadtteile auf jeweils 4 Spuren in die Innenstadt? Armes Augsburg
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Verkehrsberuhigung heißt: - Reduzierung und Verlangsamung - Transitverkehr raus (alles) - nur Zielverkehr Für den Ideenwettbewerb ist Verkehr nur ein Teilaspekt neben Grünkonzept, Städtebaukonzept, Umweltkonzept, Bahnhofskonzept. Dem Gesamtkonzept der Idee gilt die Vision - und dies über alle Parteien.
Reduzierung Autoverkehr
N.N. - 18.02.2009, 16:51
Der Planung der 1.-Platz-Gruppe liegt die Grundannahme zu Grunde: weniger Platz / Fahr- und Parkmöglichkeiten für Autos ergibt weniger zufahrtswillige Autos für die Innenstadt. Frage: Wie wird dieses Axiom quantitativ / empirisch begründet? Augsburg wird auch weiterhin Umlandautofahrer haben!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
- Zielverkehr zur Innenstadt wird nicht verdrängt - Transitverkehr ist tabu - alle fahren im Umweltbereich der Innenstadt 30 km/h - zusätzliche Randparkhäuser werden geschaffen - Mit dem Ausbau des komfortablen ÖPNV und P+R-Systems werden zusätzliche Angebote geschaffen - Auf frei werdendem Straßenraum viel Kurzparker in der Innenstadt
Hallstraße - Bitte um komplexes Denken
Fritz Schwarzbäcker - 18.02.2009, 14:44
So schön die bunten Bildchen der Ausstellung auch sein mögen - gezieltem Interesse entziehen sie sich dann doch. Die Hallstraße als "Resterampe" der Verkehrsplanung in den letzten 30 Jahren und mit ca. 1500 Schülern Ort der größten Schule Schwabens wird von keiner Planung beachtet. Der Hinweis, daß dies in der Folge noch geschehen wird ist so banal wie nichtssagend und ein in der Vergangenheit gern geäußertes "Argument". Ein Mehr an komplexer Sichtweise und daraus folgendem (Planungs-)Denken wäre wünschenswert und auch zielführender als ein "Wertach-Lech-Kanal" (Gollwitzer läßt grüßen).
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Alle sind dran an der "Hallstraße". Verkehrsberuhigung ist vorgesehen, muß jedoch im Zusammenhang mit dem Maxstraßen-Umbau noch "feingeplant" werden.
Tramkonzept
H. B. - 16.02.2009, 07:26
Plan 1034 ist am besten durchdacht. Alle anderen Vorschläge sind zum Teil mit schweren Mängeln behaftet. Schade für die ausgegebenen Gelder. Man kann halt nicht mehr denken!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Es gibt hier leider keine Vorteile ohne Nachteile. Die Entsheidung der besten Lösung hat ein internationales Fachgremium mit Teilnahme unserer Lokalpolitiker entschieden. Bei allem Respekt - man sollte dies akzeptieren und respektieren.
Bahnhof West
Bewohner Thelottviertel D.M. - 13.02.2009, 18:56
Wie sollen verkehrstechnisch die Überschneidungen von Straßenbahn und starker Verkehrsfluß zu Stoßzeiten auf der Rosenaustr. und am Vorplatz W funktionieren? Welches Zeitraster ist für die Bebauung W "ehemaliger Güterbahnhof" mit Wohn- bzw. Gewerbebau und die Entlastungsstr. vorgesehen?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Durch den Bau der neuen Entlastungsstraße oben auf dem Gleisgelände wird der Verkehr in der Rosenaustraße und im Thelottviertel stark reduziert. Der Straßenbahnverkehr ist dann das geringste Übel. Der Vorteil der Erschließung zum Bahnhof überwiegt allemal.
Straßenbahn
R.A. - 16.02.2009, 07:29
Das "1.-Preis"-Modell sollte unbedingt realisiert werden. Dann bekommen wir neue Straßenbahnen mit Ausstieg links. Lächel ...

Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Kein Ausstieg links erforderlich, siehe Plan Bahnhof mit Mittelbahnsteig.
Augsburg hat einen besseren Bahnhof verdient - die z.Z. vorliegende Planung kann nicht akzeptiert werden. Mittelbahnsteig ist z.B. die minimale Forderung, oder ein ganz neues Konzept wenn das nicht geht. Mit einer Billiglösung wollen wir nicht leben!
Plan-Legenden
G. Utz - 16.02.2009, 07:28
Warum gibt es keine eindeutigen Legenden in den Arbeiten um einschätzen zu können was genau mit den unterschiedlich schraffierten Flächen gemeint ist?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Pläne sind eigentlich nur für die Fachjury gezeichnet und für alle anderen schwer lesbar. Dies bedauern wir besonders, da großes Bürgerinteresse besteht. Wir versuchen mit zusätzlichen Plänen und Beamer-Präsentationen die Inhalte besser zu erläutern.
Antwort Stadtplanungsamt:
Die Arbeiten werden genau so präsentiert, wie sie von den Teilnehmern eingereicht und von der Jury bewertet wurden. Der gesamte Erläuterungstext der Bearbeiter-Teams ist auf den Plänen enthalten. Die trotzdem verbleibenden Unklarheiten bzw. Widersprüche ließen sich nicht ohne eine "Interpretation" der Arbeiten aufklären. Es wurde daher bewusst auf Ergänzungen der Wettbewerbsbeiträge verzichtet.
Radweg unter dem Bahnhof
Christian W. - 13.02.2009, 20:28
Für mich ist nicht erkennbar, auf welcher Verteilebene 1 der Fahrradverkehr berücksichtigt sein soll. Vor allem endet die Ebene 1 an der Wand. Eine Weiterführung Richtung Westen fehlt, zudem das Platzangebot auf dieser Ebene für einen Radweg recht gering ist. Eine Alternative zur Vermeidung des Pferseer Tunnels ist nicht erkennbar.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Der Neubauvorschlag des 1. Preises zum Bahnhof sieht einen R+F-Weg (Rad- und Fußweg) vom Bucheggerplatz bis zur Bahnhofstraße vor. Der Weg führt über die Verteilerebene (Ebene -1) und unter dem Bahnhof zum Bahnhofsvorplatz. Der Pferseer Tunnel soll umgestaltet werden (ohne ÖPNV), eine Fahrradgarage und Aufgänge zu den Gleisen erhalten.
Realisation
anonym - 13.02.2009, 20:24
Ist schon bekannt welche Teile von welchen Entwürfen für die Realisierung favorisiert werden? Gibt es bereits Aussagen darüber, was ganz sicher nicht realisierbar ist?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Der 1. Preis ist - was das Verkehrskonzept angeht - von der Fachjury favorisiert zur Realisierung. Kö-Umbau und Augsburg-Boulevard sind sicher erste und realistische Maßnahmen. Der Hbf soll auf Wunsch vieler verbessert werden, die alte Planung kann nicht akzeptiert werden.
Stadtrat
N.N. - 13.02.2009, 20:22
Wann sind im Stadtrat die ersten Beschlüsse zur Umsetzung zu erwarten?
Antwort Stadtplanungsamt:
Zahlreiche Vertreter des Stadtrats und der Parteien informieren sich derzeit intensiv über die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs. Der Stadtrat wird sich bereits in seiner Sitzung am 19.02.2009 erstmals mit dem Wettbewerbsergebnis befassen.
Aufgrund der Komplexität des Themas und weil teilweise noch vertiefende Untersuchungen der vorgeschlagenen Konzepte erforderlich sind, wird das Thema sicherlich noch häufiger im Stadtrat diskutiert.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Wir hoffen, Kö und Augsburg-Boulevard können schon 2010 begonnen werden. Wir erwarten selbst mit Spannung die ersten Entscheidungen des Stadtrats.
Busbahnhof
A.M. - 13.02.2009, 20:21
Besteht trotz der Kritik der Jury eine Chance, dass der Busbahnhof doch realisiert, und damit der gesamte Vorplatz des Hauptbahnhofs aufgewertet wird?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Der Vorplatz des Hbf wurde von der Jury als positiv aufgenommen. Der Busbahnhof und Umbau der inneren Ladehöfe ist noch ferne Planvision und benötigt noch ein eigenes Planungsverfahren (evtl. eigener Wettbewerb).
Bahnhof West
Bewohner Thelottviertel D.M. - 13.02.2009, 18:56
Wo sollen denn die vom W der Stadt kommenden Pkw s parken, ohne das unter Ensemble-Schutz stehende Thelottviertel total zu überlaufen?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Rosenaustraße soll durch die neue Entlastungsstraße (oben auf Gütergleisebene) von Autoverkehr entlastet werden. Von oben können großzügig Parkflächen und Parkhäuser erschlossen werden.
Bahnhof West
Bewohner Thelottviertel D.M. - 13.02.2009, 18:56
Sind die Pläne für das sehr groß dimensionierte Zugangsgebäude W am Buchegger-Platz mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Das "symbolische" große Gebäude ist ein Tor zum Westen. Wie dies aussieht und wie mächtig soll ein separater Wettbewerb über die Bebauung der Güterverkehrsflächen entscheiden. Denkmalbelange sind hier nicht erstrangig, eher Grünbelange der Hangkante.
Hallstraße
Lukas Brechel - 12.02.2009, 22:36
Sperrung oder Verkehrsberuhigung wäre für die Schule sinnvoll! Ist der Holbeincampus mit Grünanlage als Lösung in der Planung vorgesehen?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Planung sieht im 1. Abschnitt eine Verkehrsberuhigung der Hallstraße vor. In Betrachtung mit Schule und Maxstraße wird im 2. Abschnitt eine konkrete Planung erarbeitet.
Realisierungslänge
Franziska Reich - 12.02.2009, 22:33
Wie lange würde eine exakte Realisierungsplanung plus Durchsetzung dauern? Für die die Hallschule wäre eine Wartezeit von 7 Jahren auf Verkehrsberuhigung nicht sinnvoll!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Hallschule ist immer auch im Zusammenhang mit der "Kaisermeile" (Maxstraße) zu sehen. Für den Kö-Umbau und den Augsburg-Boulevard hoffen wir auf einen Baubeginn 2010/2011. Dies zieht dann direkt eine Verkehrsberuhigung der Hallstraße mit sich.
Umweltzone
Jürgen B. - 11.02.2009, 20:33
Halbierung des MIV, kein Transitverkehr mehr, Tempo 30, zusätzliches Grün, mehr ÖPNV etc. etc. Wenn der erste Preis ernsthaft umgesetzt werden sollten, braucht es doch keine Umweltzone mehr! Oder??
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Eigentlich richtig - doch die Autos selber brauchen noch eine CO2-, Abgas- und Lärmverbesserung. Dies sollen die Plaketten und Zufahrtseinschränkungen erreichen.
Ost-West-Tunnel
Richard S. - 11.02.2009, 20:28
Wie lang ist der geplante Ost-West-Tunnel? Wieviel würde er kosten?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Der Tunnel könnte zwischen 1200 und 1500 Meter Länge bekommen. Kosten weiß noch niemand.
Antwort von Gerd Merkle, Baureferent:
Laut Schätzung des Tiefbauamtes würde der Tunnel 100 bis 120 Mio. Euro kosten, Unwägbarkeiten nicht eingerechnet.
Hallstraße
Ute A. - 11.02.2009, 20:22
In wie weit wird die Hallstraße in die Planung miteinbezogen? Gibt es konkrete Vorschläge für eine Verkehrsumleitung, um die Hallstr. zur verkehrsberuhigten Zone umzugestalten?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Hallstraße wird in die Planung mit einbezogen. Sie ist wichtig und zurzeit sehr im Bürgerinteresse. Detailplanungen gibt es noch nicht. Verkehrsberuhigung ist definitives Ziel.
Allgemein
Audi Arbeit - 11.02.2009, 20:19
Was wird aus der Hallstraße? Werden nun mehr Straßenbahnen fahren als es die alten Pläne vorsahen? Wird die Innenstadt für Fahrradfahrer attraktiver gemacht?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Es werden nicht mehr Straßenbahnen fahren - es soll nur eine neue Verteilung geben. Das Mehr an Straßenbahnen (Linie 5, Erweiterung zur Hammerschmiede, zum FCA-Stadion etc.) gab es auch als Vision im alten Verkehrsplan der Stadt. Ein Mehr an ÖPNV wird es auf alle Fälle geben.
Hallstraße
Karolin F. - 11.02.2009, 20:15
Welche Pläne liegen für die Verkehrsberuhigung der Hallstraße vor? Das Holbein braucht dringend eine erweitertes Schulgelände und eine sichere Möglichkeit die Schulgebäude zu wechseln!!! 12 000 Autos am Tag sind zuviel!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Hallstraße wird in die Planung mit einbezogen. Sie ist wichtig und zurzeit sehr im Bürgerinteresse. Detailplanungen gibt es noch nicht. Verkehrsberuhigung ist vorgesehen. Die Hallstraße soll und muss im Zusammenhang mit der Maximilianstraße gesehen werden und von dieser Seite bewegt sich zurzeit einiges.
Linie 3
Frau X - 11.02.2009, 16:02
Bucheggerplatz- Hörbrod- Perzheimerstr. Wie sollen hier noch Autos fahren können und die langen Straßenbahnzüge um die Kurven kommen?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Hörbrod-Straße bietet genügend Platz für eine Straßenbahn. Der wegfallende Parkbereich für Autos soll an der Wendeschleife an der Wertach ersetzt werden. Durch die neue Entlastungsstraße oben auf dem Gleisbereich verbessert sich die Situation am Bucheggerplatz mächtig.
Pferseer "Angströhre"
Frau X - 11.02.2009, 16:00
Ich würde vorschlagen die Haltestelle Rosenau in den alten Tunnel zu verlegen und die Fahrgäste direkt zu den Geleisen befördern. Ist das denkbar im Rahmen der neuen Planung?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Nein - es gab eine umfangreiche Planung Pfersee-Tunnel, die vom letzten Stadtrat abgelehnt wurde: Keine Straßenbahn mehr im alten Tunnel. Fahrradparken und Zugänge zu den Gleisen ist vorgesehen und optische Verbesserungen.
Politik
Wolfgang Doßmann - 11.02.2009, 15:56
Besteht tatsächlich der Wille die Pläne endlich mal umzusetzen? Wenn ja, in welchem Zeitfenster?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Der Wille zur Umsetzung besteht tatsächlich und ernsthaft. Wir Planer können nur den Weg zeigen. Die Politik gibt den Startschuss und der Bürger (alle) müssen es wirklich wollen und dies auch mitteilen. Wir hoffen, es wird nicht alles verwässert. Ein Zeitfenster gibt es nicht.
Antwort von Gerd Merkle, Baureferent:
Zeitfenster: 10 Jahre.
Tunnel Ackermannstr./ Berliner Allee
Johannes Althammer - 11.02.2009, 15:55
Der Tunnel ist beim 1. Preis wesentlicher Bestandteil, um die Verkehrsachse Ost- West aufrecht zu erhalten! Wie soll das Ganze denn ohne diesen Tunnel funktionieren?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Das internationale Entscheidungsgremium (Jury des Wettbewerbs) hat formuliert, "es geht auch ohne Tunnel". Wenn der Tunnel nicht geht, dann müssen Alternativen der Nordumfahrung erarbeitet werden. Als erstes sollte die Stadt eine Machbarkeitsstudie für die Tunnellösung beauftragen.
Bedürfnisse der Behinderten
W. Bähner (Behindertenbeauftragter Bez. Schwaben) - 11.02.2009, 15:53
Wie werden die Bedürfnisse bezüglich Mobilität von Menschen mit Behinderung (Rollstuhlfahrer) berücksichtigt?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Ja, und sogar in ganz besonderer Weise in ganz vielen Details, u.a.: - Kö ohne Straßenüberquerung - Umplanung Bahnhofstunnel in Mittelbahnsteig (ganz wichtig!) - ÖPNV-Verbesserung: komfortable Straßenbahnen Die Bayerische Bauordnung sieht für alle Bereiche eine Verbesserung bezügl. Behindertenfreundlichkeit vor - und dies nehmen wir als Planer ernst!
Hallstraße
Johannes Althammer - 10.02.2009, 16:49
Für mich ist nicht ersichtlich, ob die Hallstraße für den Durchgangsverkehr offen bleibt. Schließen wäre besser.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Verkehrsberuhigung kommt - Schließen geht leider nicht.
Westtangente
anonym - 10.02.2009, 16:46
Für das Funktionieren dieser Pläne braucht man die Westtangente. Dafür muss man der Bahn Grundstücke abkaufen. Die Bahn verkauft wohl aber nicht! Oder doch? Ist diesbezüglich bereits etwas geschehen?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Verhandlungen laufen nach Aussage der Stadt - war vor dem Wettbewerb schon diskutiert. Es gibt eine freie Trasse, aber noch zu eng!
Antwort von Gerd Merkle, Baureferent:
Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der DB, hat als Sachpreisrichter für den Siegerentwurf votiert. Am Tag nach der Wettbewerbsentscheidung ist die Stadt schriftlich in Verkaufsverhandlungen mit der DB eingetreten.
Umsetzung
Christine Kamm - 10.02.2009, 16:43
Wie soll das umgesetzt werden? Womit fängt man zuerst an? Wo werden Schwerpunkte für den Beginn gesetzt?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Liebe Frau Kamm,
- die Schwerpunke der Umsetzung sind z.B. der Kö - es kann alles nur in Schritten umgesetzt werden - die Umsetzung bestimmt die Politik (auch den Zeitfaktor) und somit Sie eigentlich mehr als die Planer.
Entlastungsring
Professor Schneider - 10.02.2009, 16:40
Die Nord-Südspange muss Voraussetzung sein. Ohne einen Entlastungsring wird es nicht gehen, denn schließlich muss der Verkehr halbiert werden.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Das stimmt ohne Einschränkung (Wasch mir den Pelz - aber mach mich nicht nass!). Norman Foster reduziert den Verkehr in Duisburg um 60% (Masterplan) - der Stadtumbau wird nur mit "Stressfaktoren" gehen. Zuerst am Kö!
Kosten
Xaver Z. - 10.02.2009, 16:37
Ich finde Tempo 30 in der Innenstadt nicht so glücklich. Was kommen für Kosten auf die Stadt, also auf die Bürger zu?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Tempo 30 kostet weniger! Es spart Sprit und viele Verkehrsregelungen. Es ist die "soziale Komponente" der Planung und beteiligt alle Verkehrsteilnehmer "gleicher". Ca. 80% der Infrastruktur zahlt die Stadt - was das alles kostet weiß noch niemand, auch nicht den Umfang was gemacht wird.
Allgemein
Peter Pan - 10.02.2009, 16:35
Ich bin wie viele begeistert! Wie will man den Bürger in die Planung einbeziehen? Wie hat man das sich im Einzelnen vorgestellt?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Vielen Dank! Wir arbeiten täglich wie hier im Internet. Die Stadt erstellt in Kürze eine Broschüre. Die Bürger sollen sich auch durch ihre Stadträte, die am Ende alles entscheiden, einbringen - Basispolitik über Volksvertreter.
Antwort Stadtplanungsamt:
Nachdem das Wettbewerbsergebnis nun vorliegt, kann die Bauverwaltung Überlegungen zum weiteren Planungsprozess anstellen. Klar ist, dass die Bürger und alle wesentlichen Interessengruppen in die Planung eingebunden werden. Genaue Einzelheiten z.B. zur Wahl geeigneter Verfahren oder zur Terminplanung stehen in der Kürze der Zeit noch nicht fest.
Straßenbelag
Hans G. - 10.02.2009, 16:34
Wie werden die Straßen künftig aussehen? Ich meine den Straßenbelag!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Wir sind noch in 3000 Meter Höhe über der Stadt - wir werden uns im Laufe der Zeit herunterzoomen. Der Belag wird später extra bearbeitet - er sollte jedoch modernen Ansprüchen entsprechen, behinderten- und altengerecht, großzügig und einer historischen Stadt entsprechend.
Allgemein
Udo J. - 10.02.2009, 16:32
Wann liegen die ausgestellte Folien zur Ansicht vor, dass man sie zu Hause in Ruhe studieren kann?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Kommt in Kürze. Baureferent Gerd Merkle hat eine Broschüre versprochen, Bearbeitungszeit 6 Wochen, und eine Homepage der Stadt mit den Wettbewerbsbeiträgen.
Antwort Stadtplanungsamt:
Die Bauverwaltung stellt momentan eine Broschüre mit den prämierten Arbeiten zusammen. Bis diese gedruckt und verteilt werden kann, wird es leider noch ein Wenig dauern. In der Zwischenzeit können Sie die wesentlichen Planausschnitte der prämierten Arbeiten und die Empfehlungen der Jury auf der Homepage der Stadt Augsburg einsehen.
Maximilianstraße
Petra W. - 10.02.2009, 13:22
Ist es möglich das Gebäude der Hauswirtschaftsschule am Prediger Berg zu einem Parkhaus zu machen. Ist ja eh schon ein Halbes! Und die Schule entweder an den geplanten Campus Hallstrasse zu verlegen oder gleich an die Uni? nahe Parkraumbeschaffung für die Maximilianstraße!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Interessante Anregung - war jedoch im Umfang des Wettbewerbs kein Behandlungspunkt. KAnn in Detailplanungen aufgenommen werden.
Straßenbahn Oberer Graben
Michael - 10.02.2009, 13:06
So sehr ich die Absicht begrüße, eine Tram die Forsterstraße und den Graben lang fahren zu lassen, so frage ich mich: Ist im Oberen Graben tatsächlich genug Platz um eine Straßenbahntrasse (mit eigenem Gleiskörper?) bauen zu können? Welche Linie soll denn die Forsterstraße und den Graben befahren? Vielleicht eine Ring-Linie über Karlstraße, Theater, Fugger-Straße, K.-Adenauer-Allee, Rotes Tor, Oberer Graben?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Der Wettbewerb schlägt auch einen Abbruch von Gebäuden vor. Die Linie "Graben" soll über die Karlstraße zum Theater u. Frölichstraße/ Hauptbahnhof fahren. Am Hbf schließt sich der Ring der Stadt wieder. Dreieck der Knoten (Kennedyplatz, Hbf, Kö).
Tunnel
Mango - 10.02.2009, 09:44
Warum werden in Augsburg Tunnels von der Politik generell abgeschmettert? In München z.B. werden stark frequentierte Bereiche weiterhin untertunnelt, z.B. Richard-Strauss-Str., Petuelring. Schon vor ca. 30 Jahren war die Untertunnelung der Adenauer-Allee, Fuggerstrasse ein Thema, das zudem auch eine gewünschte Entlastung der Innenstadt gebracht hätte.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Planungen fast aller WB-Teilnehmer haben ergeben: ein kleiner und kurzer Tunnel bringt nichts. Er zieht Verkehr an - kann ihn aber nicht entleeren. Die notwendigen Zu- und Auffahrten rechtfertigen dies nicht im Stadtbild.
Ein langer Tunnel ist politisch und finanziell ein Totkriterium für die gesamten Verkehrsmaßnahmen. Die jahrelange Diskussion spaltet die Stadtgesellschaft in zwei manifestierte Lager - was alle anderen Maßnahmen auf Dauer blockiert. Der 1. Preis schlägt jedoch einen Transittunnel von der Berliner Allee zur Ackermannstraße vor. Dies ist ein Kriegsfeld, das die anderen Maßnahmen zurzeit nicht blockieren wird.
Udo Mayer - 09.02.2009, 23:52
Ausbau StraBa Linie 1a
Es liest sich ja ganz schön, wenn in der Innenstadt durch neue Linien (Oberer Graben, Karlstraße) das Streckennetz dichter werden soll. Aber ohne einen Abzweig der StraBa Linie 1 Richtung Hammerschmiede etc. bleibt das Ganze doch Stückwerk. Wird daran gedacht?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Ja, es gibt eine Linienverlängerung Hammerschmiede schon im ÖPNV-Linienkonzept der Stadtwerke.
Adapter - 09.02.2009, 22:30
Allgemeines
Wie kann verhindert werden, dass durch Politik und Bedenkenträger alles wieder zerredet wird?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Jeder Bürger soll seinen bekannten Stadtrat oder Politiker aktivieren und Wünsche einfordern - nur der Stadtrat entscheidet am Ende alles.
pusteblume - 09.02.2009, 22:08
wettbewerb
warum gibt es in der ausstellung im zeughaus kein protokoll der sitzung vom donnerstag, in der die preise vergeben wurden?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Es gibt ein Protokoll - bisher nur für die Wettbewerbsteilnehmer - das sehr umfangreich ist. Die Inhalte sind teilweise im Pressehandout enthalten.
Antwort von V. Schafitel, Architekturforum Augsburg:
Ich habe heute mit Herr Häberle telefoniert, der den Wettbewerb aus dem Stadtplanungsamt betreut. Er hat mir zugesagt, heute (10.02.2009) das Protokoll in die Ausstellung zu hängen. Er möchte keinen Verfahrensfehler begehen ... es soll auch nichts verheimlicht werden!
Antwort Stadtplanungsamt Augsburg:
Das Protokoll wurde direkt im Anschluss an die Preisgerichtssitzung an alle Wettbewerbsteilnehmer, Preisrichter sowie die Architekten- und Ingenieurkammer versandt. Zum besseren Verständnis für die Öffentlichkeit wurden in der Ausstellung die wesentlichen Auszüge (Empfehlungen der Jury) ausgelegt nicht das gesamte, sehr umfangreiche Protokoll (41 Seiten). Aufgrund Ihrer Nachfrage liegt seit Dienstag, den 10.02. nun auch das komplette Protokoll aus.
Otto H. - 09.02.2009, 17:29
Bahnhof
Welche Vorstellungen gibt es für die Anbindung des Bahnhofs mit MIV? Der Bahnhof ist doch jetzt schon schlecht mit dem Auto zu erreichen!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Zwei neue Anbindungen: von Westen über die neue Entlastungsstraße und von Süden über die Stettenstraße und die inneren Ladehöfe zum neuen Busbahnhof.
 Bahnhof - Ostseite
gustav gans - 09.02.2009, 17:26
Fußgängerzone
Wenn weiterhin Busse und Straßenbahnen von der Bgm-Fischer-Straße über die Bahnhofstraße verkehren, wo bleiben da die Gestaltungsmöglichkeiten? Das ist für mich keine Füßgängerzone!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Das stimmt - der Busverkehr jedoch soll durch den Ausbau des Straßenbahnnetzes reduziert werden.
Josef Marquard - 09.02.2009, 17:24
KÖ
Bringt die Entzerrung des KÖs durch andere Umsteigepunkte eigentlich Zeitgewinn? Oder ist das der selbe Ewigkeitskäse wie vorher?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Wir glauben schon - viel mehr Zielpunkte können direkt angefahren werden.
Anton U. - 09.02.2009, 17:22
Parkhaus
Ist das neu geplante Parkhaus innerhalb der Umweltzone? Außerhalb (wie die City-Galerie) wäre besser, dann würde es kein Plakettenproblem geben.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Ja innerhalb - wegen kurzer Anbindung zu Kö und Bahnhof und Kongresshalle. Sie haben recht mit dem Plakettenproblem. Das muss noch gelöst werden.
Wolfgang Johannes - 09.02.2009, 17:18
Allgemeines
Warum sind die Wettbewerbsbeiträge so unübersichtlich aufgehängt? Man weiß gar nicht genau, ob man jetzt noch beim ersten Preis oder schon beim 2. Preis studiert!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Sie haben recht. Wir versuchen, etwas mehr Übersichtlichkeit zu erreichen.
Teilantwort Stadtplanungsamt Augsburg:
Um die Übersicht zu erleichtern wurden die jeweils zusammengehörigen Pläne einer Arbeit dicht nebeneinander gehängt. Zwischen den Arbeiten wurden deutliche Lücken gelassen.
Die Reihenfolge richtet sich nach den Tarnziffern, mit der die Arbeiten im Wettbewerbsverfahren anonymisiert wurden. Nach der Entscheidung der Jury wurden an allen Arbeiten Hinweisschilder zu den Verfassern angebracht und die prämierten Arbeiten deutlich gekennzeichnet.
Wolfgang Johannes - 09.02.2009, 17:18
ÖPNV
Gibt es keine Verbesserung nach Osten? Die Firnhaberau und die Hammerschmiede sind schon immer vernachlässigt worden.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Eine Anbindung Hammerschmiede gibt es sehr wohl im ÖPNV-Liniennetz der Stadtwerke für die Zukunft.
Peter K. - 09.02.2009, 17:14
Geschäfte
Was soll aus den Geschäften werden? Wer soll in der Innestadt noch einkaufen wollen, wenn diese Pläne realisiert sind?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Geschäfte werden profitieren 1. durch die Erweiterung der Innenstadt allgemein, 2. durch besseres Kurzparken und Parken allgemein, 3. durch Entlastung mit Transitverkehr bleibt mehr Platz für andere.
Rentnerehepaar - 09.02.2009, 17:12
Parkplätze, Ticketpreise
Wenn man den Autoverkehr mit besserem Schienenverkehr aus der Innenstadt zurück schrauben will, muss es aber mehr Parkplätze außerhalb der Stadt geben! Oder?
Sind mehr Park und Ride Plätze vorgesehen? Und wenn ja, werden für Leute, die Bus- und Straßenbahntickets günstiger?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Es sind mehr Parkräume vor der Innenstadt vorgesehen - z.B. Plärrergelände etc. Tarife können wir nicht bestimmen - wir hoffen jedoch auf günstigere Preise.
Nora Anonym - 09.02.2009, 17:09
Augsburg-Boulevard
Wie komme ich als Anwohnerin sicher nach Hause? Wie kann sichergestellt werden, dass die parkähnliche Situation in der Fuggerstraße nicht der Tummelplatz für Junkies und Kriminelle wird?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Soziale Kontrolle ist auch, wenn etwas los ist und andere Leute auf der Straße sind - das gibt Sicherheit.
Josef Marquard - 09.02.2009, 17:05
Augsburg Boulevard
Wie soll ein Augsburg-Boulevard in der Nacht aussehen? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Augsburg soviel Menschen hat und zwei große Boulevards mit Leben füllen kann.
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Ein Boulevard kann eben beides vertreten - ein Platz für viele Menschen aber auch nur ein schön gestalteter Grünbereich mit Bäumen.
Anwohnerin - 09.02.2009, 15:11
Eserwall/Theodor Heuss-Platz
Wenn der Kitzenmarkt die einzige Ableitung von der Max-Straße wird, erhöht sich dann hier nicht der Verkehr allein schon durch die Anlieger, Geschäftsleute etc., also durch alle, die dann noch berechtigerweise in die Maxstraße fahren, im Vergleich zu jetzt?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Wie untenstehend: Das können wir noch nicht abschätzen. Wir wissen um das Problem und wollen es in eine Lösungsfindung einbinden.
Anwohner - 09.02.2009, 15:05
Ulrichsplatz/Theodor-Heussplatz
Eine Frage zu den Knotenpunkten Ulrichsplatz bzw. Theodor-Heuss-Platz: Mir ist noch nicht ganz klar, wie hier künftig die Verkehrsführung laufen soll. Ist es richtig, dass der Kitzenmarkt die einzige Ableitung von der Max-Straße werden soll, da ja der Milchberg nur noch in einer Richtung (ZUR Maxstraße) befahrbar sein soll? Sind hier nicht endlose Staus an der Ampel Kitzenmarkt/Eserwall programmiert? Denn bisher hat ja der Milchberg einen Großteil des von der Maxstraße ABfließenden Verkehrs aufgenommen. Wird der Kitzenmarkt jetzt eine neue Angeberstrecke für die fahrbaren Testosterondiscos, immer rum ums Karreé?
Und stimmt es, dass die Straßenbahngleise auf dem Eserwall auch umverlegt werden sollen? Dann müsste ja auch die ganze Linienführung am Roten Tor überarbeitet werden. Profitieren von der Lärmschutzwand auch die Anwohner Gögginger Mauer/Kitzenmarkt (Nordseite Eserwall also) Eine Verlegung der Straßenbahn nach Norden würde hier doch für mehr Lärm sorgen. Und die Kosten?
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Wie obenstehend: Das können wir noch nicht abschätzen. Wir wissen um das Problem und wollen es in eine Lösungsfindung einbinden.
Die neue Straßenbahn macht weniger Lärm wie der jetzige MIV-Verkehr. Über Kosten können wir zurzeit noch nichts sagen.
Augsburger - 09.02.2009, 14:41
Königsplatz / Bauzeit & Abfolge der Arbeiten
Hallo! Wie lange schätzen Sie denn die reine Bauzeit für den Kö (also unabhängig von anstehenden Diskussionen etc.) ein? Geht das denn mit dem laufenden Betrieb überhaupt so einfach? Wäre es möglich Ihre Variante des Kös zu bauen, ohne sofort die Fuggerstraße zu brechen? (nicht falsch verstehen, ich finde das gut, aber ich befürchte, dass sich daran derzeit die Geister scheiden) Danke!
Antwort von Architekturbüro Wunderle:
Die Planung am Kö mit der Verschiebung des Dreiecks nach Osten und Süden kann in Teilabschnitten und größten Teils bei laufendem Betrieb gemacht werden. Wir wünschen kein provisorium sondern eine endgültige Lösung. Der neue Dachaufbau kann zeitversetzt erfolgen.
Über die Bauzeit können wir noch nichts sagen. Die Stadtwerke bestimmen die Umbautermine, der Stadtrat den Baubeginn und darüber wird noch verhandelt.
promihi - 09.02.2009, 15:42
Rad und Fußweg unter dem Bahnhof
Nach der Planung bekommt die Mobilitätsdrehscheibe am Hbf eine Rampe für den Straßenbahn-Tunnel in der Halderstraße. Ist für den Bahnfahrer im Tunnel auch ein Rad- und Geh-Wegbereich eingeplant - oder geht es mit der Kirche ums Dorf etwa durch die Pfersee-Unterführung in den Augsburger Westen?
Antwort von V. Schafitel, Architekturforum Augsburg
Im 1.Preis beinhaltet der Tunnel nach Westen einen Rad- und Fußweg auf der Verteilerebene (Ebene -1 = jetziger Bahnsteigtunnel).
richthofen - 09.02.2009, 15:32
Kitzenmarkt 2
Aber der Kitzenmarkt als einzige Ableitung - ob das nicht massig Staus an der Ampel zum Eserwall zur Folge haben wird? Ist jetzt schon in den Stoßzeiten heftig ... Und die Straßenbahnführung Eserwall/Rotes Tor? Müsste ja auch neu verlegt werden, oder?
Antwort von V. Schafitel, Architekturforum Augsburg
Es gibt auch eine Ableitung in der Armenhausgasse und evtl. am Predigerberg. Die Staus wird es nicht mehr geben, weil gar nicht mehr so viele in die Maxstraße reinfahren.
1. gibt es weniger Parkplätze, 2. werden die Zufahrten reduziert.
Gleichzeitig mit der Verkehrsberuhigung der Maxstraße muss Ringparkraum außerhalb der Kernstadt geschaffen werden, damit die Besucherfrequenz in die Innenstadt nicht abnimmt. Derzeit werden Standorte untersucht!
Die Tram in der Eserwallstraße soll auf die Nordseite der Straße verlegt werden.

richthofen - 09.02.2009, 15:29
Kitzenmarkt
Wie sehen Sie denn die Situation rund um den Heussplatz? Die "strahlenförmige" Kreuzung Bismarckviertel (Stettenstraße/ Bismarckstraße/ Gögginger Mauer) - ist da an Änderungen gedacht?
Wie würde sich der Sperrung der KA-Allee hier auswirken? Die Vorstellung, hier endlich weniger Abgase einzuatmen und mehr Ruhe zu haben: ein Traum ... Trotzdem auch die Befürchtung, dass der Kitzenmarkt für die Wochenendpartygänger als Schleichweg zur Maxstraße an Bedeutung gewinnen könnte ...
Danke für eine Antwort Ihr richthofen
Antwort von V. Schafitel, Architekturforum Augsburg
Lieber richthofen,
der Kitzenmarkt soll nach meinem Kenntnisstand nur noch in südliche Richtung befahrbar sein. Die Einfahrt zum Kitzenmarkt erfolgt über die KAA - Weite Gasse. Die Eserwallstraße bekommt nur noch 2 Spuren, und wird als Allee bepflanzt. Die Tram soll auf die Nordseite der Straße verlegt werden.
Die KAA wird nur noch Anlieger- bzw. Zielverkehr für Geschäfte und Restaurants aufnehmen. Die Hochfeldstraße soll geöffnet werden und damit die Bismarckstraße entlasten.
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