Die Augsburger Zeitung

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Donnerstag, 17.4.2014 • Nr. 107 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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Initialzündung für den “Innovationspark Augsburg”

Einen Ausblick auf die künftige Entwicklung des Innovationsparks Augsburg im Augsburger Süden gab am vergangenen Mittwoch Unternehmensberater Dr. Heiko Frank in seinem Bericht im Wirtschaftsförderungs- und Beteiligungsausschuss.

“Innovationspark Augsburg” ist der neue Name für den “Science Park”, mit dem Augsburg zum führenden “Bayerischen Zentrum für Ressourceneffizienz” werden will. Rund 120 Millionen Euro sollen auf dem 63 Hektar großen Areal an der B17 zwischen Messe und impuls arena in den kommenden fünf Jahren in Mechatronik, Luft- und Raumfahrt und Faserverbundtechnologien investiert werden. Der städtische Anteil ist mit 8,5 Mio. vergleichsweise gering. 53 Millionen steuert der Freistaat bei, der selbe Betrag wird von den zwei Forschungseinrichtungen der Fraunhofergesellschaft (FhG) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aufgebracht.

Der Masterplan des Schweizer Städteplaners Kees Christiaanse

“Sie bekommen die Geschwindigkeit, die Sie verdienen”

Um diese Investitionen zu begleiten und zu steuern, empfahl Dr. Heiko Frank von der Augsburger Unternehmensberatung Tefen AG dem Wirtschaftsausschuss die Gründung einer Projektentwicklungsgesellschaft mit sechs Mitarbeitern. Mit fortschreitender Entwicklung des Areals könnte diese zur Betreibergesellschaft des Innovationsparks umgewandelt werden. Der Innovationspark komme zwar auch ohne die sofortige Installation einer solchen Gesellschaft in die Gänge, aber nicht mit der notwendigen Dynamik. Dazu fehle dem Wirtschaftsreferat die personelle Ausstattung. “Es ist Ihre Entscheidung”, so Frank zu den Stadträten im Wirtschaftsausschuss, “Sie bekommen die Geschwindigkeit, die Sie verdienen”.

Im Idealfall könnte heuer noch der Bebauungsplan und das Qualitätshandbuch für den Innovationspark erstellt und mit dem Bau der beiden Forschungseinrichtungen begonnen werden. 2011 könnte Baubeginn eines Technologiezentrums sein, in das Ende 2012 die ersten Mieter einziehen könnten. Bis 2020 erwartet Frank bis zu 500 Millionen Euro Investitionen durch weitere sich ansiedelnde Unternehmen - sollte die Initialzündung gelingen.


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