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DAZ-Archiv vom 13. März 2017 • www.daz-augsburg.de

GAZ. Das Brechtfestival 2017 endet mit der großen poetischen Kraft des Theaters

Nach einem inhaltlich und künstlerisch eher schwachen Brechtfestival endete die zehntägige Veranstaltungsreihe am gestrigen Sonntag mit einem großartigen Theaterabend.

Von Siegfried Zagler

Vivianne De Muynck

Vivianne De Muynck (c) Fred Debrock

Die Frage, ob es stimme, dass man nach dem Lesen von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ein anderer Mensch sei, beantwortete Marcel Reich-Ranicki mit einem kurzen „Ja“ und fügte hinzu, dass das auch für Brechts Werk gültig sei. Wer im Rahmen des Augsburger Brechtfestivals “GAZ. Plädoyer einer verurteilten Mutter” gesehen hat, weiß zumindest, dass die poetische Kraft des Theaters ihre Wirksamkeit nicht verloren hat.

Großes Theater: Man braucht dazu nicht viel, nämlich einen guten Theatermann und mindestens einen guten Schauspieler - und natürlich ein Textstück, das die Würde und die Tragik der menschlichen Existenz in Sprache setzt, in eine Sprache, die an Seele und Verstand adressiert ist. Eine komplexe Sprache also, die einen emotionalen Raum erschafft und ohne Gebrüll und Sentimentalitäten an das Mitgefühl des Publikums appelliert: eine Anti-Brecht-Sprache.


Brechtfestival: „Das Brot des Volkes” - Ein Versuch über die Gerechtigkeit

„Die Gerechtigkeit ist das Brot des Volkes. So wie das andere Brot muss das Brot der Gerechtigkeit vom Volk gebacken werden. Reichlich, bekömmlich, täglich.“ Bertolt Brecht

Von Andrea Huber

Was bedeutet „Gerechtigkeit“ und welchen Stellenwert hat Gerechtigkeit nicht nur hierzulande, sondern weltweit? Das herauszuarbeiten waren Aufgabe und Herausforderung für die Klasse 9b der Werner-von-Siemens-Mittelschule Augsburg zusammen [...]

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