Buchbesprechung: “Ab morgen Mönch” - Ein Soldat geht ins Kloster
Es ist die Stille des Morgens…
…die ich so liebe. In der Kirche hört man nur den Atem meiner Mitbrüder und das Rascheln, wenn sie die Seiten ihres Psalters umblättern, jenes Buches der Psalmen und Wechselgesänge, das jeder von uns bei sich trägt. Soeben geht die Sonne auf und lässt das Innere der Kirche in einem wunderbaren Licht erscheinen. Die ersten Sonnenstrahlen tänzeln zwischen den hölzernen Bänken und über dem Steinfußboden des Gotteshauses hin und her.
Mit diesen stimmungsvollen, einen kleinen Einblick ins Klosterleben gebenden Worten beginnt die Schilderung des Benediktinermönches Bruder Longinus vom altehrwürdigen Kloster Beuron, ehemals Frank Beha, geboren im Badischen, aufgewachsen auf einem abgelegenen Bauernhof in der Nähe von Villingen-Schwenningen, der sich nach Schule und Berufsausbildung als Zeitsoldat bei der Bundeswehr verdingt, mit dieser in Kriseneinsätzen in Mazedonien und Afghanistan unterwegs ist und über einen Militärpfarrer mit dem Glauben in Berührung kommt. Am Ende seiner Dienstzeit steht für den 25jährigen fest: Ich gehe ins Kloster…
