Die Augsburger Zeitung

DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur

Dienstag, 28.3.2017 • Nr. 87 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de

Theater für alle: André Bücker verspricht für seine erste Spielzeit ein facettenreiches Programm

Im Kulturausschuss stellte der designierte Intendant André Bücker sein Programm für die Spielzeit 2017/2018 vor. Das Augsburger Publikum kann sich auf Vertrautes, Ungewöhnliches und Neues freuen. Und auf einen Augsburger “Tatort”.

Von Halrun Reinholz

André Bücker

André Bücker

Sechs Erstaufführungen und drei Premieren von lebenden Künstlern hat André Bücker in seinem Portfolio für die neue Spielzeit, seine erste am Theater Augsburg. Seit Mai wohnt er schon hier und hatte bereits Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Gespräche zu führen, wie er gestern dem Kulturausschuss verriet. Für seine erste Spielzeit in Augsburg präsentierte er ein beachtliches Programm, im Vertrauen darauf, dass die große Halle im Martinipark zeitgerecht fertiggestellt werde und für die geplanten Produktionen zur Verfügung steht. Genau dort, im Martinipark, soll es dann zur Eröffnung am 24. September das große Theaterfest geben (mit anschließender “Wahlparty”, am Tag der Bundestagswahl). Auch das Gelände auf dem Gaswerk, die Brechtbühne und der Hoffmannkeller sind weiter als Spielorte vorgesehen und die Sinfoniekonzerte werden wie gehabt in der Kongresshalle stattfinden. Neu wird die Öffnung in die Stadtteile sein, mit einem voraussichtlich publikumswirksamen “Tatort”. Erstmals im Oktober in Lechhausen, zwei weitere folgen dann im Dezember und im Juni.


GAZ. Das Brechtfestival 2017 endet mit der großen poetischen Kraft des Theaters

Nach einem inhaltlich und künstlerisch eher schwachen Brechtfestival endete die zehntägige Veranstaltungsreihe am gestrigen Sonntag mit einem großartigen Theaterabend.

Von Siegfried Zagler

Die Frage, ob es stimme, dass man nach dem Lesen von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ein anderer Mensch sei, beantwortete Marcel Reich-Ranicki mit einem kurzen „Ja“ und fügte hinzu, dass [...]

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Brechtfestival: „Das Brot des Volkes” - Ein Versuch über die Gerechtigkeit

„Die Gerechtigkeit ist das Brot des Volkes. So wie das andere Brot muss das Brot der Gerechtigkeit vom Volk gebacken werden. Reichlich, bekömmlich, täglich.“ Bertolt Brecht

Von Andrea Huber

Was bedeutet „Gerechtigkeit“ und welchen Stellenwert hat Gerechtigkeit nicht nur hierzulande, sondern weltweit? Das herauszuarbeiten waren Aufgabe und Herausforderung für die Klasse 9b der Werner-von-Siemens-Mittelschule Augsburg zusammen [...]

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Brechtfestival: Brecht quält Benjamin

Mit „Krise ist immer“ beschreibt das Künstlerensemble um Regisseurin Friederike Heller die langjährige Freundschaft von Bertolt Brecht und Walter Benjamin als narzisstische Beziehung zwischen Zerstörung und Selbstzerstörung. Aufhänger sind Dokumente der zwischen Benjamin und Brecht geführten Debatten aus der Entstehungszeit des 1931 gescheiterten Zeitschriftenprojekts „Krise und Kritik“.

Von Bernhard Schiller

Was wäre geschehen, hätte Brecht die Pfingstrose [...]

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Nachtrag zu Brechts „Maßnahme“ vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise

Glanz und Elend des Gegenwartstheaters waren in dem von Selcuk Cara für das Brechtfestival 2017 inszenierten Lehrstück Bertolt Brechts „Die Maßnahme“ zu erleben.

Von Dr. Helmut Gier

Pathetische Momente durch sakral anmutende Choreographien sowie stimmliches und körperliches Verausgaben, großartige Musik, aufdringliche Symbolik (Schlauchboot und Weihrauchfass), die verfremdende Konfrontation der Werke großer Autoren mit den Werken anderer großer [...]

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Brechtfestival: Der gute Mensch von Downtown

Mit einem Stück „inspiriert von Brecht und der Bibel, von alten Quellen und neuen Katastrophen“ gastiert das Berliner Theater RamabaZamba mit großem Erfolg beim Brechtfestival

von Halrun Reinholz

In Brechts Stück „Der gute Mensch von Sezuan“ suchen die Götter einen guten Menschen in der Stadt und werden nach vielen [...]

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Brechtfestival: Fulminante Eröffnung

Die Maßnahme: Das Brechtfestival 2017 begann mit einer fulminanten Eröffnung

Von Prof. Dr. Jürgen Hillesheim

Warum es Selcuk Cara in beeindruckender Weise gelungen ist, einen ästhetischen Schwebezustand zu erzeugen und aufrecht zu halten, der die Grundproblematik  des Lehrstücks niemals verflachen - und das herausfordernde Potenzial des Dramas spürbar erfahren lässt

Brechts in erster Fassung 1930 entstandenes, vermeintlich so [...]

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„Und alles war ihr Schlaf“: Gar nicht einschläfernd und unvermutet poetisch im City Club

Junge Leute haben mit Theater nichts am Hut? Diesen Eindruck hat man nicht, wenn man die schmale Treppe ins Obergeschoss des City Clubs hochsteigt, wo sich das Theter Ensemble eingenistet hat.

Von Halrun Reinholz

Viel Platz ist da nicht, aber unter den Zuschauern im voll besetzten Raum kaum einer über dreißig. Sie [...]

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Theatersanierung: Morgen werden zehn Bäume gefällt

Die ersten öffentlich wahrnehmbaren Vorbereitungsmaßnahmen der Theatersanierung beginnen am morgigen Mittwoch: Damit das Baufeld frei wird, werden auf dem Areal der Volkhartstraße zehn Bäume gefällt.

Mit den archäologischen Grabungen auf dem Areal zwischen Volkhartstraße und „Großem Haus“ starten voraussichtlich im April auch die äußerlich sichtbaren vorbereitenden Arbeiten zur Theatersanierung. Dort werden ein zweistöckiger Technikkeller und darüber der [...]

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Otello: Tragisch ohne würdigen Bühnen-Rahmen

Die zweite Opernpremiere der Spielzeit findet in der Kongresshalle nur teilweise überzeugende Bedingungen für das tragische Geschehen auf der Bühne

Von Halrun Reinholz

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Premiere: “Und alles war ihr Schlaf”

Die Augsburger Theatergruppe „theter ensemble“, die im Obergeschoss des City Club in der Konrad-Adenauer-Allee 9 residiert, startet am 25. Februar (20. 30 Uhr) mit der Premiere der Eigenproduktion „Und alles war ihr Schlaf“ die Eröffnung einer neuen Spielstätte der freien Theaterszene.

Das junge Ensemble bezeichnet seine Performance als „literarischen, musikalischen Abend im City Club“. Der Pressetext [...]

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